++Live++ aus dem Stadtrat Würzburg

Zwingt der Stadtrat den Kulturreferenten, den Hafensommer durchzuführen? Wir berichten ab 15 Uhr live aus dem Rathaus.

  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 12:06:16 PM
    Um 15 Uhr beginnt eine Stadtratssitzung, die das Zeug dazu hat, historisch zu werden.

    Punkt 9 auf Tagesordnung ist die Zukunft des Hafensommers. Ungewöhnlich: Nicht der
    zuständige Kulturreferent Muchtar Al Ghusain übernimmt den Vortrag, sondern
    Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

    Wir erwarten eine Debatte, in der alles passieren kann: Leidenschaftliche Reden fürund gegen den Hafensommer und heftige Kritik an Al Ghusain, weil er denHafensommer 2016 abgesagt hat,

    • ohne den Stadtrat zu befragen und, so ist der aktuelle Informationsstand,

    • ohne energisch nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

    Gut möglich, dass der Stadtrat Al Ghusain zwingt, den Hafensommer 2016 doch noch zu
    organisieren.

    Gut möglich ist aber auch, dass der Stadtrat die Gelegenheit nutzt, denHafensommer, so wie wir ihn kennen, grundsätzlich in Frage zu stellen.

    Ziemlich sicher ist, dass Kulturreferent Al Ghusain schwere Stunden vor sich hat.

    Die Debatte beginnt wohl gegen 17 Uhr. Bis dahin liefern wir Euch eine Chronologie des Durcheinanders, stellen Euch die Konfliktlinien und die offenen Fragen vor und erzählen nebenher ein bisschen von dem, was sonst noch passiert, wenn der Stadtrat tagt.

    Und als Zugabe, später am Abend, berichten wir live von der Ratsdiskussion zu den Fragen: Wollen wir in ein paar Jahren im Aufzug zur Festung hochfahren? Wenn ja: Wo soll der Aufzug hin? Und wer soll ihn bezahlen?

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 12:42:48 PM
    Neue Nachrichten aus dem Rathaus! Der Hafensommer rückt in der Tagesordnung nach vorn. Wahrscheinlicher Beginn der Debatte: 16 Uhr.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:10:00 PM


    Chronologie der Hafensommer-Absage:


    8.
    Februar 2016

    Würzburgs
    Kulturreferent Muchtar Al Ghusain sagt den Hafensommer ab. Wir fassten seine Begründung zusammen:

    Kein
    Faschingsscherz: Stadt sagt Hafensommer 2016 ab

    Auszug:

    „Ole Kruse, der als stellvertretender Fachbereichsleiter stark in der Organisation
    des Festivals eingebunden war, wechselt kurzfristig in die Personalabteilung
    der Stadt.
    Im November erst hat Sybille Linke als Leiterin des Fachbereichs die
    Nachfolge von Johannes Engels  angetreten.
    ,Ich kann nicht verantworten,
    Frau Linke die Vorbereitung des Festivals nach so kurzer Zeit aufzubürden‘,
    sagte Kulturreferent Muchtar Al Ghusain am Montag.
    Auch Produktionsleiter
    Matthias Strobel ist laut Pressemitteilung ,andernorts stark engagiert, so dass
    er für das Würzburger Festival in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht‘.

    Redaktionschefs Andreas Jungbauer kommentierte:

    Standpunkt:
    Schaden für die Kulturstadt

    Auszug:

    „Ein
    halbes Jahr vorher wegen ,Unterbesetzung‘ einen Höhepunkt im Kulturjahr
    abzusagen – es wirkt wie ein Akt der Verzweiflung oder der puren Planlosigkeit.“

    Al Ghusain hatte den Stadtrat nicht eingebunden, die Ratsmitglieder erfuhren aus
    der Zeitung davon.
    So etwas schätzen sie gar nicht.



