"Heimat hat Zukunft": So lebt es sich in Giebelstadt

  • von Gerhard Meißner / MAIN-POST | 6/22/2015 7:32:46 AM

    Liebe Leserinnen und Leser,

    in unserer Serie „Heimat hat Zukunft“ schauen wir uns gemeinsam mit Ihnen eine Woche lang in Giebelstadt und seinen Ortsteilen um.

    Die Gemeinde im Westen des fruchtbaren Ochsenfurter Gaus zählt zu den attraktivsten Wohnlagen im südlichen Landkreis Würzburg und bietet dank einer Vielzahl kleiner und großer Unternehmen vielen Menschen aus dem Umland Lohn und Brot.

    Das führt dazu, dass der viel zitierte demografische Wandel in Giebelstadt noch kaum Spuren hinterlassen hat. Die Zahl der Einwohner steigt seit Jahren stetig und hat inzwischen die Grenze von 5000 deutlich überschritten. In den vergangenen Jahren wurde deshalb viel Geld investiert, um die Infrastruktur und die sozialen Angebote für Menschen jeden Alters mit dieser Entwicklung Schritt halten zu lassen.

    Die Hauptgemeinde verfügt inzwischen über einen der größten Kindergärten Bayerns und über eine Grundschule, die dank steigender Schülerzahlen demnächst sogar erweitert werden muss. Das gesellschaftliche Leben wird von lebendigen Vereinen getragen, die sich sportlich, kulturell oder im sozialen Bereich für die Dorfgemeinschaft engagieren.

    Die Freiherrn von Zobel und die Grafen von Geyer, die jahrhundertelang die Herrschaft über Giebelstadt ausübten, haben stattliche Bauten, Schlösser und schmucke Kirchen hinterlassen, die auch heute noch zu einem interessanten Streifzug durch die Geschichte Frankens einladen. Berühmtester Spross der Gemeinde ist wohl Florian Geyer, der als Anführer der Bauern im Bauernkrieg von 1525 traurige Berühmtheit erlangte. Heute erinnern die Freilichtfestspiele in der Ruine des ehemaligen Geyer-Schlosses an den einstigen Rebellen.

    Eine Woche lang wollen wir Sie einladen, uns durch Giebelstadt zu begleiten und dabei die Gemeinde und ihre Menschen kennenzulernen. In diesem Blog können Sie mit uns diskutieren, Anregungen geben oder Fragen stellen. Nutzen Sie dazu die Kommentarfunktion. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

    Mit besten Grüßen
    Ihr Gerhard Meißner
    Main-Post-Redaktion



  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 7:41:37 AM

    Giebelstadt südlich von Würzburg ist immer eine Reise wert. Anbei eine Zeitraffer-Fahrt entlang der B 19 durch das Zentrum der Gemeinde.

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/22/2015 7:50:14 AM
    Zahlen und Fakten:

    Der Markt Giebelstadt besteht aus der Kerngemeinde und den sechs Ortsteilen Allersheim, Eßfeld, Euerhausen, Herchsheim, Ingolstadt und Sulzdorf. Gegenwärtig hat die Marktgemeinde 5474 Einwohner (Stand Januar 2015). 3144 davon leben in Giebelstadt, 333 in Allersheim, 735 in Eßfeld, 265 in Euerhausen, 171 in Herchsheim, 256 in Ingolstadt und 570 in Sulzdorf.

    Die Einwohnerzahl ist in den vergangenen 50 Jahren rasant angestiegen. Lag sie im Jahr 1961 noch bei 3700 so wurde 2011 erstmals die Schwelle von 5000 Bürgern überschritten.

    Die Gemarkung hat eine Fläche von 4806 Hektar. Ein Großteil davon liegt in den fruchtbaren Flächen das Ochsenfurter Gaus. Traditionell gehört die Landwirtschaft zu den wichtigsten Erwerbszweigen in der Gemeinde und ihren Ortsteilen.

    In den zurückliegenden Jahrzehnten haben aber Industrie, Dienstleistung und Handwerk zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das wird an der Zahl von Gewerbebetrieben deutlich. 2002 zählte die Gemeinde 69 angemeldete Gewerbebetrieb, davon zwei Industriebetriebe, elf Handelsunternehmen, 16 Handwerksbetriebe und 40 sonstige Gewerbe. Ende 2012 lag die Zahl der Gewerbeanmeldungen bei 494, darunter zwei Industriebetriebe, 142 Handelsunternehmen, 89 Handwerksbetriebe und 261 Sonstige. Zu letzteren zählen auch die 69 Betreiber von Photovoltaikanlagen.
  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 8:11:56 AM
    Image-Film

    Mehr als 5.
    200 Menschen leben in Giebelstadt, über die B 19 sind die Einwohner schnell im nahen Würzburg. Bis vor wenigen Jahren prägte der von US-Streitkräften genutzte Flugplatz das Bild der Gemeinde. In diesem Image-Film stellt sie sich vor.
  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 10:44:51 AM

    Sieben Gemarkungen bilden die Gemeinde Giebelstadt. Wir sind mal im Zeitraffer durch alle hindurch gefahren. Los geht's mit Ingolstadt, Sulzdorf, Eßfeld und Herchsheim, gefolgt von Euerhausen. Die flotte Fahrt endet in Allersheim. Dort haben wir uns direkt mal umgehört, was die Allersheimer an ihrem Ortsteil schätzen...

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 10:46:14 AM

    Betty Endres-Hammer kennt Allersheim von klein auf - sie wurde dort geboren und ist in dem Giebelstädter Ortsteil aufgewachsen (Foto: Patrick Hyslop):

    "Was ich hier besonders gerne habe, ist etwa unsere schöne Kirche und auch die Gegend drumherum. Und bei unseren Festen packt die ganze Gemeinde mit an. Der Zusammenhalt ist einfach eine tolle Sache."

    Auch die Bewohner der anderen Ortsteile wissen ihre jeweilige Heimat zu schätzen - wir haben Giebelstädter aus allen Gemarkungen gebeten, uns zu verraten, warum sie gerne genau dort leben.

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 10:49:21 AM

    Landwirt Josef Stahl möchte den Giebelstädter Ortsteil Sulzdorf nicht missen. Warum er sich dort so wohl fühlt, sehen Sie im Video (Video: Patrick Hyslop).

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 11:33:43 AM

    In Herchsheim leben die Menschen nicht anonym aneinander vorbei, lobt Elisabeth Schirmer:

    "Es ist ein sehr kleiner Ort und jeder kennt jeden. Auch leben hier Menschen quer durch alle Generationen, von kleinen Kindern bis zu alten Leuten. Was mich und meinen Mann besonders freut: Wir führen einen Hof und immer wieder kommen Kinder vorbei, um etwa die Tiere im Stall anzuschauen und auch ein wenig mitzuhelfen."

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 11:34:07 AM

    Die Giebelstädter Gemarkung Ingolstadt ist äußerst lebenswert, findet Gerda Fries. Warum, das erklärt sie hier.

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 11:53:51 AM

    Der ehemalige Hubschrauber-Pilot Richard Raps liebt an Eßfeld, dass es nie langweilig wird:

    "In Eßfeld ist immer was los. Da halten die Vereine und die Menschen zusammen - wenn etwa ein Fest ist, da helfen alle. Egal ob beim Fasching, beim Feuerwehr-Fest oder wenn der Maibaum aufgestellt wird."

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 12:10:57 PM

    Im Giebelstädter Ortsteil Euerhausen sagen sich Fuchs und Igel zwar nicht "Gute Nacht", aber tierische Besucher, die sind regelmäßig zu Gast. Albin Geißendörfer liebt Euerhausen genau dafür.

