Landtagswahlen in drei Bundesländern

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wählen einen neuen Landtag. Und es wird spannend! Umfragen sehen die AfD überwiegend zweistellig, in Sachsen-Anhalt soll die Partei nach CDU und Linke drittstärkste Kraft vor der SPD werden. Steht Deutschland ein historischer Wahltag bevor?

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:17:29 PM
    Für die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, haben angesichts der Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen die demokratischen Parteien versagt. «Der massive Rechtsruck in unserem Land gibt Anlass zu großer Sorge. Wenn Wählerinnen und Wähler in so enormem Ausmaß dem Ruf von Rechtspopulisten und -extremisten folgen, liegt ein Versagen der demokratischen Parteien vor», meint Knobloch. «Der Restbestand seriöser Vertreter distanziert sich nicht konsequent vom neuen AfD-Profil, das nationalistisch, völkisch-rassistisch, antisemitisch und systemumwälzend, kurzum: brandgefährlich ist.» 

     Foto: Peter Kneffel, dpa
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:18:18 PM
    Dieser Wahlabend ist eine Zäsur. Aber klar ist: die SPD wird den Kampf für das demokratische Zentrum in D voller Entschlossenheit aufnehmen.

    SPD-Chef Sigmar Gabriel auf Twitter.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:19:20 PM
    Weitere Reaktion, CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer

    Die Botschaft aus der Bevölkerung heißt: Wir brauchen endlich wirksame Lösungen in den Flüchtlingskrise.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:20:40 PM
    • RP
    Es geht Schlag auf Schlag: Eine weitere Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Rheinland-Pfalz:

     Screenshot: ARD
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  • von Peter Zschunke, dpa via dpa | 3/13/2016 7:22:09 PM
    • RP

    Die Grünen in Rheinland-Pfalz sind tief enttäuscht. Eveline Lemke (l.) und Daniel Köbler vor der Landespressekonferenz.

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:28:03 PM
    • BW
    Grünen-Chef Cem Özdemir sieht den Wahlerfolg des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann als Ansporn für seine Partei im Bund. Kretschmanns Politik «findet auch außerhalb von Baden-Württemberg sehr viel Unterstützung», meint Özdemir in der ARD. «Natürlich kann man immer lernen von Erfolg. Man wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man es nicht machen würde.» Auch im Bund sei es Ziel der Grünen, stärker zu werden und 2017 dann auch dort zu mitzuregieren. 

    Auf die Frage, ob seine grüne Krawatte mit leichten schwarzen Elementen ein Zeichen für mögliche Koalitionsgespräche Kretschmanns sei, sagt Özdemir: «Erstmal ist entscheidend: das Grün ist das Starke. Das ist die Farbe des Abends.» Die Landes-Grünen entschieden, was die beste Regierungskonstellation sei.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:35:24 PM
    In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird sich an den Ergebnissen voraussichtlich nichts gravierendes ändern. Spannend bleibt es weiterhin in Sachsen-Anhalt. Die Grünen und die FDP kämpfen hier um den Einzug in den Landtag. Nach den bisherigen Hochrechnungen liegen die Grünen bei 5,0 Prozent und schaffen es gerade noch ins Landesparlament. Zittern muss weiterhin die FDP, sie liegt derzeit bei 4,9 Prozent.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:39:46 PM
    • BW
    Ein glücklicher Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Wahlparty der Grünen in Stuttgart.

     Foto: Marijan Murat, dpa
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:41:09 PM
    • SA
    Kopf hoch, nicht die Hände!

    Linken-Vorsitzende Birke Bull über den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt und das eigene schlechte Abschneiden.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:45:34 PM
    • RP
    Zur Wahlbeteiligung: In Rheinland-Pfalz haben so viele Menschen abgestimmt wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Nach der Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmbezirke im Land liegt die Wahlbeteiligung bei knapp 70 Prozent, wie der Landeswahlleiter mitteilt. Dies ist deutlich mehr als bei den drei vorhergegangenen Landtagswahlen: 2011 lag die Beteiligung bei 61,8 Prozent, 2006 bei 58,2 Prozent und 2001 bei 62,1 Prozent. 1996 waren 70,8 der Stimmberechtigten zur Wahlurne gegangen.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 7:46:55 PM
    • SA
    Nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen konnte die AfD in Sachsen-Anhalt wie erwartet vor allem bei der Flüchtlings- und Asylthematik punkten. Dort schrieben 29 Prozent der CDU die größte Problemlösungskompetenz zu, aber immerhin 19 Prozent der AfD.

