Kickers im Stadtrat: Wohin mit dem Stadion? Wie hoch wird die finanzielle Unterstützung?

Der Stadtrat entscheidet heute über finanzielle Hilfen für den Zweitliga-Fußball-Club FC Würzburger Kickers. Außerdem berät er, wie die Stadt bei der Suche nach einem neuen Stadion unterstützen kann. Die Main-Post berichtet live.

  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:37:51 PM
    Hans Werner Loew will mehr Transparenz. "Es wäre doch gut, wenn man ein bisschen mehr vom Gutachten weiß", mit dem die Kickers den Ausstieg aus dem Ausbau begründen. Ihm, Loew, sei nicht erklärt worden, warum der Stadionbetreiber 15 Millionen nicht aufbringen kann für den Ausbau, aber 35 bis 40 Millionen für ein neues Stadion hat.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:39:09 PM
    Einige in der SPD-Fraktion, berichtet Loew, ist das alles "zu profisportnah", die machten nicht mit. Eine Mehrheit aber schon.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:40:27 PM
    "Die Bereitschaft, im Rahmen des Leistbaren den Verein zu unterstützen, ist nach wie vor da", sagt Loew.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:40:55 PM
    Die Standortsuche werde spannend, meint Loew. Er erinnert sich an frühere Suchen mit "dünnen Ergebnissen".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:42:22 PM
    Das Architekturbüro Speer, das mit dem Standort-Gutachten beauftragt werden soll, hat vor Jahren einen Masterplan für die Entwicklung am Hauptbahnhof vorgelegt. Loew wünscht ihm "mehr Erfolg als damals".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:43:50 PM
    Zahlen fliegen durch den Raum, 7stellig, 8stellig - Loew meint, die Stadt könne Dankbarkeit von den Kickers erwarten (das ist noch einmal eine Schelle für die Stadtratsschelten der Kickers).
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:44:59 PM
    Eine Betriebsbeihilfe für den Stadionbetrieb hält Loew für problematisch. Das könne ganz schnell sehr teuer werden, wenn etwa alle 3 Jahre ein neuer Rasen verlegt werde, Heizkosten etc.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:45:33 PM
    Loew fordert eine Begrenzung der städtischen Hilfen, auch wenn sie nach dem europäischen Beihilferecht möglich wären.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:47:03 PM
    Loew denkt an die kleinen Vereine in der Stadt, "die schon froh wären, wenn sie mal 20, 30 Parkplätze planiert kriegen. Aber das geht auch nicht."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:48:09 PM
    Wolfgang Roth (CSU) spricht von Größe und Bedeutung, die die Kickers mittlerweile erreicht hätten. Die Öffentlichkeitsarbeit der Kickers halte die CSU gleichwohl verbesserungswürdig.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:48:32 PM
    Rasch gewachsen seien die Kickers in den vergangenen Jahren wegen ihrer Erfolge, da müsse man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:50:22 PM
    Warum sollen die Stadt für die Kickers einen Platz für ein Stadion suchen? Wolfgang Roth (CSU) hat eine Antwort: "Wir suchen Gewerbeflächen." Da gehöre ein Stadion hin, um Probleme mit dem Umfeld zu meiden.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:51:06 PM
    Wenn bei den neuen Gewerbeflächen auch noch ein Stadion stehe, "das den Leuten Freude bereitet, dann haben wir alles richtig gemacht". Sagt der CSU-Roth.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:53:24 PM
    Joachim Spatz (FDP): Auch er will den "Dialog statt miteinander zu schimpfen". Ich vermute, er will den Kickers damit helfen, läuft aber in die Argumentation rein, dass die Kickers zu wenig transparent agieren. "Wir wissen doch nicht", sagt er, wer in dieser Stadiongesellschaft investieren würde. Die Stadt solle froh sein, wenn sie nicht dabei ist.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:54:28 PM
    "Wollen wir ins Risiko und können mitgestalten?", wie Baumann (ZfW) will, fragt er, und sagt, er wolle das nicht.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:55:35 PM
    Spatz (FDP): Ein neuer Standort entflechte Wohnbebauung und Stadionbetrieb. Das bewahre die Kickers vor einer Gerichtsentscheidung, nach der am Dallenberg nicht mehr gespielt werden darf.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:56:31 PM
    Spatz: In einem Gewerbebetrieb sei das Risiko weit niedriger. Würzburg beträte damit Neuland, sagt er, aber für die Kickers sei das ein möglicher Weg und für die Stadt das Risiko geringer.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:57:19 PM
    Silke Trost (Grüne) will wissen: "Was passiert mit unseren Geldern, wenn die Kickers absteigen. Natürlich besteht die Gefahr immer", aber niemand rede darüber.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 3:59:25 PM
    Karin Miethaner-Vent (Grüne): Es geht wieder um die Aussage, dass der Stadionausbau am Dallenberg unwirtschaftlich ist. - 6 1/2 Jahre lang mindestens aber werde noch am Dallenberg gespielt. "Was macht der Verein dann mit 2 Stadien und den getätigten Investitionen?"