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/22/2015 12:16:59 PM

    Impressionen aus den sechs Giebelstädter Ortsteilen (alle Bilder dieser Fotostrecke: Silvia Gralla) - wir beginnen in Allersheim...
    Im Zentrum von Allersheim: der Maibaum.
    Idyllisch am Hang gelegen: die Kirche von Allersheim.
    Blick von der anderen Seite: die Allersheimer Kirche inmitten von Wohnhäusern.
    Imposantes Haus in Allersheim. Und es geht weiter nach...
    ... Eßfeld. Hier gibt es idyllische Plätzchen zum Verweilen.
    Blumenschmuck in Eßfeld.
    Alt und neu in direkter Nachbarschaft - in Eßfeld, wo man...
    ... auch einen schönen Blick ins Grüne hat.
    Eßfeld nochmal aus einer ganz anderen Perspektive. Von hier geht es weiter nach...
    ... Euerhausen. Dort scheint man eine klare Meinung zum Thema Umgehung zu haben.
    Die Hauptstraße von Euerhausen...
    ... und nochmal aus einer anderen Perspektive.
    Tor in Euerhausen mit Patina - und einem prachtvollen Rosenbusch.
    Von Euerhausen nun nach...
    ... Herchsheim - und auch hier wird die Umgehung gefordert.
     Blick auf Herchsheim.
    Die Kirche von Herchsheim.
    Prachtvolle Bäume säumen diese Straße in Herchsheim.
    Von Herchsheim und den Umgehungs-Forderungen werfen wir einen Blick in den...
    ... Giebelstädter Ortsteil Ingolstadt (ja, der heißt wirklich so ;))...
    Kirche am Hang: in Ingolstadt.
    Blauer Himmel über Ingolstadt.
    Stimmig: Die alte Schmiede in Ingolstadt. Von hier geht's weiter nach...
    ... Sulzdorf - das mit einem Bildstock aufwartet.
    Ansichten von Sulzdorf.
    Die Sulzdorfer Kirche.
    Schöner Brunnen in Sulzdorf.
    Schönes Ortsbild...
     ... in Sulzdorf.
     
     

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  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/22/2015 1:19:03 PM

    Nicht nur in den sechs Ortsteilen der Gemeinde, auch in Giebelstadt selbst haben wir Menschen befragt, warum sie gerne dort wohnen. Thomas Kohl ist Pfarrer in Giebelstadt und der Vorsitzende des dortigen Heimat- und Trachtenvereins. Er mag an seinem Ort vor allem die Historie:

    "Ich lebe gerne in Giebelstadt, weil wir ein Ort mit einer langen und lebendigen Geschichte sind. Und ein Ort, der mittlerweile viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern der Erde beherbergt, die teilhaben an der schönen Geschichte unseres Ortes."

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/22/2015 1:19:22 PM

    Von den einzelnen Ortsteilen geht's in das Zentrum Giebelstadts. In einer Fotostrecke (alle Bilder dieser Serie: Silvia Gralla)...
    ... zeigen wir einige charakteristische Ecken der Gemeinde.
    Farbenfrohe Wohnhäuser am Ortseingang von Giebelstadt.
    Das Rathaus im Herzen von Giebelstadt...
    ... und nochmal das Rathaus - mit Blick von der anderen Seite.
    Die evangelische Kirche...
    ... und das katholische Pendant.
    Zeit für eine kleine Pause in der Mergentheimer Straße.
    Auch das ist die Mergentheimer Straße.
    Die Würzburger Straße in Giebelstadt.
     Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt: der Flugplatz von Giebelstadt.
    Abheben auf dem Giebelstädter Flugplatz. Ebenso bekannt...
    ... wie der Flugplatz dürfte das Giebelstädter Unternehmen Bavaria sein.
    Hier werden Yachten hergestellt.
     
     

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  • von Gerhard Meißner / MAIN-POST | 6/22/2015 1:51:59 PM

    Zobelschloss Giebelstadt (Foto: Gerhard Meißner)

    Baukunst aus der Renaissance:

    Das Zobelschloss im Herzen Giebelstadt zählt zu den best erhaltenen Schlössern aus der Renaissancezeit im raum Würzburg. Seit dem 16. Jahrhundert blieb es äußerlich weitgehend unverändert.

    Die Freiherren von Zobel, eine der ältesten fränkischen Adelsfamilien hatten dort im 13. Jahrhundert ihren Stammsitz errichtet und ein Schloss gebaut, das während des Bauernkriegs 1525 zerstört wurde. 1575 wurde es in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Ein Eckturm stammt noch vom Vorgängerbau.

    Lediglich der Wassergraben wurde im Lauf der folgenden Jahrhunderte trocken gelegt und die einstige Zugbrücke verschwand. Im 18. Jahrhundert wurde sie von einer Steinbrücke abgelöst.

    Bis ins Jahr 2008 bewohnte der letzte Spross der Freiherrn von Zobel zu Giebelstadt den herrschaftlichen Sitz. Dann wurde das Schloss zwangsversteigert.

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/23/2015 8:06:24 AM

    In direkter Nähe des Giebelstädter Schlosses: der Kartoffelkeller als Veranstaltungsort - im Bild (Foto: Kulturverein) mit den "Landstreichern" aus Kirchheim.

  • von Roland Heinrich | 6/23/2015 8:07:10 AM
    Gegenüber des Zobelschlosses im Rathaushof unter der ehemaligen Zehntscheune wurde der vorhandene Kartoffelkeller 1996 zu einem wunderschönen Veranstaltungsraum umgestaltet. Dort ist seitdem die Heimat vom Kulturverein: Im Sommer 1995, der Ausbau des Kultur- und Veranstaltungskellers unter der ehemaligen Zehntscheune des Zobelschlosses ging zügig voran, entstand die Idee einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder sich um die kulturellen Veranstaltungen auf der neu entstehenden Bühne kümmern sollten.
    Nach mehreren Vorgesprächen im Herbst 1995 kam es zu Beginn des Jahres 1996 zur Gründung des Kulturvereins Giebelstadt. Nach Beendigung der Bauarbeiten wurde im November 1996 der "Kartoffelkeller" in Giebelstadt mit einem vielseitigen kulturellem Angebot eröffnet. Bis zum Jahre 2007 haben die ehrenamtlichen Helfer in den verschiedenen Arbeitskreisen (Kabarett, Musik, Ausstellung und Kindertheater) des Vereins weit über hundert Events auf der Giebelstadter Kleinkunstbühne vorbereitet und durchgeführt. Wie bereits zu Beginn 1996 wurde auch zum 10 jährigen Jubiläum im Oktober 2006 eine "Powerwoche" mit mehrtägigen und unterschiedlichsten Veranstaltungen durchgeführt.

    2008, nach einer 1-jährigen Hängepartie ob es mit dem Kulturverein weitergeht (etliche Vorstandsmitglieder standen nicht mehr zur Verfügung), wurde im März 2008 an einer Neuorganisation "gebastelt". Die Arbeitskreise arbeiten jetzt ressortbezogen (Programm, Gastronomie, Finanzen) und eine neu gewählte Vorstandschaft ist im Amt. 2011 wurde der 15.te Geburtstag des Vereins im Landhaus Odaia in Sulzdorf gefeiert. Vier Jahre später, 2015, hat der Kulturverein einen Mitgliederhöchststand (134), eine grundsolide, finanzielle Basis, hohe Besucherzahlen und die neue Organisationsstruktur hat sich seit 7 Jahren mehr als bewährt.
  • von Gerhard Meißner / MAIN-POST | 6/23/2015 8:07:23 AM
    Umgehungsstraße:
    Seit langem gewünscht, aber nicht unumstritten.