    Reiner Haseloff (l.) und André Poggenburg. Foto: Ralf Hirschberger, dpa
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 7:48:32 PM
    • SA
    Dass wir gewonnen haben, ist das Eine. Auf der anderen Seite wissen wir, dass wir eine stabile Regierung brauchen, dass wir dafür Partner brauchen und dass wir Kompromisse dafür brauchen. Aber das Entscheidende ist, dass wir einen Auftrag der Wählerinnen und Wähler haben, diese Regierung zu bilden, und zwar in der Mitte. Und das werden wir auch schaffen. Das werden wir schaffen!

    Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, gibt sich optimistisch.
  • von Desk | 3/13/2016 7:51:50 PM
    Erika Steinbach, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bei Twitter. Sie sorgte bereits in den vergangenen Tagen mit einigen Aussagen - zum Flüchtlingspolitik der Bundesregierung - für Aufregung:


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:55:48 PM
    Irgendwie ist ihm nicht zum Feiern zumute: Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, auf der Wahlparty der rheinland-pfälzischen Grünen in Mainz.

    Foto: Foto: Andreas Arnold, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:04:28 PM
    Die überragende Mehrheit der Deutschen will Schutz suchenden Menschen auch weiterhin Hilfe zukommen lassen. Millionen Deutsche engagieren sich für Flüchtlinge in unserem Land. Darüber sollten die sich abzeichnenden Ergebnisse für eine rechtspopulistische Protestpartei nicht hinwegtäuschen. Die demokratischen Parteien sollten je gemeinsam den Blick nach vorne richten.

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm, zu den Ergebnissen der Landtagswahlen.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:14:11 PM
    Sebastian Fischer, sächsischer CDU-Landtagsabgeordneter, bringt die AfD als mögliche Koalitionspartner ins Gespräch.


  • von Kristina Dunz, dpa | 3/13/2016 8:19:35 PM

    Schon fast alles dunkel in Kanzlerin Merkels CDU-Zentrale in Berlin. Schwarzer Wahlsonntag wird nur noch in einer Etage beleuchtet.

  • von Ralf Thees / MAIN-POST | 3/13/2016 8:20:37 PM
    Die Wahlergebnisse der Gemeinden im Main-Tauber-Kreis

    http://www.mainpost.de/9155508





  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:21:24 PM
    • SA
    Neue Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Sachsen-Anhalt: 

     Screenshot: BR
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:22:20 PM
    • RP
    Und auch eine weitere Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Rheinland-Pfalz: 

    Screenshot: BR
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:24:51 PM
    Main-Tauber-Kreis: Für den Landkreis gibt es auch ein Ergebnis: CDU: 35,36 Prozent (2011: 47,67), Grüne: 21,34 Prozent (2011: 18,41), AfD: 17,16 Prozent, SPD: 11,45 Prozent (2011: 19,81), FDP: 7,54 Prozent (2011: 4,40). Wiedergewählt als Direktkandidat mit dem viertbesten CDU-Ergebnis im ganzen Land ist Wolfgang Reinhart.
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:25:18 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Wolfgang Reinhart, CDU:
    In einer ersten Stellungnahme freute sich der 59-Jährige, dass er dank der Zustimmung der Bürger „eines der landesweit vier besten CDU-Ergebnisse“ holen konnte. Zufriedenstellend sei das Resultat gleichwohl nicht. Die „offenkundige Ursache“ für die Verluste der Union in Baden-Württemberg sei die Flüchtlingspolitik der Berliner Koalition. Deutschland dürfe sich in Europa nicht weiter isolieren, mahnte Reinhart einen Kurswechsel an. Als positiv bewertete der 59-Jährige, dass die CDU zwei Koalitionsoptionen habe. Da gelte es inhaltliche Übereinstimmungen auslotsen – sowohl mit den Grünen als auch mit SPD und FDP. Personelle Überlegungen seien dabei zweitrangig. Zuletzt war spekuliert worden, Reinhart könnte entweder wieder – wie schon vor der Wahl 2011 – Minister oder CDU-Fraktionschef werden.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:25:53 PM
    • RP
    Diese Regierungsbündnisse sind in Rheinland-Pfalz möglich:

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:27:28 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Birgit Väth, Grüne:
    Sie bekundete Riesenfreude über das „beste Grünen-Ergebnis aller Zeiten“. Auch ohne Fukushima und Stuttgart 21 als Themen hätten Winfried Kretschmann und die Grünen die Wähler inhaltlich überzeugt. Über Koalitionen wollte sie am Abend nicht spekulieren, Kretschmann habe aber einen Regierungsauftrag. Der AfD-Erfolg sei eine „Katastrophe“ und stimme sie traurig, so Väth. In einigen Wertheimer Stimmbezirken seien die Rechtspopulisten auf über 40 Prozent gekommen.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:28:42 PM
    • BW
    Derzeitiger Stand laut ARD/ infratest dimap für Baden-Württemberg: 

     Screenshot: BR
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:29:38 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Christina Baum, AfD:
    Sie zeigte sich „begeistert“ vom Wahlergebnis. Bei der Nominierung sei sie ausgelacht worden, als sie 15 Prozent als Wahlziel ausgegeben habe. Das Engagement vieler Freunde und Helfer habe sich gelohnt. Nach der „harten Zeit“ mit vielen Anfeindungen im Wahlkampf sei nun erst einmal Feiern angesagt. Nicht absehbar war am Sonntagabend, ob Baum möglicherweise selbst auch noch in den Stuttgarter Landtag einzieht.
  • von Desk | 3/13/2016 8:30:46 PM
    • BW
    Diese Regierungsbündnisse sind in Baden-Württemberg möglich: 

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:31:14 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang, Ute Schindler-Neidlein, SPD:
    "Schwer enttäuscht“ hat die Landtagswahl die SPD-Kandidatin. Das Ergebnis für ihre Partei sei desaströs. Von der „guten grün-roten Regierungsarbeit“ habe allein Kretschmann profitiert. Auch sei es nicht ausreichend gelungen, den „flachen Parolen“ der AfD etwas entgegenzusetzen. Ihrer Partei empfahl sie, nach diesem Einbruch nicht über Koalitionen zu spekulieren. „Opposition tut uns jetzt gut.“
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 8:32:30 PM
    • SA
    Und auch ein Blick nach Sachsen-Anhalt: Schwarz-Rot und Rot-Rot-Grün haben keine Mehrheit im Landtag. Sollte die FDP den Sprung in den Landtag schaffen, so ergeben sich andere Konstellationen.

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:33:11 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Susanne Löffler, FDP:
    ie sei „sehr glücklich und zufrieden“ mit dem Ergebnis ihrer Partei auf Kreis- und Landesebene, sagte Löffler. Es zeige, dass die Liberalen gebraucht würden. Die FDP sollte an der Position vor der Wahl festhalten, keine Koalition unter Winfried Kretschmann einzugehen.
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:35:29 PM
    Main-Tauber-Kreis: Die Analyse der Wahlergebnisse vom Kollegen Andreas Köster: www.mainpost.de
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 8:38:05 PM
    • SA
    Wulf Gallert, Spitzenkandidat der Linken, warnt davor, das gute Abschneiden der AfD lediglich als Wählerfrust abzutun: «Das ist eine antidemokratische Antwort auf eine Krise der Demokratie». Viele hätten die AfD gewählt als Ansage gegen «die da oben», nicht wegen irgendwelcher Inhalte.

