Tor de France

Vom 10. Juni an ist Frankreich vier Wochen lang der Schauplatz der Fußball-Europameisterschaft 2016. Während sich die Sportwelt auf tolle Spiele freut, dämpfen die Sicherheitsmaßnahmen und die Sorge vor Terroranschlägen die Fußball-Euphorie. Main-Post-Chefreporter Achim Muth berichtete live aus dem Nachbarland.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 8:53:11 PM
    Lucky Luke, ein Akrobat und ein überragender Toni Kroos:
    Die Einzelkritik


    Auftakt wie immer! Noch nie hat die deutsche Mannschaft ein EM-Auftaktspiel verloren. Auc diesmal nicht. Sie besiegte in einem Spiel mit Licht und Schatten die Ukraine in Lille nach Toren von Mustafi und Schweinsteiger mit 2:0 (1:0). Wie ich die Spieler fand? Hier meine Kritik:

    Manuel Neuer: Der Kapitän war nicht als Ausflügler gefragt, sondern mit klassischen Torhüteraufgaben auf der Linie beschäftigt. Riesentat nach einem Kopfball von Khacheridi, als Neuer den Ball über die Latte wischte (27.). Reaktionsschnell wie Lucky Luke. Als der Ball dann doch mal im Tor lag, stand ein Herr an der Seitenlinie und hob artig die Fahne: Abseits.

    Shkodran Mustafi: Der Mann vom FC Valencia feierte sein EM-Debüt mit seinem ersten Länderspieltor. Rammte den Ball mit der Stirn in den Torgiebel (19.). Bestmögliche Wiedergutmachung für fahrlässiges Ballvertändeln kurz davor. Hätte fast ein zweites Kopfballtor erzielt, allerdings ins eigene Netz. Bogenlampe über Neuer kullerte aber am Tor vorbei.

    Jonas Hector: Der Kölner beackerte beim Start in sein erstes Turnier die linke Seite fleißig. Grätschte nicht nur die Gegner ab, sondern auch die Eckfahne. Hatte in der 12. Minute nach feiner Müllervorlage das 1:0 auf dem Fuß. Nahm für den Schuss allerdings das Schienbein, was keine gute Idee war.

    Benedikt Höwedes: Der Schalker Innenverteidiger spielt bei Löw auf der rechten Seite. Nicht das beste Spiel des WM-Dauerbrenners von 2014.

    Sami Khedira: Die eine Hälfte der Doppelsechs schrubbte viele Kilometer ab und hätte nach einem Traumpass der anderen Hälfte, Toni Kroos, das 2:0 erzielen müssen. Hätte, hätte, Fahrradkette: Der Linksschuss war zu unplatziert.

    Mesut Özil: Erzählte dem „Kicker“, dass er das Turnier zu seinem Turnier machen will. Jetzt müssen den Worten nur noch Taten folgen lassen, denn der Auftakt war kein Akt zum Erinnern: Özil stand im Schatten der Kollegen.

    Julian Draxler: Im 20. Länderspiel feierte er sein EM-Debüt. Fleißig, engagiert, unermüdlich. Gutes Zusammenspiel auf der linken Seite mit Hector. Schlug gute Flanken. Ihm fehlte nur etwas das Kopfballglück, sonst wäre ihm sogar ein Tor gelungen.

    Thomas Müller: Der Nachvornedenker war diesmal eher hinten verhaltensauffällig. Klärte einige Male stark in der Defensive, musste sich allerdings auch einmal tunneln lassen. In der Offensive konnte er die Positionen wechseln wie er wollte, es müllerte einfach nicht.

    Jérôme Boateng: In seinem 60. Länderspiel der Turm in der deutschen Abwehr. Nach zwei kruden Diagonalfehlpässen hatte sich der Verteidiger eingegroovt und sorgte mit seiner sensationellen Rettungstat für den Höhepunkt des Spiels: Bekam den Ball an die Hüfte und drosch die Kugel dann im Fallen von der Linie. Hatte was von Zirkusakrobatik.