    Die vom Lärm geplagten Anwohner der Bundesstraße 19 wünschen sich seit vielen Jahre eine Umgehungsstraße. Jahrelang haben die Befürworter der Umgehung auf allen politischen Ebenen dafür gekämpft, bis das Projekt im letzten Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf eingestuft wurde. (Foto: Thomas Fritz)
     
    Das staatliche Bauamt hat inzwischen einen Entwurf ausgearbeitet, der um Giebelstadt und die beiden Ortsteile Herchsheim und Euerhausen herumführen soll. Auch alle übrigen staatlichen Stellen haben den Bau befürwortet. Damit wäre der Weg frei, um das Planfeststellungsverfahren einzuleiten, wenn da nur das leidige Problem mit den Ausgleichsflächen für den Naturschutz nicht wäre. (Foto: Silvia Gralla)
     
    Die geplante Trasse im Westen der Gemeinde führt durch ein Gebiet in dem der Feldhamster und die Wiesenweihe zuhause sind – zwei sehr seltene und besonders geschützte Tierarten. Für den Lebensraum, der ihnen durch die neue Straße verloren ginge, müssten an anderer Stelle insgesamt 35 Hektar Feld für den Naturschutz zur Verfügung gestellt werden. (Foto: Silvia Gralla)
     
    Die Flächen im sehr fruchtbaren Ochsenfurter Gau von den Landwirten zu kaufen, ist ein schier aussichtsloses Unterfangen, sagt Bürgermeister Helmut Krämer. Kein einziger Landwirt war bislang bereit, Fläche zu verkaufen. Die Umgehungsstraße würde damit wieder in weite Ferne rücken – wenn es nicht den kreativen Bürgermeister gäbe. Der hat vorgeschlagen, die Äcker nicht zu kaufen, sondern über einen langen Zeitraum zu pachten. (Foto: Silvia Gralla)
     
    Die Ausgleichsflächen könnten dann in einer Weise bewirtschaftet werden, die sowohl der Wiesenweihe als auch dem Feldhamster gelegen kommt. Noch nie zuvor waren in Bayern Ausgleichsflächen auf diesem Weg ausgewiesen worden. Die Oberste Baubehörde am bayerischen Innenministerium prüft den Vorschlag deshalb und hat angekündigt, bis zur Sommerpause eine Lösung vorzulegen. (Foto: Silvia Gralla)
     
    Ungeteilt ist die Zustimmung zu einer Umgehungsstraße aber auch in Giebelstadt nicht. Einige Landwirte kritisieren das Vorhaben, weil dadurch wieder einmal fruchtbare Ackerfläche verloren geht und Landschaft versiegelt wird. Sie schlagen deshalb eine ortsnahe Umfahrung im Osten der Gemeinde vor. (Foto: Silvia Gralla)
    Genaueres muss das Planfeststellungsverfahren zeigen. In dem Verfahren, das mindestens zwei Jahre dauert, werden die Vor- und Nachteile der gewählten Variante gegeneinander abgewogen. Auch betroffene Bürger haben die Möglichkeit ihr Anregungen und Einwände in dem Verfahren vorzubringen. Es bleibt spannend, wie das Verfahren einmal endet und ob die Transparente, mit denen die Anwohner der B 19 seit Jahren für die Umgehung protestieren dann endlich eingemottet werden können. (Foto: Thomas Fritz)
     
     

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  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/23/2015 9:17:48 AM

    Viele Giebelstädter leiden unter dem Lärm der B 19, die mitten durch die Gemeinde führt. Seit Jahrzehnten ist darum die Umgehungsstraße im Gespräch. Doch diese hat nicht nur Befürworter, wie die ehemalige Friseurin Elke Tiefenbach, sondern auch Gegner, wie Gemeinderatsmitglied Ulrich Pabst. In unserem Video kommen beide zu Wort (Video: Patrick Hyslop). Den aktuellen Stand der Diskussion können Sie in der Bilderserie zur Umgehung (s. vorheriges Posting) hier im Liveblog nachlesen.

  • von Geyerschhlösser | 6/23/2015 9:53:02 AM
    Hallo Herr Alternativer Umgeher, haben Sie zur Kenntnis genommen das übergeordneten Behörden die OST-Umgehung ablehnen ?? Für die WEST-Umgehung ist die Trasse bereits seit Jahren durch die Flurbereinigung markiert und die Fläche erworben. Die WEST-Umgehung muss her und zwar schnell !! Heimat ?? Heimat ist für mich der Ort wo ich geboren wurde, wo ich die ersten sozialen Kontakte geknüpft habe. Wo mich viele Mitmenschen mögen - manche auch nicht! Heimat ist für mich der Ort mit dem Florian-Geyer-Spiel usw. - der Ort mit dem Kartoffelkeller - der Ort den viele Fremde besuchen und nach Florian-Geyer und Zobelschloß fragen und denen ich stolz davon erzählen kann. Deswegen muss die Umgehung her damit wir auch auf der "ALTEN B19" mit den vielen Besuchern feiern können und diese Besucher auch entlang dieser Straße parken und gefahrlos zum Geyerschloß und Zobelschloß-Hotel flanieren können.
  • von Kein Anwohner | 6/23/2015 11:53:17 AM
    Wer an der Strasse wohnt wünscht sich die Umgehung, wenn das andere Leute nicht wollen (z.B. BGM etc!!) dann sollen die doch mal den Lärm per Lautsprecher vor das eigene Schlafzimmer für mehrere Wochen im Sommer bekommen. Bin dann mal gespannt wie schnell sich hier was ändert!!! Wenn ich nicht betroffen bin dann stört mich das auch nicht!!
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/23/2015 11:53:44 AM

    Giebelstadts Bürgermeister Helmut Krämer zum Thema Umgehung (Video: Gerhard Meißner/Patrick Hyslop).