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:00:13 PM
    Miethaner-Vent vermutet, es habe an Begeisterung für die Stadiongesellschaft gemangelt. Die Begeisterung für ein neues Stadion sei sehr viel größer.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:00:43 PM
    Miethaner-Vent spricht von einer Spekulation, weil der sportliche Erfolg ungewiss sei.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:02:04 PM
    Den Kickers unterstellt sie "psychologische Kriegsführung". Die würden schimpfen, dann gebe die Stadt, weil sie nicht grausam sein wolle, und bekäme heißen Dank, und dann schimpften die Kickers wieder.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:03:34 PM
    Miethaner-Vent macht sich Gedanken: Dass die Stadt mit der Standort-Suche ausgerechnet das Büro beauftragt, das festgestellt hat, dass der Stadionausbau am Dallenberg sich nicht rentiert - "das ist doch alles eine schöne Sache", sagt die Stadträtin, und meint es andersrum.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:05:32 PM
    Miethaner-Vent: "Wir werden immer tiefer in eine reine Förderung des Profi-Sports reingezogen", sagt sie, "und da will ich mich nicht mit reinziehen lassen." "Oooooh", machen ein paar Räte in der Ecke, wo die CSU sitzt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:06:57 PM
    Sebastian Roth (Linkspartei) meint, die Kickers arbeiten sinnvoll und betriebswirtschaftlich richtig. Die Stadt müsse aber "volkswirtschaftlich" denken und grenzen einziehen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:07:31 PM
    Der OB ist übrigens wieder da. Offenbar war er nur mal dort, wo alle Menschen gleich sind.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:08:26 PM
    Roth (Linkspartei) will erst wissen, was was kostet, bevor er dafür stimmt, und nicht für was stimmen und dann schauen, was es kostet.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:09:35 PM
    Seit eineinhalb Stunden wogt die Debatte, die Konzentration der Räte nimmt ab. Sie werden unruhiger, rufen öfter dazwischen ... Stadtratssitzungen sind harte Geschäfte.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:10:30 PM
    Gisela Pfannes (SPD) widerspricht der Vermutung von Karin Miethaner-Vent (Grüne), dass die Kickers eine psychologische Kriegsführung betreiben. Sie hält das "einfach für schlechten Stil".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:11:17 PM
    Pfannes will, "dass endlich mal Zahlen auf den Tisch kommen". So lange das nicht geschehe, könne sie einer Unterstützung der Kickers nicht zustimmen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:12:58 PM
    Josef Hofmann (FWG): Er mag nicht mehr hören, dass die Stadt in den Profisport investiere. "Wir tun es eben nicht. Wir investieren in sicherheitsrelevante Maßnahmen oder in infrastrukturelle Maßnahmen." Die Räten sollten sich überlegen, ob die vielen Tausend Zuschauer ihnen das Geld nicht wert sind.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:13:29 PM
    Stadtbaurat Baumgart hat eine Antwort auf Trosts Frage, was passiere, wenn die Kickers absteigen: "Sie steigen wieder auf."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:14:08 PM
    Das Planungsbüro Speer ist laut Baumgart das weltweit beste Büro für den Stadionbau. Die Stadt sie gut beraten damit.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:15:03 PM
    Man könne fast alles bauen auf der Welt, sagt Baumgart, man könne das Dallenberg-Stadion so zubauen, dass kein Nachbar mehr was hört. Aber wenn das wirtschaftlicher Unsinn wäre, mache man so was nicht.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:15:58 PM
    Die Standortsuche solle "ruhig, mit externer Fachkompitenz" angegangen werden, meint Baumgart, und bittet die Räte, das Büro Albert und Speer zu beauftragen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:17:42 PM
    Scheller, der Kämmerer, erinnert sich dran, wie im Herbst gerätselt wurde, was passiere, wenn die Kickers in die 1. Bundesliga aufsteige. Jetzt werde nach den Folgen des Abstiegs gefragt. So sei der Fußball. Deswegen stecke die Stadt auch kein Geld in den Sport, sondern in ein Stadion.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:18:17 PM

    Der Kämmerer kennt kein rein vereinseigenes Stadion ohne kommunale Unterstützung in der 2. Liga. Deswegen mache die Stadt das auch.
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  • von Meeviertel | 4/6/2017 4:19:11 PM
    Der Stadtrat Loew, vermutlich auch einige andere, haben schlichtweg von den Bedingungen im Profifußball keine Ahnung. Bedenkenträger!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:20:40 PM
    Nicht einfach, unter dem, was da gesagt wird, noch was Neues auszumachen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:21:48 PM
    Scheller sagt, eine Stadiongesellschaft sei beihilferechtlich nicht nötig. Sie hätte Vorteile, wegen der Kontrollrechte für die Stadt, räumt er ein. So aber übernehme die Stadt keine Verantwortung für die Stadion-Infrastruktur. An der wäre sie beteiligt in einer Stadiongesellschaft.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:22:47 PM
    Roth (Linkspartei) fragt zum dritten Mal, ob die Stadt keine pauschale Genehmigung für die Spiele erteilt, sondern jedes Mal einzeln, wegen der prekären Sicherheitslage.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:23:13 PM
    Keine Antwort auf die Frage von Sebastian Roth.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:29:07 PM
    Ein Zeug passiert hier. Der Main-Post-Rechner ist unter der Wucht der Debatte zusammengebrochen. Zu meiner Linken sitzt der Grünen-Stadtrat Patrick Friedl. Der muss jetzt ohne seinen Labtop auskommen. Den habe ich jetzt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:29:31 PM
    Wir sind in der Abstimmung. Bislang ist jeder Änderungsantrag abgeschmettert worden.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:30:16 PM
    Für die Neuen im Ticker: Ihr findet ziemlich am Anfang die vier Punkte, über die die Räte jetzt abstimmen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:31:46 PM
    Jetzt streiten sie über den Modus der Abstimmung, stellen ein Missverständnis fest, sind sich einig: namentliche Abstimmung. Das bedeutet, jeder wird beim Namen aufgerufen und sagt entweder "Ja" oder "Nein". Wir schreiben mit.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:32:13 PM
    Ziemlich viele Jas, kann ich schon sagen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:32:20 PM
    Jetzt wird gezählt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:32:33 PM
    Irgendwas um die 30 stimmten mit Ja, glaube ich.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:33:07 PM
    Edgar Kempf, der Verwaltungschef, gibt dem OB den Zettel mit dem Ergebnis.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:35:08 PM
    34 stimmten für den Vorschlag der Verwaltung, die Kickers zu unterstützen. 11 stimmten dagegen. Was das in Zukunft bedeutet? Stay tuned mit www.mainpost.de
    .
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 4/6/2017 4:35:47 PM
    Das war's aus dem Ratssaal! wolfgang.jung@mainpost.de wünscht Euch einen schönen sportlichen Abend!
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