Die Entscheidung für Brexit ist gefallen

Großbritannien kehrt Europa den Rücken: 51,9% der Briten stimmten bei dem historischen Brexit-Referendum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union. Hier gibt es live Infos, Hintergründe und Stimmen zum Thema.

  • von Simon Kremer, dpa via null | 6/24/2016 12:40:06 AM
    Die Auszählung nimmt Fahrt auf: North Antrim stimmt für den EU-Austritt, West Tyrone, Eilean Sir und East Ayrshire sind für den Verbleib. Aktuell trennt EU-Befürworter und -Gegner nur ein Hauch an Stimmen.
  • von Simon Kremer, dpa via null | 6/24/2016 1:03:49 AM
    Immer mehr kleinere Bezirke sind allmählich ausgezählt. Die Ergebnisse laufen im Minutentakt auf. Derzeit schlägt das Pendel mehr in Richtung Austritts-Seite. Die Brexit-Befürworter führen zur Stunde mit fast 53 Prozent.  Aber noch ist es eine lange Nacht. Alles kann passieren und die wichtigen Zentren, wie London, kommen erst noch. Was derzeit aber auffällig ist: Gerade in den Bezirken, die sich für den Austritt stark machen, ist die Wahlbeteiligung offenbar besonders hoch. Der Stand der Dinge auf einen Blick:
     
    Quelle: BBC 
  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/24/2016 1:13:44 AM
    Auch in der britischen Bevölkerung setzen sich mittlerweile immer mehr Menschen mit den Folgen eines drohenden Brexits auseinander. Laut Google sei die Zahl der Suchanfrage für «was passiert, wenn wir die EU verlassen?» in der vergangenen Stunde um mehr als 250 Prozent gestiegen, berichtet die britischen Nachrichtenagentur Press Association.  
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 1:42:12 AM
    Wahlparty in London: Noch ist die Stimmung im Remain-Lager gut. Die Brexit-Befürworter liegen zwar knapp vorne, doch die großen Städte sind noch nicht ausgezählt. 

    Foto: Rob Stothard, epa/dpa
  • von Michael Kappeler, dpa via null | 6/24/2016 1:48:13 AM

    Zwischen Bangen und Jubel. Die EU-Unterstützer sind hin und her gerissen.

  • von Desk via dpa | 6/24/2016 1:58:31 AM
    Inzwischen sind 80 der 382 Wahlbezirke ausgezählt. Die EU-Befürworter liegen nun hauchdünn vorn. In den meisten Wahlbezirken schneiden die Befürworter eines Ausstiegs jedoch besser ab, als von den Meinungsforschern erwartet. Wahlforscher äußern sich pessimistisch für den EU-Verbleib. Der anfänglich von zwei Nachwahlumfragen gestützte Optmismus des «Remain»-Lagers um Premierminister David Cameron wurde im Laufe der frühen Morgenstunden gedämpft. Erst mit der Auszählung der ersten großen Londoner Wahlbezirke Wandsworth und Lambeth, die jeweils mit mehr als 70 Prozent für den EU-Verbleib stimmten, sowie guten Zahlen aus Schottlands größter Stadt Glasgow, schöpft das «Remain»-Lager wieder mehr Zuversicht.
  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/24/2016 2:16:23 AM
    Bleiben oder gehen? Glasgow, die größte Stadt Schottlands, hat zwar dafür gestimmt, in der EU zu bleiben, aber in der großen Halle, wo die Stimmen ausgezählt wurden, haben sich dann doch alle spontan für «gehen» entschieden. Die Stimmverhältnisse wechseln mittlerweile bei fast jedem Bezirk, so knapp ist es. Um kurz nach 4 Uhr unserer Zeit sind fast 150 der knapp 400 Bezirke ausgezählt. 


  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/24/2016 2:19:36 AM

    Hier hatte jemand Heißhunger auf Kuchen: Auf der Wahlparty der Brexit-Befürworter ist bereits die Sieger-Torte angeschnitten.

  • von Desk via dpa | 6/24/2016 2:24:40 AM
    Das Londoner Bankenviertel gehört zu den wichtigsten Finanzzentren der Welt. Monatelang lautete die Botschaft aus den glänzenden Bürotürmen: Briten, bleibt in der EU, alles andere kommt euch teuer zu stehen. Wirklich zu sagen hatte die City of London, wie das Viertel heißt, aber wenig: Gerade mal rund 4400 Stimmen wurden dort im EU-Referendum abgegeben, knapp 6000 Menschen hätten wählen dürfen. Der Grund: In der City gibt es kaum Wohnungen, nur Büros. Mehr als 400.000 Menschen arbeiten dort. Immerhin stimmten die wenigen Wähler zu gut 75 Prozent für den Verbleib in der EU. 
  • von Desk | 6/24/2016 2:33:12 AM
    Bei der Auszählung zeigen sich die regionalen UnterschiedeSchottland will überwiegend in der EU bleiben, während viele Bezirke im Süden und Osten Englands für einen Austritt sind. London ist mehrheitlich gegen den Brexit. Aber reichen die vielen Stimmen in der Hauptstadt, um sich gegen die vielen Stimmen der ländlicheren Gegenden zu behaupten?
     
