Tor de France

Vom 10. Juni an ist Frankreich vier Wochen lang der Schauplatz der Fußball-Europameisterschaft 2016. Während sich die Sportwelt auf tolle Spiele freut, dämpfen die Sicherheitsmaßnahmen und die Sorge vor Terroranschlägen die Fußball-Euphorie. Main-Post-Chefreporter Achim Muth berichtete live aus dem Nachbarland.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/7/2016 12:27:51 PM
    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/7/2016 3:52:29 AM

    Auf geht's: auf dem Weg nach Evian. Später mehr vom Roadtrip...

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2016 2:19:02 PM

    Abbey Road: Der Weg nach Frankreich:
    Ein Silberrücken, der Strolch in Stollenschuhen und der Fluch der Flanke


    Nach zwei Wochen Vorbereitung im Tessin und zwei Testländerspielen hier das Abschlusszeugnis der 23 Auserwählten

    Von Achim Muth



    Tor:

    Manuel Neuer: Ballsicher, spielt links wie rechts einen gepflegten Pass. Glänzte im Training in Ascona nicht nur mit sauberem Seitenscheitel, sondern auch mit Hackentricks. Ach ja: Ist übrigens auch ein sehr guter Torwart, der seinen Status als Nummer eins sogar festigt, wenn er nicht spielt.

    Bernd Leno: Hatte Pech, dass sein erstes Länderspiel gegen die Slowakei nicht wegen seiner Leistung in Erinnerung bleiben wird, sondern wegen des Wetters. Es schüttete, als hätte Petrus über Augsburg den Stöpsel gezogen.

    Marc-André ter Stegen: Eine richtige Liebesbeziehung zwischen dem Torwart des FC Barcelona und der Nationalmannschaft scheint es in diesem Leben nicht mehr zu werden: In den sechs Länderspielen, in denen ter Stegen im DFB-Tor stand, kassierte die Nationalelf 16 Gegentore. Ließ auf glitschigem Geläuf in Augsburg einen Schuss durch die Hände rutschen. Scheint verwand mit Jürgen „Kobra“ Wegmann, der der Menschheit folgende Weisheit schenkte: „Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.“

    Abwehr:

    Jérôme Boateng: Nicht nur Deutschlands beliebtester Nachbar, sondern auch bester Abwehrspieler. Kompromisslos, zweikampfstark, zuverlässig, gute Laufwege. In Gauland würde er wohl nicht aufgestellt werden, glücklicherweise lebt Boateng in Deutschland und ist dort gesetzt in der Innenverteidigung.

    Mats Hummels: Für ihn war die Vorbereitung eher eine Reha. Muskuläre Probleme in der Wade zwangen den Neu-Bayern zur Pause. Die Integration ins Lauftraining wurde in Ascona schon als Erfolg gefeiert. Er bleibt das Fragezeichen im Team und wird zum Turnierbeginn kaum fit sein.

    Jonas Hector: Ist in Saarbrücken quasi an der französischen Grenze aufgewachsen und freut sich auf sein erstes Turnier als Nationalspieler. Ist auf der linken Abwehrseite nach Philipp Lahms frühzeitigem und genehmigtem Rentenantrag mangels Alternativen quasi gesetzt. Nutzte die Partie gegen die Ungarn und zeigte engagierte Leistung.

    Benedikt Höwedes: Saß beim Medientag vor der WM 2014 in Südtirol alleine am Tisch, die Journalisten scharten sich um Schweinsteiger, Müller, Klose. Es war dann Höwedes, der in Brasilien in allen Spielen jede Minute auf dem Platz gestanden hatte. Im Tessin war er gefragter Gesprächspartner. Kommt nach Verletzungssorgen allerdings erst langsam wieder in Form. Könnte auf der rechten Abwehrseite spielen – oder im Zentrum, wenn Hummels nicht fit wird.

    Emre Can: Wenn Hector auf der linken Seite einen Konkurrenten hat, dann den Mann aus Liverpool. Ob seine Abbey Road in die Startelf führt? Wenn Löw von Flexibilität seiner Systeme spricht, dann meint er damit sicher auch Can, der vielseitig verwendbar ist.

    Shkodran Mustafi: Löws Überraschungscoup vor der WM 2014 hat erst zehn Länderspiele, und ist doch schon Weltmeister. War im Tessin als Ausmusterungskandidat gehandelt worden, durfte aber bleiben – wahrscheinlich aber nur als Ergänzungsspieler.

    Antonio Rüdiger: Was dem Verteidiger noch fehlt, ist ein Wecker. „Toni“ kommt ab und an zu spät zum Training. Der sonst so disziplinorientierte Löw drückt bei dem Abwehrspieler aber schon mal ein Auge zu. Sollte Hummels nicht fit sein, könnte er mit Boateng das Pärchen in der Innenverteidigung bilden – falls er rechtzeitig wach ist.

