Die Entscheidung für Brexit ist gefallen

Großbritannien kehrt Europa den Rücken: 51,9% der Briten stimmten bei dem historischen Brexit-Referendum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union. Hier gibt es live Infos, Hintergründe und Stimmen zum Thema.

  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 5:01:34 AM
    Briten stimmen für Ausstieg aus Europäischer Union

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:03:03 AM
    Mit 16,8 Millionen Stimmen ist der der Vorsprung des Brexit-Lagers nun uneinholbar.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:04:44 AM
    Jetzt kann nur noch Harry Potter helfen:

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:05:42 AM
    Der Dax könnte kurzfristig in den Bereich zwischen 85000 bis 8000 Punkte einbrechen.

    Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud rechnet mit massiven Kursverlusten am deutschen Aktienmarkt
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:09:42 AM
    Die asiatischen Börsenindizes sind weiter im Sinkflug. Foto: Kiyoshi Ota, epa/dpa
  • von Alexander Heinl, dpa | 6/24/2016 5:10:06 AM
    FDP-Chef Christian Lindner fordert Härte gegenüber London bei den Verhandlungen über einen EU-Austritt Großbritanniens. «Eine bedauerliche Entscheidung der Briten, auf die es keinen Rabatt geben darf». Lindner mahnte einen Neustart für die gesamte Europäische Union an. «Wir müssen das Momentum nutzen, um Europa besser zu machen. Gefragt ist ein Europa für die großen Dinge und nicht jedes Detail».

    Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa
  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/24/2016 5:11:02 AM

    Alle warten auf Cameron.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:11:23 AM
    Das Ergebnis ist eine schwere Schlappe für den Premierminister, der vehement für einen Verbleib in der bei vielen Briten verhassten EU geworben hatte. Seine politische Zukunft ist offen.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:13:49 AM
    Die letzten blauen Puzzleteile werden in die Karte eingesetzt.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:15:02 AM
    Man kann nicht zehn Jahre lang auf Europa herumhacken und dann darauf hoffen, in sechs Wochen alles zu drehen. Die Wähler haben ein Gespür dafür.

    Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff, hat Cameron im ZDF-«Morgenmagazin» persönlich für den Ausgang des Brexit-Referendums verantwortlich gemacht


  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 5:16:38 AM
    Die Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling geht davon aus, dass Schottland eine Loslösung von der Londoner Zentalregierung will. «Schottland wird die  Unabhängigkeit anstreben», twitterte sie. Premierminister Camerons' Vermächtnis werde es sein, zwei Staaten-Bündnisse zu zerbrechen. «Beides hätte nicht sein müssen.» 

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:18:51 AM
    Bei weltweit einbrechenden Aktienmärkten flüchten die Anleger in sichere Häfen. Vor allem der Yen bleibt als Fluchtwährung gesucht. Das Pfund wertete gegenüber der japanischen Währung um bis zu 15 Prozent ab. Auch Gold und Anleihen sind gefragt.
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 5:23:10 AM
    Wie geht es weiter? Zumindest in groben Zügen ist im EU-Vertrag seit 2009 festgelegt, wie ein Staat aus der Union austreten kann. Der entscheidende Artikel 50 sieht vor, dass Großbritannien in einem ersten Schritt die Vertretung der EU-Staaten über seine Austrittsabsicht informieren müsste. Die Staats- und Regierungschefs würden dann unter Ausschluss des Vereinigten Königreichs Leitlinien für die Austrittsverhandlungen festlegen.

    Wenn kein Abkommen zustande kommt und keine Fristverlängerung gewährt wird, würde Großbritannien zwei Jahre nach dem Einreichen des Austrittsgesuchs ungeregelt aus der EU ausscheiden. 

