Tor de France

Vom 10. Juni an ist Frankreich vier Wochen lang der Schauplatz der Fußball-Europameisterschaft 2016. Während sich die Sportwelt auf tolle Spiele freut, dämpfen die Sicherheitsmaßnahmen und die Sorge vor Terroranschlägen die Fußball-Euphorie. Main-Post-Chefreporter Achim Muth berichtete live aus dem Nachbarland.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/22/2016 1:19:32 PM
    „Wir lassen die Leute einfach quatschen“

    Wie Nationalspieler Mesut Özil die Vorrunde bilanziert
    und was er seinen Kritikern antwortet


    Mit seinem Pass hat er den Führungstreffer eingeleitet, er war an vielen guten Angriffsszenen beteiligt: Mesut Özil bot in seinem 76. Länderspiel eine gute Leistung und wurde von den Experten der UEFA zum „Man oft he match“ gewählt. Özil, so scheint es, ist Joachim Löws Lieblingsspieler: Zum 70. Mal nominierte der Bundetrainer den sanften Techniker für die Anfangself. Seit Beginn der WM 2010 stand Mesut Özil bei jedem Turnierspiel auf dem Feld – zum 22. Mal in Folge. Nach dem 1:0-Sieg gegen Nordirland, mit dem der Weltmeister als Gruppenerster ins Achtelfinale am kommenden Sonntag in Lille einzog, stellte sich der 27-Jährige vom FC Arsenal in den Katakomben des Pariser Prinzenparkstadions den Fragen der Reporter und zog eine Bilanz der Vorrunde.

    Nach der Kritik an der Offensive nach dem 0:0 gegen Polen hat die Mannschaft heute eine Vielzahl an Chancen herausgespielt. Wie zufrieden sind Sie?

    Mesut Özil: Heute haben wir gezeigt, was wir können und welche Qualität wir in der Mannschaft haben. Die Torchancen waren super herausgespielt, leider haben wir sie nicht verwertet. Deshalb blieb es 90 Minuten spannend, obwohl die Nordiren im kompletten Spiel keine einzige Chance gehabt haben. Es ärgert uns schon, dass wir so viele Chancen liegen gelassen haben.

    Wie fällt Ihr Fazit der Vorrunde aus?

    Özil: Man sieht, dass wir als Mannschaft funktionieren. Jeder arbeitet offensiv wie defensiv. Das Wichtigste ist, dass wir hinten zu null spielen. Wenn man die drei Spiele betrachtet, hatten unsere Gegner kaum eine Chance. Wir wissen aber auch, dass wir uns in der K.o.-Runde noch steigern müssen. Vor allem an den Torabschlüssen müssen wir arbeiten, damit wir die Spiele früher entscheiden. Wir müssen vor dem Tor eiskalt sein.

    Sie boten eine gute Leistung. Ist das eine Antwort auf Ihre Kritiker gewesen?

    Özil: Bei einem Turnier ist es immer so, dass viele Leute meinen, reinquatschen zu müssen. Wir konzentrieren uns nur auf uns. Wir wissen, was wir können. Wir sind Weltmeister und müssen doch keinem mehr etwas beweisen dort draußen. Bei wichtigen Turnieren sind wir da. Wir sind Gruppenerster ohne Gegentor. Wir lassen uns nicht beirren und lassen die Leute einfach quatschen.

    Haben Sie schon überlegt, wer der Gegner sein könnte?

    Özil: Nein, da bin ich bin ganz relaxed. Jetzt geht es erst einmal ins Hotel, ein bisschen chillen. Und dann werden wir irgendwann wissen, gegen wen wir spielen müssen. Bei der Europameisterschaft ist das ganz egal, wer der Gegner ist. Wir müssen sowieso gegen alle gewinnen. Nur so kann man den Titel holen.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/22/2016 12:58:03 PM

    Die Fans der Nordiren waren schon wunderbar, wirklich. Sie wollten einfach nicht nach Hause gehen, aber seht und lest selbst . . .

