Wohin kommt das Zentralklinikum Main-Spessart?

Liveticker zur Entscheidung im Kreistag Main-Spessart über den Standort des neuen Zentralklinikums.

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 6:52:26 AM
    In Gemünden und dem Sinngrund kämpft man indes für einen Klinikneubau in Langenprozelten. Man erachtet den Standort in dem Gemündener Stadtteil im gutachterlichen Vergleich zu schlecht bewertet. Das Bild zeigt die beiden potenziellen Flächen für einen Klinikneubau oberhalb (im Bildvordergrund) und unterhalb (im Hintergrund) der B26.


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:01:43 AM
    Einige Diskussionen gab es um den Termin der heutigen Kreistagssitzung. Ursprünglich war die Entscheidung über den Klinikstandort erst für Mitte April vorgesehen. Doch dann drückte Landrat Thomas Schiebel überraschend aufs Tempo. Er wolle jetzt eine schnelle Entscheidung, so seine Begründung. Nach der Vorstellung des Gutachtens zum Standortvergleich im Werkausschuss zog Schiebel die entscheidende Sitzung des Kreistags vor - mitten in die Osterferien. Allerdings hatte er angekündigt, dass die Sitzung nur dann stattfinden werde, wenn mindesten zwei Drittel der 60 Kreisräte zur Sitzung kommen könnten. Man darf gespannt sein, wie viele Kreisräte nun tatsächlich bei dieser wichtigen und weitreichenden Entscheidung dabei sind.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:10:15 AM
    Im Raum Gemünden wurde in den vergangenen Tagen eine Online-Petition gestartet mit dem Ziel, die Kreispolitik zu einer Entscheidung für den Standort Gemünden zu bewegen. Offenbar spielen dabei in der Argumentation auch diverse Verschwörungstheorien eine Rolle, die freilich bislang ohne nähere Erklärung  geblieben sind. 
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:28:24 AM
    Im Vorfeld haben Demonstranten aus dem Raum Gemünden vor dem Landratsamt Bananen an die Kreisräte verteilt.


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:29:23 AM
    Mit Transparenten empfingen die Denmonstranten die Kreisräte vor dem Eingang der Behörde


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:30:15 AM
    Es geht los: Landrat Thomas Schiebel begrüßt die Kreisräte und Besucher.

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:30:43 AM
    Es sind mehr als 50 der 60 Kreisräte da.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:31:50 AM
    Somit ist das erreicht, was Schiebel im Vorfeld als Kriterium festgelegt hatte: Mindestens zwei Drittel, der Kreisräte sollten bei dieser wichtigen Entscheidung dabei sein.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:32:47 AM
    Schiebel bittet die Zuhörer, zuzuhören und auf Missfallenskundgebungen und Beifallsstürme weitgehend zu verzichten.

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:33:57 AM
    Schiebel beginnt mit einer Stellungnahme: Er habe sich inhaltlich mit den von Initiativen genannten Argumenten intensiv auseinandersgesetzt.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:34:37 AM
    Er verwehrt sich jedoch gegen die BEhauptung, er wolle eine Entscheidung für Lohr nun schnell durchboxen. Das Thema beschäftige seit 2004 die Kreispolitik. Seit 2012 intensiv.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:35:32 AM
    Er habe stets informiert, im ersten Quartal 2016 eine Entscheidung herbeiführen wollen. Die Bewerbungen der einzelnen Gemeinden lägen seit Wochen vor. Die Behauptung, es werde nun schnell entschieden, sei nicht nachvollziehbar.

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:36:50 AM
    Zu den Kriterien der Standortentscheidung und deren Gewichtung sagt Schiebel: Das Gutachten ist kein Dogma. Man hätte noch viele Kriterien betrachten und unterschiedlich bewerten können. Es gebe viele subjektive BEtrachtungsmöglichkeiten.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:38:03 AM
    Wichtig, so Schiebel, sei der Zeitfaktor gewesen. "DIe Zeit ist nicht zu unterschätzen". Man treffe die Entscheidung aus zwei Gründen. Der erste Grund sei die wirtschaftliche Entwicklung mit einem derzeitigen Defizit von rund 5 Millionen Euro. Der zweite Grund sei die überhaupt schwierige Lage bei der medizinischen VErsorgung.

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:38:45 AM
    Man sei dabei, das medizinische Angebot des Klinikums deutlich zu verbessern. Dazu brauche man Klarheit über künftige Strukturen.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:39:49 AM
    Schiebel sagt, dass das Wohl der Patienten "schon im Vordergrund steht". Es gehe auch darum, an welchem Standort man die meisten Betten genehmigt bekommen könne. Man dürfe das Thema nicht aus regionaler Sicht betrachten, sondern müsse die Belange des gesamten Landkreises im Auge behalten.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:41:07 AM
    Zum Prozedere sagt Schiebel: Es wird Stellungnahmen der Fraktionen geben, daneben kann sich jeder Kreisrat persönlich zu dem Thema äußern. Danach werde über den Beschlussvorschlag des Werkausschusses beschlossen. Danach über anträge der Kreisräte Felbinger, Rützel und Herrbach (alle aus Gemünden).

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:41:33 AM
    Es liegt überdies ein Antrag vor, dass am Ende namentlich abgestimmt wird.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:42:26 AM
    Zunächst stellt Günter Betz, stellvertretender Klinikreferent, das Gutachten vor, das BAsis der Standortentscheidung sein soll.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:43:11 AM
    Er stellt zunächst die Gewichtung der Kriterien vor.