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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:15:00 PM


    9. Februar 2016:

    Esbrodelt in der Stadt:

    Absage
    des Hafensommers sorgt für Unverständnis

    Auszug:

    „Es
    ist unglaublich: Da diskutieren wir im Stadtrat eine Stunde lang über ein Klohäuschen, und von solch einer wichtigen Sache erfahren wir nichts bzw. aus der Zeitung“. Rechtsanwalt und Stadtrat Wolfgang Baumann („Zukunft für Würzburg“) sprach deutlich aus, was wohl viele seiner Stadtratskollegen denken. CSU-Mann Willi Dürrnagel hatte seinem Ärger noch am Montag in Online-Kommentaren und dem sozialen Netzwerk Facebook Luft gemacht. Es sei ein Skandal, dass der Stadtrat über die personellen Probleme und die Absage nicht informiert wurde. Dabei wäre erst am vergangenen Mittwoch im Schul- und Kulturausschuss eine gute Gelegenheit dazu gewesen."

    Wir fragten Oberbürgermeister Christian Schuchardt nach seiner Meinung. Seine Antwort:

    Auszug:

    Als
    OB stehe er hinter der Entscheidung des Referenten, „die dieser sich nicht leicht gemacht hat.“ Tatsächlich habe sich der Personalwechsel in der Oganisation sehr kurzfristig ergeben. Bei einer Vakanz hätten kommunale Pflichtaufgaben Vorrang vor freiwilligen Veranstaltungen. Schuchardt bestreitet, die Absage forciert oder aus politischen Motiven keinen Rettungsversuch unternommen zu haben. „Das ist Unsinn.

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  • von Zeitungserpel | 2/18/2016 2:23:54 PM
    Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt heute: Die Auswertung des Bürgerdialogs zur Zukunft des MOZ. Auf über 100 Seiten werden in der Sitzungsmappe die Ideen der Bürger vorgestellt und durch die zuständigen städtischen Stellen beurteilt. Lesenswert!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:25:00 PM


    11. Februar 2016

    Das Rumoren wird immer lauter. Selbst Al Ghusains Verbündete im vergangenen OB-Wahlkampf sind nicht einverstanden:

    Grüne
    drängen auf Aufklärung der Hafensommer-Absage

    Auszug:

    Der
    Hafensommer ist ein Musikfestival in der Region Mainfranken mit Bedeutung über Würzburg hinaus. Deshalb darf diese Veranstaltung nicht von Personalien abhängen, zumal wir in unserer Stadt eine Vielzahl von Kulturschaffenden haben, die einspringen könnten“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Barbara Lehrieder in der Pressemitteilung.

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:30:00 PM


    12. Februar 2016

    Seit Al Ghusains Absage recherchiert die Redaktion die Hintergründe. Die Beteiligten sagen nichts. Wir wollen Al Ghusain interviewen, er sagt, vor der Sitzung des Ältestenrates (der Fraktionsvorsitzenden) am Montag, 15. Februar, könne er nichts sagen.

    Unsere Recherchen fördern noch mehr Fragen zutage:

    Das

    Festival, das an zwei Männern hängt?

    Auszug:

    Nach
    Informationen unserer Redaktion fragte das Kulturreferat nicht bei den erfahrenen, kundigen Würzburger Festivalorganisatoren nach, ob sie nichtzumindest vertretungsweise die vakanten Leitungsstellen übernehmen könnten.

    Die Organisation der mehrwöchigem Veranstaltung auf den Hafentreppen gilt als anspruchsvoll. Doch in der Kulturszene meint man, mit guten Ersatzleuten müsse ein halbes Jahr Vorbereitungszeit reichen. Die Abläufe seien standardisiert, alle nötigen Verbindungen, etwa zu Lieferanten, Bühnenbauern und -technikern, bestünden.

    Bei weiteren Recherchen kommt heraus:

    Das Personalreferat wäre zu Absprachen mit dem Kulturreferat bereit gewesen. Der Produktionsleiter Matthias Strobel war schon im vergangenen Jahr wegen anderer Verpflichtungen kaum vor Ort; ein anderer hatte seine Aufgaben übernommen. Und die wesentliche Aufgabe der neuen Kulturamtsleiterin, die acht Monate vor Hafensommer-Beginn ihre Arbeit aufgenommen hat, hätte darin bestanden, Verträge zu prüfen und zu unterzeichnen.

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:35:00 PM


    15. Februar 2016

    Eine wachsende Zahl von Stadträten will Al Ghusains einsamen Beschluss nicht hinnehmen.Es braut sich was zusammen. Wir berichten:

    Politik
    will Hafensommer retten

    ZfW-Ratsmitglied Wolfgang Baumann will,

    dass der Stadtrat die Verwaltung ersucht, Möglichkeiten für eine Durchführung des
    Hafensommers auszuloten und die Durchführung des Festivals sicherzustellen.



