"Heimat hat Zukunft": Eichelsdorf - ein äußerst pfiffiger Ort

Einen so kleinen Ort hatten wir in der Serie "Heimat hat Zukunft" noch nicht: Der Hofheimer Stadtteil Eichelsdorf hat gerade mal etwa 300 Einwohner. Aber wir zeigen in diesem Online-Tagebuch, dass es das Dorf in sich hat. Lassen Sie sich überraschen. Und: Diskutieren Sie mit - nutzen Sie dazu einfach die Kommentarfunktion in diesem Blog.

  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 11/29/2015 12:27:45 PM
    Liebe Leserinnen und Leser,

    was soll man eine Woche lang über ein Dorf berichten, das nicht mal 300 Einwohner hat? Zugegeben, das haben wir uns in der Redaktion auch gefragt. Doch schnell hat sich gezeigt: Eichelsdorf ist irgendwie anders, kein Dorf wie viele andere seiner Größe. In Eichelsdorf steckt außerordentlich viel Überraschendes drin, da gibt es fürwahr viel zu erzählen. Und Eichelsdorf ist ein Beispiel dafür, wie auch eine überschaubare Einwohnerschar Erstaunliches auf die Beine stellen kann.

    Tauchen Sie also mit uns ein in die große Welt eines kleinen Dorfes in den Haßbergen. Viel Spaß beim Lesen.

    Wie immer an dieser Stelle gilt: Diskutieren Sie mit. Schreiben
    Sie Ihre Meinungen und Beobachtungen zu Eichelsdorf einfach mit Hilfe der Kommentarfunktion in dieses Online-Tagebuch. Ihre Beiträge werden die der Redaktion ergänzen.

    Mit heimatlichen Grüßen,

    Ihr
    Jürgen Haug-Peichl
    Redaktion "Heimat hat Zukunft"



    Kommentar schreiben ()
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST via Wikipedia | 11/29/2015 12:29:06 PM

    Eichelsdorf (Hofheim in Unterfranken)

      Eichelsdorf ist ein Ortsteil von Hofheim in Unterfranken im Landkreis Haßberge. Das Dorf via WikipediaWikipediavia Wikipedia ein 13:31
    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/29/2015 12:29:33 PM

    Die schönen Seiten von Eichelsdorf
     
     

    1 von 17


    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/29/2015 12:29:46 PM



    Die Schwedenschanze - Aussichtsturm oberhalb von Eichelsdorf


    Er ist eines der Wahrzeichen des Haßgaus: der Turm auf der Schwedenschanze oberhalb von Eichelsdorf.
    Knapp 30 Meter ragt er in den Himmel, 129 Stufen müssen erklommen werden. Oben angekommen, entschädigt ein toller Fernblick. Der Aussichtsturm ist von allen Seiten zu erreichen und liegt auch im Netz der großen Wanderwege wie Rennweg, Schlösserwanderweg und Keltenerlebnisweg (Foto: German Schneider).
    Kommentar schreiben ()
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST via YouTube | 11/29/2015 12:29:57 PM

    So schön ist die Natur rund um Eichelsdorf: Ein Besuch auf dem Aussichtsturm Schwedenschanze.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/29/2015 12:30:24 PM


    Eichelsdorf - seine Geschichte


    Das Dorf liegt knapp drei Kilometer nördlich von Hofheim auf einer Höhe von etwa 300 Meter Meeereshöhe am Südhang des Großen Haßbergs. Es leben etwa 270 Menschen in der kleinen Ortschaft. Eichelsdorf wurde, wie auch andere Dörfer in den Haßbergen (zum Beispiel Junkersdorf und Goßmannsdorf) um das Jahr 900 gegründet. Der Name des Ortes ist von Eigolt abzuleiten, einer der adeligen fränkischen Grundherren. die Geschichte des kleinen Dorfes ist eng verknüpft mit dem repräsentativen Wasserschloss (siehe dort). Das Ehepaar Paul Sörgel und Liselotte Sörgel-Füglein hat sich in den vergangenen Jahrzehnten intensiv um die Erforschung der lokalen Geschichte gekümmert. Ihre Recherchen flossen ein in das Buch "Eichelsdorf - ein fränkischer Ort an den Haßbergen".
    Am 1. Januar 1978 wurde Eichelsdorf in die Stadt Hofheim eingemeindet.