    Joshua Kimmich: Debütierte in der Augsburger Seenlandschaft. Der Münchner Senkrechtstarter, Liebling von Pep Guardiola, steht auch bei Löw hoch im Kurs. Gemessen an der Zahl der Namensnennung durch den Bundestrainer nach dem Ungarnspiel, könnte „Jo“ sogar beim Turnierstart auf der rechten Abwehrseite spielen.

    Mittelfeld & Angriff:

    Toni Kroos: Groß. Größer. Kroos: Einer der besten Vorbereiter der Welt, ein perfekter Passgeber. Das Metronom in der deutschen Mannschaft. Er bestimmt den Rhythmus. Erster deutscher Spieler, der mit zwei Vereinen die Champions League gewann. In der Nationalelf im defensiven Mittelfeld unverzichtbar.

    Sami Khedira: Die Trennung von Topmodel Lena Gercke dürfte im Team der Spielerfrauen mit einem Seufzer der Erleichterung registriert worden sein. Ihr unbekümmertes, frisches und selbstbewusstes Auftreten bei der EM 2012 hat ihr so manche neidvolle Blicke eingehandelt. Sami war Meister mit Stuttgart, Madrid und Turin, ihm fehlt nach seiner Verletzung aktuell noch die Bindung zum Spiel. Manches geht ihm zu schnell.

    Bastian Schweinsteiger: Der Silberrücken. Mit 31 Jahren der älteste Spieler im Kader und die größte Persönlichkeit. Genießt enormen Vertrauensvorschuss, denn Löw weiß: Der Kämpfer und Zerstörer könnte der Mann für die entscheidenden Momente sein. Nach dem Turnier wird es für ihn wohl heißen: Au revoir.

    Mesut Özil: Er steht zu seinem Glauben, pilgerte nach Mekka und betete dort – wer weiß? – für die richtige EM-Form. Das postete er in sozialen Netzwerken, allein auf Facebook hat der gebürtige Gelsenkirchener 30,3 Millionen Freunde. Rekord! Bei Vizemeister Arsenal bot Özil eine starke Saison, seine 19 Torvorlagen waren Ligabestwert. Im Nationalteam zuletzt unauffällig. Vielleicht hilft Allah.

    Thomas Müller: Müller ist Müller. Für ihn gibt es kein Raster. Er passt in keine Schublade. Müller ist ein Phänomen. Ein Strolch in Stollenschuhen. Einfach a Hund. Vorne ist er überall und nirgendwo, und wenn es eine Chance gibt, dann ist Müller da und macht ihn rein. Zur Not per Fallseitrückwärtszieher mit seinen Streichholzstelzen oder, wenn’s sein muss, auch mit dem Ohrwaschel. Wenn es Müller nicht gäbe, er müsste erfunden werden.

    Lukas Podolski: Er ist wieder da. Der ewige Poldi. VW-Käfer unter den Kickern. Er läuft und läuft und läuft. Schon 128 Länderspiele. 48 Tore. Über keinen Spieler wurde sich an den Stammtischen mehr das Maul zerrissen. Soll, so ist zu hören, in Istanbul eine ordentliche Saison gespielt haben. Ist aber auch egal. Podolski gehört zur Nationalelf wie die Mähne von Doc Müller-Wohlfahrt.

    Julian Weigl: Eine größere Beschleunigung hatte nur Apollo 13. Kometenhafter Aufstieg aus den Niederungen der Zweiten Liga beim TSV 186 München zum Spitzenklub Borussia Dortmund. Auf Anhieb Stammspieler und nun nassforscher Debütant im Kreis der Fußballelite. Hohe Spielintelligenz, klasse Übersicht, ruhig am Ball, für einen Platz in der Startelf bräuchte es für den jungen Bayer aber – siehe Özil – noch eine Wallfahrt nach Altötting.

    André Schürrle: Leidet am Fluch der Flanke. Seit seiner Hereingabe, die zum Weltmeistertitel führte, läuft es nicht mehr rund für den blonden Flügelmann. Gescheitert in Chelsea, in Wolfsburg noch nicht durchgesetzt. Seine Nominierung hat sicher auch mit Dankbarkeit zu tun, und mit Löws Hoffnung, dass der schnelle Schürrle taugen möge für einen genialen Moment.

    Julian Draxler: Ein Spieler mit besonderen Fähigkeiten, dem der richtig große Durchbruch aber noch fehlt. In seiner Heimatstadt Gelsenkirchen bot er gegen Ungarn eine couragierte Leistung. Ein auffälliger Auftritt, der ihm in letzter Minute noch etwas nach oben rücken könnte in der Hackordnung.