    Will Grigg's on fire:
    Die Sängerknaben von der Insel


    Na na na na na na na, na na na na na! Na? Auch mit dem Ohrwurm der EM aufgewacht? Seit der 0:4-Niederlage Irlands gegen Spanien 2012 in Danzig ist kein Verlierer mehr so gänsehauterregend gefeiert worden wie diese wackeren Nordiren von ihren wunderbar verrückten Fans. Vor vier Jahren hatten die irischen Anhänger das bewegende Volkslied „Fields of Athenry“ auf den Tribünen des Stadions gesungen. Immer und immer wieder, so lange, bis die Mannschaft noch einmal aus den Kabinen zurück aufs Feld gekommen war. Der Abend in Paris ähnelte einem Déjà-vu. Eine halbe Stunde war die Partie der Nordiren gegen Deutschland schon abgepfiffen worden, da grölten die Briten noch immer in der rappelvollen Fankurve die neue Nationalhymne „Will Grigg’s on fire“. Das Lied, das ein Fan zur Melodie des 90er Jahre Dancefloos-Hits „Freed from desire“ der Sängerin Gala ins Internet gestellt hatte, rauschte auf der Insel sogar in die Hitparade. Es ist eine Ode an den 24-jährigen Nationalspieler William Grigg, der eben erst den englischen Klub Wigan Athletic zum Aufstieg in die zweite Liga geschossen hat. Der Stürmer sitzt zwar meist, wie gegen Deutschland auch, auf der Bank, aber seit Tagen geht sein Lied durch die Decke. Ganz Paris summt schon mit. In der Metro, unter dem Eiffelturm – überall grün-weiße Sängerknaben. Ausgerechnet an diesem Abend feiern die Franzosen auch noch ihr landesweites Musikfestival „Fête de la musique“. Mitternacht war schon vorbei, als an der Metrostation Place d’Italie vor dem Café O’Jules eine Rockband spielt. Stones. Deep Purple. So was. Schönes Flair. Irgendwann war es erst leise zu vernehmen: Na na na na na na na . . . Es wurde lauter, als die Nordiren aus dem Schacht stiegen. Die Band bemühte sich, aber sie hatte keine Chance.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/22/2016 6:30:46 AM

    Petit dejeuner am Gare de Lyon: gleich geht's zurück nach Evian am Genfer See. Und das Schönste: der Sommer ist da!

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/22/2016 5:33:41 AM
    Tor de France

    In God’s country

    Vor der Europameisterschaft erhielt ich einen Anruf. Es war der Vater der ZDF-Korrespondentin Patricia Schäfer aus Würzburg, ein treuer Leser, mit dem ich mal nach einem meiner Brasilien-Vorträge über Fußball und die Welt gefachsimpelt habe. Er sei umgezogen und fragte mich, ob ich nicht Verwendung hätte für seine kleine Sammlung aus Fußballheften, Autogramme der Kaiserslauterner Meistermannschaft aus den 50er Jahren habe er auch noch. Wir vereinbarten ein Gespräch für die Zeit nach der EM. Er wünschte mir gutes Gelingen und sagte dann noch: „Mensch, das mit Jürgen ist schon wieder ein Jahr her.“ Das mit Jürgen. Mein Kollege Jürgen Höpfl hat Patricia Schäfer im August 2012 in London für ein interessantes Porträt getroffen, es waren seine letzten Olympischen Spiele als Berichterstatter. Heute vor einem Jahr ist Jürgen Höpfl gestorben. Er würde sagen: „Kinder, wie die Zeit vergeht.“ Seinen Olympia-Kolumnen damals aus London verpasste er immer einen Songtitel als Überschrift. „White wedding“ von Billy Idol war dabei oder „Heroes“ von David Bowie. Diese EM-Kolumne nun soll an ihn erinnern – mit einem Song der irischen Band U2, die er fast genauso mochte wie ich. Es geht um neue Träume. Er heißt: In God’s country.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/22/2016 5:19:33 AM

    Am 21. Juni wird in Frankreich die Fête de la musique gefeiert, ein Musikfstival, bei dem im ganzen Land Bands auf öffentlichen Plätzen spielen. Nach der Rückkehr aus dem Stadion habe ich noch in dieser Bar am Place d'Italie ein Bierchen getrunken und den verschiedenen Gruppen zugehört. Eine, nun ja, eigenwillige Interpretation vom U2-Klassiker "Sunday, bloody sunday" könnt ihr hier hören.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/22/2016 5:13:07 AM

    Es war ein stimmungsvoller Abend im Prinzenparkstadion.