    Gallert kann bei der Wahlparty seiner Partei nicht ganz unbeschwert feiern.
    von Tatjana Schäfer, dpa
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:41:28 PM
    • RP
    Die Alternative für Deutschland holt in Ludwigshafen besonders viele Stimmen. Im Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein II erzielte sie nach dem vorläufigen Ergebnis 20,7 Prozent der Zweitstimmen. Im Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein I holte sie 18,8 der Zweitstimmen. Stärkste Kraft in beiden Wahlkreisen wurde die SPD.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:43:52 PM
    • BW
    Der ehemalige CDU-Regierungschef von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, hält CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf als Ministerpräsident für denkbar. Für die Partei sei es legitim, den Regierungschef stellen zu wollen, so der EU-Kommissar im Südwestrundfunk. «Deswegen rate ich meinen Parteifreunden, das mit SPD und FDP zu besprechen.» Für ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP gäbe es Hochrechnungen zufolge eine Mehrheit.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:45:40 PM
    • BW
    Für Baden-Württembergs SPD-Chef Nils Schmid kommt es ganz dick: In seinem Wahlkreis Reutlingen kommt der 42-jährige Spitzenkandidat nur auf 14,2 Prozent der Stimmen. Damit landete der Finanz- und Wirtschaftsminister hinter den Kandidaten von Grünen, CDU und AfD nur auf Rang vier. Auch landesweit wird die SPD laut jüngsten Hochrechnungen nur viertstärkste Kraft.

    Foto: Uli Deck, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:49:07 PM
    Was für ein Erfolg! Die AfD ist angekommen in der deutschen Parteienlandschaft. Es gibt wieder eine Opposition. Und es gibt wieder eine bürgerlich-liberal-konservativ-patriotische Partei. Wir haben die Nichtwähler mobilisiert. Das sind alles tolle Beiträge für eine Demokratie. Frau Merkel sollte jetzt zurücktreten und den Weg für Neuwahlen freimachen."
    Beatrix von Storchvia Facebook ein Sonntag, 13. März 2016 am 21:48

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:59:45 PM
    • RP
    In den sozialen Netzwerken macht zur Stunde dieser Spruch die Runde. Gemeint ist die Ministerpräsidenten Malu Dreyer, die eine Regierung aus drei Parteien bilden muss. Sofern sie keine große Koalition mit der CDU eingeht:


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:03:36 PM
    • BW
    Bei der Stimmenauszählung in Baden-Württemberg fehlt nach ARD-Angaben nur noch ein Wahlkreis. Der bisherige Stand:

    Screenshot: ARD
  • von Desk | 3/13/2016 9:09:50 PM
    • SA
    Es liegt eine neue Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Rheinland-Pfalz vor:

     Screenshot: ARD
  • von Desk | 3/13/2016 9:17:02 PM
    • SA
    In Sachsen-Anhalt sind laut ARD 90 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt. Während es die Grünen noch knapp in den Landtag schaffen, scheitert die FDP mit dem Einzug. Die Linke und die SPD müssen herbe Verluste hinnehmen.

    Screenshot: ARD
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 9:17:34 PM
    • SA
    AfD-Spitzenkandidat André Poggenburg hat sich in Sachsen-Anhalt auch als Direktkandidat in seinem Wahlkreis Zeitz durchgesetzt. Er vereint laut vorläufigem Ergebnis 31,6 Prozent der Stimmen auf sich. Der CDU-Kandidat Arnd Czapek kam auf 29 Prozent. Czapek hatte den Wahlkreis 2011 gewonnen.

    Foto: Jan Woitas, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:23:10 PM
    • BW
    Das erste amtliche Endergebnis liegt vor: Die Grünen unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewinnen in Baden-Württemberg. Sie kommen auf 30,3 Prozent der Stimmen und liegen damit vor der CDU, die 27,0 Prozent erreicht.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:30:20 PM
    • BW
    Das Wichtigste in Kürze aus Baden-Württemberg: 

    ▪ Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik stärkste Partei. 

    ▪ Die Grünen liegen mit dem auch bei konservativen Wählern geschätzten Regierungschef Kretschmann bei 30,3 Prozent (2011: 24,2) - und schieben sich damit in der einstigen CDU-Hochburg vor die Christdemokraten. Diese brachen mit ihrem eher blassen Spitzenkandidaten Guido Wolf völlig ein und wurden mit 27 Prozent (39,0) erstmals seit Gründung des Bundeslandes nicht stärkste Partei. 

    ▪ Auch die SPD fuhr mit 12,7 Prozent (23,1) ihr mit Abstand schlechtestes Wahlergebnis im «Ländle» ein. Eine Zäsur für die Volksparteien: Selbst für beide zusammen reicht es nicht. Die AfD errang aus dem Stand 15,1 Prozent. Die seit der verlorenen Bundestagswahl 2013 schwächelnde FDP konnte auf 8,3 Prozent (5,3) zulegen. Die Linke kam mit rund 2,9 Prozent nicht in den Landtag.

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:42:03 PM
    • RP
    Das vorläufige amtliche Endergebnis aus Rheinland-Pfalz: Die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewinnt die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Nach Auszählung aller Stimmbezirke kommt sie auf 36,2 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte 31,8 Prozent, die AfD 12,6 Prozent, die FDP 6,2 und die Grünen 5,3 Prozent.
  • von Desk | 3/13/2016 9:45:40 PM
    • RP
    Kurz & kompakt das Wichtigste aus Rheinland-Pfalz: 

    Die SPD gewinnt überraschend klar. Nach Auszählung aller Stimmbezirke können sich die Sozialdemokraten unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf 36,2 Prozent verbessern. Wegen dramatischer Verluste der Grünen reicht es für eine Fortsetzung von Rot-Grün aber nicht aus. Dreyer will nun die FDP als dritten Partner gewinnen. 

    ▪ Die CDU von Spitzenkandidatin Julia Klöckner sackt auf etwa 31,8 Prozent ab und fährt damit ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte des Bundeslands ein. Sie lässt ihre politische Zukunft erst einmal offen. 

    Die rechtspopulistische AfD wird aus dem Stand mit rund 12,6 Prozent drittstärkste Kraft. Der FDP gelingt nach fünf Jahren mit 6,2 Prozent der Wiedereinzug in den Landtag. Die Grünen stürzen auf 5,3 Prozent ab - nachdem sie vor fünf Jahren noch 15,4 Prozent erzielt hatten. Die Linke verpasst mit 2,8 Prozent den Einzug in den Landtag. 

    ▪ Denkbar wären nun eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP, die allerdings nur eine knappe Mehrheit von einer Stimme hätte, oder eine große Koalition mit der CDU

    ▪ Etwa 3,1 Millionen Menschen waren in Rheinland-Pfalz zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 71,3 Prozent - nach 61,8 vor fünf Jahren.

    Strahlende Siegerin: Malu Dreyer. Foto: Boris Roessler, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:53:35 PM
    • RP
    Die Enttäuschung steht ihr ins Gesicht geschrieben: Die rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandiatin Julia Klöckner. Ihr Ziel, die Sozialdemokratin als stärkste Kraft abzulösen hat sie weit verfehlt. 

    Foto: Alexander Heinl, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 10:06:08 PM
    Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach sorgt mit weiteren Tweets für Aufregung im Netz und auch in ihrer Partei. Auf Twitter vergleicht sie die Politik der Bundesregierung indirekt mit einer Diktatur. «Seit September alles ohne Einverständnis des Bundestages. Wie in einer Diktatur», schreibt die Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie verlinkt bei ihrem Tweet einen Magazin-Bericht über angebliche Pläne von EU-Ländern, schneller Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen zu können.


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 10:15:31 PM
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht in den Verlusten der CDU bei den Landtagswahlen in mehreren Bundesländern keine Ablehnung der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel. Es habe sich gezeigt, dass diese Linie «sich durchsetzt über alle Parteien - mit einer Ausnahme», so von der Leyen in der ARD-Talkshow «Anne Will» mit Blick auf die rechtspopulistische AfD. Parteien, die wie Merkel eine europäische Lösung für die Flüchtlingskrise befürworteten, hätten bei den Wahlen eine Zustimmung von 80 bis 90 Prozent bekommen.
  • von Desk | 3/13/2016 10:19:41 PM
    • SA
    Das vorläufige amtliche Endergebnis in Sachsen-Anhalt lässt noch auf sich Warten. Hier wird noch eifrig ausgezählt. Allerdings stehen bereits 99 Prozent der Wahlkreis-Ergebnisse fest. Fakt ist, dass die CDU die Wahl gewonnen hat. Die SPD verliert gut die Hälfte ihrer Stimmen. Ministerpräsident Reiner Haseloff braucht für eine künftige Regierung neben der SPD nun auch noch einen weiteren Partner. 