    Leroy Sané: Eminent schnell, gut im Dribbling, schwer auszurechnen: Der 20-Jährige ist so etwas wie die aktuell heißeste Aktie der Fußballbörse. Barcelona, Bayern, Manchester, alle sollen hinter dem Offensivspieler her sein, und wer Sanés Worte im Trainingslager richtig deutet, muss zur Erkenntnis kommen: Schalke adé! Ein selbstbewusster junger Mann, der im Gespräch nicht um den heißen Brei redet: „Wir wollen Europameister werden. Natürlich.“

    Mario Gomez: Der Comebacker des Jahres. Macht einen lockeren, entspannten Eindruck und sagt auch von sich selbst: „Ich verspüre keinen Druck.“ Früher als Chancentod gebrandmarkt, hat er in der Türkei zu alter Effizienz zurückgefunden. Als Stürmer klassischen Zuschnitts hat Gomez ein Alleinstellungsmerkmal im Kader.

    Mario Götze: Der „Mach ihn, mach ihn“-Mann lebt in zwei Welten. Beim FC Bayern persona non grata, in der Nationalelf genießt er immer noch Heldenstatus und steht in einer Reihe mit Rahn, Müller, Brehme, den Siegtorschützen 1952, 74, 90. In Löws Sanatorium soll der Hochbegabte wieder aufgepäppelt werden. Götze täte gut daran, aktiv am Therapieplan mitzuwirken.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2016 6:30:31 AM

    Abgang am Abend: Leroy Sané (mit Kapuze) auf dem Weg zum Parkplatz in Gelsenkirchen.


    Moses und die Muskelmänner:
    Die Erkenntnisse nach dem 2:0-Sieg gegen Ungarn


    Die Reisegruppe in den Katakomben der Schalke-Arena war unschlüssig. Joshua Kimmich (21) gehörte dazu, der junge Senkrechtstarter aus der Abwehr des FC Bayern München, der erst zwei Länderspiele auf seinem schmalen Buckel hat, aber schon als das Versprechen des deutschen Fußballs gilt. Dann Julian Draxler (22), auch er galt mal als Wunderkind, damals auf Schalke, ehe er in Wolfsburg etwas in der Versenkung verschwand, aber nun in der Nationalelf durchaus als Alternative gelten darf. Und Antonio Rüdiger (23), die Abwehrkante des AS Rom, der gerne zu Trainingseinheiten ein bisschen zu spät kommt, aber der bei Joachim Löw einen Stein im Brett hat. Schließlich Leroy Sané (20), das vielleicht derzeit begehrteste Talent des deutschen Fußballs, ein Schalker. Er hatte die Kapuze seines Pullis tief ins Gesicht gezogen, er sah aus wie ein Rapper.
    Warten an der Rolltreppe
    Da stand die Jugend-Gang also mit den Familienangehörigen und den Rollkoffern in diesem kleinen Raum, wo nebenan die Schalke-Kapelle steht und eine Rolltreppe wie im Kaufhaus nach oben führt. Sie alle wussten nicht, was tun. Denn oben, am VIP-Ausgang, warteten zahlreiche Fans, ein Abgang durch die Mitte erschien ungünstig, vielleicht auch gefährlich. Das alles dauerte Minuten. Erst als ein paar Bodyguards des DFB dazukamen, wurde der Ausbruch gewagt. Wie Moses das Meer teilten die Muskelmänner die Menschenmenge, dahinter folgte schnellen Schrittes das Spieler-Quartett samt Entourage. Wer von den Fans einen langen Atem hatte und den Stars bis auf den Parkplatz folgte, ergatterte sogar noch ein Autogramm. Dann war alles vorbei. Zurück blieben die Schalke-Arena, die Vorbereitung und „ein Sieg, der uns ein gutes Gefühl für die nächste Woche gibt“, so Bundestrainer Joachim Löw.
    Löw: "Sieg gibt gutes Gefühl"
    Ist das so? Irgendwie war die Stimmung auf Schalke anders als in den vergangenen Jahren, wenn sich die Nationalelf vor großen Turnieren mit einem letzten Testspiel verabschiedete. Da war keine Euphorie, eher artiges Klatschen – und der Mannschaft wie auch dem Bundestrainer selbst, so scheint es, fehlt noch das Feuer. „Die Listung war in Ordnung“, sagte der Bundestrainer nach dem 2:0-Sieg über den EM-Teilnehmer Ungarn. „Es fehlen noch Spritzigkeit und Dynamik, aber das werden wir nächste Woche aufholen.“ Zwei Tage hat die Mannschaft frei, dann geht es ins EM-Quartier nach Evian am Genfer See. Immerhin hat Löw vor den 52000 Zuschauern nochmal verschiedene Varianten seines Spiels probiert und die Gewissheit erlangt, dass vieles funktioniert: „Wir haben die Flexibilität, in verschiedenen Formationen spielen zu können, und das werden wir auch tun“, kündigte der Bundestrainer an. Er erwartet bei der Europameisterschaft einen „kräftezehrenden Abnützungskampf“ und betonte mehrfach, wie wichtig die kämpferischen Elemente sein würden, und bisweilen hörte sich das an als zöge Löw mit seinen Mannen nicht in ein Fußballturnier, sondern eine Schlacht.
    Gut Chancen für Kimmich?
    Die Startelf für das erste EM-Spiel am 12. Juni die Ukraine mochte der 56-Jährige nicht preisgeben, „ich lasse mich nicht gerne festnageln“, sagte Löw. Er lasse gerne manches offen, es wäre aber keine Überraschung, sollte in Lille der junge Kimmich auf der rechten Außenbahn statt Benedikt Höwedes auflaufen: der Bundestrainer nannte den Bayern-Youngster überraschend oft als Alternative. Als positiv bewertete der Coach, dass Führungsfigur Bastian Schweinsteiger nach Monaten ohne Spielpraxis wenigstens mal wieder 20 Minuten auf dem Feld stand, „das war ein wichtiger erster Schritt“. Der Mittelfeldstratege verleihe der Mannschaft allein durch seine Persönlichkeit eine „gewisse Sicherheit“.
    Erstmals wieder ohne Gegentor
    Froh war der Bundestrainer darüber, dass seine Abwehr kein Gegentor zuließ. Dies war zuletzt am 13. Juni 2015 beim 7:0 gegen Gibraltar der Fall gewesen, in den acht Spielen dazwischen hatte es immer mindestens einmal im deutschen Tor geklingelt, die Bilanz mit vier Siegen und vier Niederlagen war eher durchwachsen.
    In Frankreich aber soll nun der Weltmeister zu neuer Titelform erwachen. Der Slogan heißt ja auch: Vive la Mannschaft. Es lebe die Mannschaft. Ein wenig mehr Leben als zuletzt auf Schalke darf es ruhig sein.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2016 5:12:09 AM