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:45:32 AM
    Erstes Kriterium ist die Baureife. Dazu fasst das Gutachten dies zusammen:


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:46:54 AM
    Dies sind die Flächen in Urspingen an der Rodener Straße:

    Die Gemeinde Urspringen hat verschiedene Ackerflächen als Standort angeboten.


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:48:23 AM
    Betz trägt im wesentlichen den Inhalt des Pressegespräches wieder, das vor einigen Tagen zu diesem Thema stattfand.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:49:43 AM
    Bei der Baureife, so Betz, seien Lohr und Marktheidenfeld jeweils gleich mit drei Punkten bewertet. Urspringen und Gemünden jeweils mit einem Punkt.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:50:57 AM
    Das nächste Kriterium, das Betz aufgreift, sind Akzeptanz und Marktanteile. Der Schwerpunkt der Versorgung komme aus dem nördlichen Landkreis. Am höchsten liege der Marktanteil in Lohr mit 85 bis 100 Prozent, gefolgt von Gemünden mit 50 bis 70 Prozent.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:51:18 AM



  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:52:45 AM
    Zur Erreichbarkeit der Standorte nennt Betz folgende Zahlen. Lohr und GEmünden sind für jeweils gut 90.000 Menschen binnen 30 Minuten erreichbar, wobei Gemünden etwas vor Lohr liegt. Marktheidenfeld und Urspringen hingegen würden wesentlich weniger Landkreisbürger erreichen.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:53:41 AM
    Die Zusammenfassung des Krizeriums Patienten sieht so aus:


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:54:10 AM
    Hier liegen Lohr und Gemünden an der Spitze. Am schlechtesten schneidet hier aufgrund der Randlage Marktheidenfeld ab.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:55:20 AM
    Nächstes Kriterium: Mitbewerbersituation: Gemünden ist am weitesten von NAchbarkliniken entfernt, wenn, wie im Gutachten, Hammelburg unberücksichtigt bleibt.


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:55:36 AM



  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:56:36 AM
    Fazit: Bei der Mitbewerbersituation liegt der Standort GEmünden ganz vorne.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:58:01 AM
    Nächstes Kriterium: Die Zuweiser. Die stärkste Facharztdichte habe Lohr aufzuweisen, so Betz, gefolgt von Marktheidenfeld. Bei den Hausärzten sei Marktheidenfeld führend.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 7:58:24 AM



  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:00:25 AM


    Nächstes Kriterium: Synergien. Hier kommt das Gutachten zu folgendem Ergebnis.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:00:57 AM

    Diese Synergien bietet der Standort Gemünden.

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:01:28 AM

    Diese Synergien sieht das Gutachten für Lohr

  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:02:18 AM
    Das Fazit der Gutachter zum Thema Synergien:


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:02:57 AM
    In der Summe kommt das Gutachten zu diesem Vergleich:


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:03:24 AM
    Betz spricht von einer sehr deutlichen Differenz, an der sich auch bei einer im Detail anderen Gewichtung nicht viel ändern würde.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:06:06 AM
    Nun beginnen die Fraktionen mit ihrer Stellungnahme. Es beginnt Walter Höfling für die CSU. Er macht deutlich, dass man weder gegen den strukturarmen Raum Gemünden entscheide, noch gegen den prosperierenden Standort MArktheidenfeld. Eine Entscheidung für den Standort Lohr ermögliche wesentliche Synergien, einen medizinischem Campus zusammen mit einem Ärztehaus. Es gebe die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu einem Lehrkrankenhaus. Man könne  in Lohr eine ganzheitliche Versorgung schaffen. Höfling kündigt eine einstimmige Entscheidung der CSU für den Standort Lohr an 


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:07:49 AM
    Helga Schmidt-Neder für die freien Wähler spricht jetzt. Sie sagt, dass das neue Krankenhaus dort entstehen müsse, wo die bestmöglichen Chancen für eine erfolgreiche Neuausrichtung des Klinikums bestehen. Der Standort des neuen Hauses könne nicht danach entscheiden werden, wo die größte Wirtrschaftsfkraft liege oder strukturschwache Räume Förderung brauchten.


  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:08:35 AM
    Schmidt-Neder blickt auch zurück auf die heute als falsch erkannte Entscheidung aus 2012, drei Standorte zu erhalten. Dieser FEhler müsse eine Lehre sein.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:10:46 AM
    Die Kreisrtäte hätten nach ausführlicher Diskussion und in Kenntnis aller STandorte die Kriterien aufgestellt und gewichtet. Über 40 Jahre nach der Gebietsreform müsse man zeigen, dass imn Landkreis das Kirchturmdenken überweunden sei und man für die Belange des Landkreises eintrete. Es gebe objektive und unwiderlegbare Gründe für den Standort Lohr. Dies müsse auch sie als Bürgermeisterin von Marktheidenfeld anerkennen.
  • von Johannes Ungemach / MAIN-POST | 3/29/2016 8:11:29 AM
    Die Mehrheit der Freien Wähler werde ausschließlich nach Sachargumentenb entscheiden und daher für Lohr votieren. NAtürlich müsse man verstärkt an der Nachnutzung der bestehenden Standorte arbeiten.
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