Landtagswahlen in drei Bundesländern

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wählen einen neuen Landtag. Und es wird spannend! Umfragen sehen die AfD überwiegend zweistellig, in Sachsen-Anhalt soll die Partei nach CDU und Linke drittstärkste Kraft vor der SPD werden. Steht Deutschland ein historischer Wahltag bevor?

  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 6:39:00 PM
    • SA
    AfD-Landeschef Poggenburg kündigt eine konstruktive Parlamentsarbeit seiner künftigen Fraktion an: «Kommunikationsverweigerung ist überhaupt nicht in unserem Sinne. Wir sprechen mit jedem und wir unterstützen zukünftig auch jeden Antrag einer jeden Partei, wenn wir der Meinung sind, dass er unseren Bürgern und unserem Land guttut. Das zeigt echte Demokratie, da unterscheiden sich wirklich echte Demokraten von Schein-Demokraten.» 

    Foto: Jens Wolf, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:40:58 PM
    • RP
    Für die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist eine große Koalition aus SPD und CDU «nur die Ultima Ratio», also letztes Mittel. «Demokratie erfordert eigentlich, dass man nicht mit einem großen Block im Parlament vertreten ist», so Dreyer bei der Elefantenrunde im ZDF. Sie werde aber selbstverständlich Gespräche mit den Parteien führen, zuerst mit den Grünen als langjährigem Koalitionspartner. «Aber natürlich suche ich auch mit den anderen das Gespräch.» So gebe es in Rheinland-Pfalz eine Tradition, mit den Liberalen zu regieren. Dreyer sagt, sie sei überzeugt, dass sie Ministerpräsidentin bleiben werde. «Ich habe einen ganz, ganz klaren Regierungsauftrag erhalten.»
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 6:43:00 PM
    • SA
    Bei nur gut 10 Prozent für die SPD spekuliert das Netz über Möglichkeiten einer Koalition:

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:45:57 PM
    • BW
    Trotz herber Verluste will die CDU die Regierung übernehmen. «Die CDU hat die Absicht, in Baden-Württemberg Wahlverantwortung zu übernehmen - das Wahlergebnis bietet die Möglichkeit dazu», sagt ihr gescheiterter Spitzenkandidat Guido Wolf. Man wolle mit SPD und FDP, aber auch mit den Grünen sprechen. Die CDU liegt laut Hochrechnungen erstmals in der Geschichte des Landes als zweitstärkste Kraft hinter den Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:47:03 PM
    • RP
    Die SPD hat ihren Wahlsieg nach Ansicht von Wahlforschern in erster Linie Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu verdanken. Zudem hätten die Wähler die Regierungsarbeit der SPD deutlich höher bewertet als die des grünen Koalitionspartners, wie eine Analyse der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zeigt. 

    Den flüchtlingspolitischen Kurs von CDU-Herausforderin Julia Klöckner interpretieren die Wahlforscher indes als polarisierend und eher schädlich für das Ergebnis. 49 Prozent der Befragten wollten nach der Analyse der Forschungsgruppe Dreyer als Ministerpräsidentin. Für Klöckner sprachen sich 31 Prozent aus.

    Eine sichtlich zufriedene Malu Dreyer auf der Wahlparty. Foto: Boris Roessler, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:50:14 PM
    • BW
    Trotz des historischen Wahldebakels für die CDU in Baden-Württemberg will deren Spitzenkandidat Guido Wolf weiter Fraktionschef im Landtag bleiben. Er werde sich am kommenden Dienstag zur Wiederwahl stellen, kündigt Wolf an. Dabei verweist er auf einen einstimmigen Wahlvorschlag des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes. Seine Partei habe ihn «ganz offenbar nicht auf den Spaziergang geschickt, sondern auf einen steinigen Weg, und ich bin selbstverständlich bereit, diesen steinigen Weg auch weiterzugehen», erklärt der CDU-Politiker.