    Hier meine Einzelkritik der deutschen Mannschaft


    Manuel Neuer: Der Kapitän markierte sein Revier gleich in den ersten Sekunden mit einem Bodycheck gegen Conor Washington an der Eckfahne. In seinem roten Outfit wirkte Neuer wie ein Feuerwehrmann, löschte die kleinen Gefahrenherde der Partie routiniert und sicher. Blieb alle drei Vorrundenspiele ohne Gegentor.

    Jonas Hector: Der Kölsche Jung hat sich zwar festgespielt auf der linken Seite. Er war engagiert, lauffreudig, aber ist in seinen Offensivkünsten halt trotz einiger ordentlicher Flanken doch sehr limitiert.

    Mats Hummels: Der Innenverteidiger sorgte in der Abwehr für keinen „Missverständnis-Alarm“, sondern harmonierte mit seinen Abwehrkollegen gut.

    Sami Khedira: Reißt mit seinem kraftstrotzenden Galopp immer wieder Löcher in die Formation des Gegners. Ein Auftritt mit Licht und Schatten. Unnötige Ballverluste wechselten mit gut durchdachten Zuspielen.

    Mesut Özil: Er ist der Dauerbrenner im deutschen Team, und irgendwie merkt’s keiner: Zum 70. Mal nominierte Löw den sanften Techniker für die Anfangself. Seit Beginn der WM 2010 stand er bei jedem Turnierspiel auf dem Feld – zum 22. Mal in Folge. Leitete viele Angriffe ein, darunter den Führungstreffer.

    Thomas Müller: Er wollte Chancen, er bekam Chancen. Aber der WM-Müller (10 Tore), ist immer noch kein EM-Müller (0 Tore). Er traf so ziemlich alles im Stadion: Latte, Pfosten, sogar die Glocken von Torhüter Michael McGovern, nur klingeln tat‘s nicht. Bereitete mit seinen wendigen Stelzen aber das 1:0 durch Gomez listig vor.

    Jérôme Boateng: Der große Schwarze mit dem grünen Schuh gewann ungefähr 100 Prozent seiner Zweikämpfe – mindestens. Hatte nach verrichteter Abwehrpflicht sogar noch Zeit für schöne Flankenwechsel. Durfte sich die letzte Viertelstunde auf der Bank schonen.

    Toni Kroos: Diesmal stieg Mister Zuverlässig nicht in die Trickkiste. Vielleicht sah das Spiel von Kroos diesmal aber auch nur so gewöhnlich aus, weil er in den Spielen davor so wunderbar geglänzt hatte.

    Mario Götze: Quo vadis, Mario? Nach dem FC Bayern könnte nun auch in der Nationalelf eine schwere Zeit anbrechen für das ewige Talent. Rückte durch die Hereinnahme von Gomez auf die linke Angriffsseite, bot dort einen unglücklichen und fehlerbehafteten Auftritt. Hatte bei seinen vielen Chancen nicht nur kein Glück, ihm fehlte irgendwie auch die Gier.

    Joshua Kimmich: Der 21-Jährige feierte im zweiten Länderspiel sein EM-Debüt. Rückte für Benedikt Höwedes ins Team und fremdelte kaum. Überzeugte nicht nur durch konsequentes Verteidigen, sondern auch als wichtige Anspielstation in der Offensive. Beginn einer großen Zukunft?

    Mario Gomez: Das Comeback des Mittelstürmers! Erzielte bei seiner dritten Europameisterschaft sein viertes EM-Tor und zog damit unter anderem mit Gerd Müller gleich. Nur Jürgen Klinsmann (5 Tore ist noch vor ihm. Es scheint, ihm gelingt ein zweites Leben im Nationalteam.

    André Schürrle: Kam in der 55. Minute für Götze und sorgte für Betrieb auf der linken Seite. Mehr dann aber auch nicht.

    Bastian Schweinsteiger: Ein WM-König im Prinzenpark. Durfte sein 117. Länderspiel machen, ersetzte ab der 69. Minute Khedira. Ein Happy-End wie beim Last-Minute-Tor gegen die Ukraine gab’s diesmal nicht.