    Kommentar schreiben ()
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 11/29/2015 5:08:07 PM
    Kommentar schreiben ()
  • Unser neuer "Dorf Weihnachtsbaum" ! pünktlich zum ersten Schnee aufgestellt und schon eingezuckert 👍
    Timeline Photos
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 11/30/2015 8:20:08 AM

    Die Ortsdurchfahrt: Einbrems-Versuche auf dem Haßgau-Highway


    Herausforderung: der Haßgau-Highway

    Eichelsdorf hat viele lauschige Ecken, aber auch eine Problemzone: Die Ortsdurchfahrt (Foto: Alois Wohlfahrt).
    Schon seit langem gibt es den Wunsch, die Raser am Ortseingang, vom oberen Haßgau kommend, einzubremsen.
    Das Mittel der Wahl: eine Verkehrsinsel, eine sogenannte Überquerungshilfe.

    Das Problem dabei: Die gibt es wohl nur im Gesamtpaket, nämlich dann, wenn auch die Gehsteige und der Fahrbahnrand neu gestaltet werden. Dies soll im Rahmen der umfassenden Dorferneuerung geschehen. Und zuvor muss wohl auch noch der Kanal saniert werden.

    Bewegung soll auf jeden Fall im nächsten Jahr in die Umgestaltung kommen, "erste Schritte" kündigte Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst für Sommer kommenden Jahres an.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/30/2015 9:23:30 AM

    Arbeitssitzung von Eichelsdorf aktiv"

    "Eichelsdorf aktiv": Eichelsdorfer ergreifen Initiative


    Es steht außer Zweifel, dass sie große Feste organisieren und feiern können. Doch nicht nur für die jährlichen Großereignisse im Ort mobilisieren die Eichelsdorfer Bürgerinnen und Bürger alle Kräfte. Die Bürger machen sich auch Gedanken über die Zukunft ihres Dorfes und engagieren sich für dessen Verschönerung. Die Initiative "Eichelsdorf aktiv" ist hier federführend.

    In drei verschiedenen Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen
    Handlungsfeldern und Themen wird eifrig diskutiert. Der Bereich "Dorfplatz/Brunnen/Buswartehäuschen/Schlossstraße/Gemeindehaus" wurde als vorrangiges Projekt ausgewählt. Eine andere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Projekt "Kirchberg/Friedhof/Spielplatz". Das Thema der dritten Gruppe lautet: "Halle für Vereine/Soziales/Kulturelles". (Foto: Eichelsdorf aktiv)
    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/30/2015 2:50:51 PM

    Handelt in Eichelsdorf im Sinne der Energiewende: Stephan Geier

    Stephan Geier - der Einheizer
    von Eichelsdorf

    Im Jahr 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen und ihre Leistungen im besten Fall durch regenerative Energien ersetzt werden. Einen kleinen Beitrag zur Energiewende leistet auch Stephan
    Geier aus Eichelsdorf. Er betreibt seit 2005 eine Biogasanlage, die sieben Häuser sowie die Fachklinik im Schloss Eichelsdorf mit Wärme versorgt.

    An der Kirche vorbei führt eine Straße in östliche Richtung auf Geiers Hof zu, der auf einer kleinen Anhöhe steht. Etwas unterhalb des Stalles stehen die drei Gärkessel der Biogasanlage. Neben der Anlage hat Geier ein Maschinenhaus gebaut, in dem zwei Verbrennungsmotoren vor sich hin rattern. Sie verarbeiten das durch die Gärung entstehende Methan zu elektrischer und thermischer Energie.

    "Die Idee
    hatte mein Vater", sagt Geier. Sein Vater, so erzählt er, habe damals überlegt, wie er den Familienbetrieb weiterentwickeln könne und 2005 beschlossen, in eine Biogasanlage zu investieren. Zu diesem Zeitpunkt sei die Technologie noch vergleichsweise neu gewesen. "Das ist
    kein Vergleich mehr mit dem heutigen Entwicklungsstand", meint der junge Landwirt und lacht.