     
  • von Simon Kremer, dpa via null | 6/24/2016 2:45:58 AM
    Im Wahlbezirk Sheffield dachten viele Beobachter, dass die Stadt sich für einen Verbleib in der EU aussprechen würde. Doch 51 Prozent der Wähler stimmten für «leave». UKIP-Chef Nigel Farage, der sich nach den ersten Prognosen gestern Abend schon geschlagen gegeben hatte, schöpft neue Hoffnung.
     
  • von Desk | 6/24/2016 2:52:11 AM
    Der drohende EU-Austritt Großbritanniens schickt die Börse in Tokio auf Talfahrt geschickt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte ein Minus von 495,95 Punkten oder 3,05 Prozent beim Stand von 15.742,4 Zählern, nachdem er zwischenzeitlich 0,9 Prozent zugelegt hatte. Der breit gefasste Topix büßt 41,18 Punkte oder 3,17 Prozent ein auf den Stand von 1257,53 Zählern.
  • von Simon Kremer, dpa via null | 6/24/2016 2:54:54 AM
    Die Auszählung ist unglaublich knapp und hält viele Briten wach. Auch Nigel Farage, einer der schärfsten Euro-Kritiker, kann nicht schlafen - träumt aber trotzdem vom Austritt. «Ich wage es jetzt zu träumen, dass die Sonne über einem unabhängigen Vereinigten Königreich aufgeht», so Farage.
     
  • von Simon Kremer, dpa via null | 6/24/2016 2:58:01 AM
    In Wales sind inzwischen fast alle Stimmen ausgezählt, wie britische Medien berichten. Und auch hier zeigt sich, dass die Austritts-Befürworter in der Mehrheit sind. «Eine miserable Nacht in Wales», schreibt der «Guardian». Ironischerweise hätten die Gegenden am stärksten für den Austritt gestimmt, die in der Vergangenheit die meisten EU-Gelder bekommen hätten. Die Euro-Skeptiker feiern und haben große Hoffnungen, dass Großbritannien die EU verlässt. 
     
     
     
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 2:59:48 AM
    Der angesehenste britische Wahlforscher John Curtice sieht nach dem bisherigen Verlauf der Referendums-Nacht einen Brexit als wahrscheinlich an. «Das Leave-Lager ist jetzt der Favorit», so Curtice im Gespräch mit der BBC. «Der Gedanke an ein Verlassen der EU ist nicht mehr nur eine akademische», erklärt der Professor von der schottischen Strathclyde-Universität. Der Fernsehsender ITV sieht inzwischen eine 80-Prozent-Wahrscheinlichkeit für den Brexit. Das Referendum sei aber weiter auf des Messers Schneide. Nach Auszählung der Hälfte der 382 Wahlbezirke liegt das Lager der Brexit-Befürworter mit fast 500.000 Stimmen vorne. Das entspricht einem Verhältnis von etwa 52:48.
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 3:06:16 AM
    Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, verfolgt die Stimmauszählung in einer eigenen Talkrunde begleitet. In der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er sich seit vier Jahren einer Festnahme wegen angeblicher Sexualdelikte entzieht, analysierte der Australier mit Gästen das Geschehen. Zwischenzeitlich war dem «Brexit Club», wie die live ins Internet übertragene Show heißt, auch der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis zugeschaltet. 

    Screenshot: facebook.com/wikileaks
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 3:17:35 AM
    Die Angst vor einem Brexit drückt das britische Pfund auf den tiefsten Stand seit mehr als 30 Jahren gedrückt. Das Pfund fällt erstmals seit 1985 unter die Marke von 1,35 US-Dollar.


  • von Desk via dpa | 6/24/2016 3:21:04 AM
    Das Brexit-Lager liegt nach Auszählung von zwei Dritteln der Wahlbezirke vorn. In den 255 der 382 Wahlbezirke erreichten die Austritts-Befürworter 10,68 Millionen Stimmen, das Pro-EU-Lager gut eine halbe Million Stimmen weniger.  

  • von Simon Kremer, dpa | 6/24/2016 3:24:23 AM
    Auch die englischen Buchmacher sind jetzt auf dem Brexit-Kurs. Der englische Wettanbieter «betfair» tendiert mittlerweile sehr stark zu einem EU-Austritt.