    Benedikt Höwedes: Für Boateng, der etwas angeschlagen wirkte, durfte die letzte Viertelstunde der Schalker mittun. Ein Knappe ohne Fehl und Tadel. Wer jede Sekunde einer WM absolviert hat, erledigt solche Aufgaben selbstredend.

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  • EM: Sieg des DFB-Team (Die Mannschaft) gegen Nordirland. Damit ist Deutschland Gruppenerster! Main-Post-Reporter Achim Muth feiert in Frankreich mit.

    "Tor de france-Reporterblog": live.mainpost.de
    Klicken Sie hier, um das Facebook-Video zu sehen
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 8:26:04 PM

    Ein schöner Abend geht zu Ende in Paris: mein Highlight waren die nordirischen Fans. Alles rund um das deutsche Spiel gibt es morgen früh hier im Blog.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/21/2016 6:13:55 PM

    Nur Gomez trifft - Deutschland Gruppensieger

    mainpost.deChancen en masse, aber nur ein Tor - trotzdem steht Deutschland nach dem besten Turnierauftritt als Gruppensieger im Achtelfinale. Nun geht es gegen die Slowakei oder Albanien. Auch wenn das Ergebnis zu niedrig ausfiel, zeigte der Weltmeister sein bestes Spiel bei der EM.
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/21/2016 5:34:27 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 4:48:56 PM

    1:0 führt die deutsche Nationalmannschaft zur Halbzeit gegen total unterlegene Nordiren. Das Tor erzielte Mario Gomez: es war sein 28. Länderspieltor und sein vierter Treffer bei einer EM - damit zieht er unter anderem mit Gerd Müller gleich und liegt nur noch ein Törchen hinter Rekordschützen Jürgen Klinsmann, der fünfmal bei Europameisterschaften für Deutschland getroffen hat.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 4:01:52 PM

    Als ich einmal im Prinzenparkstadion auf dem Rasen gestanden war
    Vor 30 Jahren, in der 11. Klasse des Friedrich-Koenig-Gymnasiums Würzburg, besuchten wir während einer Parifahrt das Prinzenparkstadion . . . Lang, lang ist's her.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 3:03:25 PM

    Mit Gomez und Kimmich gegen Nordirland
    Joachim Löw hat also doch für eine Überraschung gesorgt: Gegen Nordirland stehen Mario Gomez und Joshua Kimmich in der Anfangsformation: Gomez kam für Julian Draxler und wird im Sturmzentrum agieren, dafür wird Mario Götze wohl links dahinter spielen. Kimmich wird sein erstes EM-Spiel für Benedikt Höwedes auf der rechten Abwehrseite der Viererkette bestreiten.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:46:43 PM

    Mit Eichhörnchen Gerd auf Reisen
    Den Wunsch erfülle ich gerne: Mein Platz auf der Pressetribüne ist direkt neben einem Zuschauerblock. Ich wurde eben von Fans aus Dresden angesprochen, die unbedngt ein Foto mit ihrem Glücksbringer Eichhörnchen Gerd haben wollen. Bitte sehr!

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:38:59 PM

    Der Weltmeister ist angekommen.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/21/2016 2:33:52 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:21:45 PM

    Die Nordiren testen schon mal den Rasen.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:11:28 PM

    Ein Würzburger in Paris
    Wie heißt es so schön: Die Welt ist ein Dorf. Als ich eben im Block 423 im Pariser Prinzenparkstadion auf die Pressetribüne kam, checkte einer der freiwilligen Helfer, Volunteers, meine Akkreditierung. "Aha, Mediengruppe Main-Post", sagte er. Es stellt sich schnell heraus, dass der junge Mann lange in Franken gelebt hat und jetzt in Belgien und Frankreich studiert. Was er hier macht: Seht selbst, er hat es erzählt:

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:08:02 PM

    So: Zwei Stunden noch bis zum Spiel Deutschland gegen Nordirland in Paris. In knapp vier Stunden wissen wir dann auch, welcher Weg die DFB-Elf ins Achtelfinale führt. Als Gruppenerster würde die Mannschaft am kommenden Sonntag in Lille antreten müssen, als Zweiter bereits am Samstag in St. Etienne. Und als Dritter? daran denken wir nicht.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:05:51 PM

    Panormaaufnahme des Medienzentrums vom Balkon aus./i>

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 2:02:34 PM

    Eine Fußball-Europameisterschaft ist ein riesiges Medienereignis. Hier mal ein kleiner aktueller Spaziergang durch das Pressezentrum am Prinzenparkstadion in Paris.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 12:52:55 PM

    Wohin führt der Weg der Nordiren - ins Achtelfinale?