    Eine
    Biogasanlage zu betreiben sei ein Lernprozess. Heute werde viel mehr ausprobiert als früher, sagt er und erklärt dann die Funktionsweise seiner Anlage. Die wird täglich mit etwa zehn Tonnen Maissilage, einer Tonne Grassilage, einer Tonne Ganzpflanzensilage, sechs Kubikmetern Gülle und drei Tonnen Mist befüllt. "Einen Teil baue ich selbst an, einen Teil bekomme ich zugeliefert. Vor allem Mais", sagt Geier. Die Bauern, die ihm Mais oder Gras bringen, nehmen oft den Gärrest ihrer Produkte als Dünger wieder zurück.

    Im Fermenter, dem ersten der drei Behälter, fängt alles an. In ihm vermengt ein großes Rührwerk Mais, Gras, Pflanzenreste, Gülle und Mist. Zweimal täglich werden die Feststoffe eingefüllt und die Gülle gesondert eingeleitet. Im Fermenter wird die Hauptmenge an Methan produziert. "Hier findet die Hauptausgasung statt", nennt Geier den Vorgang, nach dessen Abschluss die Masse durch Rohre in den Nachgärer geleitet wird.

    Dort
    bleibt sie 70 bis 80 Tage lang.
    Dann wird die Biomasse ins Gärrestelager gefahren, wo noch einmal Methan entweicht. Die Masse, die im Gärrestelager übrig bleibt, kommt als Dünger auf die Felder. Das Biogas hat einen Methangehalt zwischen 53 und 58 Prozent, Erdgas einen Gehalt von rund 90 Prozent.

    Im Maschinenhaus verwandeln zwei
    Verbrennungsmotoren das Gas in elektrische und thermische Energie.
    Die elektrische Energie wird noch vor Ort in 20 Kilowatt umgewandelt und direkt in die Hochspannungsleitung eingespeist.

    Hinter dem Maschinenhaus hat der örtliche
    Stromanbieter einen Zähler installiert, der die von Geiers
    Biogasanlage erzeugte Leistung misst. Für die Nutzung der thermischen Energie hat der Eichelsdorfer ein Wärmenetz aufgebaut. Zudem nutzt er die thermische Energie, um den Fermenter 50 Grad warm zu halten. Bleibt dann noch Wärme übrig, wird sie genutzt, um für Kunden Mais oder Getreide zu trocknen.
    Kommentar schreiben ()
  • von Goldkehlchen | 11/30/2015 3:17:54 PM
    Eichelsdorf hat auch einen sehr großen Chor! Dieser ist schon seit über 20 Jahren ansässig und weit über die Grenzen hinaus bekannt. Wöchentlich kommt man aus allen Ecken Eichelsdorfs zusammen gerannt um fleißig zu proben!
    Oder auch das so berühmte Eichelsdorfer Countryfest, das sich von eimem kleinen "Straßenfestchen" zu so einem Mega Event entwickelt hat....!! Wo wirklich das ganze Dorf auf den Beinen ist um zu helfen, egal in welcher Form.
    Eichelsdorf ist einfach der Wahnsinn!!!
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 11/30/2015 3:19:26 PM

    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten.
     
    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten.
     
    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten.
     
    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten.
     
    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten.
     
    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten.
     
     

    1 von 6


    Start in den Advent im Lendershäuser Kindergarten


    Den Mädchen und Jungs erzählten Anne Dörfer und Karin Hofmann zum Auftakt in den Advent von einem ganz besonderen Kalender.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 11/30/2015 3:19:31 PM

    Heimat Kindergarten

    Die erste Kerze wird am Adventskranz im Kindergarten in Lendershausen entzündet. Wir waren dabei.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 11/30/2015 3:19:34 PM

    Heimat Kindergarten: Warum die Eichelsdorfer nach Lendershausen gehen

    Leiterin Karin Hofmann erzählt, wie beides zueinander passt. Eichelsdorf hat zwar keinen eigenen Kindergarten, was aber nicht heißen soll, dass die Mädchen und Jungs keine Kindergarten-Heimat haben. Sie besuchen größtenteils den Kindergarten Höhlenzauber in Lendershausen.

