Terroranschlag in Brüssel

Die Terrorwarnstufe in Belgien ist auf höchstem Level. Nach Explosionen am Brüsseler Flughafen am Morgen mit mehreren Toten gab es auch eine Detonation in der Metro. Wie sich die Lage in der belgischen Hauptstadt entwickelt, lesen Sie hier im Liveblog.

  • von Desk via dpa | 3/23/2016 3:33:00 PM
    Die Deutsche Bahn lässt nach den Anschlägen in Belgien in ihren Bahnhöfen keine Foto- und Filmaufnahmen von Medienvertretern mehr zu. Dies gelte «bis auf Weiteres», sagt eine Bahnsprecherin auf Anfrage in Berlin. Private Aufnahmen seien aber weiterhin zugelassen. 

    Die Sprecherin verwies auf die allgemeine Sicherheitslage. Einen konkreten Grund für das Film- und Fotoverbot nannte sie aber auch auf Nachfrage nicht. Die Bahnhöfe gehören in der Regel der Deutschen Bahn, das bundeseigene Unternehmen hat dort das Hausrecht. Bislang wurden Anträge auf Film- und Fotoaufnahmen fast immer problemlos erteilt.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 3:32:34 PM
    Weil in Brüssel auch Deutsche verletzt wurden, will nun die Bundesanwaltschaft ermitteln. «Wir leiten ein Ermittlungsverfahren ein», sagt eine Sprecherin der Karlsruher Behörde. Die Zuständigkeit der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde ergebe sich immer dann, wenn Deutsche unter Terroropfern sind. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 3:20:46 PM
    Die belgischen Atomkraftwerke haben an den Standorten Doel und Tihange ihr Personal wieder aufgestockt. Es sei wieder die übliche Belegschaft im Einsatz, berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Betreiberfirma. Demnach gelten aber noch erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Am Dienstag war das Personal auf ein Minimum reduziert worden. Damit sollte demnach das Risiko minimiert werden, dass gefährliche Personen auf das Gelände gelangen. Tihange liegt 70 Kilometer von Aachen entfernt nahe der ostbelgischen Stadt Lüttich. Doel liegt bei Antwerpen. 

     Das Atomkraftwerk Tihange. Foto: Julien Warnand, epa/dpa/Archiv
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 3:10:05 PM
    Das kommunistische Regime in Nordkorea spricht dem belgischen König seine Anteilnahme aus. Das berichtet die Tokioter Bürochefin der «Washington Post»,  Anna Fifield. 


  • von Desk | 3/23/2016 3:01:40 PM
    • UPDATE
    Ein mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge von Paris, Salah Abdeslam, hat im September im bayerischen Unterfranken übernachtet. Der Mann, der am Freitag in Brüssel festgenommen worden war, sei mit zwei anderen Männern im Landkreis Kitzingen in einem Gasthof gewesen, sagt der bayerische Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer. Unter anderem der Bayerische Rundfunk hatte zuerst davon berichtet.

    Geprüft wird Schmidbauer zufolge noch, ob es sich bei einem der beiden anderen Männer um den Terrorverdächtigen Najim Laachraoui gehandelt haben könnte. «Dazu haben wir keine Erkenntnisse.» Der 24-jährige Laachraoui wird mit den Attentaten von Paris im November 2015 in Verbindung gebracht und könnte auch an den Anschlägen in Brüssel beteiligt gewesen sein. Der Bundesanwaltschaft zufolge hat sich Abdeslam zwei mal «kurz» bei Kitzingen und Ulm aufgehalten, im September und Oktober letzten Jahres. Eine Sprecherin sagte, weitere Details - etwa, wer ihn begleitet hatte - könne sie wegen laufender Ermittlungen nicht sagen.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 2:56:54 PM
    Brüssel und die Folgen für Deutschland: 

    Wie haben die deutschen Sicherheitsbehörden reagiert?
    ▪ Wie andere EU-Staaten hat Deutschland seine Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren. Das heißt, es wurden zum Beispiel die Kontrollen im Grenzraum, an Flughäfen und Bahnhöfen intensiviert. 

    Was passiert hinter den Kulissen?
    ▪ Polizei und Geheimdienste schauen sich nochmals genauer die deutsche Islamisten-Szene an und suchen nach möglichen Querverbindungen zu den Tätern. Sie durchforsten das Internet nach Hinweisen und Reaktionen der Szene und tauschen sich öfter als üblich im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum aus, wo 40 Sicherheitsbehörden aus Bund und Ländern vertreten sind. 