    Toni Kroos: Schlicht: Der beste Mann auf dem Platz. Mit dem Selbstbewusstsein eines Champions-League-Siegers lenkte er klug das Spiel und schlug reihenweise Zauberpässe. Natürlich kam auch der Freistoß zum 1:0 von ihm. Achtung, Özil: Es könnte das Turnier von Kroos werden.

    Mario Götze: Bayern pfui, Nationalelf hui? Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Durfte zwar fast durchspielen und brachte Dynamik ins Spiel. Agierte insgesamt aber mit wenig Effizienz. Seine schnellen Dribblings liefen oft ins Leere und waren kein Nährboden für Chancen.

    André Schürrle: Fügte sich nach seiner Einwechslung für Draxler gut ein und scheiterte in der 81. Minute knapp mit einem Schlenzer.

    Bastian Schweinsteiger: Deutschlands bekanntester Rekonvaleszent sollte durch zweiminütiges Mittun nur ein Fitzelchen Spielpraxis in seinem 116. Länderspiel sammeln. Nur Mittun ist aber keine Schweinsteigersache. Erzielte deshalb einfach in der Schlusssekunde das 2:0 nach schönem Konter über Özil.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 7:47:48 PM
    1:0-Führung durch Mustafi zur Halbzeit, aber ein Offensivgewitter der Ukrainer in den letzten Minuten der ersten Hälfte. Bin gespannt, wie Löw und die Mannschaft reagieren . . .
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:58:19 PM

    Wenn ich es von hier oben auf meinem Tribünenplatz richtig gesehen habe, ist der kleine Finn aus dem unterfränkischen Scharzach an der Hand von Toni Kroos ins Stadion gelaufen. Die Hymnen sind verklungen, es kann losgehen . . . Mein Main-Post-Kollege Norbert, der als Fan hier im Stadion ist, tippt übrigens auf einen deutschen 3:0-Sieg. Ich hätte nichts dagegen.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:49:26 PM

    Die Eröffnungszeremonie beginnt . . .

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:40:46 PM

    Militär im Zentrum von Lille an einem der Metroeingänge.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:36:23 PM
    Kapitän ist übrigens Manuel Neuer. Und: Noch nie hat eine deutsche Nationalmannschaft das Eröffnungsspiel bei einer Europameisterschaft verloren: Es gab bislang sechs Siege und fünf Unentschieden . . .
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:28:50 PM

    Mal ein bisschen Presseschau: Unser Justizminister aus Aschaffenburg hatte offenbar Besuch von Nagern, die seine Deutschlandflagge angeknabbert haben.


    Maus bremst Patriotismus

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:18:45 PM
    Nach den Ausschreitungen von Marseille und Nizza droht die UEFA den Verbänden aus Russland und England mit dem Ausschluss:
    www.mainpost.de
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:12:58 PM
    Deutschland spielt also mit Jérôme Boateng und Shkodran Mustafi in der Innenverteidigung, im defensiven Mittelfeld kommen Sami Khedira und Toni Kroos zum Einsatz, in der Offensive plant Bundestrainer Joachim Löw mit Thomas Müller, Julian Draxler, Mesut Özil und vorne Mario Götze.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:06:57 PM

    Mit Fußball-Christbaum nach Lille: Deutscher Fan aus Münster mit einem kuriosem Fahrrad. Schnappscuss vorm Stadion.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 6:04:04 PM

    Das Geheimnis ist gelüftet!

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:49:05 PM
    Schlimme Nachrichten aus den USA
    und Erinnerungen an 2015 und 2004