    59 Kinder sind dort in zwei Kindergarten-Gruppen (47) und einer Krippen-Gruppe "zuhause". Betreut werden sie von einem Team von zehn Mitarbeiterinnen. Träger der Einrichtung ist der Diakonieverein Lendershausen.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/30/2015 3:21:30 PM

    Silberne Konfirmanden mit dem ehemaligen Pfarrer Matthias Westerhoff.

    Heimat eines Schatzes: die evangelische Kirche St. Anna


    Anno 1608 wurde die evangelische Kirche St. Anna errichtet. Da es keine Bauakten gibt, ist wenig über den Baumeister und seine Handwerker bekannt. Nur die Meisterzeichen der Handwerker sind heute noch am Ausgang, am Hauptportal und an der Pforte zum Turm erkennbar.

    Das Gotteshaus selbst ist laut historischen Schriften im "nachgotischem Stil" errichtet.
    Markant ist der spitze Kirchturm an der Vorderseite der Kirche. Heute hat die Kirche nur einen Eingang am Hauptportal, ein schmales Seitenportal an der Südwand wurde bei einer Kirchenrenovierung genauso geschlossen, wie der dritte Eingang, eine überdachte Außenfreitreppe zur Empore auf der Nordseite.

    Ungewöhnlich im Inneren ist die Größe des Chorraums zu den Proportionen der Kirche. Vermutlich hatte der Bauherr Ernst von Münster eine Gruft unter der Kirche als Grablege für seine Familie geplant. Tatsächlich wird auch in den Kirchenbüchern von Beisetzungen in der Kirche von Adligen und einigen Geistlichen berichtet.

    Das heutige Taufbecken ist von 1721. Eine Besonderheit stellt auch die Kanzel dar, die als älteste im Dekanat Rügheim gilt. Erst im letzten Jahrhundert wurde der Schatz der Kirche gefunden: Es sind drei schlichte Bildtafeln aus der Zeit um 1400, die wahrscheinlich Jahrhunderte lang unter der letzten Bankreihe unter der Treppe zur Empore aufbewahrt und bei der Kirchenrenovierung entdeckt wurden.
    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 11/30/2015 3:27:03 PM




    Auf die Titelseite der bekannten türkischen Tageszeitung "Hürriyet" haben es die
    Einwohner der Straße "In der Türkei" in Eichelsdorf geschafft.
    Im Bild freuen
    sich (von links) Frank Klimach, Anette und Harald Tiller.
    Foto: Alois Wohlfahrt 

    Warum die Türkei in Eichelsdorf ist

    Anette Tiller lacht und blättert in der Zeitung. Auf der Titelseite sind sie und etliche weitere Einwohner von Eichelsdorf zu sehen. Und das Besondere daran: Es ist die Titelseite der türkischsprachigen Zeitung "Hürriyet". Der Grund, warum die Eichelsdorfer den Weg auf meistverkaufte türkische Tageszeitung in Deutschland gefunden haben, erschließt sich sehr schnell: Über ihnen ist das Straßenschild "In der Türkei" zu sehen.

    Aufmerksam wurde die Redaktion
    von "Hürriyet" auf die
    "
    Türkei" in Eichelsdorf nach einem Bericht von mainpost.de über den ungewöhnlichen Straßennamen.

    Das Straßenschild im Hofheimer Stadtteil Eichelsdorf ist mit einer langen Geschichte verbunden. Der Straßenname stammt von einem Mann, der wohl im 17. Jahrhundert aus dem Osmanischen Reich als Sklave nach Deutschland kam - und über Umwege in Eichelsdorf landete.

    Da seine Heimat, das Osmanische Reich,
    aber auch
    Türkei genannt wurde, sei er hierzulande als Türke bezeichnet worden, weiß Heimatforscherin Liselotte Sörgel-Füglein. Der Mann gründete eine Familie und zog mit ihr in den westlichen Dorfteil, eben dort, wo heute die Straße "In der Türkei" liegt.