    80 Millionen stehen hinter unserer 11: Choreografie in der Arena auf Schalke.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 6:14:22 PM
    Löws Fazit: Uns hat noch die Frische gefehlt, das wird nächste Woche anders sein. Wir glauben an unsere Stärke.
    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 5:42:49 PM

    DFB-Elf besiegt Ungarn mit 2:0 -
    Rüdiger hat Boateng als Nachbarn


    Au revoir: Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat sich mit einem Sieg in Richtung Frankreich verabschiedet. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw besiegte im letzten Test vor der Europameisterschaft die Auswahl Ungarns mit 2:0 (1:0). In der ausverkauften Arena auf Schalke erzielten Mario Götze und Thomas Müller die Tore für den Weltmeister. Mehr als Ergebnis zählt für Löw das Erlebnis: Die Elf holte sich acht Tage vor ihrem Turnierstart in Lille gegen die Ukraine eine kleine Portion Selbstvertrauen und feierte den zweiten Sieg in diesem Jahr. Eine rauschende Party allerdings war die Begegnung gegen die Ungarn nicht, zu sehr steckte den DFB-Akteuren offenbar das Trainingslager im Tessin in den Beinen. Nach der Partie eilten die Spieler rasch in alle Himmelsrichtungen von dannen. Sie haben jetzt zwei Tage frei, ehe es am Dienstag ins EM-Quartier nach Evian am Genfer See geht, wo bereits am Abend ein öffentliches Training geplant ist.
    Neuer als Kapitän
    Kapitän in seinem 65. Länderspiel war Torhüter Manuel Neuer. In der Viererabwehrkette hatte in der Innenverteidigung Antonio Rüdiger Jérôme Boateng als Nachbarn, auf den Außenbahnen spielten Benedikt Höwedes (rchts) und Jonas Hector (links). Eine Formation, die durchaus auch in Frankreich aufbieten könnte, sollte Mats Hummels nicht rechtzeitig fit sein. Die deutsche Elf begann zwingend und schon nach wenigen Sekunden zitterte das Netz. Nach einer feinen Kombination hatte Mario Götze mit einem klugen Pass Julian Draxler bedient, der formschön vollendete. Pech nur, dass der Wolfsburger im Abseits gestanden hatte. Der in München so umstrittene Götze war einer der auffälligsten Akteure der ersten Halbzeit, und das nicht nur wegen seiner in Neonfarben leuchtenden Schuhe. Der 24-Jährige präsentierte sich auffällig engagiert und mit vielen Ideen, allerdings täte ihm auch eine Auffrischung der Abseitsregel gut, zu häufig stieß er vor ins verbotene Feld.
    Oho-Moment von Draxler
    Im Mittelfeld blieben Thomas Müller und Mesut Özil zunächst blass. Für Oho-Momente bei den Fans sorgten Draxler mit einem genauso spektakulären wie ungefährlichen Fallrückzieher (9.) sowie Antonio Rüdiger mit einer hochkarätigen Kopfballchance (11.) .
    Das Pärchen auf der Doppelsechs bildeten Sami Khedira und Toni Kroos. Anders als in Augsburg gegen die frechen Slowaken behielt die deutsche Elf diesmal auch nach der forschen Anfangsphase das Spiel im Griff. Die Ungarn, nach über 40 Jahren erstmals wieder bei einer Europameisterschafts-Endrunde dabei, beschränkten sich aufs Verteidigen und deuteten nur bei gelegentlichen Kontern ihre Gefährlichkeit an. Die beste Möglichkeit hatte Adam Szalai, der jedoch frei im Strafraum den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte.