  • von Werner | 6/24/2015 7:42:54 AM
    Die dringend notwendige B19 Umgehung ist auf einem guten Weg. Innenstaatssekretär Eck hat Möglichkeiten zur Generierung der geforderten Ausgleichsflächen aufgezeigt. Die zuständigen Behörden und der Bürgermeister von Bütthard Edwin Gramlich arbeiten an der Umsetzung dieses bayernweit wegweisenden Modells. Statt über ein ob oder eine Trassenführung, die das Straßenbauamt aus guten Gründen verworfen hat zu diskutieren, sollten wir alle den weiteren Fortgang der fertig geplanten Umgehung untersützen, damit Giebelstadt auf Dauer auch Heimat für die Anwohner der Bundesstraße bleiben kann.
  • von gama | 6/24/2015 7:43:01 AM
    damit es nicht einseitig wird. Ich würde sofort aus Giebelstadt wegziehen wollen.
  • von Ein Abgasgeschädigter | 6/24/2015 7:43:33 AM
    Auf die Frage des Reporters im Filmbeitrag mit dem Bürgermeister, ob er denn Verständnis für die Bürger mit ablehnender Haltung zur B 19 Umgehung habe, begründete Herr Krämer sein Verständnis am Beispiel der Pächterin der Tankstelle. Diese Dame wusste bei Beginn ihrer Tätigkeit mit der Tankstelle vor wenigen Jahren, dass die Umgehung kommen wird. Des Weiteren entstanden durch die Aussage des Bürgermeisters der Eindruck, dass die Dame in Zukunft die Westumgehung B 19 an ihrem Haus vorbei ertragen müsse. Das ist absolut nicht der Fall! Die neue B19 Trasse geht 400 m und dort noch tiefer gelegt ( Schallschutz) an ihrem Wohnhaus vorbei und nicht 1,5 m wie bei Frau Tiefenbach und vielen anderen Anwohnern, auch in Herchsheim und Euerhausen! Auch wussten alle Häuslesbauer im Westen von Giebelstadt bereits bei der Planung ihrer Häuser von der künftigen Umgehungstrasse. Es ist schon eigenartig wie plötzlich Einzelinteressen hochgespielt und akzeptiert werden, wo über Jahrzehnte , und solange warten wir leider schon, totale Einigkeit herrschte! Dies alles trägt einem lebenswerten Leben in unser Gemeinde nicht bei!
  • von Ernst aus einem Ortsteil | 6/24/2015 7:43:39 AM
    Die Umgehung in der jetzigen Planung bietet die einmalige Chance giebelstadt als Heimat nicht nur in den neuen Siedlungsgebieten, sonder auch im Altort entlang der B19 attraktiv und lebendig zu gestalten.
  • von Sommerwind | 6/24/2015 7:44:01 AM
    Fortsetzung : Die Überquerung der B 19 in Giebelstadt z. B. Zum Friedhof, der Apotheke und Ärzte ist für die "Westbewohner" zum Teil ein gefährliches Abenteuer. Die Schulkinder und die Bürger, die zur Schule, Rathaus, Bank im Westen wollen sind auch davon betroffen. Das in den letzten Jahrzehnten sehr stark angestiegene Verkehrsaufkommen, besonders durch LKWs und Bussen behindert eine gute Lebensqualität enorm!Es geht auch nicht nur um den Verkehrslärm, der Giebelstadt nicht lebenswert macht, es ist vor allem die Schadstoffbelastung, die alle Bürger betrifft! Fazit, ein lebenswertes und liebenswertes Giebelstadt kann es nur mit der B 19 Umgehung geben! Verkehr raus, Lebensqualität rein, und da gibt es dann 1000 Möglichkeiten, und es bewährt sich in Giebelstadt, Herchsheim und Euerhausen zu leben oder neu anzusiedeln! Die B19 Umgehung kann nur ein Gewinn für ALLE sein!
  • von Pelzgaß | 6/24/2015 7:44:28 AM
    "Kein Anwohner um 13:53 Uhr" hat es genau getroffen. Das Thema Umgehung liegt beim BGM unterste Schublade unter noch tiefer als "Gewerbeansiedelung". Das zeigt auch die Tatsache das keine Bürger (der Bürgerinitiative ) zum Hearing im Mai nach München mitgenommen wurden!!! Wen hat denn BGM Gramlich aus Bütthard bei dem Besuch in München vertreten???
  • von K. aus E. | 6/24/2015 7:44:54 AM
    "Heimat hat Zukunft", aber auch nur dann, wenn die Lebensqualität für Jung und Alt, d. h. für alle Bürger, auch in den Gemeindeteilen Herchsheim und Euerhausen, gegeben ist! Ohne B 19 Umgehung ist das im Hinblick auf "Heimat hat Zukunft" nicht möglich und engstirnig gedacht! Für die Zukunft gut gerüstete, lebenswerte und liebenswerte Ortskerne wird es nur mit der Verlagerung der jetzigen B 19 geben! Der Vorschlag einer Ost-Umgehung des Herrn Pabst in seinem Interview ist höchst eigennützig gedacht, grenzen doch seine Felder an das bestehende Baugebiet im Westen von Giebelstadt an!
    Die Ost-Umgehung ist außerdem bei den Behörden längst vom Tisch und ergibt auch keinen Sinn, denn für Herchsheim und Euerhausen nicht durchführbar!
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/24/2015 8:18:22 AM

    Die Geyer-Festspiele sind weit über Giebelstadt hinaus bekannt. Premiere in diesem Jahr ist am 17. Juli - wir erzählen die Geschichte der Spiele anhand von Impressionen aus dem vergangenen Jahr (alle Fotos: Thomas Obermeier).
    Florian Geyer, adeliger Grundherr aus Giebelstadt, gilt als Schlüsselfigur des Bauernkriegs von 1525. Bei dem Aufstand gegen Adel und Klerus stellte er sich auf die Seite der Bauern und scheitert grausam. Der Geyer wurde zur Symbolfigur für das Aufbegehren gegen die Willkür der Obrigkeit. Nikolaus Fey... 
    ... hat in den 20er Jahren aus dem Stoff ein Theaterstück geschaffen. Vor der Ruine des Geyerschlosses wurde es erstmals aufgeführt. Später bemächtigten sich die Nazis des Stoffs, passten ihn in ihre Ideologie ein. Nach dem Krieg galt es deshalb zunächst als belastet, verschwand in der Versenkung. In den 80er Jahren...
    ... erinnerte man sich in Giebelstadt des tragischen Schauspiels, gründete einen
    Verein und entfrachtete das Stück seines ideologischen Ballasts.
    Die Geyer-Festspiele waren geboren. An den ersten Regisseur Kurt Hepperlin erinnert heute in Giebelstadt ebenso eine Straße wie an Nikolaus Fey. Vor 25 Jahren...
    ... übernahm der Schauspieler und Regisseur Renier Baaken die künstlerische Leitung der Geyer-Festspiele und schuf daraus ein opulentes Spektakel.
    Die 130 Akteure streiten und kämpfen, Fuhrwerke werden im rasenden
    Tempo über die Bühne gezogen, Pferde galoppieren vor der historischen
    Kulisse.
    Pyrotechnik...
    ... und professionelles Stunt-Training sind hinzugekommen. Und auch das Stück hat sich verändert. Jedes Jahr führt Renier Baaken neue Szenen und Charaktere ein, nimmt andere aus dem Spiel. Jedes Jahr aufs neue soll den Zuschauern so etwas Überraschendes geboten werden. Obwohl die Grundzüge des Stücks die gleichen geblieben sind, ähnelt keine Inszenierung der anderen. Seit zwölf Jahren...
    ... verfolgt Baaken erfolgreich dieses Konzept – immer am gleichen Stück. Jetzt scheinen auch ihm die Ideen ausgegangen zu sein. Deshalb soll es im nächsten Jahr ein ganz neues Stück geben. Seit vergangenem Jahr...

    ... arbeitet Renier Baaken an einem neuen Schauspiel – einer Trilogie, die den
    Bauernkrieg und die Figur des Florian Geyer in viel mehr Facetten als
    bisher beleuchten soll.
    „Es steckt viel mehr in dem Thema“, sagt Baaken und hat sich intensiv mit der historischen Vorlage beschäftigt. Im kommenden Jahr...
    ... soll der erste Teil der Trilogie aufgeführt werden, dann der zweite und der dritte, und dann wieder von vorn. Das neue Stück soll mehr in die Tiefe gehen, verspricht Renier Baaken, ohne dass dabei das Spektakuläre des bisherigen Inszenierungen verloren geht. Wer den alten Geyer...
    ... noch einmal erleben will, hat also heuer letztmals die Gelegenheit dazu. Wieder hat sich einiges im Vergleich zum Vorjahr geändert. Frauenpower ist diesmal angesagt, verrät Renier Baaken. Mehr will er allerdings noch nicht preisgeben. Premiere ist am 17. Juli. Weitere Aufführung gibt es dann am 18., 24., 25. und 31. Juli sowie am 1. Beginn jeweils im 20.30 Uhr.
     
     

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  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/24/2015 8:18:28 AM

    Schwertkampf bei den Proben zu den Geyer-Festspielen (Video: Gerhard Meißner),

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/24/2015 1:34:32 PM

    Er ist der Künstlerische Leiter bei den Geyer-Festspielen: Renier Baaken. Im Video erklärt der gebürtige Rheinländer, warum er seit 1990 regelmäßig seinen Sommer dem dramatischen Historien-Spektakel „Florian Geyer, der Rebell“ widmet - und mit welchen Neuerungen die Zuschauer der Festspiele ab dem nächsten Jahr rechnen können (Video: Gerhard Meißner).