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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:40:00 PM


    16. Februar 2016

    Hafensommer-Gänger mögen sich einen Sommer ohne Hafensommer nicht mehr vorstellen. Vielleicht müssen sie das auch nicht. Mehrere Stadträte wollen die Kulturverwaltung zum Umdenken bewegen.

    Kehrtwende
    beim Hafensommer

    Wir berichten,

    dass sich die Fraktionen und Gruppierungen im Stadtrat mit der Absage des Hafensommers nicht so ohne weiteres abfinden wollen. Hinter vorgehaltener Hand wird davon gesprochen, dass eine tendenziell breite Mehrheit der Stadträte die Verwaltung am Donnerstag auffordern werde, doch noch für die Durchführung des zehnten Hafensommers am alten Standort im Becken des Alten Hafens zu sorgen.



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  • von Klaus M. | 2/18/2016 2:43:30 PM
    Was ein Glück das Al Ghusain nicht als OB gewählt wurde! Wenn man von seinen hier gezeigten Managementqualitäten auf die mögliche Qualität als OB schließt, OHJE (statt OB 😉).

    Überraschend das sich der OB so hinter ihn stellt(e?)...
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:45:00 PM


    Die Konfliktlinien:

    Im Zentrum der Auseinandersetzung steht Kulturreferent Muchtar Al Ghusain.

    Er steht in der Kritik, weil er den Hafensommer abgesagt hat, ohne sich mit demStadtrat zu beraten und ohne den Stadtrat zu informieren.

    Seine Begründung für die Absage - ein personeller Engpass - erscheint bei näherem Hinschauen fragwürdig. Zudem scheint er wenig unternommen zu haben, um den Hafensommer 2016 mithilfe externer Fachleute, etwa vom Africa Festival oder vom Umsonst & Draußen, zu retten.

    Ganz gewiss aber geht es um mehr als um den Hafensommer.

    Al
    Ghusain war 2014 als OB-Kandidat von SPD und Grünen angetreten. In der Stichwahl unterlag er dem Kandidaten der Konservativen, Christian Schuchardt. Ein halbes Jahr nach der verlorenen Wahl ließ er sich zum Chef der Würzburger SPD wählen.

    Damit
    hat sich er sich und sein Amt zum Ziel parteipolitischer Angriffe gemacht.

    Während seine politischen Gegner keine Rücksichten nehmen müssen, muss er sauber trennen zwischen seinem Amt als berufsmäßiger Referent für Schule, Kultur und Sport und seinem Parteivorsitz.

    In der Frage der Generalsanierung des Mainfranken Theaters hat er das nicht getan. Al Ghusain attackierte als SPD-Chef Pläne, die er als Kulturreferentitzuverantworten hatte. Konsequenz:  OB Schuchardt nahm im die Zuständigkeit für den Theaterumbau ab.

    Insider erwarten, dass vor allem die CSU die heutige Debatte auch nutzen will, um Al
    Ghusain als SPD-Chef zu schwächen.

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  • von Roland Schmitt-Raiser | 2/18/2016 2:52:21 PM
    Kurzer Hinweis: Die Diskussion um den Hafensommer verzögert sich auf 17 Uhr.
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 2/18/2016 2:54:22 PM
    Kleine Kuriosität am Rande: Der Kollege Wolfgang Jung, der für uns live aus dem Stadtrat berichtet, klagt über Verbindungsprobleme ins Internet, da die Ratsmitglieder aktuell ihre Sitzungsunterlagen downloaden. Deshalb bitten wir Sie um etwas Geduld.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 2:57:38 PM
    Alles wird gut! Das Rathaus hängt nicht nur am Tropf, sondern auch wieder am Netz!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 3:03:59 PM
    Ohne Sitzfleisch gibt's keine Kommunalpolitik.

    Schaut Euch die heutige Tagesordnung an und glaubt, dass sie kürzer ist als bei den meisten Ratssitzungen. Das Ö steht für Öffentlichkeit. Wenn wir und die etwa 100 Zuhörerinnen und Zuhörer irgendwann am späten Abend rausgekommen sind, tagen die Räte nichtöffentlich weiter.

    Im Moment geht es um die Abführung von Sparkassenanlagen. Und das zieht sich.