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 12:51:57 PM

    Noch drei Stunden bis zum Anpfiff. Gute Stimmung rund um den Prinzenpark.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/21/2016 9:32:55 AM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 8:22:21 AM

    Die Schweiz würde sich offenbar freuen über ein Duell mit den Nachbarn...

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 7:03:59 AM

    Matchday! Auf nach Paris. Heute bereits um 18 Uhr gegen Nordirland. Wir glauben ja, dass Löw eine Überraschung in der Aufstellung haben wird. Welche? Warten wir es ab, alle Infos rund um das letzte Gruppenspiel der deutschen Elf hier ab heute Nachmittag direkt aus Paris.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/21/2016 7:03:45 AM

    Matchday! Auf nach Paris. Heute bereits um 18 Uhr gegen Nordirland. Wir glauben ja, dass Löw eine Überraschung in der Aufstellung haben wird. Welche? Warten wir es ab, alle Infos rund um das letzte Gruppenspiel der deutschen Elf hier ab heute Nachmittag direkt aus Paris.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/20/2016 6:04:57 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 3:29:44 PM
    Das verrückte französisch-deutsche EM-Wörterbuch, Teil 5:

    entrée ein Baum

    match nasser Dreck

    simple Depp

    Mont Blanc nackter Himmelskörper

    Tour Eiffel Ausflug in deutsches Mittelgebirge

    avant Modell von Audi

    mars Schokoriegel

    pain Schmerzen

    aussi Deutscher aus Dresden oder Leipzig
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/20/2016 2:58:02 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 1:42:46 PM
    Joachim Löw hat die PK in Paris wegen einer Erkältung abgesagt, für ihn spricht gleich Co-Trainer Thomas Schneider
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 12:26:37 PM

    beschleunigt.abnehmen.freundeskreis. So lautet die Adresse unserer Küche in unserem Haus überm See in Évian laut dem Internetprotal what3words. Für jeden Fleck der Erde gibt es einen Namen. Eine herrliche Spielerei, probieren Sie es aus.

    Tor de France

    Ein Brief an den Fünfmeterraum

    Haben Sie schon einmal versucht, einen Brief an einen Wurzelsepp in der tiefen Rhön zu schicken? Oder an einen Eskimo am Nordpol? An den Torhüter im Fünfmeterraum des Prinzenparkstadions? Es gibt Flecken auf dieser Welt, für die existiert keine Postleitzahl, aber auch für diese Fälle hält die digitale Welt eine Lösung parat. Dieser Tage lief auf der Fahrt von Évian-les-Bains nach Genf im Autoradio ein Beitrag über das Projekt what3words. Die Macher der gleichnamigen Internetseite haben über die Erde ein Raster gezogen, eine Gitter aus jeweils exakt 3x3 Meter großen Quadraten. Ihre Idee soll das Adresssystem revolutionieren. Entstanden sind so 57 Billionen Felder. 57 000 000 000 000! Jedem dieser Karos wurde durch einen Algorithmus ein Name aus drei Wörtern verpasst, und so kommt es, dass Manuel Neuer heute Abend im nördlichen Tor des Prinzenparkstadions unter anderem das Feld gurke.aufnimmt.farblos bewachen wird. Im Quartierort Évian logiert die deutsche Elf im Hotel Ermitage auf Flecken, die raumflug.führerschein.trikot heißen oder hörbuch.berufsbild.sintflut. Passt zum Dauerregen hier. Nordwestlich den Berg hinunter liegt unser Haus überm See, wo sich in unserer Küche der Neun-Männer-WG das Planquadrat beschleunigt.abnehmen.freundeskreis befindet. Okay, zunehmen wäre treffender, aber sonst. Tadellose Zuordnung. Und, wo wohnen Sie?