    Was bedeuten die Anschläge für die Sicherheitslage in Deutschland? 
    ▪ Die Lage ist seit Monaten enorm angespannt. Schließlich wurden mehrere direkte Nachbarn Deutschlands in jüngster Zeit vom Terror heimgesucht. Die erneuten Attacken ändern an der Terrorgefahr für Deutschland im Grunde nichts. Die Sicherheitsbehörden betonen regelmäßig, dass auch hier ein Anschlag nicht auszuschließen sei.

    Gibt es Bezüge der Täter zur deutschen Islamisten-Szene? 
    ▪ Bislang nicht. Es handele sich dabei aber nur um einen Zwischenstand, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Ermittlungen liefen schließlich noch. 
  • von Desk | 3/23/2016 2:31:59 PM
    Am Brüsseler Flughafen Zaventem hat König Philippe derweil einen Blumenkranz niedergelegt. Während des Besuchs hatten Philippe und die Königin das Krisenzentrum vor Ort aufgesucht und mit Helfern gesprochen. 

    Zuvor hatte das Königspaar unter anderem an einer Schweigeminute im Gebäude der EU-Kommission in Brüssel mit Belgiens Premier Charles Michel und Frankreichs Premierminister Manuel Valls teilgenommen. 


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 2:23:26 PM
    US-Vizepräsident Joe Biden und seine Frau Jill haben in Washington die belgische Botschaft aufgesucht und den Belgiern ihr Beileid ausgesprochen.  


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 2:06:47 PM
    Auch die Bundespolizei hat die Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzen verschärft. So wie etwa am Übergang Lichtenbusch an der deutsch-belgischen Grenze.

     Foto: Marius Becker, dpa
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:58:41 PM
    Bulgarien hat nach den Terroranschlägen von Brüssel umfassende Kontrollen an seinen Grenzen eingeführt. Als besonders wichtig gelten die verschärften Kontrollen an den EU-Außengrenzen wie etwa am größten Grenzübergang zur Türkei bei Kapitan Andreewo. An diesem «Tor nach Europa» werden jetzt die Ausweise aller Einreisenden – auch von EU-Bürgern – überprüft. Auch alle Fahrzeuge würden kontrolliert, berichtet der Fernsehsender bTV.

    Bulgarien hatte an seinem größten Grenzpunkt zur Türkei ähnliche Sicherheitsmaßnahmen auch nach den Attentaten von Paris im November 2015 eingeführt. Auch Bulgariens Grenzen zu Serbien und zu Mazedonien sind EU-Außengrenzen.
  • von Desk | 3/23/2016 1:56:05 PM
    Das belgische Königspaar hat Verletzte im Erasmus-Krankenhaus in Anderlecht besucht. Begleitet wurden sie dabei von Premierminister Charles Michel und Gesundheitsministerin Maggie de Block.. 


    Aufmerksame Zuhörer: Der König und die Königin. Foto: Dirk Waem, epa/dpa
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:40:47 PM
    Nach den Brüsseler Terroranschlägen zeigen Belgien und Frankreich demonstrative Geschlossenheit. «Mehr als je zuvor sind Frankreich und Brüssel im Schmerz vereint», sagt der belgische Premier Charles Michel bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem französischen Premierminister Manuel Valls. Er spricht von einem «tiefen Schmerz im Bauch». Valls sagt: «Wir sind Brudervölker.» 

    Der französische Premier fordert: «Die Antwort muss europäisch sein. Europa ist angegriffen worden.» Sein Land arbeite eng mit Belgien zusammen, die Ermittlungen würden aber noch dauern und einen «langen Atem» fordern. Er verlangt erneut Fortschritte beim europäischen Austausch von Fluggastdaten.

     Manuel Valls, Charles Michel und Jean-Claude Juncker (v. l. n. r.). Foto: Etienne Ansotte, epa/dpa
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:37:24 PM
    Der niederländische König Willem-Alexander hat die Terror-Anschläge von Brüssel als «feigen und schrecklichen Angriff» scharf verurteilt. «Wir müssen standhaft bleiben», sagt der König bei einem Besuch in einem Den Haager Stadtviertel, in dem viele Muslime wohnen.  

