Die Entscheidung für Brexit ist gefallen

Großbritannien kehrt Europa den Rücken: 51,9% der Briten stimmten bei dem historischen Brexit-Referendum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union. Hier gibt es live Infos, Hintergründe und Stimmen zum Thema.

  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/23/2016 1:23:53 PM
    Die italienische Fünf-Sterne-Bewegung des früheren Starkabarettisten Beppe Grillo ist nach eigenen Angaben strikt für Europa und somit auch für einen Verbleib Italiens in dem Staatenbund. «Das "Movimento 5 Stelle" ist in Europa und hat keinerlei Absicht, die EU zu verlassen», schreibt Grillo heute in seinem Blog. Die 2009 gegründete Protestinitiative setzt sich jedoch für einen Ausstieg Italiens aus dem Euro ein.

    Foto: Angelo Carconi, epa/dpa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 1:30:33 PM
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan greift die EU scharf an und bringt ein Referendum nach dem Beispiel Großbritanniens über die Fortsetzung der Beitrittsgespräche mit Ankara ins Spiel:

    Wir könnten fragen, sollen die Gespräche mit der Europäischen Union fortgesetzt werden oder nicht.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 1:39:23 PM
    Schon mehrere europakritische Volksentscheide haben in der EU für Turbulenzen gesorgt:

    2005 ließen die Franzosen den Entwurf für eine EU-Verfassung scheitern. Knapp drei Jahre später stimmte das Parlament für den Lissabon-Vertrag - ohne einen weiteren Volksentscheid. Foto: Olivier Hoslet, epa/dpa/Archiv
    Die Iren stimmten dem Vertrag von Lissabon 2009 mit überraschend großer Mehrheit zu - allerdings erst im zweiten Anlauf. Ein Jahr zuvor hatte eine Mehrheit dagegen votiert und die EU in eine politische Krise gestürzt. Foto: Aidan Crawley, epa/dpa/Archiv
    Inmitten der Schuldenkrise erteilten die Griechen den Sparvorgaben im Juli 2015 eine klare Absage. Regierungschef Alexis Tsipras hatte für ein negatives Votum bei dem Referendum geworben. Foto: Orestis Panagiotou, epa/dpa/Archiv
    Im April 2016 votieren die Niederländer gegen ein Partnerschaftsabkommen der EU mit der Ukraine, das die übrigen 27 EU-Mitgliedstaaten schon ratifiziert haben. Europakritische Initiativen hatten das rechtlich nicht bindende Referendum erzwungen. Foto: Bart Maat, epa/dpa/Archiv
     
     

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  • von Michael Kappeler, dpa | 6/23/2016 1:41:00 PM

    Die britischen Nachmittagszeitungen sehen die Remain-Kampagne vorn.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 1:47:42 PM
    Wayne Rooney will seine Wahlentscheidung nicht öffentlich machen. «Ich möchte nicht darüber sprechen und halte es geheim», so der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft. Rooney lässt auch offen, ob er überhaupt abgestimmt hat.

    Foto: Srdjan Suki, epa/dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 1:52:50 PM
    Artikel 50 des EU-Vertrags sieht folgende Schritte vor, sollten die Briten für einen Austritt votieren:

    Grafik: Ruben Mühlenbruch, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 1:59:56 PM
    Das Meinungsforschungsinstitut  YouGov wird nach Schließung der Wahllokale um 23.00 Uhr MESZ eine Wählernachbefragung vorlegen. Die demoskopische Qualität des Zahlenmaterials entspricht nicht ganz einer echten Prognose. Mit einem klaren Bild der tatsächlichen Auszählung wird erst am frühen Morgen gerechnet.
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/23/2016 2:08:35 PM
    Es ist übrigens nicht das erste britische Referendum - nur der Begriff «Brexit» ist neu: 1975 sprachen sich 67,2 Prozent für einen Verbleib in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) aus.

  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/23/2016 2:13:15 PM

    Vieles hat sich seitdem geändert. Manches sieht in London heute noch aus wie damals.

  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/23/2016 2:22:50 PM
    Die Briten wetten bekanntlich gerne - auch der Ausgang des Referendums elektrisiert die Spieler und Buchmacher.

    Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 2:37:16 PM
    Wer es nicht schafft, rechtzeitig ins Wahllokal zu kommen, kann eine Vollmacht erteilen. Das muss aber bis 17.00 Uhr Ortszeit geschehen sein.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 2:42:30 PM
    Das Vereinigte Königreich ist Deutschlands fünftgrößter Handelspartner. 2015 belief sich der Außenhandelsumsatz (Exporte plus Importe) auf 127,6 Milliarden Euro. Waren «made in Germany» im Wert von 89,3 Milliarden Euro wurden nach Großbritannien geliefert - vor allem Kraftwagen und -teile Weniger als halb so groß war das Volumen der britischen Einfuhren (38,3 Milliarden Euro).

    Fährhafen in Dover. Foto: Andy Rain, epa/dpa/Archiv
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 2:47:22 PM
    Der Finanzplatz Londoner City ist einer der wichtigsten Motoren der britischen Wirtschaft. Sollte das Königreich austreten, fürchten viele, dass internationale Banken sich einen neuen Standort innerhalb der EU suchen werden. Die Europäische Bankenaufsicht EBA würde nach Worten ihres Chefs Andrea Enria mit Sicherheit den Behördensitz in London aufgeben. «Wenn sich die Briten für einen Austritt aus der EU entscheiden, müssten wir tatsächlich in eine andere europäische Hauptstadt umsiedeln», sagte der aus Italien stammende Bankenaufseher der «Welt am Sonntag».

    Londoner Bankenviertel. Foto: Hannah Mckay, epa/dpa/Archiv 
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/23/2016 2:52:54 PM
    An den Finanzmärkten herrscht Optimismus, dass sich die Briten für einen Verbleib in der EU aussprechen. Der Dax steht deutlich in der Gewinnzone, ebenso der EuroStoxx 50. Auch für den Londoner FTSE-100-Index ging es nach heute oben. «Der Markt nimmt den Sieg der Brexit-Gegner vorweg», so Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

    Das Pfund verzeichnete ein deutliches Kurs-Plus. Foto: Dan Himbrechts, dpa/epa 
  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/23/2016 3:02:43 PM
    Ursprünglich sollte auf den Stimmzetteln stehen: «Soll das Vereinigte Königreich ein Mitglied der Europäischen Union bleiben?» Antworten: «yes» oder «no». 
    Das passte aber den EU-Gegnern nicht. Sie fühlten sich durch diese Fragestellung benachteiligt, weil sie auf der Nein-Seite gewesen wären. Im vergangenen September empfahl die Wahlkommission daher, die Frage zu ändern, was auch geschah.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 3:13:45 PM
    Irlands Premierminister Enda Kenny befürchtet eine Ansteckungsgefahr, sollte die britische Wirtschaft infolge eines Brexit schrumpfen. Nach den USA ist das Vereinigte Königreich der größte Importeur irischer Waren. Ein Drittel aller Importe nach Irland stammt aus Großbritannien. Spekuliert wird auch, dass es wieder zu Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland kommen könnte.

    Foto: Andy Rain, epa/dpa/Archiv 
  • von Alexander Heinl, dpa | 6/23/2016 3:26:56 PM
    Falls es zum Brexit kommt: Brauchen Europäer dann ein Visum, wenn sie nach London wollen?
    Das ist für die meisten EU-Länder nahezu auszuschließen. 

    Dennoch: Es müssten Einzelfallregelungen mit jedem Land zur Visumfreiheit geschlossen werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Briten Übergangsfristen gelten lassen würden. Großbritannien hat bewusst mehr Osteuropäer ins Land gelassen als viele andere EU-Länder, weil Arbeiter benötigt wurden. Harte Regelungen nach einem Brexit würde ganze Branchen, etwa in der Hotellerie oder auf dem Bau, ausbluten lassen.

    Foto: Facundo Arrizabalaga, dpa/epa
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/23/2016 4:01:43 PM
    Während die Abstimmung noch in vollem Gange ist, hat die Netzgemeinde ihren Spaß mit den Stimmzetteln. Einige mixen die Realität mit «Game of Thrones» und stimmen lieber für eine Invasion als eine Abspaltung.