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 9:09:00 AM

    Die Bürgermeister von St. Gingolphs, Bertrand Duchond (links/Schweiz) und Geraldine Pflieger (rechts/Frankreich) hatten viel Spaß beim gemeinsamen Fußballabend.

    Wo die Grenze fließend ist

    Im geteilten Dorf St. Gingolph feiern
    Schweizer und Franzosen gemeinsam das 0:0


    Wie geduckt liegt St. Gingolph am Fuße des 1520 Meter hohen Pic de Blanchard, der wie eine grüne Wand steil aufragt hinter den Häusern und über dem Genfer See. In diesem Dorf ist die Grenze fließend, der Gebirgsbach Morge zerschneidet St. Gingolph in einen französischen und in einen Schweizer Teil. Ein Name, zwei politisch getrennte Dörfer in zwei Ländern. Diese Besonderheit ist es, die den Ort für einen Abend, an dem bei der Europameisterschaft Frankreich gegen die Schweiz spielt, eine unverhoffte Aufmerksamkeit beschert.
    Zwei Herzen schlagen
    Beobachtungen also in einem Dorf, in dem zwei Herzen schlagen. Noch eine knappe Stunde ist es bis zum Spielbeginn, und am Grenzübergang an der Hauptstraße N5 sorgt eine kleine Gruppe Fans für ein Ramba-Zamba. Sie sind ausstaffiert mit Perücken, Fahnen, Tröten, und die zwei Schweizer Zöllner, die in der kleinen Bude mitten auf der N5 ihren Dienst schieben, sind bald etwas genervt vom kleinen Grenzverkehr. In der Bar Le Commerce, wo sich neben dem Haus die Morge hinabstürzt in den See, pinseln sich Virginie Simon und Christelle Benet Flaggen auf die Wangen. Die eine die Tricolore, die andere ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Cousinen im Fußballfieber.
    Der Fasching des Fußballs
    In der Bar findet das Vorglühen statt, anschließend geht es hinunter an die Uferstraße in den Salle des Fêtes, wo sich Franzosen und Schweizer treffen und das Spiel gemeinsam auf einer Großbildleinwand schauen. Bezahlt werden kann in Franken oder Euro, die Beträge sind identisch. Ein kleines Bier drei Eurofranken, eine Bratwurst mit Salat acht. Diese Europameisterschaft war bislang überschattet von Streiks, Terrorangst und Hooliganexzessen, aber im Kleinen wie in diesem Zwillingsdorf, da lebt das Turnier. Es ist ein Fasching des Fußballs. Die Menschen sind phantasievoll verkleidet. Viele können sich nicht entscheiden, so wie der Kahlkopf, der sich beide Flaggen auf den Schädel gemalt hat und damit sicher kein Verlierer sein wird an diesem Abend. Ein alter Clown verteilt Luftballons. Kurz vor dem Anpfiff formiert sich die örtliche Blaskapelle „Les enfants des deux républiques“. Die „Kinder aus zwei Republiken“ spielen die Schweizer und die französische Hymne, und Dirigent Pierre-Antoine Marcais erzählt später bei einem Bier, dass seine Musikanten aus beiden Teilen kommen, „die Musik kennt ja sowieso keine Grenzen“, sagt er. Ähnlich verhalte es sich mit den Mitgliedern aus dem Ski- oder dem Ruderclub. Ein Verein, zwei Länder.
    Die Blaskapelle spielt
    Das Spiel beginnt. Mitten im Saal sitzen die beiden Bürgermeister, Gastgeberin Geraldine Pflieger für das französische St. Gingolph, und Bertrand Duchoud, der zu Fuß eingereist ist aus dem Spiegelbild im Schweizer Kanton Wallis. Auf dem Tisch steht eine Flasche Weißwein. Das eine Dorf hat 800 Einwohner, das andere 900, vielleicht 250 Nachbarn feiern jetzt in diesem Saal. Zerrissene Schweizer Trikots, ein platter Ball, die Einwechslung von Dimitri Payet bei den Franzosen, das sind die Höhepunkte dieses Null zu Null. Mit dem Abpfiff leert sich der Saal so schnell wie er sich gefüllt hatte. „Es war ein schöner Abend mit einem guten Ergebnis“, sagt Geraldine Pflieger, „aber wir hätten mehr Spaß gehabt, wenn ein paar Tore gefallen wären.“ Bertrand Duchoud ist auch zufrieden. Seine Schweizer haben das Achtelfinale erreicht, aber den Titel, das tippt er, „den wird England holen“.
    Dann ist er vorbei, dieser besondere Fußballabend in St. Gingolph am Genfer See. Einem von der Grenze gespaltenen Dorf, das irgendwie doch eins ist.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/20/2016 9:00:52 AM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 7:51:42 AM