    Die Pressestelle der Stadt glaubte vor zwei Stunden noch, dass um diese Zeit der Gründungsdirektor des künftigen Landesmuseums (vormals Mainfränkisches Museum) seinen dreiviertelstündigen Vortrag beendet hat.

    Hat er nicht. Hat er noch nicht mal angefangen. So sieht's aus.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 3:10:23 PM

    So sieht's aus, wenn der Stadtrat im Ratssaal tagt. (Archivfoto: Theresa Müller)

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  • von Admiral Scheer | 2/18/2016 3:17:55 PM
    Ohne den Shanty-Chor der Marine-Kameradschaft wird die Durchführung kaum noch zu wuppen sein.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 3:51:29 PM
    Schaut mal! So sah die Vorstellung einer Würzburger Band beim vergangenen Hafensommer aus: High Ideals & Crazy Dreams. Sagenhaft!
    Würzburg Hafensommer 2015: High Ideals & Crazy Dreams
    via YouTube

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 3:54:47 PM
    Hängen Hafensommer-Gänger um diese Uhrzeit nicht vor ihren Computern und Smartphones ab? Wenn doch: Erzählt, warum Ihr Hafensommer-Gänger seid! Und wenn Ihr den Hafensommer nicht mögt - rückt raus damit! Warum nicht!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:02:46 PM
    Weil wir gerade nichts Besseres zu tun haben: Hier ist die Website der Marinekameradschaft Admiral Scheer.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:05:21 PM
    Wikipedia zufolge war die Admiral Scheer ein Panzerkreuzer der nationalsozialistischen Kriegsmarine. Sie unterstützte die Faschisten im spanischen Bürgerkrieg, war für Hitler im Indischen Ozean und im Atlantik unterwegs und ging im April 1945 unter, wie der Führer. 

    Admiral Scheer

    Das Panzerschiff AdmiralScheer war das zweite Schiff der Deutschland-Klasse der Kriegsmarine. Die AdmiralScheer war das Schwesterschiff der Panzerschiffe via WikipediaWikipediavia Wikipedia am 17:02

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST via YouTube | 2/18/2016 4:08:37 PM

    Unsere Leserin erinnert ans Taksim Trio, das 2014 beim Hafensommer war. Ich finde leider keine Aufnahme vom Auftritt am Main. Aber diesen hier: 9:50 Minuten träumen. (Während der Stadtrat immer noch über die Sparkassen-Gewinne diskutiert.)

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:15:22 PM

    Burkard Schmidl Live 02 - Hafensommer Würzburg 2011
    von Masterklang via YouTube
    Noch ein Würzburger beim Hafensommer: der großartige Burkard Schmidl! (Wir kriegen die Zeit schon rum, bis die Debatte hier beginnt.)
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  • von Admiral Scheer | 2/18/2016 4:31:25 PM
    Wie viele Punkte sind's noch? Die Tagesordnung ist online nicht mehr verfügbar. Ahoi!
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  • von Patrick Wötzel | 2/18/2016 4:32:13 PM
    Gut zusammengefasst mit weiterführenden Links: Der Hafensommer im WürzburgWiki:
    wuerzburgwiki.de
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:33:07 PM
    Offenbar gibt's immer wieder Leitungsprobleme. Ganze Romane über die Verwendung von Sparkassen-Gewinnen und übers künftige Bayerische Landesmusum in der Festung sind verschwunden.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:34:42 PM
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:38:49 PM
    Erich Schneider, der Gründungsdirektor des Landesmuseums auf der Festung hat sich vorgestellt und an die Anweisung gehalten, sich kurz zu fassen.

    Das behagt den Stadträten nicht. Sie wüssten schon gerne, was der Freistaat aus dem Mainfränkischen Museum machen will.