  • von Alexander Heinl, dpa via dpa | 6/23/2016 4:08:21 PM
    Die Börsen sind weiterhin überraschend unaufgeregt: Der Dax schloss mit einem Kursplus von 1,85 Prozent auf 10 257,03 Punkte. Die Anleger scheinen zunehmend überzeugt vom Verbleib der Briten in der Europäischen Union. «Der Dax wählt den Bremain», kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

    Foto: Hannah Mckay, dpa/epa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/23/2016 4:13:33 PM
    Whistleblower Edward Snowden sieht im Ablauf der Brexit-Kampagne einen Beweis dafür, wie beeinflussbar das Wahlvolk ist. Welche Hälfte der Briten seiner Meinung nach gegen sich selbst stimmt, lässt er offen.

  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/23/2016 4:25:05 PM
    Vernunft oder Tragödie? Der Inhaber des Shops «British Foods und English Books» in Hamburg hat zu einer «Brexit-Party» geladen, um für einen Verbleib Großbritanniens in der EU zu werben. Foto: Bodo Marks, dpa
  • von Michael Donhauser, dpa via dpa | 6/23/2016 4:44:07 PM

    Entspannte Sicherheitslage in London.

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 4:48:41 PM
    Mehr als 40 Volksabstimmungen hat es in der Geschichte der EU (und ihrer Vorläufer) schon gegeben. Aber eine so wichtige noch nie. Ohne Großbritannien - stärkste Militärmacht (zusammen mit Frankreich), zweitgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Bevölkerung - würde das gesamte europäische Projekt erheblich an Wert verlieren.

    Grafik: A. Brühl
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 6/23/2016 5:03:03 PM
    Auf jeden Fall liegen Referenden seit einer Weile im Trend, nicht nur in Europa und nicht nur im «Mutterland» der unmittelbaren Bürgerbeteiligung, der Schweiz. So stimmten zum Beispiel die Neuseeländer dieses Jahr darüber ab, ob sie den Union Jack in ihrer Flagge durch einen Silberfarn ersetzen. 57 Prozent waren dagegen.

    Foto: New Zealand Government, epa/dpa/Archiv 
  • von Dirk Wittenberg, dpa | 6/23/2016 5:08:48 PM
    Die Wahllokale sollen bis 23.00 Uhr (MESZ) geöffnet sein. Unmittelbar danach soll die Auszählung der Stimmen in den 382 Wahlbezirken beginnen. 

    Brexit-Wahlkampf auf dem Fahrrad
    von Michael Donhauser, dpa
  • von Desk via dpa | 6/23/2016 5:36:23 PM
    Unabhängig vom Ausgang des britischen EU-Referendums mehren sich die Stimmen, die dafür plädieren, grundsätzlich über die Europäische Union nachzudenken. Ein «Weiter so» könne es nicht geben, heißt es über die Parteigrenzen hinweg. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici ruft die EU zu tiefgreifenden Reformen auf. «Wir müssen Europa grundlegend verändern», so der französische Sozialist den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Europa brauche «einen Neustart». Moscovici fügt hinzu: «Es ist klar, dass Europa weniger populär ist, als es einmal war.» Die Menschen seien von Europa enttäuscht.
  • von Michael Donhauser, dpa via null | 6/23/2016 5:52:22 PM

    Die Buchmacher haben die Brexit-Quoten nochmal in Richtung EU-Verbleib korrigiert. Wer acht Pfund einsetzt kriegt im Erfolgsfälle nur neun Pfund zurück.

  • von Meyer.Christoph via dpa | 6/23/2016 5:55:50 PM

    Es wird um jede einzelne Stimme gekämpft: Diese beiden Mitglieder der Kampagne «Britain stronger in Europe» (Großbritannien stärker in Europa) versuchen an einem Londoner Bahnhof Pendler vom Wählen zu überzeugen, die sich von der Arbeit auf den Heimweg machen.

  • von Desk via dpa | 6/23/2016 6:08:22 PM
    Gut drei Stunden haben die Briten noch Zeit, ihre Stimme abzugeben. Um den Überblick nicht zu verlieren, hier das Wichtigste bisher vom Tage in Kürze: 

    ▪ Insgesamt haben sich rund 46,5 Millionen Wähler registriert. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Lagern voraus. Die letzten Befragungen sehen das Lager, das in der EU bleiben will, knapp in Führung. 
     