    Hier noch ein paar Eindrücke aus St. Gingolphs, dem geteilten Dorf am Genfer See.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 7:51:29 AM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 7:51:17 AM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 7:51:07 AM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 7:37:42 AM

    Die Mannschaft ist gerade eben aus dem Quartier in Évian-les-Bains abgefahren und auf dem Weg zum Flughafen in Annecy. Morgen um 18 Uhr geht es für die deutsche Nationalelf im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland um den Gruppensieg. Heute steht am späten Nachmittag im Pariser Prinzenparkstadion das Abschlusstraining auf dem Programm sowie eine Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw, ein von der UEFA vorgegebener Pflichttermin. Entsprechend leer ist es heute im Pressezentrum des DFB in Évian, denn viele Kollegen sind auch schon auf dem Weg in die Hauptstadt. Wir reisen erst morgen per Bahn hinterher. Ich halte heute hier noch die Stellung.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/20/2016 7:16:20 AM

    Saint-Gingolphs: Beobachtungen in einem geteilten Dorf
    Durch St. Gingolphs am Genfer See verläuft die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Als die beiden Nationalteas der Länder am Sonntagabend bei der Europameisterschaft aufeinandertrafen, feierten die Bewohner aus St. Gingolphs en gemeinsames Fußball-Fest im Salle des Fêtes. Hier ein kleiner Einblick als Video. Später folgt auch ein Text über diesen so ungewöhnlichen Abend in einem ungewöhnlichen Ort.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/19/2016 5:57:30 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/19/2016 3:52:51 PM

    Das Leben in der Männer-WG
    Fast zwei Wochen hausen wir jetzt schon in unserem Mietshaus hoch über dem Genfer See, und die Stimmung, doch, die Stimmung ist nach wie vor gut. So gut sogar, dass wir abends zum Essen gar nicht mehr aus dem Haus gehen, so wie bei früheren Turnieren oft, sondern selbst kochen. Oder den Grill anschmeißen. Was aufs Gleiche rauskommt. Es gab schon Spezialitäten vom Grill mit griechischem Salat. Spezialitäten vom Grill mit Tomaten-Mozzarella-Salat. Spezialitäten vom Grill mit Couscous-Salat. Langsam gehen uns nur die Rezepte für Salate aus.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/19/2016 2:59:46 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/19/2016 12:19:03 PM

    Oliver Bierhoff über den Quartierort
    Im zweiten Teil der Pressekonferenz war Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zu Gast. Der Europameister von 1996, dem bei der Qualifikation für die WM 1998 im Spiel gegen Nordirland mit drei Toren innerhalb von sehs Minuten der bislang schnellste Hattrick der DFB-Geschichte gelang, analysierte die Lage rund um das Team. Irritiert zeigte sich der 48-Jährige, der seit 12 Jahren die Geschicke rund um die Nationalmannschaft lenkt, nach möglichen Geschäftsbeziehungen in den EM-Quartierort Évian-les-Bains: Bierhoff und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke standen 1997 in einem Werbespot für Danone vor der Kamera, dem französischen Lebensmittelkonzern gehört auch das Hotel in Évian, in dem die Mannschaft abgestiegen ist. "Null Kontakt, null Beziehung" habe es gegeben. Das Städtchen am Genfer See sei einfach eine "optimale Lösung" gewesen. "Wir sind super zufrieden, und für das Wetter können wir nichts". Einziger Wermutstropfen sei die etwa 75 Minuten lange Rückfahrt mit dem Bus nach den Spielen vom Flugplatz in Annecy zurück nach Evian. "Aber würden heute nichts anders machen."

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