    Schneider sagt, ein Museum für Franken soll's werden. Der Stadtrat sähe gerne, wenn fränkische Exponate, die seit Jahrzehnten in finsteren Münchner Depots versauern, nach Würzburg kämen. Schneider verspricht, was zu unternehmen, will aber diskret vorgehen. 
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 4:40:14 PM
    Lange kann's nicht mehr dauern, bis die Hafensommer-Debatte beginnt. Ehrlich! Ihr könnt schon mal den Wein eingießen und die Käsebrote schmieren. Gleich geht's los!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:08:39 PM
    Entschuldigt bitte: Es gibt technische Probleme.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:09:50 PM

    Ich fasse mal zusammen:

    Der OB hat sich einerseits in einer Erklärung vor Al Ghusain gestellt, andererseits vom "blödesmöglichen Aufschlag" gesprochen und die Absage des Hafensommers gemeint. Er hat sich recht wolkig ausgedrückt und schwer fassbar.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:12:06 PM
    Al Ghusain wirbt derzeit für den Hafensommer, stellt ihn als qualitativ hochwertig vor, als Spitzenfestival in Deutschland. Er hält die Unterscheidung von ernster und populärer Kunst für falsch und pocht auf die Notwendigkeit, qualitativ hochwertige Kunst mit städtischen Mitteln zu unterstützen. Er sagt, 400.000 Euro gingen aus dem städtischen Etat in die Populärkultur, 20 Millionen Euro betrage der gesamte städtische Kulturetat.

    Schuchardt hat vorhin davon gesprochen, dass eine Hafensommer-Karte mit 40 Euro subventioniert wird.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:13:25 PM
    Al Ghusain zeigt während seines Vortrags auf einer großen Leinwand viele schönen Fotos vom Hafensommer-Idyll.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:14:10 PM
    Besucherzahlen: knapp 6000 im Jahr 2007, 2011 über 11.600, dann gingen die Zahlen wieder runter, auf 8500 im vergangenen Jahr.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:14:30 PM
    Zur Erinnerung: 2013 musste der Hafensommer auf die Mainwiesen umziehen, wegen der Sanierung der Kaimauer.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:17:42 PM
    Minus 2015: 170.000 Euro.
    Minus 2007: 60.000 Euro

    Die Kosten seien gestiegen, als der Hafensommer auf die Mainwiesen umgezogen ist.

    2015 waren 120.000 Euro Zuschuss im Haushalt vorgesehen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:19:08 PM
    Diese Zahlen sehen wir zum ersten Mal.

    Die Haushaltstreue "ist für mich ein hohes Gebot", sagt Al Ghusain. Der Stadtrat wird's ihm nachher um die Ohren hauen.

    Es mache ihm keinen Spaß, wenn er den Haushaltsansatz um 50.000 Euro überzieht, sagt er.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:20:54 PM
    Wahrscheinlich hat er vorhin die schönen Hafensommer-Fotos als Gegengift zu den garstigen Grafen gezeigt, mit denen er jetzt die Finanzen darstellt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:21:33 PM
    Im vergangenen Jahr spielte der Hafensommer laut Al Ghusain 60 Prozent seiner Kosten ein. Viele Kultureinrichtungen könnten von solchen Zahlen nur träumen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:22:06 PM
    Nach dem letzten Festival sei ihm bewusst gewesen, dass es "Veränderungsbedarf" gebe wegen der Kosten.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:23:44 PM
    Mitte Dezember habe es eine erste Teamsitzung zu einer möglichen Reorganisation gegeben.

    Am 19. Januar hat Al Ghusain gehört, dass Ole Kruse, der stellvertretende Kulturamtsleiter, gehen wird. Kruse habe 7 Jahre lang "erstklassig gearbeitet". Er wünsche ihm beruflich viel Erfolg und wolle ihm keine Steine in den Weg legen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:25:02 PM
    Am 28. Januar habe Matthias Strobel, der technische Leiter, abgesagt. (Unsere Redaktion erfuhr: Strobel war beim vergangenen Hafensommer schon kaum noch da.)
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:25:55 PM
    1. Februar: Das Team sei "zur Auffassung gekommen zu pausieren", eine solide Struktur entwickeln, "damit das Festival eine Zukunft hat".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:26:42 PM
    4. Februar: Al Ghusain berichtet dem OB und die berufsmäßigen Referenten. Sein Eindruck sei gewesen, dass sie "das als Kollegen mitgetragen haben".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 2/18/2016 5:28:43 PM
    Am 15. Februar wollte er mit der Absage in den Ältestenrat, der Versammlung der Fraktionsvorsitzenden, gehen. Aber am 8. Februar habe der Bayerische Rundfunk Wind davon bekommen. Konsequenz: Al Ghusain unterrichtete am selben Tag erst die Sponsoren, dann die Presse.
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