    ▪ Die Auszählung der Stimmen in den 382 Wahlkreisen soll unmittelbar nach Schließung der Wahllokale beginnen. Prognosen und Hochrechnungen wird es nicht geben. Das Meinungsforschungsinstitut Yougov hat eine Nachwahlbefragung angekündigt, die sofort nach Ende der Abstimmung veröffentlicht werden soll.

    ▪ Erste Auszählungsergebnisse werden Morgenfrüh erwartet. Die britische Nachrichtenagentur PA geht davon aus, dass bis 6.00 Uhr unserer ein belastbares Ergebnis vorliegen kann. Der Sender BBC rechnet damit, dass zwischen 5.00 und 8.00 Uhr Klarheit über den Ausgang des Referendums herrscht. 

    ▪ Vom Ausgang des Referendums kann auch das politische Schicksal des britischen Premierministers David Cameron abhängen. Ein Sieg des Brexit-Lagers würde eine schwere Niederlage für ihn bedeuten. Ob er danach weiterregieren kann, galt als fraglich. 

    ▪ An den Finanzmärkten herrschte heute Optimismus, dass sich die Briten für einen Verbleib in der EU aussprechen. Der Dax stand den nunmehr fünften Tag in Folge deutlich in der Gewinnzone. Die britische Währung kletterte im Tagesverlauf über die Marke von 1,48 Dollar; so teuer war die britische Währung seit Dezember 2015 nicht mehr.
  • von Desk via dpa | 6/23/2016 6:13:28 PM
    Ich glaube, es ist davon auszugehen, dass ich zeitnah das Endergebnis wohl auch erfahre.

    Bundeskanzlerin Merkel im brandenburgischen Meseberg auf die Frage, ob sie morgen früher aufstehe, um den Ausgang des Referendums zu erfahren.
  • von Meyer.Christoph via null | 6/23/2016 6:32:06 PM

    Die Plakate hängen immer noch: Die Wahllokale (Polling Stations) sind gut markiert und nicht zu übersehen.

  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 6:37:17 PM
    Ein Wahllokal im nordenglischen Huddersfield ist zwischenzeitlich für eine halbe Stunde geschlossen worden, nachdem in der Nähe ein Mann mit Stichwunden gefunden worden war. Die Tat habe aber nichts mit dem EU-Referendum zu tun, teilt die Polizei der Grafschaft West Yorkshire mit.  Ein 19-Jähriger sei unter Tatverdacht festgenommen worden. Zu der kurzfristigen Sperrung des Wahllokals sei es nur gekommen, weil der Tatort hatte abgesperrt werden müssen. 


  • von Desk via dpa | 6/23/2016 6:42:30 PM
    Wissen die etwa schon mehr? Vor der EU-Kommission in Brüssel fehlt eine Europaflagge.
    von Christian Böhmer, dpa
  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 6:44:18 PM
    Neben vielen anderen Prominenten ruft auch die britische Schauspielerin und der Harry-Potter-Star Emma Watson («Hermine Granger») dazu auf, zur Wahl zu gehen. Welchen Ausgang sie sich wünscht, verrät sie aber nicht. 


  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 7:04:04 PM
    Nicht jedes Wahllokal ist ganz klassisch in einer Schule oder sonst einem öffentlichen Gebäude untergebracht. Wie einige Medien berichten, konnte man heute auch im Freibad oder gar in einem alten Bus seine Stimme abgeben. 


  • von Desk | 6/23/2016 7:05:46 PM
    Stichwort Stimmabgabe: Weniger als zwei Stunden bleiben den Briten noch ein Wahllokal aufzusuchen. Um Punkt 23.00 Uhr werden die Wahllokale geschlossen - dann beginnt das Auszählen.
  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 7:12:07 PM
    Der stellvertretende Parteivorsitzende der Labour Party, Tom Watson, ruft nochmal alle Briten dazu auf, an die Urnen zu gehen:


  • von Desk via dpa | 6/23/2016 7:16:53 PM
    Der slowakische Regierungschef Robert Fico prophezeit, dass Europa nach dem Brexit-Referendum anders sein wird als bisher. Sein Land übernimmt ab 1. Juli bis zum Jahresende die EU-Ratspräsidentschaft von den Niederlanden. «Wir sind überzeugt davon, dass sich die britische Bevölkerung für den Verbleib in der Europäischen Union entscheiden wird. Andernfalls wird unser Ratsvorsitz vor einer umso schwereren Aufgabe stehen», erklärt Fico. «Vorbereitet sind wir aber auf jede der beiden Ergebnisvarianten», versichert er. Die Slowakei hat bisher noch nicht ihr vollständiges Programm für die EU-Ratspräsidentschaft veröffentlicht, weil sie dafür den Ausgang des Referendums abwarten will. 

    Rober Fico bei seinem Besuch vergangene Woche im Kanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Jörg Carstensen, dpa 
  • von Simon Kremer, dpa | 6/23/2016 7:28:43 PM
    Bei den engen Vorhersagen könnte es auf jede Stimme ankommen. Aber: Einige Briten werden wohl nicht ihr Kreuzchen machen können. Sie sitzen in einem Flugzeug in Genf fest, das wegen eines Streiks der französischen Luftfahrtkontrolle nicht starten kann, berichtet eine englische Journalistin vom Boulevardblatt «Mirror».


  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 7:51:25 PM
    Was treibt die Briten an, «für» oder «gegen» einen Verbleib in der EU zu stimmen. Wie die New York Times berichtet, geht es vor allem um «Asyl» und «Wirtschaft»: Diejenigen, die in der EU bleiben wollen, schauen vor allem auf die ökonomischen Faktoren. Die Aussteiger wollen überwiegend wegen der Zahl der Migranten die EU verlassen. 
  • von Desk via dpa | 6/23/2016 7:58:08 PM
    Nach heftigen Regenfällen ist es in London und dem Südosten Großbritanniens zu Straßensperrungen und Zugausfällen gekommen. Auf fast allen U-Bahn-Linien und mehreren Regionalzugverbindungen in der britischen Hauptstadt kommt zu Verspätungen und Ausfällen. U-Bahn-Haltestellen, Straßen und Keller wurden teilweise überflutet. Medienberichten zufolge mussten Tausende Pendler lange Wartezeiten an zentralen Bahnhöfen in London in Kauf nehmen. Viele seien besorgt gewesen, sie könnten ihre Wohnorte nicht mehr rechtzeitig vor der Schließung der Wahllokale um 23.00 Uhr erreichen, berichtet der «Evening Standard»
     
  • von Michael Kappeler, dpa via dpa | 6/23/2016 8:02:13 PM

    Reporter warten auf die Ankunft von Brexit-Befürworter und Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson am Wahllokal.

  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 8:06:04 PM
    Übrigens, seit Monaten ruft der EU-Gegner und Abgeordnete Boris Johnson dazu auf, dem Austritt aus der Europäischen Union zuzustimmen. Es solle ein britischer «Unabhängigkeitstag» werden, schreibt er auf Twitter. Wie schnell sich die Zeiten doch ändern: Vor drei Jahren hörte sich das ganze noch ein bisschen anders an. Auf die Frage, wie er abstimmen würden, wenn Morgen ein Referendum wäre, sprach er damals von «europäischem Handel» und einem «gemeinsamen Wirtschaftsmarkt»: 
     
  • von Desk via dpa | 6/23/2016 8:24:05 PM
    Für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov wird nach Schließung der Wahllokale eine Wählernachbefragung vorlegen. Das demoskopische Qualität des Zahlenmaterials entspricht nicht ganz einer echten Prognose. Die Wählernachbefragung soll um 23.00 unserer Zeit vorgelegt werden. YouGov hatte eine ähnliche Befragung nach dem Schottland-Referendum 2014 vorgelegt und das Endergebnis damit relativ genau vorhergesagt.
  • von Simon Kremer, dpa via dpa | 6/23/2016 8:26:08 PM
    Wegen des heftigen Regens mussten einige Wahllokale im Süd-Osten Englands früher schließen. Es habe Überschwemmungen und Stromausfälle gegeben, berichtet der britische Sender BBC. Die Gemeinden hätten sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und spontan Alternativen in der Nähe eingerichtet.
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