    Götzes 18. Länderspiel-Tor
    Schließlich war es Götze, der die Dominanz der Deutschen auch in Zählbares ummünzte: Nach einer Hereingabe des starken Hector verwertete Götze das Zuspiel aus kurzer Distanz zur Führung (38.).
    Nach der Pause begann Löw sein munteres Wechselspiel, brachte Mario Gomez und Emre Can für Hector und Khedira. Das Bild auf dem Feld blieb gleich, die 52000 Zuschauer in der Arena sahen weiter eine einseitige Partie, der allerdings die richtig prickelnden Elemente fehlten. Ein Höhepunkt war das schon das Abstaubertor von Thomas Müller, in seinem 71. Länderspiel zum 32. Mal traf. Später brachte der Bundestrainer auch noch André Schürrle für Draxler, Leroy Sané für Müller, Lukas Podolski für Götze und Bastian Schweinsteiger für Kroos. Löws „emotional leader“ feiere damit mal wieder etwas Spielpraxis, seinen letzten Einsatz hatte Schweinsteiger im März für Manchester United. Der Härtetest gelang dem Rekonvaleszenten. Ihren Stempel konnten die Neuen der Partie allerdings nicht mehr aufdrücken, gegen die zeitweise Sieben.Mann-Abwehrmauer der Ungarn gab es kein Durchkommen mehr.
    Immerhin reist die deutsche Elf nun mit einem positiven Gefühl nach Frankreich und darf darauf hoffen, dort ihren vierten EM-Titel zu gewinnen.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 5:15:58 PM
    Déjà vu? Rechtzeitig zur zweiten Halbzeit hat es wieder angefangen zu schütten. Augsburger Verhältnisse scheint es aber nicht zu geben . . .
    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 4:04:06 PM
    Wenn das Herr Gauland erfährt, Antonio Rüdiger und Jerome Boateng bilden die deutsche Innenverteidigung . . .
    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 4:00:30 PM

    Und los geht's. Kapitän ist übrigens Torwart Manuel Neuer in seinem 65. Länderspiel.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 3:59:17 PM

    Die Hymne

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 3:45:59 PM

    Der letzte Test
    In wenigen Minuten geht es los in der Arena auf Schalke. Das Stadion ist nahezu ausverkauft. Die Stimmung ist prächtig, und Manuel Neuer, der Schalker Jung', der nach München auszuog, um Erfolge zu feiern, wurde in seiner Heimat mit großem Applaus begrüßt. Ist das schon die Aufstellung, die wir im ersten EM-Spiel am 12. Juni gegen die Ukrain sehen werden? Neuer im Tor, dazu Höwedes, Hector, Rüdiger und Boateng in der Defensive - das klingt EM-tauglich, falls Hummels nicht rechtzeitig fit weden sollte. Auf der Bank sitzen auch noch Mustafi und Kimmich. Im Mittelfeld erhält Draxler neben den bewährten Kräften Kroos, Khedira, Özil, Müller und Götze eine Chance. Müller und Götze sind für die Offensivmomente zuständig, der einzige echte Stürmer, Mario Gomez, sitzt genauso auf der Bank wie Lukas Podolski.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 3:14:32 PM

    Hier schon al die Aufstellungen...

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2016 2:56:28 PM

    Letzter Test der deutschen Nationalelf vor der EM: spiel auf Schalke gegen Ungarn.