  • von Sommerwind | 6/24/2015 6:58:16 PM
    Alle Giebelstädter sind Herrn Baaken zu großem Dank verpflichtet! Ist er doch vor vielen Jahren ein großes Wagnis mit Giebelstadt und den Geyer-Spielen eingegangen! Das Wagnis hat sich gelohnt. Hauptprofteur ist Giebelstadt, in der "neueren Zeit" über Landkreisgrenzen hinaus durch die Geyer- Spiele bekannt geworden. Für eine gute Zukunft in Giebelstadt könnte auch in diesem Kontext noch sehr viel mehr für Giebelstädter und Gäste gemacht werden, wenn die B 19 aus dem Ort verschwindet und die Ortsmitte für die Bewohner und Gäste so gestaltet wird, dass man gerne in Giebelstadt leben will und als Gast nach Giebelstadt kommen möchte, das Zobelschloss als Hotel mit eingebunden! Fazit: es gibt ungeahnte Möglichkeiten Giebelstadt in eine moderne, lebenswerte Zukunft zu bringen, die Heimat bedeutet! Man muss es nur wollen und auch fleißig etwas dafür tun!
  • von Neubürger | 6/24/2015 6:59:12 PM
    Ich wohne seit Kurzem in Giebelstadt und verfolge das Thema B-19 am Rande mit. "Des einen Freud, des andren Leid" lautet ein altes Sprichwort. Bei aller Wertschätzung für die betroffenen Anlieger, darf nicht vergessen werden, dass es ein erheblicher Eingriff in die Natur und in die Staatskasse ist. Gleichzeitig werden andere Bürger künftig, wenn auch nicht in der Intensität, belastet. Die Hauptwindrichtung in unseren Breitengraden ist von West nach Ost. Es steht eine Investitionssumme von ca. 27 Millionen Euro im Raum. Gleichzeitig wird ein Flächenausgleich von ca. 40 ha. gefordert. Über eine sinnvolle Anbindung des ehemaligen Flugplatzes (mittlerweile Giebelstadt's größtes Gewerbegebiet) wurde meines Wissens noch nicht nachgedacht. Schaut man sich die Streckenführung um Euerhausen und Herchsheim an, stellt man schnell fest, dass dafür 2/3 der gesamten Planung notwendig ist. Ich bin mir nicht sicher, ob die veröffentlichten Zahlen, gerade im Ortsteil Euerhausen, richtig sind. Bei einer Informationsveranstaltung im Gasthof Lutz, war von 6000 Fahrzeugen täglich die Rede. Was die die Umgehung für die Ortsteile Euerhausen und Herchsheim grundsätzlich in Frage stellen würde. Der Straßenverlauf ist zudem gut einsehbar. Anders in Giebelstadt. Dort handelt es sich um ein Nadelöhr mit einer tatsächlichen Belastung von ca. 12.000 Fahrzeugen pro Tag. Ein großes Problem sind die "Maut-Flüchtlinge", also die LKW. Eine sinnvolle Lösung sollte einer Schnellen vorgezogen werden.
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/24/2015 7:19:29 PM
    Die Kinderfestspiele Giebelstadt

    Die Geyer-Festspiele haben eine große Anziehungskraft auf Fans von Freilichttheater.
    Doch da gibt es noch mehr: Insbesondere an die kleinen Besucher richten
    sich die Kinderfestspiele in Giebelstadt, die ebenfalls vor der Kulisse
    der Geyer-Schloss-Ruine stattfinden.


    In diesem Jahr werden bei den Kinderfestspielen Giebelstadt vier Theaterstücke angeboten darunter "Die Olchis und die Teufelshöhle" (für alle Altersstufen) nach der Kinderbuchreihe von Erhard Dietl (Foto: Marco Fuchs).
    Alles, was die Menschen wegwerfen, kommt den Olchis gerade recht und findet bei ihnen eine ganz eigene Verwendung... (alle restlichen Fotos dieser Bilderserie: Martin Hans).
    Olchis sind überaus höflich und freundlich da vergisst man schnell, dass sie ein bisschen stinken…
    Außerdem im Programm: "Emil und die Detektive" nach dem Kinderbuch von Erich Kästner (für Kinder ab 6). Die Kinderfestspiele Giebelstadt sind die größten in der Region. 2015 sieht nach einem Rekordjahr aus: „Wenn alles gut geht, knacken wir dieses Jahr die Grenze von 16.000 Besuchern“, so Regisseur und Festspielleiter Hannes Hirth. Damit würde...
    ... das bislang besucherstärkste Jahr 1999 noch übertroffen werden. Damals wurde das Dschungelbuch aufgeführt – ein bis heute unübertroffener Erfolg. Außerdem im Programm: "Der kleine Drache Kokosnuss und der schwarze Ritter" nach der Kinderbuchreihe von Ingo Siegner (für alle Altersstufen). Die Abendvorstellung von...
    ... „Die Zeitreise" (frei nach dem Roman von H. G. Wells; für Kinder ab 8), fällt am dritten Juli aus organisatorischen Gründen aus. Für die Vorstellung am nächsten Tag sind noch Karten erhältlich. Die genauen Termine finden Sie hier.
     
     

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  • von Justus | 6/25/2015 7:42:33 AM
    In Bayern wurden in den letzten 30 Jahren zahlreiche Umgehungen umgesetzt und gebaut - nur in Giebelstadt funktioniert es scheinbar nicht! Das liegt darin, dass die Verantwortlichen immer wieder neue fadenscheinige Gegenargumente ins Spiel bringen um diese Umgehung zu blockieren bzw. zu verhindern! Diese Leute sollten sich einmal in ein Wohnzimmer oder Schlafzimmer neben der B 19 begeben um dann neu zu urteilen. Es wird zu viel Rücksicht auf Hamster und Wiesenweihe genommen, der Mensch hingegen zählt scheinbar viel weniger! Es gibt keine Alternative zu der jetzigen Planung, die Einwohner sollten aber an einen Strang ziehen, damit diese Maßnahme endlich umgesetzt wird! Wir haben lange genug gewartet! Außerdem würden viele Grundstücke entlang der B 19 aufgewertet und wieder wieder brauchbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden, von den Ortszentren ganz zu Schweigen! Der Weg ist das Ziel!
  • von Kein Anwohner | 6/25/2015 7:42:48 AM
    Man kann sich die Umgehung sparen und nur noch Autos und LKW durch Giebelstadt fahren lassen die mit reinem E-Antrieb unterwegs sind!!! Dann wäre der Lärm weg!!! Vielleicht ist das ja in 10Jahren Realität und somit der Bau hinfällig!!! Ich glaube das vorher nichts passieren wird, sprich die Umgehung gebaut wird!!! Ich sehe nur das Beispiel Randersacker. Hier hat die Umgehung für ein neues Erscheinungsbild gesorgt und der Ort ist jetzt attraktive
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/25/2015 7:52:13 AM

    2006 zogen die US-Streitkräfte vom Giebelstadter Flugplatz ab. Die Nachricht hatte zu großer Besorgnis unter den Giebelstadtern geführt. Jahrzehntelang hatte man mit den Soldaten und ihren Familien zusammen gelebt; der Stützpunkt brachte Arbeitsplätze und Wohlstand in den Ort. Der ehemalige Giebelstadter Bürgermeister (von 1990 bis 2002) und ehrenamtliche Heimatpfleger Volker Kleinfeld schildert, was damals geschah (Video: Patrick Hyslop).

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/25/2015 9:28:35 AM

    Interview mit Annette Barreca, Geschäftsführerin der Flugplatz Giebelstadt GmbH (Video: Gerhard Meißner/Patrick Hyslop).