    Foto: Hannah Mckay, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:27:21 AM
    "Da pennt man ein paar Stunden..." Galgenhumor und Ukip-Wortspiel:

  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 5:30:57 AM
    Front-National-Chefin Marine Le Pen fordert - wenig überraschend - ein Referendum in Frankreich: «Sieg der Freiheit! Wie ich es seit Jahren fordere, brauchen wir jetzt dasselbe Referendum in Frankreich und in den Ländern der EU.»

  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 5:32:33 AM
    Anbruch eines neuen Tages in London und Anbruch eines neuen Zeitalters in Großbritannien.

    Foto: Hannah Mckay, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:34:01 AM
    Wenn die Briten raus wollen, dann müssen sie raus, und das muss schnell passieren.

    Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP)
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:37:25 AM
    Der Stand der Dinge kurz zusammengefasst:
    • Eine Mehrheit von rund 52 Prozent der Stimmen hat sich für den Brexit ausgesprochen.
    • Die EU mit bisher 28 Staaten wird damit in die schwerste Krise ihrer Geschichte gestürzt. 
    • Politische Kräfte in Nordirland und in Schottland machen sich für eine Abspaltung von Großbritannien stark.
    • Das britische Pfund ist auf den tiefsten Stand seit mehr als 30 Jahren gerutscht.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:43:48 AM
    Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert ein Zusammenrücken der übrigen 27 EU-Staaten. Die EU müsse darauf reagieren, dass anti-europäische Kräfte an Boden gewönnen. «In den letzten Jahren hat es gerade im Europäischen Rat zu viel nationale Egoismen gegeben.»
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 5:47:34 AM
    Der Mann der ermordeten Brexit-Gegnerin Jo Cox wirbt dafür, weiter für die Einheit des Landes zu kämpfen. («Jo wäre heute optimistisch geblieben und fokussiert darauf, was sie tun könnte, um unser Land wieder um unsere besten Werte herum zusammenzubringen»)

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:54:32 AM
    Wer genau wissen will, wer wo wie abgestimmt hat: Der Londoner «Guardian» hat die Ergebnisse statistisch aufgearbeitet. http://www.theguardian.com/politics/ng-interactive/2016/jun/23/eu-referendum-live-results-and-analysis

    Screenshot "The Guardian" 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:56:51 AM
    Warten auf Cameron:

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 5:58:25 AM
    Frankreichs Staatschef François Hollande hat eine Sitzung der Regierung einberufen. Das Kabinett werde um 9.00 Uhr zusammenkommen, teilte der Elysée mit.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:00:53 AM
    Die Spitze der Linkspartei verlangt eine Reform der Europäischen Union:

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:09:11 AM
    Alle verlieren – die Volkswirtschaft insgesamt, Europa und als Folge von Unsicherheit und Echoeffekten wird auch die Weltwirtschaft darunter leiden.

    Thomas Straubhaar, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:10:49 AM
    Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, erwartet einen schnellen Beginn der Trennungsverhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Zugleich ist der SPD-Politiker überzeugt, dass der Brexit keine Austritte anderer Länder zur Folge haben wird: «Ich glaube nicht, dass andere Länder ermutigt werden, diesen gefährlichen Weg zu gehen.»
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 6:15:52 AM
    Erst abstimmen, dann informieren? Bei Google trendet die Frage "what happens if we leave the EU".

    Screenshot Google Trends 
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/24/2016 6:17:49 AM
    51,9 Prozent der Briten haben nach Angaben des Senders BBC für den Austritt aus der EU gestimmt, lediglich 48,1 Prozent für den Verbleib. Insgesamt votierten 17.410.742 Wähler für Rausgehen, 16.141.241 für Drinbleiben, meldete der Sender unter Berufung auf das vorläufige Endergebnis. 

  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 6:20:14 AM
    Österreichs Außenminister Sebastian Kurz sieht nach dem Brexit großen Veränderungsbedarf bei der EU. Wenn eines der größten EU-Mitgliedsländer aus der EU austrete, könne «kein Stein auf dem anderen bleiben». Es sei nötig, dass sich die EU schnell neu aufstelle, wenn sich ein solches Referendum nicht in einem anderen EU-Land wiederholen solle. 