    Und die Eichelsdorfer "Türken" sind stolz auf ihren Straßennamen. Vielleicht war dies auch ein Grund, dass sie in "Hürriyet" ganz groß herauskamen.
    Kommentar schreiben ()
  • von Heike Meindl | 12/1/2015 11:37:31 AM
    Hier, am Fuße der Haßberge, konnten sich unsere Kinder im dörflichen Verband ganz individuell entwickeln und es ist uns eine Freude zu sehen, wie jetzt auch die Enkel in der Dorfgemeinschaft aufwachsen.
    Wir gehen hier nicht mehr weg.
    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/1/2015 11:38:32 AM


    Das Ende der Eichelsdorfer Klosterkirche als sakraler Raum: Bischof Friedhelm
    Hofmann schließt nach der Zeremonie zur Profanierung (Verweltlichung) von außen
    die Türe ab. FOTO Alois Wohlfahrt 

    Die Klosterkirche: Dem Bischof versagte bei der Profanierung die Stimme


    Mit dem Verschließen des Eingangsportals durch Bischof Friedhelm Hofmann endete im Dezember 2008 die Geschichte der Eichelsdorfer Klosterkirche als Gotteshaus. Bei einem Gottesdienst nahmen zahlreiche Gläubige Abschied von ihrem Gotteshaus.

    Als eine Wertschätzung und ein Zeichen der Verbundenheit mit den Erlöserschwestern würdigte damals die Generaloberin des Ordens, Schwester Juliane Friedrich, den Umstand, dass Bischof Hofmann zur Profanierung des Gotteshauses nach Eichelsdorf gekommen war. "Wer hätte das geglaubt", erklärte Schwester Juliane in ihrer Ansprache, dass mit Eichelsdorf eines der ältesten Häuser der Kongregation aufgegeben werden müsse.

    "Schmerzhaft" sei ein solcher Einschnitt, aber insbesondere der Anlass für diesen Gottesdienst - die Profanierung des Gotteshauses, erklärte in seiner Ansprache Bischof Friedhelm Hofmann. Vielen Besucherinnen und Besuchern standen Tränen in den Augen.

    Selbst dem ergriffenen Bischof stockte bei der Verlesung des
    offiziellen Dekrets die Stimme.
    Viele erlebten zum ersten Mal mit, wenn aus einer Kirche wieder ein weltlicher Raum wird. Das bedeutet: Sakrale Gegenstände werden aus dem Gotteshaus genommen, die Reliquien aus dem Altar entfernt und das ewige Licht gelöscht.

    Ergreifende Momente erlebten die Gläubigen, als Kelch, Hostienschale und liturgische Bücher an Erlöserschwestern übergeben wurden, die sie in ihre neuen Häuser des Ordens mitnehmen.

    Nachdem alle Gläubigen aus dem Gotteshaus gegangen waren, verließ als letzter
    Bischof Friedhelm Hofmann die Klosterkirche - und verschloss die Türen.

    Die Schwestern beim Gottesdienst.




    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/1/2015 11:38:38 AM

    Die Klosterkirche:
    Bilder von der Auflösung


    Die Klosterkirche war der Mittelpunkt des Klosters.
    Nach der Profanierung: die Altäre werden abgebaut.
    Handwerker bauen den Hochaltar ab.
    Bischof Friedhelm verschließt symbolisch die Kirchentüren.
    Der Klosterfriedhof bleibt in Eichelsdorf. Die Nonnen lassen ihre Toten zurück.
    Die Schwestern verkaufen ihr Inventar.
    Nur noch ein Dutzend Nonnen lebte zuletzt in Eichelsdorf.
     
     

    1 von 7









    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/1/2015 11:40:25 AM


    Kloster Eichelsdorf: Neue Nutzung als Therapiezentrum


    Ein Jahr, nachdem die Erlöserschwestern das große Gebäude verlassen hatten, zog im Dezember 2009 die Drogenhilfe Tübingen ein. Gut 50 Klienten des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation, wie der eigentliche Name der Drogenhilfe Tübingen lautet, kamen von der Bettenburg bei Manau ins ehemalige Kloster.  Rund 30 Mitarbeiter ziehen mit um.

    Auch wenn umfangreiche Sanierungsarbeiten vor allem im Haupthaus stattfanden: Seinen
    Charakter hat das Gebäude in vielerlei Hinsicht bewahrt.
    Und auch die Schwestern, die kurz nach Allerheiligen das Haus nochmals besuchten, dürften viel Vertrautes wiedergefunden haben. Und nicht nur den Teekessel in der Küche, der auch schon den Schwestern zum Wasserkochen diente.

    Im Haupthaus wurden Zweierzimmer mit einer Nasszelle geschaffen - je nach Größe aus zwei oder drei früheren Zimmern der Schwestern. Vollständig erneuert wurden in den Gebäuden die sanitären Einrichtungen, sowie die Stromleitungen.

    Der Geist des früheren Klosters wird sofort spürbar, kommt
    man in die Funktionsräume - etwa in die Töpferei, die Wäscherei, oder die Nähstube.
    Und diese Räume werden von den neuen Bewohnern wieder weitgehend so benutzt: Etwa die Wäscherei für die Arbeitstherapie - hier wird unter anderem Bettwäsche aus dem ganzen Haus gewaschen.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/1/2015 11:40:29 AM

    Das ehemalige Kloster in Eichelsdorf (Foto: Tiller)

    Einst Heimat von Schwestern: Kloster Eichelsdorf

    In seiner jetzigen Form wurde es im Jahr 1649 als Wasserschloss neu errichtet. Das Schloss selbst ist viel älter. Ein Schloss taucht erstmals 1525 in Berichten über den Bauernkrieg auf. Zerstört wurde es von den Bauern des Bildhäuser Haufens. Erich von Münster und seine Frau begannen Mitte des 17. Jahrhundert, das Schloss in seiner heutigen Form zu erbauen. Die Lehnsherren schlossen sich der Reformation an, Eichelsdorf wurde protestantisch.

    Anno 1707 starb Christoph von Münster, der letzte der protestantischen Linie.
    Schloss Eichelsdorf fiel an das katholische Bistum Bamberg zurück. 1710 tauschte Bischof Lothar von Schönborn zu Bamberg Eichelsdorf gegen Schloss Pommersfelden, das zum Hochstift Würzburg gehörte. 1719 wurde im Südflügel des Hauses eine Kapelle eingerichtet.

    Ein Mönch aus dem Kloster Friesenhausen hielt dort Gottesdienste.
    1803 mit der Säkularisation endete die weltliche Herrschaft der Fürstbischöfe. Das Schloss wurde Verwaltungssitz für Hofheim. Doch auch diese Zeit endete 1832.

    Erstmals kamen im Jahre 1866 kranke, erholungsdürftige und betagte Schwestern ins
    Schloss, das 1870 vom Hofheimer Gerbermeister Karl Joseph
    Hirt ersteigert wurde. Tochter Margaretha, die 1876 in den Orden eingetreten war, brachte 1886 ein Drittel des Kaufpreises in den Orden ein.

    Eine leibliche Schwester von ihr verzichtete auf ein weiteres Drittel, so
    dass die Kongregation für nur ein Drittel des Wertes Schlossbesitzer wurde.
    Der Weg für das Kloster Eichelsdorf war frei.

    1913 wurde der Grundstein für die heutige Klosterkirche gelegt, die Schlosskapelle war für die vielen Schwestern zu klein geworden.
    Die alte Kapelle, im westlichen Trakt gelegen, wurde später bei einem Umbau integriert.

    An sie erinnert heute nur noch
    eine Gedenktafel.
    Eine Erinnerungstafel im Kircheninneren weist auf drei Fakten hin: Zum ersten an die Konsekration der Kirche durch Bischof Ferdinand von Schlör am 15. Mai 1916. Zum zweiten an das 50-jährige Bestehen der Kongregation der Töchter des Allerheiligsten Erlösers am 6. Juni 1866. Und zum dritten an "die eifrige Förderin dieses Baues", Generaloberin Maria Alexandrina Hofmann, die 15 Jahre in Eichelsdorf wirkte und 1914 verstarb.

    Die Kirche erhielt einen Hochaltar, gefertigt vom Würzburger Maler und Bildschnitzer Heinz Schiestl. Links daneben, gleich neben dem Eingang, fand der Marienaltar aus der alten Schlosskapelle seinen Platz. Ein Josefsaltar, der 1920 dazu kam, ist heute verschollen.