    Foto: Patrick Seeger, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:50:51 PM
    • SA
    Der FDP könnte der Sprung in den sachsen-anhaltischen Landtag misslingen. Die dritte Hochrechnung des Senders MDR zu der Landtagswahl sieht die Liberalen bei 4,9 Prozent. Der FDP-Landesverband reagiert auf Twitter mit dem Satz: «Noch ist nicht aller Tage Abend.»
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:53:41 PM
    • RP
    SPD-Landeschef Roger Lewentz mit FDP und Grünen über eine Ampel-Koalition verhandeln. «Eine große Koalition, die schließe ich am heutigen Abend wirklich aus», so Lewentz im SWR. Er gehe davon aus, dass die Grünen im Landtag blieben, zudem habe es früher eine gute Regierungszusammenarbeit mit der FDP gegeben. «Wir haben viele Jahre gut mit der FDP regiert. Wir haben fünf gute Jahre mit den Grünen gehabt. Wir werden miteinander reden.» Die Vorstände der Parteien tagen am morgigen Montag, danach könne man mehr sagen.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:56:07 PM
    • BW
    FDP-Bundeschef Christian Lindner hält eine Ampelkoalition unter Führung der Grünen in Baden-Württemberg für nicht vorstellbar. Was vor der Wahl gegolten habe, gelte auch nach der Wahl, sagt Lindner. Die FDP lehne das ab, weil Ministerpräsident Winfried Kretschmann nicht zu einem Politikwechsel bereit sei. Die Südwest-FDP sei zu Sondierungen bereit. «Opposition ist aber in einer Demokratie eine wichtige Rolle.» Nach Hochrechnungen erreicht die FDP gut acht Prozent und könnte sowohl Grün-Rot als auch Schwarz-Rot zur Parlamentsmehrheit verhelfen.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 6:58:28 PM
    Gute Stimmung bei der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und bei dem stellvertretenden Bundessprecher Albrecht Glaser. Die Partei zieht nach den Hochrechnungen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in die Landtage ein.

    Foto: Wolfgang Kumm, dpa 
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 7:00:18 PM
    • SA
    Sachsen-Anhalts SPD-Landeschefin Katrin Budde lehnt nach dem Desaster bei der Landtagswahl einen Rücktritt ab. «Ich habe noch ganz viel Kraft». Und: «Man kann ja auch nicht aufgeben.» Sie sei dennoch «angefasst» von den starken Einbußen ihrer Partei.

    Mit Tränen in den Augen sagte Budde: «Es gibt nichts zu beschönigen.» 
    Foto: Jens Büttner, dpa
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:05:07 PM
    • BW
    Die AfD ist spätestens mit dem heutigen Tag eine feste parlamentarische Größe in unserem Land.

    Der Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland in Baden-Württemberg, Jörg Meuthen.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 7:07:01 PM
    • SA
    Die CDU hat ihren Wahlsieg nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen vor allem dem Amtsbonus ihres Spitzenkandidaten und Ministerpräsidenten Reiner Haseloff zu verdanken. Die AfD profitierte bei ihrem guten Abschneiden demnach vom großen Potenzial an Protestwählern, das sie voll ausschöpfen konnte. 47 Prozent der AfD-Wähler wollten mir ihrer Entscheidung den anderen Parteien einen «Denkzettel» verpassen.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 7:07:53 PM
    • BW
    Die AfD hat bei der Landtagwahl in Mannheim und Pforzheim Direktmandate erreicht. Bernd Grimmer verweist in Pforzheim mit 24,2 Prozent den Grünen-Kandidaten ganz knapp auf Rang zwei. In Mannheim I landete nach Angaben der Stadt AfD-Mann Rüdiger Klos mit 22,9 Prozent knapp vor dem SPD-Politiker Stefan Fulst-Blei, der bislang das Direktmandat inne hatte. 


  • von Tatjana Schäfer, dpa via dpa | 3/13/2016 7:08:28 PM
    • SA
    Thomas Lippmann, Direktkandidat der Linken im Saalekreis, fürchtet, dass der Wahlerfolg der AfD das Klischee vom «demokratieunmündigen Ossi» bestärkt.
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 7:09:21 PM
    • SA
    Für FDP und Grüne ist in Sachsen-Anhalt noch immer alles offen:

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 7:11:20 PM
    • SA
    Weitere Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Sachsen-Anhalt:

     Screenshot: ARD
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:04:28 PM
    Die überragende Mehrheit der Deutschen will Schutz suchenden Menschen auch weiterhin Hilfe zukommen lassen. Millionen Deutsche engagieren sich für Flüchtlinge in unserem Land. Darüber sollten die sich abzeichnenden Ergebnisse für eine rechtspopulistische Protestpartei nicht hinwegtäuschen. Die demokratischen Parteien sollten je gemeinsam den Blick nach vorne richten.