    Habe eben die Nachrichten vom Terror in den USA mitbekommen. 50 Tote in Florida. Schlimm! Noch vor wenigen Stunden habe ich auf Facebook eine Nachricht von Marcel Schäfer verfolgt. Der Fußballer aus Unterfranken, Ex-Nationalspieler und beim Bundsligisten VfL Wolfsburg unter Vertrag, macht derzeit mit seiner Familie Urlaub in Orlando/Florida. Eigentlich wollte er mit seinen Kindern auch das Spiel der deutschen Elf sehen. . . Jetzt bestimmten Horrormeldungen die Nachrichten in den USA und anderswo. Natürlich sind die Sicherheitsgedanken auch hier präsent. Ich bin einigen Kollegen nach Lille gefahren, die auch im November im Stade de France in Paris dabei waren, als zeitgleich zum Spiel der deutschen Elf gegen Frankreich die französische Hauptstadt Ziel eines Terrorangriffs mit insgesamt 130 Toten geworden war. Für die Freunde vor Ort war das damals eine beklemmende, nahezu unwirkliche Situation: "Wir haben einfach funktioniert, auch wenn ich das erste Mal in meinem Reporterleben komplett überfordert war", sagte mir einer der Kollegen. Über ein Fußballspiel schreiben zu müssen, und zu wissen, dass es in der Stadt Tote gibt, ist ein sehr schwieriger Spagat. Bei kamen auch Erinnerungen hoch an das Frühjahr 2004, als ich mit dem FC Bayern München bei Auswärtsspiel in Madrid war. Am Morgen nach der Partie ging im Bahnhof Atocha von Madrid eine Bombe in die Luft. Ich hörte die Explosion in meinem Hotelzimmer. Es gab nahezu 200 Tote. Manchmal ist man dem Schrecken ganz nah und weiß es nicht. Schicksal. Hoffen wir, dass die Sicherheitsbehörden in Frankreich gut arbeiten. Hoffen wir, dass alles friedlich bleibt.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:40:37 PM

    Die Mannschaft ist im Stadion angekommen und prüft schon mal das Geläuf. Die Aufstellung? Noch ist nichts bekannt. Medien spekulieren, dass Löw in der Innenverteidigung Shkodran Mustafi neben Jerome Boateng bringen wird. Außen spielen Benedikt Höwedes und Jonas Hector. Ob's stimmt - oder doch der junge Joshua Kimmich von Bayern München eine Chance erhält? In wenigen Minuten wissen wir mehr.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:39:29 PM

    Arbeitsplatz für die nächsten Stunden.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:36:40 PM

    We call it a Klassiker: Gruppenbild vor dem ersten Spiel vorm Stadion in Lille (von links) Marko Schumacher (Stuttgarter Zeitung), Guido Hain (Bonner Generalanzeiger), Achim Muth (Main-Post), Jan Christian Müller (Frankfurter Rundschau) und René Kübler (Badische Zeitung).

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:29:49 PM

    Blasmusik auf Französisch

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 5:21:00 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:18:40 PM

    Einmal durch Frankreich
    19.20 Uhr. Ich sitze auf meinem Reporterplatz im Stadion Pierre Mauroy. Noch gut eineinhalb Stunden bis zum Spiel der deutschen Elf gegen die Ukraine. 50000 Zuschauer werden dann hier sein. Hinter mir liegt eine zwar anstrengende, aber reibungslos verlaufene Anreise. Los ging's um 9 Uhr mit dem Auto von Évian-les-Bains nach Genf. 50 Minuten. Leere Straßen. Alles entspannt. Der Zug nach Lyon kam pünktlich. Gemächlich ging es immer der Rhone entlang. In Lyon dann umsteigen und ein paa bange Minuten, ob unser Zug nicht doch wegen der landesweiten Streiks gestrichen worden war. War er nicht. Reservierte Plätze. Alles gut. Gegen 17.15 Uhr kamen wir in Lille im Norde Frankreichs an, wo es in der Innenstadt wimmelte vor deutschen Fans. Das Bier floss in Strömen, über der Stadt knatterten Polizeihubschrauber, am Eingang zur Metro standen sechs, sieben schwer bewaffnete Sicherheitskräfte. Kollegen von Sport1 erzählten, dass sie in eine handfeste Auseinandersetzung mit deutschen Hooligans geraten seien, mehr weiß ich im Moment nicht.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 5:15:03 PM

    DFB-Elf vor EM-Start: Weltmeisterpower und Rekorde

    mainpost.deMühevoller Start von Frankreich, ärgerliches Remis für England. Nach den ersten Auftritten zweier großer Fußballnationen will Weltmeister Deutschland im ersten Spiel dieser EM überzeugen. Es geht um Rekorde, Schlüsselspieler und jede Menge Druck.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 4:56:00 PM

    Gleich melde ich mich aus dem Stadion - und dann gibt es die letzten Infos vor dem Spiel...