    Kommentar schreiben ()
  • von Roland Schmitt-Raiser | 5/31/2016 11:17:28 AM

    Löw streicht Reus, Rudy, Brandt und Bellarabi aus EM-Kader

    mainpost.deBundestrainer Joachim Löw hat überraschend den angeschlagenen Dortmunder Marco Reus aus dem EM-Kader gestrichen.
    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 5:08:19 PM

    Halbzeit in Augsburg. Die Slowakei führt 2:1 - aber das Thema hier im Stadion ist das wichtigste der Welt: das Wetter. Hier ging ein Hagelsturm nieder, begleitet von Blitz und Donner. Phasenweise flüchteten die Zuschauer in die Innenräume. Selbst auf der überdachten Pressetribüne gab es Hageleinschlag. Bei einem Kollegen macht sgar der Laptp schlapp. Kurz wurde offenbar in den Katakomben ein Abruch diskutiert und in Erwägung gezogen. Nach 40-minütiger Pause pfiff der Schiedssrichter dann um 19.10 Uhr das Spiel wieder an.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 3:48:29 PM

    Das einzig richtige Statement zur heutigen Diskussion um das schwachsinnige Zitat von AfD-Mann Gauland. Die Parte entlarvt sich wieder mal selbst.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 3:40:45 PM

    Grüße aus dem Augsburger Stadion: Hoffe mal, dass ich nichts verpasse bei der Aussicht ;-)

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 2:51:34 PM

    Kimmich-Debüt in der Startelf...

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 2:27:16 PM
    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 12:27:04 PM

    Thema des Tages, AfD-Trott... äh Funktionär beleidigt Nationalspieler Jerome Boateng. Frage mich jedoch auch, ob der Schwachsinn taugt zur Titelstory in der FAS.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 12:23:36 PM

    Augschburg: noch drei Stunden bis zum Anpfiff. Ich liege schon mal in Lauerposition...

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/29/2016 5:17:44 AM

    Wer fliegt raus?
    Ein letztes Hallo aus der Schweiz. Heute geht es nach Augsburg, wo die deutsche Nationalmannschaft am Abend ihr vorletztes Testspiel vor der EM gegen die Slowakei bestreiten wird (Anstoß bereits um 17.45 Uhr). Als unabhängiges Land ist die Slowakei erstmals für eine Europameisterschaft qualifiziert und trifft in Frankreich in der Vorrunde auf Wales, Russland und England. Mit im Kader sind auch zwei Bundesligaprofis, Peter Pekarik von Hertha BSC und Dusan Svento vom 1. FC Köln. Bundestrainer Joachim Löw ist ohne Sieben nach Augsburg gefolgen, er wird sein Team im Spiel munter durchwechseln, hat er angekündigt. Am Dienstag muss Löw seinen endgültigen 23-Mann-Kader für die EM benennen, für vier Spieler heßt es dann: Ciao! Sie müssen nach Hause fahren. Im Kollegenkreis haben wir schon fleißig diskutiert, wer das sein könnte: Am häufigsten fiel der Name Julian Brandt von Bayer Leverkusen. Weitere Kandidaten: Julian Draxler (Wolfsburg), Joshua Kimmich (Bayen München), Julian Weigl (Dortmund). Oder trifft es viellicht Weltmeister wie André Schürrle, der in Wolfsburg zuletzt nicht überzeugen konnte, und Shkodran Mustafi vom FC Valencia? Heute Abend sehen wir vielleicht schon etwas klarer.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 11:42:46 AM

    Ein Gespräch über seine Ziele bei der EM, das Vorbild Joachim Löw, die Stimmung im Team und Integration in Deutschland - mein Interview mit Nationaltorhüter und Weltmeister Manuel Neuer:
    www.mainpost.de

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 11:13:34 AM

    Löw zu Götzes Wechsel-Theater:
    Es interessiert mich nicht mehr!


    "Es interessiert mich nicht mehr!" Auf seiner letzten Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Slowakei in Augsburg (es gibt noch rund 2000 Karten!) hat Bundestrainer Joachim Löw auch nochmal Stellung bezogen zur Causa Mario Götze. Der hatte jüngst bekannt, dass er es beim FC Bayern München nochmal versuchen zu wolle, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte ihm jedoch deutlich aufgezeigt, dass der Rekordmeister nicht mehr mit ihm plane. Für Löw sei das Thema jetzt erledigt: "Es interessiert mich nicht mehr, ob ein Spieler nach dem Turnier in den Urlaub fährt oder den Verein wechselt. Das einzige, was mich jetzt interessiert, die Leistung hier im Training und im Spiel."
    Gegen die Slowakei wird Löw sieben Spieler im Trainingslager im Tessin zurücklassen: Bastian Schweinsteiger, Mats Hummels, Karim Bellarabi, Thomas Müller, Manuel Neuer, Marco Reus und Mesut Özil. Zum Einsatz kommen und damit ihr Debüt geben im Nationalteam werden Julian Brandt, Joshua Kimmich und Julian Weigl.
    Mit der ersten Woche im Trainingslager ist der Bundestrainer "absolut zufrieden", wie er sagt. Das Testspiel gegen U20, 4x20 Minuten lang, habe ihm aufgezeigt, was gut läuft, "und woran wir noch arbeiten müssen".