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm, zu den Ergebnissen der Landtagswahlen.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:14:11 PM
    Sebastian Fischer, sächsischer CDU-Landtagsabgeordneter, bringt die AfD als mögliche Koalitionspartner ins Gespräch.


  • von Kristina Dunz, dpa | 3/13/2016 8:19:35 PM

    Schon fast alles dunkel in Kanzlerin Merkels CDU-Zentrale in Berlin. Schwarzer Wahlsonntag wird nur noch in einer Etage beleuchtet.

  • von Ralf Thees / MAIN-POST | 3/13/2016 8:20:37 PM
    Die Wahlergebnisse der Gemeinden im Main-Tauber-Kreis

    http://www.mainpost.de/9155508





  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:21:24 PM
    • SA
    Neue Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Sachsen-Anhalt: 

     Screenshot: BR
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:22:20 PM
    • RP
    Und auch eine weitere Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Rheinland-Pfalz: 

    Screenshot: BR
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:24:51 PM
    Main-Tauber-Kreis: Für den Landkreis gibt es auch ein Ergebnis: CDU: 35,36 Prozent (2011: 47,67), Grüne: 21,34 Prozent (2011: 18,41), AfD: 17,16 Prozent, SPD: 11,45 Prozent (2011: 19,81), FDP: 7,54 Prozent (2011: 4,40). Wiedergewählt als Direktkandidat mit dem viertbesten CDU-Ergebnis im ganzen Land ist Wolfgang Reinhart.
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:25:18 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Wolfgang Reinhart, CDU:
    In einer ersten Stellungnahme freute sich der 59-Jährige, dass er dank der Zustimmung der Bürger „eines der landesweit vier besten CDU-Ergebnisse“ holen konnte. Zufriedenstellend sei das Resultat gleichwohl nicht. Die „offenkundige Ursache“ für die Verluste der Union in Baden-Württemberg sei die Flüchtlingspolitik der Berliner Koalition. Deutschland dürfe sich in Europa nicht weiter isolieren, mahnte Reinhart einen Kurswechsel an. Als positiv bewertete der 59-Jährige, dass die CDU zwei Koalitionsoptionen habe. Da gelte es inhaltliche Übereinstimmungen auslotsen – sowohl mit den Grünen als auch mit SPD und FDP. Personelle Überlegungen seien dabei zweitrangig. Zuletzt war spekuliert worden, Reinhart könnte entweder wieder – wie schon vor der Wahl 2011 – Minister oder CDU-Fraktionschef werden.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:25:53 PM
    • RP
    Diese Regierungsbündnisse sind in Rheinland-Pfalz möglich:

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:27:28 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Birgit Väth, Grüne:
    Sie bekundete Riesenfreude über das „beste Grünen-Ergebnis aller Zeiten“. Auch ohne Fukushima und Stuttgart 21 als Themen hätten Winfried Kretschmann und die Grünen die Wähler inhaltlich überzeugt. Über Koalitionen wollte sie am Abend nicht spekulieren, Kretschmann habe aber einen Regierungsauftrag. Der AfD-Erfolg sei eine „Katastrophe“ und stimme sie traurig, so Väth. In einigen Wertheimer Stimmbezirken seien die Rechtspopulisten auf über 40 Prozent gekommen.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:28:42 PM
    • BW
    Derzeitiger Stand laut ARD/ infratest dimap für Baden-Württemberg: 

     Screenshot: BR
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:29:38 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Christina Baum, AfD:
    Sie zeigte sich „begeistert“ vom Wahlergebnis. Bei der Nominierung sei sie ausgelacht worden, als sie 15 Prozent als Wahlziel ausgegeben habe. Das Engagement vieler Freunde und Helfer habe sich gelohnt. Nach der „harten Zeit“ mit vielen Anfeindungen im Wahlkampf sei nun erst einmal Feiern angesagt. Nicht absehbar war am Sonntagabend, ob Baum möglicherweise selbst auch noch in den Stuttgarter Landtag einzieht.
  • von Desk | 3/13/2016 8:30:46 PM
    • BW
    Diese Regierungsbündnisse sind in Baden-Württemberg möglich: 