  • von Sommerwind | 6/25/2015 12:00:09 PM
    Zu Justus: es geht immer alles, wenn man nur will und wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, eben weil man es will, z. B. um ein gemeindliches Vorhaben für die Bürger und deren Lebensqualität voranzubringen, letztendlich profitieren auch die "Nichtanlieger der B 19" davon! Zu "kein Anwohner" : E-Autos in Bayern eine Utopie! Wo soll denn der Strom herkommen? Keine Stromtrassen, keine E-Mobilität! Das vielleicht in 100 Jahren, wenn wir alle nicht mehr sind und die CSU in Bayern auch ausgestorben ist! Dann ist die B 19 Umgehung auch nicht mehr nötig! Aber dann ist keiner von uns mehr auf diesem Planeten????????????! Alles eine Utopie!!!
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/25/2015 12:00:27 PM
    Bombenfunde bei Giebelstadt

    Immer wieder in den Medien: Giebelstadt und seine zahlreichen Bombenfunde. Insgesamt wurden bisher 213 Blindgänger entschärft, alleine seit 2010 waren es 137.
    Gekostet hat das Ganze knapp 400 000 Euro, von denen der Freistaat Bayern einen Teil übernimmt.

    Reportage über eine Bombensuche
    Bombensuche: Wer zahlt was?


    Hier wird ein Blindgänger in Giebelstadt geborgen - im September 2011 (Foto: Thomas Fritz).
     
    Staunen über Fünf-Zentner-Bombe bei Giebelstadt: Bürgermeister Helmut Krämer (Zweiter v.
    links) und Kampfmittelräumer aus Ingolstadt (Foto: Thomas Fritz).
    Großer Bombenfund in Giebelstadt im September 2011: sieben 40,5-Kilogramm-Splitterbomben - und eine 100-Kilogramm-Bombe (Foto: Thomas Fritz).
     
    Bombenentschärfung und Evakuierung in Giebelstadt im Oktober 2011 (Foto: Gerhard Meißner).
     
    Bombenfund im November 2011: in Giebelstadt neben der Kreisstraße Wü 46.
     
    Mit dem Jeep auf Bombensuche - im Februar 2012: Kampfmittelexperte Daniel Raabe fährt die Fläche rund um den Giebelstadter Flugplatz ab, um mögliche Flächen, wo Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten, zu sondieren (Foto: Thomas Fritz).
    Helferessen im Giebelstadter Kartoffelkeller - zum Abschluss der großen Bombensuche im Februar 2014 (Foto: Thomas Fritz).

     Bombenfund in Giebelstadt im September 2011 (Foto: Thomas Fritz).
     
    Oktober 2010: Ein Mitarbeiter des Sprengkommandos Feucht räumt einen 67,5 Kilogramm schweren Blindgänger weg (Foto: Thomas Fritz).
     
    Oktober 2009: 13 Sprengkörper - Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg - werden bei
    Giebelstadt
    geborgen und entschärft (Foto: Helmut Rienecker).
    Oktober 2009: Entschärfung und Räumung von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg in Giebelstadt (Foto: Norbert Schwarzott).
    August 2009: Dunkler Rauch steigt nach einer Bombensprengung aus dem zwei Meter tiefen, mit Strohballen abgedämmten Loch auf. Die Bewohner der Häuser im Bildhintergrund hatten ihre Wohnungen für einige Stunden verlassen müssen (Foto: Norbert Schwarzott).
     
     

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  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/25/2015 12:12:33 PM

    Interview mit Flugplatzleiter Karl Herrmann. Er verrät, welch kostbare Fracht in Giebelstadt bereits an Bord ging (Video: Gerhard Meißner/Patrick Hyslop).

  • von Berni | 6/25/2015 12:42:33 PM
    Zu Beitrag Neubürger:Alle Achtung, willkommener, lb. Neubürger, dafür, dass Sie Ihrer Angabe nach erst seit Kurzem in Giebelstadt wohnen haben Sie sich erstaunliche Kenntnisse zur Thematik erworben! Ich lebe seit 35 Jahren in Giebelstadt, bin kein direkter Anwohner der B 19 und sehe auf Grund meines 35jährigen Wissens um die B19 Verlagerung und die rasante Verkehrsentwicklung die dringende Umsetzung der vorausgegangenen Investitionen, Landerwerb und Planung! Alle Flächen, die für die Strassentrasse gebraucht werden sind abgemarkt und sind im Besitz des BUNDES! Längst wäre die B 19 Umgehung Realität, hätte der Bürgermeister von 1990-2002 nicht Fristen verstreichen lassen und das Vorhaben amtswürdig vorangetrieben! Die Ausgleichsflächen, die Sie angesprochen haben und heute für Wiesenweihe und Hamster verlangt werden, standen damals nicht zur Debatte!
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/25/2015 6:44:53 PM
    Die Konversion des ehemaligen US-Stützpunkts: Geschichte mit Happy End

    2006 zogen die amerikanischen Streitkräfte vom Giebelstadter Flugplatz ab. Die Nachricht hatte zu großer Besorgnis unter den Giebelstadtern geführt. Jahrzehntelang hatte man mit den Soldaten und Ihren Familien zusammen gelebt. Freundschaften entstanden, der Stützpunkt brachte Arbeitsplätze und Wohlstand in die Gemeinde. Wie sollte es weitergehen ohne die Amerikaner? Wie viele Häuser würden leer stehen? Das Kasernengelände, insgesamt 266 Hektar, ging damals in den Besitz der Bundesanstalt für Immobilienanlegenheiten (BIMA) über – mit dem Auftrag, die Fläche zum Wohl der Gemeinde Giebelstadt und der Region zu vermarkten. Firmen sollten angesiedelt, neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

    Doch das schwere Erbe des Zweiten Weltkriegs durchkreuzte die ehrgeizigen Pläne zunächst. In den letzten Kriegsmonaten war der Flugplatz mehrfach Ziel alliierter Bomber. Nazi-Deutschland hatte das Flugfeld als Ausgangspunkt für Bombenattacken gegen Frankreich gedient. Im Geheimen wurde dort Hitlers vermeintlicher Wunderwaffe, der Düsenjäger ME 262, erprobt. Tausende Bomben gingen auf den Flugplatz und die angrenzenden Äckern nieder. Nicht alle explodierten. Ein Teil der gefährlichen Altlasten schlummerte als Blindgänger jahrzehntelang im Boden. Erst nach der langwierigen Suche und Bergung der Bomben konnte die BIMA beginnen, die Grundstücke Unternehmen zum Kauf anzubieten.

    Was vielen in Giebelstadt zu langsam geht, hat inzwischen Formen angenommen. Im „Airpark Giebelstadt“, wie das Industriegebiet inzwischen heißt, haben sich bereits die ersten Unternehmen etabliert. Eine Firma für Büro- und Laboreinrichtungen hat sich angesiedelt, ein Spezialbetrieb für die Aufbereitung von Metallabfällen. In der ehemaligen Sporthalle hat sich ein Maschinenhändler niedergelassen und im früheren Bowling-Center arbeiten die Hersteller von Kunststoff-Spritzguß-Teilen mit zunehmendem Erfolg und steigender Mitarbeiterzahl. Im hinteren Teil des Geländes ist ein Krematorium entstanden. Außerdem gibt es einen Motorradfachhändler, der im Airpark seinen Handel und seine Werkstatt eingerichtet hat.

    „Jeder, der sich dort ein Grundstück gekauft hat, ist sehr zufrieden“, sagt Bürgermeister Helmut Krämer nicht ohne Stolz. Trotzdem wünscht auch er sich, dass die Vermarktung der restlichen Flächen und die Ansiedlung weiterer Unternehmen schneller vonstatten geht (Text: Gerhard Meißner).
  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/25/2015 6:45:07 PM

    Flugplatz Giebelstadt (Foto: Gerhard Meißner)

  • von Ernst Merz | 6/25/2015 10:19:09 PM
    B19 Umgehung - Heimat hat Zukunft. Ein Teil der Heimat sind die Ortskerne mit dem Wohnraum der sich dort befindet. In Giebelstadt, Euerhausen und Herchsheim stehen ca. 120 Wohnhäuser direkt an der B19, mit allen Belastungen des täglicher Verkehrs. Wenn die Heimat dort Zukunft haben soll, geht dies nicht mit der B19 als Ortsdurchfahrt. Einzelne Wohnhäuser stehen bereits jetzt leer, der Leerstand wird in Zukunft entlang der B19 deutlich zunehmen. Deshalb muss alles unternommen werden, dass die B19 Umgehung möglichst schnell umgesetzt wird. Wenn der Wohnraum an der B19 durch die Verkehrsbelastung nicht mehr attraktiv ist, drängen die Bürger in Neubaugebiete. Für die Ausweisung von 120 Bauplätzen für Mehrfamilienhäuser wäre incl. der notwendigen Straßen und Ausgleichsflächen eine Fläche von min. 10 ha notwendig. Dies entspricht 2/3 des Flächenbedarfs für die Umgehung und relativiert den Flächenverbrauch. Kontraproduktiv sehe ich die Diskussion zur Ostumgehung. Die Variante ist bereits vom staatlichen Bauamt abgelehnt und ist in der Streckenführung für Giebelstadt keine Umgehung. Ich sehe diese Diskussion nur als Taktik zur Verhinderung der Westumgehung. Aktuell verhindert die geforderte Ausgleichsfläche die Umsetzung der Umgehung. Ich hoffe, dass sich hier möglicht bald eine Lösung ergibt.
  • von Olga aus Giebelstadt | 6/25/2015 10:19:39 PM
    Ich lebe sehr gerne in Giebelstadt! Es wird viel getan für unsere Kinder und die Vereine! Ich bin begeistert wie sich unser Bürgermeister Herr Krämer und viele freiwillige Helfer bemühen demnächst in Giebelstadt Flüchtlinge willkommen zu heißen! Auf dem Flugplatzgelände in Giebelstadt gibt es einige ordentliche Häuser, in denen Soldaten und Offiziere der Amerikaner gelebt haben und die immer noch 1000mal besser sind als Massenlager und Zelte. Es wäre super, wenn sich unser Bürgermeister engagieren und dafür einsetzen würde, dort Flüchtlingen eine neue Heimat zu geben! So hätten auch diese Menschen in Zukunft eine Heimat und die neue Heimat wäre eine Zukunft für sie!
  • von Gewerbetreibender | 6/25/2015 10:24:00 PM
    "Heimat hat Zukunft", aber auch nur dann wenn unsere Gemeinde ein gutes finanzielles Polster und für die Zukunft genügend Einnahmen durch Einkommens- und Gewerbesteuer hat, um die Infrastruktur in Giebelstadt und seiner Gemeindeteile laufend zu verbessern.
    Damit wäre in der Zukunft den Bürgern jeden Alters ein gutes und modernes Leben auf dem Land gewährleistet!
    In Giebelstadt gibt es leider seit 7 Jahren keine nennenswerten neuen Gewerbeansiedlungen (eher Abwanderungen) und die Gewerbesteuereinnahmen durch die großen Betriebe sinken signifikant! Wir leben von den Rücklagen! Erstaunlicherweise präsentieren Bürgermeister und Landrat im Imagefilm der Gemeinde stolz die Photovoltaik Anlage auf dem Flugplatzgelände. Nur unsere Gemeinde hat nichts dafür getan. Sie bekommt keinen Cent Gewerbesteuer- oder Pachteinnahme, oder nutzt die dort erzeugte Energie!
    Leider wurde im Vorfeld von Bürgermeister und der Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt Teile des Flugplatzgeländes zu erwerben (damals beste Konditionen durch den Bund) um es für Giebelstadt und seine Bürger zu nutzen.
    Die "Chance Flugplatz" wurde leider nicht genutzt um Giebelstadt wirtschaftlich weiter voran zu bringen! Im Fall Photovoltaik Anlage hat dies ein cleverer Investor getan, der den Strom an die Stadt Aachen verkauft und an die BIMA die Pacht für die Flächen bezahlt!
    Ich lebe sehr gerne in meiner Gemeinde und bin sehr an einer guten Weiterentwicklung interessiert. Ich sehe aber auch mit großer Sorge wie durch große geplante Investitionen die gemeindlichen Gelder ausgegeben werden, die nur Folgekosten produzieren. Es wird aber kein Geld für Gewerbeansiedelung investiert um langfristig Gewerbesteuereinnahmen zu sichern.
    Als Alternative werden dann die gemeindlichen Steuern und Abgaben für die Bürger erhöht um die stolzen Projekte zu finanzieren.
    Ob es dann noch Spaß macht in Zukunft in Giebelstadt zu leben?
  • von Gerhard Meißner / MAIN-POST | 6/26/2015 7:45:56 AM
    Eine Gemeinde auf Wachstumskurs  

    Ein lebendiges Vereins- und Kulturleben, eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur und ein engagierte Bürgergesellschaft – in Giebelstadt ist gut leben.
    Das drückt sich auch in der Einwohnerzahl aus. Sie ist in den zurückliegenden Jahren gestiegen wie in kaum einer anderen Gemeinde der Region.

    Verglichen mit dem Landesdurchschnitt verzeichnet Giebelstadt sogar eine überdurchschnittlich hohe Geburtenrate, sagt Bürgermeister Helmut Krämer. Besonders junge Familien siedeln sich bevorzugt dort an, wo das Umfeld stimmt. Die Bauplätze, die die Gemeinde in den vergangenen Jahren erschlossen hat, gingen weg wie warme Semmeln.

    Das Wachstum hat aber auch eine Kehrseite. Der Kindergarten ist inzwischen auf neun Gruppen angewachsen und zählt mit seinem Betreuungsangebot ab dem Kleinkind-Alter zu einer der größten Einrichtungen dieser Art in Bayern. Längst wäre eine Erweiterung oder der Bau eines weiteren Kindergartens fällig. Auch die Grundschule platzt aus allen Nähten und muss ebenfalls erweitert werden. Die benachbarte Sporthalle ist in die Jahre gekommen.

    Ungebremstes Wachstum will die Gemeinde deshalb nicht zulassen. In überschaubaren Schritten soll die Gemeinde wachsen, so der Bürgermeister. Nur so schnell, dass die Infrastruktur Schritt halten kann.
     

  • von Catharina Hettiger / MAIN-POST | 6/26/2015 9:53:17 AM

    Giebelstadt im Internet

    Auch online gibt die Gemeinde ein gutes Bild ab - sie ist sowohl auf Kanälen wie youtube als auch in den sozialen Netzwerken zu finden.
    Hier eine Übersicht über Giebelstadt im Netz:
  • von Gerhard Meißner / MAIN-POST | 6/26/2015 9:53:47 AM
    Bavaria Yachtbau: ein beispielloses Kapitel Giebelstadter Wirtschaftsgeschichte

    Wer würde Europas größte Sportbootwerft mitten im deutschen Binnenland vermuten? Tatsächlich ist die Firma Bavaria Yachtbau größter Hersteller von Segel- und Motoryachten auf dem Kontinent und einer der größten weltweit.
    In mehr als 30 Jahren erlebte das Unternehmen nahezu alle Höhen und Tiefen.

    Die beispiellose Geschichte begann 1979 mit der Gründung durch Winfried Herrmann. Der Selfmade-Mann und Geschäftsführer einer Fensterbau-Firma baute die kleine Manufaktur für edle Segeljachten auf und erkannte wenige Jahre später, wie viel wirtschaftliches Potenzial in der Technisierung der Produktion steckt.

    Als erste Bootswerft machte sich Herrmann dabei die Fließbandproduktion zunutze, die in der Automobilindustrie längst Alltag war. Niemand sonst verstand es, Segeljachten und später auch Motorboote von solcher Qualität so günstig herzustellen. Die Firma wuchs kontinuierlich und brachte es bis Mitte des letzten Jahrzehnts auf einen Gewinn von mehr als 200 Millionen Euro.

    2007 wechselte das zu diesem Zeitpunkt noch hoch profitable Unternehmen den Besitzer und wurde tief in den Strudel der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gezogen. 1,2 Milliarden Euro soll der Käufer, ein amerikanischer Finanzinvestor, laut Branchenkreisen bezahlt haben. Die Zinslasten des Verkaufs lasteten fortan auf Bavaria und führten das Unternehmen an den Rand der Insolvenz.

    Erst der erneute Verkauf und die Entschuldung führte Bavaria zurück in wirtschaftlich ruhiges Fahrwasser. Zwei amerikanische Investmentfonds halten heute die Anteile. Der Markt und das Unternehmen haben sich inzwischen stabilisiert, wenngleich heute nur noch 1200 Boote pro Jahr produziert werden. Zu Spitzenzeiten waren es dreimal so viele. Bavaria ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt, auch dank vieler innovativer Neuentwicklungen.

  • von Patrick Hyslop / MAIN-POST | 6/26/2015 10:11:06 AM

    Zusammen bilden sie die Geschäftsführung der Giebelstädter Firma HandyGames: die Brüder Markus und Christopher Kassulke. Ihr Unternehmen ist im iPark Klingholz in der ehemaligen Emil-von-Behring-Kaserne angesiedelt. Hier, bei einem der größten Arbeitgeber in der Games-Industrie in der Region, wurden von etwa 60 Mitarbeitern bislang knapp 300 Spiele entwickelt, die auf einer Vielzahl verschiedener mobiler Endgeräte und Betriebssysteme funktionieren.

    Die Firma HandyGames wurde im Jahr 2000 von Christopher und Markus Kassulke gegründet. 2006 war HandyGames einer der Vorreiter in der Entwicklung werbeunterstützter Gratisversionen von Spielen und Apps.

    Was Christopher Kassulke an Giebelstadt schätzt, erfahren Sie in diesem Video.

    (Video: Patrick Hyslop, mit Material von HandyGames)

  • von arowana | 6/26/2015 1:33:58 PM
    Seit Beiträge "So lebt es sich in Giebelstadt"kommentiert werden können,verfolge ich die Argumentation der Kommentatoren.
  • von Wunschliste | 6/26/2015 1:49:45 PM
    Viele Neubürger suchen in Giebelstadt eine Zukunft.Ob Giebelstadt ihre Zukunft wird?
  • von Zuversicht | 6/26/2015 2:08:25 PM
    Hallo Wunschliste! Viele unserer Neubürger wohnen in Giebelstadt, arbeiten andernorts. Soziale u. kulturelle Bindungen werden ebenfalls andernorts gepflegt. Neubürger seid herzlich willkommen. Nehmt aber auch Anteil an der Durchsetzung von Veränderungen die notwendig sind damit Giebelstadt auch eure Heimat werden kann.
  • von Bürger aus \"Kaff E\" | 6/26/2015 9:29:46 PM
    Nach der Definition von Gemeinderat H. wohne ich im "Kaff E" und bin stolz darauf und fühle mich in der sozialen Umgebung wohl. Die Kultur bekomme ich zu 100% im Kartoffelkeller vermittelt, früher gab es mal Hofkonzerte in den Käffern.
    Mit dem heutigen Thema "Wachstum" kommen sie auf den Punkt. Wachsen soll nur die Zentrale, Bauwillige in unserem Kaff werden mit allen Tricks vergrämt.

    Gewerbeansiedlung auch nur dort wo ich es will und wie ich es will. Ein angesehener, alter ansäßiger Gewerbebetrieb ist in eine aufstrebende Gemeinde umgesiedelt - nach Reichenberg !
    Vor 10 Jahren hat die US-Army Giebelstadt verlassen. Von der gesamten Flugplatzfläche, ca. 260 ha sind 40 ha Solarfläche (ohne Beteiligung der Gemeinde Giebelstadt!). Der Verkehrslandeplatz hat vielleicht 140 ha und was ist mit dem Rest ?
    Schaut nach Kitzingen und Würzburg wie sich dort die Heimat verändert.
    Die paar Betriebe die es bisher zum Flugplatz gezogen hat sind Peanuts. Seit ca. 1 Jahr gibt es eine Werbetafel am Ortseingang und jetzt warten wir bis jemand kommt.
  • von Sommerwind | 6/26/2015 9:30:11 PM
    Es war das Allerbeste in dieser Woche, was die Main-Post aktuell, Nutzung der neuen Medien, bringen konnte! Weiter so!!! Ihr Redakteure/innen seid auf einem guten Weg! Könnt ihr dieses Forum ausbauen? Danke für eure Ideen und euer Engagement!
  • von Sommerwind | 6/26/2015 9:31:59 PM
    Leider ist die Woche "Heimat hat Zukunft" zu Ende!
  • von Ulrich Pabst | 6/26/2015 9:41:57 PM
    Ich nehme seit vielen Jahren zur Kenntnis, dass Behörden meist nur Gründe "verwalten" und "Sachzwängen" gehorchen... dass die Westumgehungsplanung das Problem der starken Verkehrszunahme nicht löst (!) - sie "umgeht" es nur mit einem enormen Aufwand und nachhaltigen Verlusten. "Verdrängen" vom Ortskern an den Ortsrand ist keine Lösung (!) sondern eben nur verdrängen. Was ich aber hauptsächlich zur Kenntnis nehme ist, dass die östliche "Umgehung" für Giebelstadt bereits Gestalt angenommen hat. Über 100 ha Gewerbefläche werden über kurz oder lang nördlich und südlich am Ort vorbei an die B19 angebunden. Das heißt faktisch, dass eine östliche "Umgehungsstrasse" existiert und ausgebaut wird.
  • von Ulrich Pabst | 6/26/2015 9:48:56 PM
    Demnach ist in jedem Fall zur Kenntnis zu nehmen, dass bei der momentanen Planung die Zukunftsentwicklung von giebelstadt zwischen drei (!) Trassen eingezwängt bzw. für alle Zukunft im Würgegriff gehalten wird. 1.) Bestehende Trasse auf der nach der Prognose immer noch ca. 6 - 700 Fahrzeuge verbleiben. 2.) Die "Ostumgehung" (Gewerbegebietanbindung) und dann noch 3.) Die Westumgehung die eine "zonengrenzähnliche" Wirkung für Freizeitsportler, Erholungssuchende, Familien, Kinder u. Senioren in einer bislang freien, Weiten Landschaft hat. (Im alternativfall würden sofort die ges. Fläche der Westumgehungstrasse als begrünbare Ausgleichsfläche zur Verfügung stehen). Es ist auch zur Kenntnis zu nehmen, dass 6000 - 7000 Fahrzeuge (= die Zahl über die Anlieger in Herchsheim und Euerhausen momentan Klagen) nach einer realisierten Westumgehungsvariante für den Ortskern in Giebelstadt immer noch prognostiziert werden! Das, was für Herchsheim und Euerhausen momentan als unzumutbar plakatiert wird, wird dann für Giebelstadt als Top-End-Lösung hingestellt.
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