    Ungewöhnlich deutlich warnt der König auch vor einem Ausschluss muslimischer Bürger: «Alle, die in den Niederlanden wohnen und an unsere freie und offene Gesellschaft glauben, müssen unabhängig von ihrer Herkunft, an dieser offenen und freien Gesellschaft teilhaben können. Wenn wir das nicht mehr tun können, dann gewinnen die Terroristen, und dann können wir nicht mehr leben, wie wir wollen.» 

  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:31:08 PM
    Der Brüsseler Börsenplatz bleibt weiterhin der Ort, an dem viele Menschen ihre Trauer zum Ausdruck bringen. Hier hinterlassen sie Nachrichten zum Gedenken an die Getöteten und Verletzten.

     Foto: Yoan Valat, epa/dpa
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:21:42 PM
    Bei drei in Bayern festgenommenen Kosovaren haben Ermittler bisher keine Hinweise auf einen Terrorbezug festgestellt. Ein Terrorhintergrund habe sich nicht bestätigt, sagt der bayerische Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, heißt es bei der Staatsanwaltschaft München. 
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:16:04 PM
    Unter den Verletzten sind nach offiziellen Angaben auch drei Mitarbeiter der EU-Kommission. Das sagt EU-Kommissarin Kristalina Georgieva in Brüssel. «Unsere Gedanken sind mit den Opfern der Anschläge und ihren Freunden und Familien.» Wegen den Anschlägen auf die Metrostation Maelbeek sei auch ein Kommissionsgebäude in der unmittelbaren Nähe noch geschlossen, sagt Georgieva. Es werde geprüft, ob die Bausubstanz des Gebäudes nachhaltig beschädigt sei. Die EU-Kommission stellte ihren Mitarbeitern frei, am Mittwoch von zu Hause zu arbeiten. 
  • von Desk | 3/23/2016 1:12:00 PM
    In Belgien gilt auch weiterhin die höchste Terrorwarnstufe


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 1:10:01 PM
    Nach bisherigen Erkenntnissen sind 31 Menschen bei den Anschlägen ums Lebens gekommen und 270 verletzt worden. Das sagt Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw. Der Generaldirektor des nationalen Krisenzentrums, Alain Lefèvre, ergänzt, es gebe noch keine endgültige Bilanz zu den Opfern der Attentate vom Dienstag. 
  • von Desk | 3/23/2016 1:07:25 PM
    • UPDATE
    Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind auch mehrere Deutsche verletzt worden. Das Auswärtige Amt schließt auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagt: «Wir müssen leider bestätigen, dass unter den bei dem Terroranschlag verletzten Personen auch deutsche Staatsangehörige sind, darunter mindestens eine schwer verletzte Person.» Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa liegt die Zahl der deutschen Verletzten aktuell «im einstelligen Bereich». Bislang war nur bekannt, dass eine Bundesbürgerin leicht verletzt wurde.

    Vermutlich wird es aber noch längere Zeit dauern, bis Gewissheit über die Zahl der deutschen Verletzten und mögliche deutsche Todesopfer besteht. Nach Angaben des belgischen Außenministeriums kommen die Opfer aus etwa 40 Nationen. Das Auswärtige Amt hatte gleich nach den Anschlägen einen Krisenstab eingesetzt, der sich auch um besorgte Angehörige kümmert.
  • von Desk | 3/23/2016 12:58:27 PM
    Hier noch einmal in der grafischen Darstellung, wo genau die Anschläge in Brüssel verübt wurden:

     Grafik: Mühlenbruch/Dengl, dpa-Infografik
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 12:55:12 PM
    In Schaerbeek haben die Ermittler laut Staatsanwalt auch eine Art Bombenfabrik gefunden. Van Leeuw sagt, es seien unter anderem 15 Kilogramm hochexplosives Azetonperoxid (TATP), ein Koffer mit Nägeln und Schrauben, sowie weiteres Material für den Bombenbau sichergestellt worden.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 12:30:30 PM
    Van Leeuw sagt, Ibrahim El Bakraoui habe in dem sogenannten Testament angegeben, er wisse nicht mehr, was er tun solle. Er werde gesucht. 
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 12:27:05 PM
    Der Staatsanwalt erläutert, Ermittler hätten einen Computer mit dem Testament des mutmaßlichen Flughafen-Attentäters Ibrahim El Bakraoui sichergestellt. Der Rechner sei in einem Müllbehälter in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek gefunden worden. In Schaerbeek hatte es am Dienstagabend Razzien  gegeben.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 12:24:23 PM
    Van Leeuw sagt weiter, der Mann auf der linken Seite des Fahndungsfotos vom Flughafen sei bisher nicht identifiziert. Ein dritter Mann, der eine weiße Jacke trug, sei flüchtig. 
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 12:22:26 PM
    Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui. Er ist der Bruder des Selbstmordattentäters vom Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, sagt Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 12:16:43 PM
    Einer der Selbstmordattentäter der Brüsseler Anschläge ist als Ibrahim El Bakraoui identifiziert worden. Er sei der Mann in der Mitte des Fahndungsfotos vom Flughafen, sagt Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am in Brüssel.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:58:57 AM
    Der israelische Geheimdienstminister Israel Katz kritisiert die Einstellung der Belgier zum militanten Islam scharf kritisiert. Katz im israelischen Rundfunk.
     
    Wenn sie in Belgien weiter Schokolade essen und das Leben genießen (...) und nicht klar feststellen, dass ein Teil der Muslime, die dort leben, Terror organisieren, dann können sie sie auch nicht bekämpfen. Man muss definieren, wer der Feind ist, wer der Aggressor ist. Wir befinden uns auf dem Höhepunkt eines Kriegs, einer Attacke des radikalen Islams gegen die westliche Kultur, gegen die westlichen Demokratien, zu denen auch Israel gehört. Es handel sich um einen Weltkrieg anderer Art.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:47:10 AM
    Anteilnahme auch in der deutschen Hauptstadt: Blumen, Kerzen und ein Zettel mit der Aufschrift «Where is the Love?» liegen im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in Brüssel auf dem Pariser Platz in Berlin.

    Foto: Foto: Caroline Bock, dpa  
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:42:17 AM
    Mehr als Tausend Flugpassagiere die Nacht in Behelfsunterkünften verbracht. Etwa 1500 Transitpassagiere seien unter anderem in einer Sporthalle in dem Ort Haasrode sowie einer Turnhalle in Zaventem nahe des Flughafens untergekommen, berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Provinzgouverneur Lodewijk De Witte. Wie bereits berichtet, soll der Brüsseler Airport auch am morgigen Donnerstag für Passagierflüge geschlossen bleiben. Die Zahl aller gestrandeten Passagiere dürfte demnach noch höher liegen. Hotels in der belgischen Hauptstadt boten Betroffenen der Terroranschläge kostenlose Zimmer an.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:40:55 AM
    Eindrücke von der Schweigeminute:

    Foto: Olivier Hoslet, epa/dpa 
    Foto: Olivier Hoslet, epa/dpa 
    Foto: Federico Gambarini, dpa 
     
     

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  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:37:06 AM
    Viel Geduld muss man in diesen Tagen in Brüssel mitbringen:


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:32:56 AM
    Ermittler haben nach Angaben von Frankreichs Premierminister Manuel Valls mehr als 30 Personen identifiziert, die mit den Pariser Terroranschlägen vom November im Zusammenhang stehen sollen. «Elf sind verstorben, zwölf sind hinter Schloss und Riegel, andere werden gesucht», so Valls im Interview mit dem Radiosender Europe 1. Im Hinblick auf mögliche Zusammenhänge mit den Brüsseler Anschlägen blieb er vorsichtig: «Sind einige von ihnen bei den Attentaten von Brüssel? Wir werden es sehen», so Valls.
  • von Desk | 3/23/2016 11:31:53 AM
    Der Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist offensichtlich doch nicht gefasst. Die belgische Zeitung «La Dernière Heure» berichtet, im Gegensatz zu früheren Informationen des Blattes sei Laachraoui doch nicht festgenommen worden. Zuvor hatten mehrere andere Medien bezweifelt, dass ein im Brüssler Stadtteil Anderlecht festgenommener Mann der mutmaßliche Dschihadist Laachraoui sei. 

    Der 24-Jährige wird mit den Attentaten von Paris im November 2015 in Verbindung gebracht und könnte auch an den Brüssler Anschlägen beteiligt gewesen sein. Die belgische Polizei hatte ihn am Montag - einen Tag vor den tödlichen Attentaten auf den Flughafen und die U-Bahn in Brüssel - öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben.


  • von Desk | 3/23/2016 11:21:10 AM
    Das für kommenden Dienstag geplante Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal ist abgesagt worden. Die Stadt Brüssel habe aus Sicherheitsgründen und als Vorsichtsmaßnahme darum gebeten, teilt der belgische Verband auf Twitter mit. 


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:14:46 AM
    Der Flughafen in Brüssel bleibt auch morgen geschlossen:


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:12:00 AM
    In Belgien herrscht weiterhin die höchste Alarmstufe: 
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 11:06:51 AM
    Kondolenzschreiben aus dem britischen Königshaus: 

  • von Desk via dpa | 3/23/2016 10:57:44 AM
    Großer Andrang auf dem Platz vor der Börse: 


  • von Desk | 3/23/2016 10:56:40 AM
    Die Toten und Verletzten der Anschläge kommen aus etwa vierzig Ländern. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den belgischen Außenminister Didier Reynders.

    Grafik: A. Brühl 


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 10:48:37 AM
    Erneut meldet sich Papst Franziskus zu den Brüsseler Terrorattacken zu Wort und ruft die Weltgemeinschaft dazu auf, die Anschläge auf das Schärfste zu verurteilen. «Ich richte erneut einen Appell an alle Menschen guten Willens, diese grausamen Abscheulichkeiten, die nur Tod, Terror und Entsetzen erzeugen, einstimmig zu verurteilen», so das Kirchenoberhaupt bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Er bittet die Gläubigen dafür zu beten, dass «diese von einem grausamen Fundamentalismus geblendeten Leute» sich bekehren. Sein Herz sei schwer, so Franziskus. Er sei der gesamten belgischen Bevölkerung sowie den Angehörigen der Opfer und allen Verletzten nah und bete für sie, erklärt der Argentinier.

    Foto: Giorgio Onorati, epa/dpa 
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 10:39:52 AM
    Nach der für 12.00 Uhr geplanten Schweigeminute sollen in Belgien die Glocken läuten. Die katholischen Bischöfe riefen Kirchen und Kapellen im ganzen Land auf, im Anschluss an den Moment der Stille mehrere Minuten lang die Glocken zu läuten.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 10:38:44 AM
    Wie bereits erwähnt, eine offizielle Mitteilung der Staatsanwaltschaft zur Festnahme des dritten Terrorverdächtigen Najim Lachraaoui gibt es bisher nicht. Ein belgischer Journalist des Senders VRT will aus guten Quellen erfahren haben, dass es bisher keine Festnahme gab.


  • von Desk via dpa | 3/23/2016 10:27:43 AM
    Die Generalstaatsanwaltschaft in Belgien will um 13.00 Uhr vor Medienvertretern über den Stand der Ermittlungen informieren.
  • von Desk | 3/23/2016 9:59:03 AM
    Die Polizei hat nach übereinstimmenden Angaben belgischer Medien einen Verdächtigen im Zusammenhang mit den Attentaten in Brüssel und Paris festgenommen. Nach offiziell nicht bestätigten Informationen der Zeitung «La Dernière Heure» und des Senders BelRTL handelt es sich bei dem Festgenommenen um den mutmaßlichen Dschihadisten Najim Laachraoui.
  • von Desk via dpa | 3/23/2016 9:44:35 AM
    Neue Details zu den identifizierten Brüdern Ibrahim und Khalid El Bakraoui, die nach belgischen Medienangaben sowohl den Anschlag am Brüsseler Flughafen als auch das U-Bahn-Attentat verübt haben sollen. Die belgischen Sender RTBF und VRT melden, nur einer der Brüder sei auf den Bildern einer Überwachungskamera am Flughafen identifiziert worden. Der andere soll kurze Zeit später eine Bombe in einem U-Bahnzug an der Station Maelbeek gezündet haben.
     
    Zunächst hatte RTBF unter Berufung auf Polizeiquellen gemeldet, zwei der drei Terrorverdächtigen auf den Bildern vom Flughafen seien als die beiden Brüsseler Brüder identifiziert worden. Sie hätten sich demnach beide als Selbstmordattentäter am Flughafen in die Luft gesprengt. Khalid El Bakraoui und sein Bruder Ibrahim, der auch Brahim genannt wird, sind wegen krimineller Taten polizeibekannt. Eine Verbindung der beiden zum Terrorismus war bisher unbekannt. Eine offizielle Mitteilung der Ermittler zu den Tatverdächtigen steht bisher aus.

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