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 10:01:29 AM

    DFB-Pressesprecher Jens Grittner besucht uns Journalisten während auf der Tribüne während des Trainings der Nationalelf. Eine Viertelstunde durften wir zuschauen. Bis auf Karim Bellarabi und Mats Hummels machten alle Spieler die Einheit mit, Bastian Schweinsteiger verbrachte allerdings die meiste Zeit im Fitnesszelt.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 9:55:45 AM

    Vor dem Abflug zum Testspiel nach Augsburg steht für die Nationalmannschaft in Ascona noch eine Trainingseinheit an. Hier kommt Bundestorwarttrainer Andreas Köpke unter dem Jubel der wertenden Fans zum Trainingsgelände.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 7:53:23 AM

    Das einmal seltsamste Dorf der Welt

    Ascona hört sich nicht nur an wie ein alter Opel, irgendwie ist der Ort auch eine Art Oldtimer. Ein bisschen aus der Zeit gefallen. Verträumt vielleicht, aber durchaus mit Charme. Charme. Das ja. Der Schriftsteller Curt Riess schrieb 1964 ein Buch über Ascona mit dem Titel: „Geschichte des seltsamsten Dorfes der Welt.“ Es geht um Nudisten, Anarchisten, Künstler, Vegetarier, das normale Leben halt Anfang des 20. Jahrhunderts am Lago Maggiore. Heute dagegen kämpft das schöne Städtchen im Tessin um seinen Ruf als Touristenhochburg, die Gäste bleiben fern. Das könnte daran liegen, dass hier ein Teller Pasta mit Pesto so viel kostet wie anderswo eine Nudelfabrik, aber auch daran, dass der Flugplatz nicht mehr existiert. Wie vergessen schlummert die löchrige Landebahn am Ortsrand einen Dornröschenschlaf. Früher segelten Prominente ein wie Schauspieler Heinz Rühmann, heute landen hier nur noch ein paar Fallschirmspringer. Am nördlichen Ende der ausgedienten Rollbahn hat nun der DFB das Medienzentrum aufgeschlagen. Ein Ort, der diesmal einem Hochsicherheitstrakt gleicht. Hohe Zäune. Einlasskontrollen. Sicherheitspersonal mit ernsten Mienen. Sogar die neuen EM-Jacken der DFB-Mitarbeiter tragen die olivgrünen Camouflage-Farben der Armee. Die terroristischen Ereignisse der vergangenen Jahre und Monate wirken sich aus. In unwirtlichen Zeiten wie diesen nicht das schlechteste Gefühl: Wir wohnen nicht im seltsamsten, aber wohl sichersten Dorf der Welt.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 5:44:13 AM

    Harley-Davidson-Treffen in Ascona.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 5:40:53 AM

    Aufgereiht wie Dominosteine: Die Motorräder an der Uferpromenade.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 5:40:38 AM

    Let's rock!

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 5:40:21 AM

    Posen auf dem Automobil.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 5:40:08 AM

    Kunstnebel wabert durch den kleinen Hafen.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/28/2016 5:14:58 AM

    Das Knattern der Nobelhobel:
    Easy Rider in Ascona


    Die Rocker sind in der Stadt! Nein, ich meine nicht Leroy Sané oder Jérôme Boateng, die mit ihren Tattoos nicht aufgefallen wären an diesem Abend an der Uferpromenade: Es ist Harley-Davidson-Treffen in Ascona. Ein Duft von Easy Rider liegt in der Luft, auch wenn alles ein bisschen klischeehaft wirkt unter den knorrigen Ästen der Platanen. Es gibt zwei Bühnen mit Bands, die Rockmusik schrubben, ein Zelt fürs Black-Jack-Spielen, Zigarrenlounge und natürlich einen Bierstand von Heineken. Die Bärte der Männer sind kraus und lang, die T-Shirts der Frauen eng. Sehr eng. Die polierten Maschinen stehen aufgereiht wie Dominosteine auf der Flaniermeile, ab und an knattert einer mit seinem Nobelhobel an den Bars vorbei. Die Fahrer sind meist coole Typen im gesetzten Alter, die Lederkluft spannt oft etwas um die Hüften herum. Wie es sich für ein Rockertreffen in einem schicken Dorf am Lago Maggiore gehört, artet die Party - zumindest an der Promenade - nicht aus. Um 23.30 Uhr dreht die erste Band den Strom ab, die ersten Verkaufszelte ziehen den Reißverschluss zu. Highway to hell? Stairway to heaven? Eher so: Oneway-street to bed! Morgen muss das Kreuz ja wieder halten auf dem Bock.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 3:00:03 PM

    Der Letzte macht das Licht aus!