    Die AfD wird zweitstärkste Kraft. Die Linke muss herbe Verluste hinnehmen und landet auf dem dritten Rang. Während es die Grünen noch knapp in den Landtag schaffen, scheitert die FDP mit dem Einzug

    Screenshot: ARD
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 10:53:19 PM
    • SA
    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verteidigt sein Direktmandat. Er kann im Wahlkreis Dessau-Roßlau-Wittenberg 32,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Gleich hinter dem Ministerpräsidenten landet die AfD-Kandidatin Carola Marx mit 25,4 Prozent. 

    Die Spitzenkandidaten Katrin Budde (SPD) und Wulf Gallert (Linke) unterliegen in ihrem Magdeburger Wahlkreis dem CDU-Bewerber Andreas Schumann. Dieser erreicht 27,9 Prozent der Stimmen. Bereits 2011 war der Wahlkreis Magdeburg IV an die CDU gegangen. Gallert kann 19,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, Budde kommt auf 13,2 Prozent. Der AfD-Kandidat Frank Pasemann schiebt sich mit 20,9 Prozent noch vor beide.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:18:28 PM
    • SA
    Es fehlen noch die Ergebnisse eines einzigen Wahlkreises in Sachsen-Anhalt. Dann liegt auch das vorläufige amtliche Endergebnis aus diesem Bundesland vor.
  • von Desk | 3/13/2016 11:25:05 PM
    • SA
    Und hier ist das vorläufige amtliche Endergebnis aus Sachsen-Anhalt: 


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:25:48 PM
    Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion:


  • von Desk | 3/13/2016 11:30:03 PM
    • SA
    Zu allerletzt, kurz & kompakt das Wichtigste auch aus Sachsen-Anhalt: 

    CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff (29,8 Prozent) gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - steht nun aber vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die SPD (10,6) als bisheriger Regierungspartner der CDU stürzte auf ihr schlechtestes Ergebnis im Land ab. Für die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition reicht es damit nicht aus.

    ▪ Die rechtspopulistische AfD (24,2) wird gleich im ersten Anlauf zweitstärkste Kraft. Die Linke (16,3 Prozent) verzeichnet starke Einbußen. Die Grünen (5,2) schaffen knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Marke, die FDP (4,9) scheitert. Denkbar ist eine Koalition von CDU, SPD und Grünen.

    ▪ Nach einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen hat die CDU ihren Wahlsieg vor allem dem Amtsbonus von Ministerpräsident Haseloff zu verdanken. Als wichtigstes Problem in Sachsen-Anhalt sahen die Wähler die Flüchtlings- und Asylthematik. 

    ▪ Die AfD profitiert vom großen Potenzial an Protestwählern, das sie voll ausschöpfen konnte. 

    ▪ Die Wahlbeteiligung liegt deutlich höher als 2011. Rund 61 Prozent der rund 1,9 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung bei 51,2 Prozent. 

    Der alte und künftige Ministerpräsident Reiner Haseloff. Foto: Jens Wolf, dpa  
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:31:00 PM
    • SA
    Beinahe hätte es die FDP nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch in den Landtag von Sachsen-Anhalt geschafft: 


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:31:10 PM
    • SA
    Das vorläufige amtliche Endergebnis und die Sitzverteilung im neuen Landtag von Sachsen-Anhalt auf einen Blick: 

    Grafik: Grafik: A. Brühl 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:32:33 PM
    Liebe Leserinnen und Leser, unser LiveTicker vom «Super-Wahlsonntag» endet an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein! Kommen Sie gut durch die Nacht. Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal.
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