  • von Alkimos Sartoros, dpa via dpa | 6/24/2016 3:33:33 AM

    Blick nach Brüssel: Ruhe vor dem Sturm? Das EU-Ratsgebäude noch menschenleer.

  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/24/2016 3:35:21 AM
    UKIP-Chef Nigel Farage spricht auf einer Wahlveranstaltung vor seinen Anhängern von einem «Sieg für die normalen Menschen» und will, dass der 23. Juni der neue «Unabhängigkeitstag» wird.
     
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 3:40:33 AM
    Das Referendum über Großbritanniens EU-Mitgliedschaft macht die politische Spaltung des Landes sichtbar. Während die Schotten im Norden der Insel mit sehr großer Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmen, entscheiden die Wähler in England und Wales sich in den meisten Regionen klar für den Brexit. Eine klare Ausnahme bildet London. Wahlforscher hatten vorausgesagt, dass die Grenzen zwischen Alt und Jung, zwischen den sozialen Schichten sowie zwischen Stadt- und Landbevölkerung verlaufen würden.
  • von Desk via null | 6/24/2016 3:45:51 AM
    Das Brexit-Lager gewinnt nach Berechnungen der Fernsehsender BBC und Sky News das EU-Referendum in Großbritannien. Damit steht das Vereinigte Königreich vor einem Austritt aus der Europäischen Union. Nach Auszählung von 310 der 382 Stimmbezirke führtedie «Leave»-Kampagne mit fast einer Million Stimmen.
     
  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/24/2016 3:48:40 AM

    Weitere Medien vermelden den Brexit und EU-Kritiker Nigel Farage lässt sich von seinen Anhängern feiern.

  • von Desk via dpa | 6/24/2016 3:50:00 AM
    Die Außenminister der sechs Gründungsmitglieder der EU kommen morgen in Berlin zusammen, um über die Folgen des Brexit-Referendums zu beraten. An dem Treffen in der Villa Borsig, dem Gästehaus des Auswärtigen Amts, nehmen nach Angaben aus diplomatischen Kreisen Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Staaten teil. Gastgeber ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. In den vergangenen Monaten hatte es bereits zwei ähnliche Treffen gegeben. Die sechs Staaten hatten 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet, die Vorläuferorganisation der EU.
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 3:57:40 AM
    Der absehbare Sieg der Brexit-Befürworter lässt den Euro abstürzen. Die europäische Gemeinschaftswährung notiert gegenüber dem Dollar bei 1,0947. Während das britische Pfund auf den tiefsten Stand seit 1985 fällt und die Börsen in Asien unter Druck stehen, legt der Preis für Gold deutlich zu. Anleger flüchteten in sichere Häfen. Zuletzt notierte der Goldpreis mit fast fünf Prozent Plus auf dem höchsten Stand seit August 2014.
  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/24/2016 4:01:13 AM
    Die Europapolitiker stellen sich offenbar auf den «Brexit» ein, wie ZDF-Reporter Stefan Leifert aus Brüssel schreibt: 


  • von Valentin Gensch, dpa via dpa | 6/24/2016 4:01:15 AM

    Vor dem Gebäude der EU-Kommission stehen bereits am frühen Morgen fast ein Dutzend TV-Teams.

  • von Simon Kremer, dpa | 6/24/2016 4:05:29 AM
    Was kommt nach dem möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU? Immerhin gab es einige Gebiete, die sich für einen Verbleib entschieden haben. Schottische Medien spekulieren schon, dass es zu einem erneuten Referendum in Schottland kommen könnte. Droht das Vereinigte Königreich auseinander zu brechen? Die Chefin der schottischen Regioanregierung, Nicola Sturgeon, deutet das zumindest in einem TV-Statement an.


  • von Valentin Gensch, dpa via dpa | 6/24/2016 4:16:15 AM

    Noch hängt er, der Union Jack, also die Flagge Großbritanniens, vor dem EU-Parlament in Brüssel.

  • von Desk | 6/24/2016 4:17:04 AM
    Beim EU-Referendum ist der Vorsprung der Brexit-Befürworter auf mehr als eine Million Stimmen angewachsen. Es sind noch weniger als 40 der 382 Wahlbezirke auszuzählen

  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:21:07 AM
    Eine der ersten Reaktionen aus der Bundespolitik. Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel:


  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:23:39 AM
    Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Konstantin v. Notz, kann es nicht fassen: 

  • von Simon Kremer, dpa | 6/24/2016 4:27:39 AM
    Die EU-Gegner feiern ihren Sieg! «Die Menschen haben gesprochen - wir schauen vorwärts in eine strahlende Zukunft als freie, unabhängige Nation!»