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:31:14 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang, Ute Schindler-Neidlein, SPD:
    "Schwer enttäuscht“ hat die Landtagswahl die SPD-Kandidatin. Das Ergebnis für ihre Partei sei desaströs. Von der „guten grün-roten Regierungsarbeit“ habe allein Kretschmann profitiert. Auch sei es nicht ausreichend gelungen, den „flachen Parolen“ der AfD etwas entgegenzusetzen. Ihrer Partei empfahl sie, nach diesem Einbruch nicht über Koalitionen zu spekulieren. „Opposition tut uns jetzt gut.“
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 8:32:30 PM
    • SA
    Und auch ein Blick nach Sachsen-Anhalt: Schwarz-Rot und Rot-Rot-Grün haben keine Mehrheit im Landtag. Sollte die FDP den Sprung in den Landtag schaffen, so ergeben sich andere Konstellationen.

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:33:11 PM
    Main-Tauber-Kreis, Stimmen zum Wahlausgang: Susanne Löffler, FDP:
    ie sei „sehr glücklich und zufrieden“ mit dem Ergebnis ihrer Partei auf Kreis- und Landesebene, sagte Löffler. Es zeige, dass die Liberalen gebraucht würden. Die FDP sollte an der Position vor der Wahl festhalten, keine Koalition unter Winfried Kretschmann einzugehen.
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 3/13/2016 8:35:29 PM
    Main-Tauber-Kreis: Die Analyse der Wahlergebnisse vom Kollegen Andreas Köster: www.mainpost.de
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 8:38:05 PM
    • SA
    Wulf Gallert, Spitzenkandidat der Linken, warnt davor, das gute Abschneiden der AfD lediglich als Wählerfrust abzutun: «Das ist eine antidemokratische Antwort auf eine Krise der Demokratie». Viele hätten die AfD gewählt als Ansage gegen «die da oben», nicht wegen irgendwelcher Inhalte.

    Gallert kann bei der Wahlparty seiner Partei nicht ganz unbeschwert feiern.
    von Tatjana Schäfer, dpa
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:41:28 PM
    • RP
    Die Alternative für Deutschland holt in Ludwigshafen besonders viele Stimmen. Im Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein II erzielte sie nach dem vorläufigen Ergebnis 20,7 Prozent der Zweitstimmen. Im Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein I holte sie 18,8 der Zweitstimmen. Stärkste Kraft in beiden Wahlkreisen wurde die SPD.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:43:52 PM
    • BW
    Der ehemalige CDU-Regierungschef von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, hält CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf als Ministerpräsident für denkbar. Für die Partei sei es legitim, den Regierungschef stellen zu wollen, so der EU-Kommissar im Südwestrundfunk. «Deswegen rate ich meinen Parteifreunden, das mit SPD und FDP zu besprechen.» Für ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP gäbe es Hochrechnungen zufolge eine Mehrheit.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:45:40 PM
    • BW
    Für Baden-Württembergs SPD-Chef Nils Schmid kommt es ganz dick: In seinem Wahlkreis Reutlingen kommt der 42-jährige Spitzenkandidat nur auf 14,2 Prozent der Stimmen. Damit landete der Finanz- und Wirtschaftsminister hinter den Kandidaten von Grünen, CDU und AfD nur auf Rang vier. Auch landesweit wird die SPD laut jüngsten Hochrechnungen nur viertstärkste Kraft.

    Foto: Uli Deck, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:49:07 PM
    Was für ein Erfolg! Die AfD ist angekommen in der deutschen Parteienlandschaft. Es gibt wieder eine Opposition. Und es gibt wieder eine bürgerlich-liberal-konservativ-patriotische Partei. Wir haben die Nichtwähler mobilisiert. Das sind alles tolle Beiträge für eine Demokratie. Frau Merkel sollte jetzt zurücktreten und den Weg für Neuwahlen freimachen."
    Beatrix von Storchvia Facebook ein Sonntag, 13. März 2016 am 21:48

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 8:59:45 PM
    • RP
    In den sozialen Netzwerken macht zur Stunde dieser Spruch die Runde. Gemeint ist die Ministerpräsidenten Malu Dreyer, die eine Regierung aus drei Parteien bilden muss. Sofern sie keine große Koalition mit der CDU eingeht:


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:03:36 PM
    • BW
    Bei der Stimmenauszählung in Baden-Württemberg fehlt nach ARD-Angaben nur noch ein Wahlkreis. Der bisherige Stand:

    Screenshot: ARD
  • von Desk | 3/13/2016 9:09:50 PM
    • SA
    Es liegt eine neue Hochrechnung laut ARD/infratest dimap für Rheinland-Pfalz vor:

     Screenshot: ARD
  • von Desk | 3/13/2016 9:17:02 PM
    • SA
    In Sachsen-Anhalt sind laut ARD 90 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt. Während es die Grünen noch knapp in den Landtag schaffen, scheitert die FDP mit dem Einzug. Die Linke und die SPD müssen herbe Verluste hinnehmen.

    Screenshot: ARD
  • von Dirk Wittenberg, dpa via dpa | 3/13/2016 9:17:34 PM
    • SA
    AfD-Spitzenkandidat André Poggenburg hat sich in Sachsen-Anhalt auch als Direktkandidat in seinem Wahlkreis Zeitz durchgesetzt. Er vereint laut vorläufigem Ergebnis 31,6 Prozent der Stimmen auf sich. Der CDU-Kandidat Arnd Czapek kam auf 29 Prozent. Czapek hatte den Wahlkreis 2011 gewonnen.

    Foto: Jan Woitas, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:23:10 PM
    • BW
    Das erste amtliche Endergebnis liegt vor: Die Grünen unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewinnen in Baden-Württemberg. Sie kommen auf 30,3 Prozent der Stimmen und liegen damit vor der CDU, die 27,0 Prozent erreicht.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:30:20 PM
    • BW
    Das Wichtigste in Kürze aus Baden-Württemberg: 

    ▪ Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik stärkste Partei. 

    ▪ Die Grünen liegen mit dem auch bei konservativen Wählern geschätzten Regierungschef Kretschmann bei 30,3 Prozent (2011: 24,2) - und schieben sich damit in der einstigen CDU-Hochburg vor die Christdemokraten. Diese brachen mit ihrem eher blassen Spitzenkandidaten Guido Wolf völlig ein und wurden mit 27 Prozent (39,0) erstmals seit Gründung des Bundeslandes nicht stärkste Partei. 

    ▪ Auch die SPD fuhr mit 12,7 Prozent (23,1) ihr mit Abstand schlechtestes Wahlergebnis im «Ländle» ein. Eine Zäsur für die Volksparteien: Selbst für beide zusammen reicht es nicht. Die AfD errang aus dem Stand 15,1 Prozent. Die seit der verlorenen Bundestagswahl 2013 schwächelnde FDP konnte auf 8,3 Prozent (5,3) zulegen. Die Linke kam mit rund 2,9 Prozent nicht in den Landtag.

  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:42:03 PM
    • RP
    Das vorläufige amtliche Endergebnis aus Rheinland-Pfalz: Die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewinnt die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Nach Auszählung aller Stimmbezirke kommt sie auf 36,2 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte 31,8 Prozent, die AfD 12,6 Prozent, die FDP 6,2 und die Grünen 5,3 Prozent.
  • von Desk | 3/13/2016 9:45:40 PM
    • RP
    Kurz & kompakt das Wichtigste aus Rheinland-Pfalz: 

    Die SPD gewinnt überraschend klar. Nach Auszählung aller Stimmbezirke können sich die Sozialdemokraten unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf 36,2 Prozent verbessern. Wegen dramatischer Verluste der Grünen reicht es für eine Fortsetzung von Rot-Grün aber nicht aus. Dreyer will nun die FDP als dritten Partner gewinnen. 

    ▪ Die CDU von Spitzenkandidatin Julia Klöckner sackt auf etwa 31,8 Prozent ab und fährt damit ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte des Bundeslands ein. Sie lässt ihre politische Zukunft erst einmal offen. 

    Die rechtspopulistische AfD wird aus dem Stand mit rund 12,6 Prozent drittstärkste Kraft. Der FDP gelingt nach fünf Jahren mit 6,2 Prozent der Wiedereinzug in den Landtag. Die Grünen stürzen auf 5,3 Prozent ab - nachdem sie vor fünf Jahren noch 15,4 Prozent erzielt hatten. Die Linke verpasst mit 2,8 Prozent den Einzug in den Landtag. 

    ▪ Denkbar wären nun eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP, die allerdings nur eine knappe Mehrheit von einer Stimme hätte, oder eine große Koalition mit der CDU

    ▪ Etwa 3,1 Millionen Menschen waren in Rheinland-Pfalz zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 71,3 Prozent - nach 61,8 vor fünf Jahren.

    Strahlende Siegerin: Malu Dreyer. Foto: Boris Roessler, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 9:53:35 PM
    • RP
    Die Enttäuschung steht ihr ins Gesicht geschrieben: Die rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandiatin Julia Klöckner. Ihr Ziel, die Sozialdemokratin als stärkste Kraft abzulösen hat sie weit verfehlt. 

    Foto: Alexander Heinl, dpa 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 10:06:08 PM
    Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach sorgt mit weiteren Tweets für Aufregung im Netz und auch in ihrer Partei. Auf Twitter vergleicht sie die Politik der Bundesregierung indirekt mit einer Diktatur. «Seit September alles ohne Einverständnis des Bundestages. Wie in einer Diktatur», schreibt die Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie verlinkt bei ihrem Tweet einen Magazin-Bericht über angebliche Pläne von EU-Ländern, schneller Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen zu können.


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 10:53:19 PM
    • SA
    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verteidigt sein Direktmandat. Er kann im Wahlkreis Dessau-Roßlau-Wittenberg 32,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Gleich hinter dem Ministerpräsidenten landet die AfD-Kandidatin Carola Marx mit 25,4 Prozent. 

    Die Spitzenkandidaten Katrin Budde (SPD) und Wulf Gallert (Linke) unterliegen in ihrem Magdeburger Wahlkreis dem CDU-Bewerber Andreas Schumann. Dieser erreicht 27,9 Prozent der Stimmen. Bereits 2011 war der Wahlkreis Magdeburg IV an die CDU gegangen. Gallert kann 19,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, Budde kommt auf 13,2 Prozent. Der AfD-Kandidat Frank Pasemann schiebt sich mit 20,9 Prozent noch vor beide.
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:18:28 PM
    • SA
    Es fehlen noch die Ergebnisse eines einzigen Wahlkreises in Sachsen-Anhalt. Dann liegt auch das vorläufige amtliche Endergebnis aus diesem Bundesland vor.
  • von Desk | 3/13/2016 11:25:05 PM
    • SA
    Und hier ist das vorläufige amtliche Endergebnis aus Sachsen-Anhalt: 


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:25:48 PM
    Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion:


  • von Desk | 3/13/2016 11:30:03 PM
    • SA
    Zu allerletzt, kurz & kompakt das Wichtigste auch aus Sachsen-Anhalt: 

    CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff (29,8 Prozent) gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - steht nun aber vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die SPD (10,6) als bisheriger Regierungspartner der CDU stürzte auf ihr schlechtestes Ergebnis im Land ab. Für die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition reicht es damit nicht aus.

    ▪ Die rechtspopulistische AfD (24,2) wird gleich im ersten Anlauf zweitstärkste Kraft. Die Linke (16,3 Prozent) verzeichnet starke Einbußen. Die Grünen (5,2) schaffen knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Marke, die FDP (4,9) scheitert. Denkbar ist eine Koalition von CDU, SPD und Grünen.

    ▪ Nach einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen hat die CDU ihren Wahlsieg vor allem dem Amtsbonus von Ministerpräsident Haseloff zu verdanken. Als wichtigstes Problem in Sachsen-Anhalt sahen die Wähler die Flüchtlings- und Asylthematik. 

    ▪ Die AfD profitiert vom großen Potenzial an Protestwählern, das sie voll ausschöpfen konnte. 

    ▪ Die Wahlbeteiligung liegt deutlich höher als 2011. Rund 61 Prozent der rund 1,9 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung bei 51,2 Prozent. 

    Der alte und künftige Ministerpräsident Reiner Haseloff. Foto: Jens Wolf, dpa  
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:31:00 PM
    • SA
    Beinahe hätte es die FDP nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch in den Landtag von Sachsen-Anhalt geschafft: 


  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:31:10 PM
    • SA
    Das vorläufige amtliche Endergebnis und die Sitzverteilung im neuen Landtag von Sachsen-Anhalt auf einen Blick: 

    Grafik: Grafik: A. Brühl 
  • von Desk via dpa | 3/13/2016 11:32:33 PM
    Liebe Leserinnen und Leser, unser LiveTicker vom «Super-Wahlsonntag» endet an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein! Kommen Sie gut durch die Nacht. Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal.
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