    Foto: Christian Bruna, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:28:28 AM
    Kurz nach 8.00 Uhr Ortszeit - also in gut einer halben Stunde - soll es ein Statement von David Cameron geben. Derweil müssen sich die versammelten Journalisten mit #CatsAgainstBrexit begnügen.

    Kater Larry wohnt in Number 10 Downing Street. Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:29:42 AM
    Europa wird jetzt zusammenstehen. Gemeinsam müssen wir das Beste aus der Entscheidung unserer britischen Freunde machen.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)


  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:36:48 AM
    Die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch fordert den Rücktritt von EU-Parlamentschef Martin Schulz und Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Das Ergebnis des Volksentscheids sei ein klares Signal, dass die Politik der beiden EU-Spitzenpolitiker gescheitert sei.
  • von Valentin Gensch, dpa via dpa | 6/24/2016 6:38:52 AM

    Im EU-Parlament in Brüssel herrscht reges Treiben. Dutzende Reporter sammeln Stimmen von Abgeordneten.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:41:18 AM
    Die EU versagt, die EU stirbt.

    Der britische Rechtspopulist Nigel Farage spart nicht mit Pathos.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:43:20 AM
    Partystimmung bei den EU-Gegnern:

  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 6:46:08 AM
    Das Ergebnis sei traurig für Großbritannien, findet Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault. Europa bestehe fort, «aber es muss reagieren und das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen»

    Foto: Julien Warnand, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 6:52:43 AM
    Der Bundestag wird nach Angaben von Unionsfraktionschef Kauder kommende Woche in einer Sondersitzung über die Folgen der britischen Entscheidung beraten. Heute um 13.00 Uhr sind Beratungen der Fraktionen geplant.
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 6:58:56 AM
    Katerstimmung in den Chefetagen nach dem Brexit: Die deutsche Wirtschaft ist fassungslos über das Votum der Briten. Fast 400.000 Menschen arbeiten in Niederlassungen deutscher Firmen in Großbritannien.

    Foto: Michael Kappeler, dpa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:01:30 AM
    Labour-Chef Jeremy Corbyn dringt auf einen raschen Beginn der Austrittsverhandlungen. Diese müssten darauf ausgerichtet sein, das bestmögliche Abkommen abzuschließen, um die britische Wirtschaft zu schützen, so Corbyn im BBC-Interview.  Die Botschaft der Wähler sei, dass «viele Gemeinschaften von den Sparmaßnahmen genug haben».
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:02:32 AM
    Wir sind entschlossen, unsere Einheit zu 27 zu bewahren.

    EU-Gipfelchef Donald Tusk warnt vor hysterischen Reaktionen.
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 7:09:48 AM
    «Sicherlich sind wir als Bank mit Sitz in Deutschland und einem starken Geschäft in Großbritannien gut darauf vorbereitet, die Folgen des Austritts zu mildern», meint der Deutsche-Bank-Chef John Cryan. «Das ist kein guter Tag für Europa. Die Konsequenzen lassen sich noch nicht vollständig absehen. Sie werden aber für alle Seiten negativ sein».

    Selbst Brite: John Cryan. Foto: Arne Dedert, dpa
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/24/2016 7:10:30 AM
    Der deutsche Leitindex Dax ist um 9,98 Prozent auf 9233,48 Punkte abgesackt. 

    Foto: Boris Roessler, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:19:13 AM
    Britischer Humor:

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:25:32 AM
    Premierminister David Cameron hat seinen Rücktritt für Oktober angekündigt.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 7:32:32 AM
    Der Wille der Mehrheit der Briten zum Austritt wird nach den Worten von Cameron respektiert. Nach dem EU-Referendum komme es auf die Austrittsverhandlungen an.

    Cameron vor seinem Amtssitz Downing Street 10. Foto: Michael Kappeler, dpa 
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