  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:28:03 AM
    Beim britischen Boulevard-Blatt «Daily Mirror» wurden die Druckerpressen noch einmal neu angeschmissen. Wie schnell sich die Dinge ändern: In der Nacht verbreitete das Blatt noch diese Titelseite: 


    Heute sieht die Titelseite dann ganz anders aus:. 


  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:29:43 AM
    Der Chef der EU-skeptischen Ukip-Partei, Nigel Farage, zum Ausgang des Brexit-Referendums:

    Wir werden das geschafft haben, ohne kämpfen zu müssen - ohne dass auch nur eine einzige Kugel abgefeuert werden musste.
    Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:32:17 AM
    Deutsche Parlamentarier der EU-skeptischen EKR-Fraktion im Europaparlament fordern nun angesichts des Brexit-Referendums tiefgreifende Reformen. «Die Subsidiarität muss wieder höchste Priorität bekommen. Sollte die EU diesen Schock nicht zu umfassenden Reformen nutzen, sollte Deutschland Großbritannien folgen und ebenfalls austreten», sagt der Alfa-Abgeordnete Joachim Starbatty. «Wir haben in der EU einen lauten Knall gehört. Das Gebäude hat gezittert, jetzt müssen wir dafür sorgen, dass es nicht komplett einstürzt», so Bernd Kölmel.
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:33:32 AM
    Der drohende Austritt Großbritanniens aus der EU lässt die Kurse der britischen Banken einbrechen. An der Börse in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong, wo einige der Finanzwerte gehandelt wird, geht es prozentual zweistellig abwärts. HSBC-Aktien verlieren bis zu 11,3 Prozent - das ist der heftigste Verlust seit sieben Jahren und damit den Zeiten der Finanzkrise. Die Papiere des Versicherers Prudential knickten um bis zu 11,1 Prozent ein und die Aktien des Finanzkonzerns Standard Chartered sogar um bis zu 12,5 Prozent. An den Vortagen hatten sich Bankaktien in Erwartung eines britischen Verbleibs in der EU deutlich erholt.
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:40:20 AM
    Sie waren offenbar erfolgreich mit ihrer Brexit-Kampagne. Die Titelseite vom Boulevardblatt «The Sun». Die meistgelesene Zeitung der Insel rief vor einigen Tagen ihre Leser dazu auf, für einen EU-Austritt zu stimmen. 


  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/24/2016 4:41:01 AM

    Downing Street 10: Der britische Premier David Cameron will hier in Kürze vor die Presse treten.

  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/24/2016 4:42:57 AM
    Ein letzter Blick zu den englischen Buchmachern. Hier ist alles klar! Der Londoner Wettanbieter «betfair» gibt dem Remain-Lager absolut keine Chance mehr:

  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:45:09 AM
    Es sieht so aus, als ob Europas schlimmster Alptraum Wahrheit geworden ist. (...Es steht ein langer, schwieriger und dreckiger Scheidungsprozess an. 

    Angesichts des sich abzeichnenden Brexits rechnet ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski mit harten Zeiten für Europa. 
    Sollte sich das Ergebnis bewahrheiten, würden die wirtschaftlichen und politischen Folgen noch lange zu fühlen sein.
  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:47:57 AM
    Der Chef der rechtspopulistischen niederländischen Partei für die Freiheit, Geert Wilders, fordert nach der britischen Volksabstimmung ein EU-Referendum auch in seinem Land. «Bye bye Brüssel», jubelt er angesichts des Vorsprungs für das Brexit-Lager in Großbritannien auf Twitter. «Und die Niederlande werden die Nächsten sein!» Bereits gestern hatte Wilders im Fernsehsender Phoenix gesagt: «Man kann den Geist nicht mehr in die Flasche bekommen. Das Ende der EU hat schon begonnen, unabhängig davon, wie sich die Briten entscheiden.»


  • von Desk via dpa | 6/24/2016 4:49:14 AM
    Die irisch-nationalistische Partei Sinn Fein fordert eine Abstimmung über eine Wiedervereinigung Irlands. Ein solches Referendum zur Abschaffung der irischen Grenze sei ein «demokratischer Imperativ», sollte Nordirland für einen Verbleib in der EU gestimmt haben, berichtet unter anderem der Sender Sky News unter Berufung auf Parteiquellen. «Die britische Regierung hat (...) jedes Mandat, die Interessen der Menschen in Nordirland zu repräsentieren, verloren», zitiert die «Irish Times» den Sinn-Fein-Vorsitzenden Declan Kearney. Nordirland hat der BBC zufolge mit 55,7 Prozent für einen Verbleib in der EU gestimmt. Das Brexit-Lager schnitt damit aber stärker ab als erwartet.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/24/2016 4:54:02 AM
    Möge der 23. Juni als unser Unabhängigkeitstag in die Geschichte eingehen.

    Nigel Farage, Chef der EU-feindlichen Partei Ukip
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