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 3:42:58 PM

    Angekommen in Lille, das voller deutscher Fans ist

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 3:41:46 PM
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 2:15:03 PM
    Heute wird es spannend. Was unser Orakel zum Spiel gegen die Ukraine meint, seht Ihr hier:
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 11:38:54 AM
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 9:15:03 AM
    Noch nichtdas richtige Outfit für heute Abend? Wir hätten da noch ein paar Ideen von Riccardo Serravalle ...
    mainpost.de
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 9:00:09 AM

    In the road: die erste Etappe ist geschafft. Gleich geht es von Genf aus mit dem Zug nach Lyon.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 8:15:03 AM
    Ja gut, klare Ansage.
     
     

    Timoschtschuk über DFB-Elf: „Keine Mannschaft ist unbesiegbar”

    mainpost.deAnatoli Timoschtschuk kennt die deutsche Mannschaft besser als jeder andere im Team der Ukraine. Der ehemalige Bayern-Profi glaubt gegen den Weltmeister an eine Chance und sagt: „Keine Mannschaft ist unbesiegbar.”
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 7:43:06 AM
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/12/2016 7:18:03 AM
    Noch ist Zeit ;)
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/12/2016 5:16:15 AM

    Matchday!
    Auch unsere Combo verlässt gleich das regnerische Évian-les-Bains, das in der Nacht nochmal ein kräftiges Gewitter erlebt hat. Unser Plan sieht so aus: Fahrt mit dem Auto nach Genf. Dann Fahrt mit einem TER-Zug nach Lyon. Umstieg in den TGV nach Lille. Kurz einchecken im Hotel. Fahrt mit dem Taxi zum Stadion. Turnier-Akkreditierung bei der UEFA abholen. Matchticket besorgen. Auf die Tribüne gehen. Wie gesagt: Das ist der Plan. Ob alles so reibungslos läuft angesichts der massiven Streiks im französischen Bahnverkehr? Wird ein spannender Tag. Ich werde berichten.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 6:39:26 PM
    So richtig erhellend war die letzte Pressekonferenz von Bundstrainer Joachim Löw vor dem Ukraine-Spiel nicht mehr. Weder die Kapitänsfrage noch die Abwehrformation hat er preisgegeben. Auf dfb.de wurde die Fragestunde im Stadion von Lille zusammengefasst:
    www.dfb.de
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/11/2016 5:56:22 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 5:13:47 PM

    Am Abend ist doch noch etwas die Sonne herausgekommen über unserem Haus am See, und ich habe für Euch wieder einen neuen Teil:

    Das verrückte französisch-deutsche EM-Wörterbuch, Teil 3:

    douche Kurzes Musikstück im Fasching

    clé Kuhfutter

    glace Kahlkopf

    prise Schnupftabak

    chaise Schimpfwort

    cuisine weibliche Verwandte

    Carcasonne Auto ohne Schiebedach

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 12:28:40 PM

    Die Kneipen in Évian-les-Bains haben sich ordentlich vorbereitet auf die deutschen Gäste. Bin schon gespannt auf die deutsche Wurst aus dem Elsaß und das Druckbier ;-)

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 12:20:06 PM

    Das Hotel Ermitage in Évian ist verlassen, die Mannschaft bereits in Lille gelandet. Wir bleiben noch einen Tag zurück im Regen . . .
    Wer möchte, kann hier unter anderem nachlesen, weshalb am Mittwoch Tänzerinnen des 1.TC Ludwigsburg zu Gast im Hotel waren . . .
    www.mainpost.de

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/11/2016 11:37:46 AM
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/11/2016 9:42:06 AM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 8:53:21 AM

    Grillabend mit Otto Waalkes
    Den Beginn der Fußball-Europameisterschaft haben wir in unserer Wohngemeinschaft mit einem zünftigen Grillabend gefeiert. Es gab einen leckeren griechischen Salat von Marko, frisches Brot, verschiedene Fleischsorten und Würstchen, natürlich Bier und fränkischen Silvaner. Das Spiel fand ich dann interessanter als die Eröffnungsfeier im Stade de France. Das Zappeln von DJ David Guetta erinnerte mich ein bisschen an unsere frühere Dorfdisco in Erlabrunn, der Typ selbst sah aus wie Otto. Dass ich mich mit meiner Meinung nicht getäuscht habe, erfuhr ich anderntags auf Twitter. Das hier hat Otto selbst gepostet:

    Der @davidguetta und ich haben ja einen Deal: Ich leg für ihn heut Abend bei #EURO2016 auf und dafür geht er ab Oktober für mich auf Tournee

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 8:42:34 AM

    Erinnerungen an einen Tag in Recife,
    an dem wir der Sintflut entkommen waren


    Beim Frühstück eben in Évian-les-Bains haben wir uns über das Verkehrschaos in Frankreich unterhalten und unsere morgige Reiseplanung nach Lille überdacht. Erinnerungen kamen hoch an die WM 2014, als wir nach dem Spiel gegen die USA in Recife erst vom fintflutartigen Regen durchgeweicht und anschließend auf der Rückfahrt vom Stadion zum Flughafen von einem ahnungslosen Busfahrer ins brasilianische Nirgendwo kutschiert worden waren. Flug verpasst. Nacht im Teamhotel. Keine Chance, Recife auf dem Luftweg verlassen zu können. Also mieteten wir uns einen Kleinbus und ließen uns von zwei Fahrern nach Salvador fahren . . . Eine herrliche Geschichte war das, wie eine Klassenreise früher. Wer Lust hat, kann die Gescichte hier nochmal nachlesen:

    Brasilien 2014: Ein Roadtrip to Salvador

    Und jetzt? Nachdem uns die Sintflut von Recife und die Unfähigkeit eines Busfahrers in diesem Hotel Mar angeschwemmt hatten, genossen wir am darauffolgenden Morgen eine ausgiebige Dusche, nur um dann wieder in die verschwitzten Klamotten zu steigen. In der Lobby des Riesenbunkers trafen sich anschließend die Gestrandeten der Nacht zur Lagebesprechung. Wie gesagt: Jene rund 60 Kollegen, die ihre Reise nach Recife mit dem DFB gebucht hatten, konnten auf Rettung hoffen. Für den Abend und die Nacht wurden zwei Flüge einer 30-sitzigen Chartermaschine nach Porto Seguro angekündigt. Für uns zwölf Reporter, die eigenständig angereist waren, schien kein Platz. Die DFB-Mitarbeiter sagten zwar zu, klären zu wollen, ob sie auch uns in einem der Flugzeuge mitnehmen dürften, doch das erschien uns zu vage. Gregor, unserer erfahrenster Fußballreisender, kümmerte sich um Alternativen und hielt Kontakt zu Khayamedia. Über diesen Anbieter von Medienreisen, die übrigens dem gebürtigen Volkacher Volkhard Bauer gehört, hatten wir sowohl unsere Pousada in Santo André angemietet als auch den komplizierten Flug nach Recife gebucht.
    Ein Abenteuer
    Während die anderen Kollegen den unverhofft freien Tag an der schönen Poolanlage des Hotels genossen und der DFB in Santo André die Pressekonferenz mit Wolfgang Niersbach in Ermangelung ausreichend anwesender Reporter absagte, prüften wir eine Option nach der anderen. Ausgeschlossen schien früh, dass wir aus Recife per Flugzeug wegkommen würden. Selbst abenteuerliche Umsteigeverbindungen gingen innerhalb der nächsten Tag nicht. Irgendwann schied auch aus, direkt nach Porto Alegre zu fliegen, und dort bis zum Achtelfinale der Deutschen gegen Algerien zu verweilen. Ein Hemd, ein paar Socken, eine Unterhose, eine durchgeweichte Chino – es wäre eine Komplettausstattung nötig gewesen.
    800 Kilometer im Minibus
    Da es kein vergleichbares Eisenbahnsystem wie in Europa gibt, blieb: der Bus. Wir entschieden uns für eine Fahrt über knapp 800 Kilometer in einem Überlandbus nach Salvador, von dort gab es am Folgetag einen Flug nach Porto Seguro. Doch ehe wir uns abgestimmt hatten, waren die Plätze im Bus weg. Gregor schaffte es dann, einen Minivan mit 16 Sitzplätzen mit zwei Fahrern zu organisieren, just in dem Moment, in dem uns der DFB sagte, dass er uns sieben Flugplätze anbieten könne. Wir überlegten kurz. Sollten wir losen? Sollten wir eine Sozialauswahl treffen? Sollten wir knobeln? Nichts da! Wir entschieden: Mitgefangen, mitgehangen. Bis auf den Kollegen vom Stern, der sich für die Variante mit dem direkten Weg nach Porto Alegre entschied und zwei Mitarbeitern die Deutschen Welle, die das DFB-Angebot annahmen, stiegen wir um exakt 12.30 Uhr Ortszeit in den Minivan. Am Steuer saß Marcos, sein Co-Pilot Marinho. Guten Mutes machten wir uns auf den Weg.