    Die zwei letzten Mohikaner im Pressezelt des DFB: Ich und mein netter Kollege Guido Hain vom Bonner Generalanzeiger. Wahnsinn, was der jeden Tag in seinem Laptop wegklopft! Die Autorisierung meines Interviews mit Manuel Neuer ist eingetroffen, eben habe ich den Text an die Zeitungen verschickt. Einen Link zum Gespräch gbt es säter natürlich auch hier. So, jetzt wird der Laptop langsam zugeklappt. Morgen mehr aus diesem Theater.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 1:22:19 PM

    Hier noch ein Bild des Sportzentrums in Tenero. Während der Europameisterschaft 2008 war im Gebäude links das Medienzentrum des DFB untergebracht. Auf der großzügigen Anlage absolvierte die Nationalelf ihre Trainingseinheiten. Auf den ersten Blick erinnert nichts an damals, kein Schild, kein Poster. Eine Wiederholung hier kam für den DFB übrigns nicht infrage: Spieler und Trainer waren relativ rasch genervt von der Fahrt durch den langen Tunnel, der Tenero mit dem Quartierstandort Ascona verbindet.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 1:07:51 PM

    Jetzt, da ich noch auf die Autorisierung eines Interviews mit einem Nationalspieler warte, kann ich zwischendurch mal wieder ein Foto posten. Gestern bin ich auf meiner Radtour auch am Mannschaftshotel "Giardino Ascona" vorbeigekommen. Auch hier herrschen natürlich hohe Sicherheitsstandards. Wachmänner an den Seiteneingängen, verschlossenes Haupttor. Ach so: Sie fragen, was eine Autorisierung ist? Ein schwierige Frage. Manche sagen, eine Geißel des Jounalismus. Fakt ist, dass Gespräche mit Spielern oder Verantwortlichen des DFB nach der Verschriftlichung an die Pressestelle geschickt werden müssen. Dort werden die Interviews gegengelesen und ggf. dürfen Antworten auch verändert werden.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 11:16:36 AM

    Ein Brandt in der Sauna
    Sympathischer Auftritt der beiden 20-jährigen Offensivspieler Julian Brandt (Bayer Leverkusen/links) und Leroy Sané (Schalke 04) bei ihrer ersten Pressekonferenz in Ascona. Selbst saunaähnliche Temperaturen im Pressezelt und ein Ausfall des Tischmikrofone brachten die Kicker nicht aus der Ruhe. Zusammengefasst: Für beide erfüllte sich ein Kinderheitstraum mit der Nominierung und beide hoffen, dann auch bei der EM in Frankreich dabei zu sein. "Wir verstehen uns so gut", sagte Sané, falls er aussortiert werden würde und Julian nicht, "würde ich mich für ihn freuen". Julian denkt genauso über Leroy. Gegen die Slowakei am Sonntag in Augsburg möchten die beiden auf sich aufmerksam machen, "aber ich mache mir keinen Stress", so Brandt. "Ich habe nichts zu verlieren und will frei aufspielen." Auch Leroy Sané verspürt keinen "großen Druck", der Trainer "wird uns schon sagen, wie wir spieen sollen".

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 7:42:07 AM

    Bevor es in den neuen Tag geht, noch ein paar Impressionen aus dem Tessin, hier der Marktplatz von Locarno.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 7:41:54 AM

    Blick auf Tenero und den Lago Maggiore.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 7:00:48 AM

    Oh Gott, ich habe mich nicht mal ans Geländer getraut.

    Kommentar schreiben ()
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 5/27/2016 6:46:53 AM

    Die Wand im Verzasca-Tal:
    Nichts für schwache Nerven


    Guten Morgen. Mir zittern die Knie immer noch. Gestern Abend bin ich mit dem Mountainbike vom Lago Maggiore hinaufgeradelt ins Verzasca-Tal - bis zum atemberaubenden Staudamm. 220 Meter hoch ist die Wand, ein beliebtes Ziel für Bungee-Jumper. Das Monstrum war auch schon Schauplatz eines James-Bond-Filmes. Ich bekenne mich zu meiner Höhenangst und bin tatsächlich nur wenige Meter auf den Damm gelaufen. Hat mir schon gereicht. Heute wird es nicht so abenteuerlich: In Ascona bei der Pressekonferenz wird um 12.30 Uhr Andreas Köpke erwartet. Der ehemalige Club-Spieler und Europameister von 1996 wurde einst von Jürgen Klinsmann zum Nachfolger von Sepp Maier gemacht, der ja den Beruf des Bundestorwartstrainers erfunden hatte. Auf der PK wird sich Köpke sicher zum Benefizsspiel des DFB am Samstag in Augsburg gegen die Slowakei äußern und etwas über die Torwartrangfolge im Nationalteam erzählen. Außerdem auf dem Podium: Der Schalker Leroy Sané und der Leverkusener Julian Brandt.

    Kommentar schreiben ()
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform