Die Entscheidung für Brexit ist gefallen

Großbritannien kehrt Europa den Rücken: 51,9% der Briten stimmten bei dem historischen Brexit-Referendum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union. Hier gibt es live Infos, Hintergründe und Stimmen zum Thema.

  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/24/2016 4:41:01 AM

    Downing Street 10: Der britische Premier David Cameron will hier in Kürze vor die Presse treten.

  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/24/2016 4:42:57 AM
    Ein letzter Blick zu den englischen Buchmachern. Hier ist alles klar! Der Londoner Wettanbieter «betfair» gibt dem Remain-Lager absolut keine Chance mehr:

  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:45:09 AM
    Es sieht so aus, als ob Europas schlimmster Alptraum Wahrheit geworden ist. (...Es steht ein langer, schwieriger und dreckiger Scheidungsprozess an. 

    Angesichts des sich abzeichnenden Brexits rechnet ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski mit harten Zeiten für Europa. 
    Sollte sich das Ergebnis bewahrheiten, würden die wirtschaftlichen und politischen Folgen noch lange zu fühlen sein.
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:47:57 AM
    Der Chef der rechtspopulistischen niederländischen Partei für die Freiheit, Geert Wilders, fordert nach der britischen Volksabstimmung ein EU-Referendum auch in seinem Land. «Bye bye Brüssel», jubelt er angesichts des Vorsprungs für das Brexit-Lager in Großbritannien auf Twitter. «Und die Niederlande werden die Nächsten sein!» Bereits gestern hatte Wilders im Fernsehsender Phoenix gesagt: «Man kann den Geist nicht mehr in die Flasche bekommen. Das Ende der EU hat schon begonnen, unabhängig davon, wie sich die Briten entscheiden.»


  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:49:14 AM
    Die irisch-nationalistische Partei Sinn Fein fordert eine Abstimmung über eine Wiedervereinigung Irlands. Ein solches Referendum zur Abschaffung der irischen Grenze sei ein «demokratischer Imperativ», sollte Nordirland für einen Verbleib in der EU gestimmt haben, berichtet unter anderem der Sender Sky News unter Berufung auf Parteiquellen. «Die britische Regierung hat (...) jedes Mandat, die Interessen der Menschen in Nordirland zu repräsentieren, verloren», zitiert die «Irish Times» den Sinn-Fein-Vorsitzenden Declan Kearney. Nordirland hat der BBC zufolge mit 55,7 Prozent für einen Verbleib in der EU gestimmt. Das Brexit-Lager schnitt damit aber stärker ab als erwartet.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 4:54:02 AM
    Möge der 23. Juni als unser Unabhängigkeitstag in die Geschichte eingehen.

    Nigel Farage, Chef der EU-feindlichen Partei Ukip
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 5:01:34 AM
    Briten stimmen für Ausstieg aus Europäischer Union

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:03:03 AM
    Mit 16,8 Millionen Stimmen ist der der Vorsprung des Brexit-Lagers nun uneinholbar.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:04:44 AM
    Jetzt kann nur noch Harry Potter helfen:

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:05:42 AM
    Der Dax könnte kurzfristig in den Bereich zwischen 85000 bis 8000 Punkte einbrechen.

    Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud rechnet mit massiven Kursverlusten am deutschen Aktienmarkt
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:09:42 AM
    Die asiatischen Börsenindizes sind weiter im Sinkflug. Foto: Kiyoshi Ota, epa/dpa
  • von Alexander Heinl, dpa | 6/24/2016 5:10:06 AM
    FDP-Chef Christian Lindner fordert Härte gegenüber London bei den Verhandlungen über einen EU-Austritt Großbritanniens. «Eine bedauerliche Entscheidung der Briten, auf die es keinen Rabatt geben darf». Lindner mahnte einen Neustart für die gesamte Europäische Union an. «Wir müssen das Momentum nutzen, um Europa besser zu machen. Gefragt ist ein Europa für die großen Dinge und nicht jedes Detail».

    Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa
  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/24/2016 5:11:02 AM

    Alle warten auf Cameron.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:11:23 AM
    Das Ergebnis ist eine schwere Schlappe für den Premierminister, der vehement für einen Verbleib in der bei vielen Briten verhassten EU geworben hatte. Seine politische Zukunft ist offen.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:13:49 AM
    Die letzten blauen Puzzleteile werden in die Karte eingesetzt.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:15:02 AM
    Man kann nicht zehn Jahre lang auf Europa herumhacken und dann darauf hoffen, in sechs Wochen alles zu drehen. Die Wähler haben ein Gespür dafür.

    Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff, hat Cameron im ZDF-«Morgenmagazin» persönlich für den Ausgang des Brexit-Referendums verantwortlich gemacht


  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 5:16:38 AM
    Die Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling geht davon aus, dass Schottland eine Loslösung von der Londoner Zentalregierung will. «Schottland wird die  Unabhängigkeit anstreben», twitterte sie. Premierminister Camerons' Vermächtnis werde es sein, zwei Staaten-Bündnisse zu zerbrechen. «Beides hätte nicht sein müssen.» 

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:18:51 AM
    Bei weltweit einbrechenden Aktienmärkten flüchten die Anleger in sichere Häfen. Vor allem der Yen bleibt als Fluchtwährung gesucht. Das Pfund wertete gegenüber der japanischen Währung um bis zu 15 Prozent ab. Auch Gold und Anleihen sind gefragt.
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 5:23:10 AM
    Wie geht es weiter? Zumindest in groben Zügen ist im EU-Vertrag seit 2009 festgelegt, wie ein Staat aus der Union austreten kann. Der entscheidende Artikel 50 sieht vor, dass Großbritannien in einem ersten Schritt die Vertretung der EU-Staaten über seine Austrittsabsicht informieren müsste. Die Staats- und Regierungschefs würden dann unter Ausschluss des Vereinigten Königreichs Leitlinien für die Austrittsverhandlungen festlegen.

    Wenn kein Abkommen zustande kommt und keine Fristverlängerung gewährt wird, würde Großbritannien zwei Jahre nach dem Einreichen des Austrittsgesuchs ungeregelt aus der EU ausscheiden. 

    Foto: Hannah Mckay, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:00:53 AM
    Die Spitze der Linkspartei verlangt eine Reform der Europäischen Union:

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:09:11 AM
    Alle verlieren – die Volkswirtschaft insgesamt, Europa und als Folge von Unsicherheit und Echoeffekten wird auch die Weltwirtschaft darunter leiden.

    Thomas Straubhaar, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:10:49 AM
    Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, erwartet einen schnellen Beginn der Trennungsverhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Zugleich ist der SPD-Politiker überzeugt, dass der Brexit keine Austritte anderer Länder zur Folge haben wird: «Ich glaube nicht, dass andere Länder ermutigt werden, diesen gefährlichen Weg zu gehen.»
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 6:15:52 AM
    Erst abstimmen, dann informieren? Bei Google trendet die Frage "what happens if we leave the EU".

    Screenshot Google Trends 
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 6:17:49 AM
    51,9 Prozent der Briten haben nach Angaben des Senders BBC für den Austritt aus der EU gestimmt, lediglich 48,1 Prozent für den Verbleib. Insgesamt votierten 17.410.742 Wähler für Rausgehen, 16.141.241 für Drinbleiben, meldete der Sender unter Berufung auf das vorläufige Endergebnis. 

  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 6:20:14 AM
    Österreichs Außenminister Sebastian Kurz sieht nach dem Brexit großen Veränderungsbedarf bei der EU. Wenn eines der größten EU-Mitgliedsländer aus der EU austrete, könne «kein Stein auf dem anderen bleiben». Es sei nötig, dass sich die EU schnell neu aufstelle, wenn sich ein solches Referendum nicht in einem anderen EU-Land wiederholen solle. 

    Foto: Christian Bruna, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:28:28 AM
    Kurz nach 8.00 Uhr Ortszeit - also in gut einer halben Stunde - soll es ein Statement von David Cameron geben. Derweil müssen sich die versammelten Journalisten mit #CatsAgainstBrexit begnügen.

    Kater Larry wohnt in Number 10 Downing Street. Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:29:42 AM
    Europa wird jetzt zusammenstehen. Gemeinsam müssen wir das Beste aus der Entscheidung unserer britischen Freunde machen.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)


  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:36:48 AM
    Die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch fordert den Rücktritt von EU-Parlamentschef Martin Schulz und Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Das Ergebnis des Volksentscheids sei ein klares Signal, dass die Politik der beiden EU-Spitzenpolitiker gescheitert sei.
  • von Valentin Gensch, dpa via dpa | 6/24/2016 6:38:52 AM

    Im EU-Parlament in Brüssel herrscht reges Treiben. Dutzende Reporter sammeln Stimmen von Abgeordneten.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:41:18 AM
    Die EU versagt, die EU stirbt.

    Der britische Rechtspopulist Nigel Farage spart nicht mit Pathos.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:43:20 AM
    Partystimmung bei den EU-Gegnern:

  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 6:46:08 AM
    Das Ergebnis sei traurig für Großbritannien, findet Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault. Europa bestehe fort, «aber es muss reagieren und das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen»

    Foto: Julien Warnand, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:52:43 AM
    Der Bundestag wird nach Angaben von Unionsfraktionschef Kauder kommende Woche in einer Sondersitzung über die Folgen der britischen Entscheidung beraten. Heute um 13.00 Uhr sind Beratungen der Fraktionen geplant.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:25:32 AM
    Premierminister David Cameron hat seinen Rücktritt für Oktober angekündigt.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:32:32 AM
    Der Wille der Mehrheit der Briten zum Austritt wird nach den Worten von Cameron respektiert. Nach dem EU-Referendum komme es auf die Austrittsverhandlungen an.

    Cameron vor seinem Amtssitz Downing Street 10. Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:33:52 AM
    Cameron will noch drei Monate im Amt bleiben. Austrittsverhandlungen mit der EU sollten anschließend mit einem neuen Premierminister beginnen. «Das Land braucht ein neue Führung.»
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:39:28 AM
    Großbritannien hat gestern darüber befunden, aus der Europäischen Union auszutreten. Dennoch ist die Sonne heute morgen wieder aufgegangen. Und so bedauerlich das eine ist, so beruhigend ist das andere.

    Bundestags-Präsident Norbert Lammert (CDU)
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 8:09:34 AM
    Großbritanniens Außenminister Philip Hammond hält eine Stabilisierung der Finanzmärkte jetzt für die entscheidende Aufgabe. «Wir müssen sofort versuchen, den Prozess in den Märkten zu stabilisieren.»

    «So viel wie möglich» müsse von den Handelsbeziehungen mit den EU-Ländern aufrechterhalten werden. Dies gelte auch für die Londoner City, einen der größten Finanzplätze der Welt.
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 8:52:52 AM
    Die Jugendorganisationen von SPD und Grünen demonstrieren vor dem Brandenburger Tor unter dem Motto "Europa hat Zukunft".

    Foto: Kay Nietfeld, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 9:20:46 AM
    Über 80 Tory-Abgeordnete, die für den Brexit sind, haben Cameron in einem Brief aufgerufen, erstmal weiterzumachen - darunter auch der populäre Boris Johnson, dem Ambitionen auf den Premierjob nachgesagt werden.

    Viele hatten erwartet, dass Cameron im Falle des Brexit sofort die Brocken hinwirft. Doch das hätte man wie eine Flucht interpretieren können. Und es war schließlich Cameron, der das Referendum initiiert hatte.

    Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 9:25:49 AM
    US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat den Briten zum Brexit-Votum gratuliert: «Im Grunde haben sie sich ihr Land zurückgeholt. Das ist eine großartige Sache.» Dass das Ergebnis seiner Kampagne hilft, kann er nur hoffen: «Ich habe gesagt, dass das passieren würde. Wir müssen sehen, aber es ist eine großartige Sache.»

    Trump ist gerade zu Besuch in Schottland. Foto: Nigel Roddis, epa/dpa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 11:04:15 AM
    Die Lage müsse nun mit Ruhe und Besonnenheit beraten werden, so Merkel. In der Bevölkerung - auch in Deutschland - gebe es ganz unterschiedliche Erwartungen an die EU und «und immer heftigere Zweifel an der Richtung, die der Einigungsprozess eingeschlagen hat». Aus diesem Grund müsse sichergestellt werden, dass die Bürger konkret spüren könnten, wie die EU ihr Leben verbessere.
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 11:25:15 AM
    Bundespräsident Joachim Gauck hat dazu aufgerufen, den Blick nach vorne zu richten. Der bevorstehende Austritt der Briten sei «nicht der Anfang vom Ende der Europäischen Union». Dies sei vielmehr «der Anfang von neuen Bemühungen um die Verteidigung der Union und ihrer Werte. Und er ist, wo Reformen erforderlich sind, auch der Beginn eines neuen Zukunftsweges».

    Gauck gibt am Rande seines Staatsbesuchs in Bulgarien ein Statement ab. Foto: Rainer Jensen, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 11:27:35 AM
    Ich bedauere die Entscheidung der Briten, sehe aber keine gravierenden Auswirkungen auf den Sport in Europa.

    Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 11:34:44 AM
    Großbritannien will bei den Verhandlungen über den Ausstieg aus der EU offensichtlich auf Zeit spielen. Der scheidende Premierminister Cameron sieht «keine Notwendigkeit für einen genauen Zeitplan». Die Verhandlungen mit Brüssel solle sein Amtsnachfolger führen, der im Oktober gekürt werden könnte. «Eine Verhandlung mit der Europäischen Union wird unter einem neuen Premierminister beginnen müssen.»
  • von Desk | 6/24/2016 4:07:08 PM
    Die Reaktionen nach dem Brexit überschlagen sich: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wird der britischen Regierung vor, die EU-Mitgliedschaft leichtfertig verspielt zu haben. Er erinnert in einem Interview für die ZDF-Sendung «Was nun?» daran, dass das Referendum seinen Ursprung in Auseinandersetzungen innerhalb der konservativen Regierungspartei des britischen Premierministers David Cameron hat. «Die Regierung (hat) mit dem europäischen Schicksal gespielt und hat verloren», sagte der SPD-Politiker. Die Haltung zur EU sei innenpolitisch instrumentalisiert worden.

    Mit einer Kettenreaktion innerhalb der EU rechnet Steinmeier nicht. «Ich kenne keinen europäischen Staat, der diesen Weg gehen will», meint er. Die EU dürfe nun «weder in Hysterie und Aktionismus verfallen, noch in Schockstarre», so Steinmeier. Als Konsequenz aus dem Referendum müsse sich die Europäische Union nun vor allem intensiver mit der Sicherheitspolitik, der Asyl- und Zuwanderungspolitik sowie der Beschäftigungs- und Wachstumspolitik befassen. 

    «Britische Regierung hat mit Schicksal gespielt»: Frank-Walter Steinmeier. Foto: Sergei Chirikov, epa/dpa/Archiv  
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 5:09:04 PM
    Die Außenminister der sechs «Gründerstaaten» der EU kommen morgen in Berlin zusammen, um über die Folgen des Brexit-Referendums zu beraten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier lädt dazu seine Kollegen aus Frankreich, Italien und den Benelux-Ländern ein. Deutschland und Frankreich wollen dabei gemeinsame Vorschläge zur Weiterentwicklung der Europäischen Union vorlegen.
     
    Im Entwurf für eine gemeinsame Erklärung ist von einer «flexiblen Union» die Rede, die Raum lassen soll für Partnerländer, die weitere Integrationsschritte noch nicht mitgehen können oder wollen. Ziel ist zu verhindern, dass sich eine Entwicklung wie in Großbritannien in anderen Staaten der EU wiederholt.
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