    Mittagessen in der "Rancho Alegre"
    Nach einem anfänglichen Stau und einem Stundenschnitt von 35 Kilometern, ging es nach der Stadtgrenze dann doch etwas flotter voran. Wir pflügten im Minibus durch ein einziges Grün. Grün, so weit das Auge reichte. Schilffelder, immer wieder Zuckerrohr, Regenwald. Manche Gegenden sahen aus wie der Spessart, wenn nicht immer wieder Palmen dazwischen gestanden hätten. Wir passierten Orte die Messias hießen und Palmares, eine „Pousada dos Poetas“ und viele Dörfer aus kleinen und bunt angestrichenen Backsteinhäusern, wir sahen Gartenarbeiter und fußballspielende Kinder. Wir aßen in der Churrascaria „Rancho Alegre“ eine Kleinigkeit und diskutierten über die deutsche Abwehrkette und den linken Flügel und über die Tätowierungen von Toni Kroos und Roman Weidenfeller. Und natürlich hielten wir uns auch immer wieder mit alten Kamellen bei Laune, im Bus saß ja einiges an bunter Reportererfahrung beisammen. Die Straßenbeschaffenheit wechselte.
    Marcos und Marinho: Unsere Helden
    Es gab autobahnähnliche Abschnitte mit zwei Spuren, dann wieder schmale, schlaglochreiche Straßen mit Gegenverkehr. Nach rund 500 Kilometern, es war längst dunkel geworden, ging aus die Linha Verde – die Grüne Linie an der Küste entlang nach Salvador. Marcos und Marinho wechselten sich schön regelmäßig ab und fuhren zuverlässig wie ein Metronom durch die Nacht. Auch das ein oder andere waghalsige Überholmanöver ging gut.
    Glückliches Ende im Ibis-Hotel
    Genau nach 12 Stunden, also um 0.30 Uhr, kamen wir am Flughafen in Salvador an. Eine kleine Taxifahrt noch, dann checkten wir im Ibis ein. Wir gönnten uns zwei Bier an der Hotelbar. Es war aus der Dose, aber für uns war es das beste Bier der Welt. Dann ging’s müde ins Bett. Jetzt steht gleich der Weiterflug nach Porto Seguro an. Wir freuen uns. Vor allem auf frische Kleider. Es geht weiter.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 8:22:27 AM

    Der Schleier lüftet sich:
    Über dem See und auch sonst

    Der Dauerregen der letzten Stunden hat aufgehört, irgendwo am Himmel über dem Genfer See ist sogar ein Fetzen Blau zu sehen. Die Mannschaft ist aus dem Hotel abgereist, um 11.25 Uhr wird sie mit einem Charterflugzeug von Annecy nach Lille fliegen, wo am Abend eine Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw und Mittelfeldspieler Toni Kroos stattfinden wird. Am Sonntag um 21 Uhr (live in der ARD) folgt dann mit dem Spiel gegen die Ukraine der deutsche Start ins Turnier. Dann wird sich der Schleier lüften und der Weltmeister muss seinen aktuellen Leistungsstand demonstrieren.
    Vekehrschaos?
    Der Charterflieger für die Mannschaft ist im Übrigen eine gute Idee gewesen. Denn in Frankreich wird gestreikt. Die Kollegen hier in Évians-les-Bains, die über das DFB-Reisebüro den Flug heute nach Lille gebucht hatten, mussten umdisponieren. Die Flüge mit Air France waren gestrichen worden. Für die Kollegen hieß das: Um 7 Uhr Abfahrt mit dem Bus nach Lyon, den Weiterfahrt mit dem TGV nach Lille. Ähnlich sieht unsere Reiseplanung aus. Die Gang aus der Villa am See will morgen um 11.20 mit dem Zug ab Genf über Lyon nach Lille fahren. Die Bahngeselschaft SNCF hat in einer E-Mail heute Morgen mittgeteilt, dass der TGV ab Lyon planmäßig fahren wird. Ganz sicher snd wir dennoch nicht, denn die Meldungen, die uns hier von verschiedenen Kollegen erreichen, lassen ein veritables Chaos auf den Verkehrswegen vermuten. Wir warten jetzt einfach mal ab. Ändern können wir eh nichts.

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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/11/2016 4:24:43 AM

    Der Sommer in Frankreich: schöne Aussichten!

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/10/2016 4:36:46 PM
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/10/2016 1:33:01 PM
    Tor de France

    Mannschaft - Rüdiger + Tah = 0

    Dies ist ein Ausflug in eine fremde, eine komplizierte Welt. Es geht um den Fußball, vor allem aber geht es um Mathematik. Fußball-Nationalspieler sind es in der Regel gewohnt, beim Lesen ihrer Gehaltszettel routiniert mit großen Zahlen umzugehen. Berichterstatter haben es da schon schwerer. . . Ach, lassen wir das. Dass Mathe auch Spaß machen kann, zeigt wieder einmal Professor Matthias Ludwig von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Der gebürtige Unterfranke hat vor Jahren das Internetportal fussballmathe.de gegründet und seinen Rechner auch zur Europameisterschaft wieder kräftig mit Zahlen aus der Statistik gefüttert. Anhand der drei Parameter historische Ergebnisse, FIFA-Punkte und Mannschaftswert können auf der Seite sämtliche EM-Partien durchgespielt werden. In der Standardeinstellung sagt das Portal mit einer 58-prozentigen Wahrscheinlichkeit einen deutschen Sieg gegen die Ukraine voraus. Der Professor selbst, ein Club-Fan und Fußballliebhaber, glaubt, „dass Deutschland den Titel holen wird, weil der Kader in der Breite am besten aufgestellt ist“. In seiner Version siegt die Löw-Elf im Finale gegen Spanien mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Übrigens, die Verletzung von Antonio Rüdiger und die Nachnominierung von Jonathan Tah hat für den Rechenexperten keine Auswirkung. Seine Gleichung lautet: Mannschaft minus Rüdiger plus Tah ergibt Null. Und das ist gut: „Wenn etwas geändert wird, aber das Ergebnis konstant bleibt, ist ein Mathematiker zufrieden.“ Am 10. Juli gibt’s das Zeugnis. Dann steht fest, welche Note der Professor für seine Rechnung erhält.
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  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/10/2016 12:24:53 PM

    Und jetzt alle: A-m-e-i-s-e-n-s-c-h-e-i-ß-e:
    Gruppenbild mit Nationalspieler

    Für die Kinder der Fußballeskorte und den kleinen Finn aus Schwarzach (mit Deutschland-Schweißband) ging der Tag mit einem Höhepunkt weiter. Im Café des Sponsors im Medienzentrum gab es ein Gruppenbild mit den Nationalspielern André Schürrle, Julian Draxler und Co-Trainer Thomas Schneider. Zuvor hatten drei der Kinder auch eine Frage in der Pressekonferenz stellen dürfen. Schneider antwortete, dass zu einer guten Mannschaft gegenseitiger Respekt gehört, Schürrle gestand mit einem Augenzwinkern, dass er aufgeregt sei vor dem Einlaufen ins Stadion und Draxler verriet, dass er selbst mal bei einem Qualifikationsspiel an der Hand von Michael Ballack gelaufen sei und gab den Kindern mit Berufswunsch Profispieler als Tipp mit auf den Weg, Spaß am Spiel zu haben, oft auf den Bolzplatz zu gehen und eine gute Technik zu entwickeln: "Die ist heutzutage sehr wichtig."

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