    1924 wurde die Klosterkirche ausgemalt und eine
    neue Orgel eingebaut.
    Dann kam das Dritte Reich und damit für das Kloster ein  Stillstand. 1941 wurde das Schloss von nahezu 200 Dobrudscha-Deutschen belegt, später kamen noch Deutsche aus Litauen und der Slowakei dazu.

    1954 wurde die Klosterkirche renoviert, sie war in den Hochzeiten für nahezu 150 Schwestern,
    die dreimal täglich um 6.
    30 Uhr, 14 Uhr und 18 Uhr sich zur Andacht versammeln, geistlicher Mittelpunkt.


    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 4:59:32 AM

    Heimat bedeutet, aufgenommen und akzeptiert zu werden

    Sechs Jahre sind es inzwischen, dass das frühere Kloster der Erlöserschwestern in Eichelsdorf neue Bewohner hat: Im Jahr 2010 ist dort die Fachklinik für die Behandlung Drogenabhängiger des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation gGmbH eingezogen.

    "Heimat" bedeutet für den Leiter der Klinik, Robert Soto-Löwenthal, "wenn man aufgenommen und akzeptiert wird. Wenn man sich willkommen fühlt." Und das genau habe man in Eichelsdorf erfahren, so Soto-Löwenthal.

    Rund 170 Aufnahmen verzeichnet die Fachklinik jedes Jahr im Durchschnitt. Etwa 60 Klienten und zudem zehn Kinder leben durchschnittlich während des Jahres in der Fachklinik. Die Verweildauer liegt zwischen sechs und zehn Monaten.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 11:58:53 AM

    La Musica: Eine Zeitreise durch (fast) 25 Jahre
     
     

    1 von 22


    Eichelsdorf: Voller Musik

    Warum nicht einmal etwas ganz anderes machen? Das fragte

    sich vor ziemlich genau 25
     Jahren eine kleine Gruppe von Sängerinnen und Sängern in Eichelsdorf. Und schnell war die Idee geboren: ein Chor, abseits ausgetretener Pfade.

    Schon zur ersten Probe
    trafen sich 19 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Andrea Lutsch und wenig später hatte das Kind auch seinen Namen: La Musica.
    Aus den 19 Chormitgliedern wurden zwischenzeitlich bis zu 50 Sängerinnen und Sänger. Und der Chor hat den Namen der kleinen Gemeinde weit über der Region hinaus bekannt gemacht.

    Zig Konzerte hat der Chor seit seinem ersten im Jahr 1992 (in der Hofheimer Christuskirche) absolviert. Darunter auch etliche Benefiz-Konzerte, für Kinder und Jugendliche, aber auch für Menschen in Not, wie etwa nach der Überschwemmungskatastrophe vor rund einem Jahrzehnt in
    Sachsen.

    Ausverkaufte Konzertreihen gab es bei den vielen Themen-Konzerten, etwa, als in der Hofheimer Schul-Aula Musicals im Mittelpunkt standen. Und frei nach dem Motto, immer einmal was anderes machen, verbuchte der Chor auch großen Erfolg bei seiner Konzertreihe mit der Brass-Band aus Bad Königshofen. Und Neues steht schon wieder auf dem Programm: Am 20. Dezember singt La Musica zusammen mit dem Forster Kirchenchor, mit einem Orchester und Solisten ein "Engels-Lonzert" in der Kirche in Schonungen (17 Uhr).

    Zusammen singen ist eine der Klammern, die den Chor auch nach beinahe einem Vierteljahrhundert zusammenhält, aber auch gemeinsame Aktivitäten verbinden, wie etwa Chorreisen, die unter anderem nach Frankreich, Italien, Kroatien, in die Schweiz und zuletzt nach Südtirol führten.

    Herz und
    Motor von La Musica ist die Chorleiterin Andrea Lutsch. Für sie bedeutet die Arbeit mit dem Chor:
    "Leidenschaft, Freude - und es ist auch ein Stück Heimatverbundenheit."
    Kommentar schreiben ()
  • Fotonachlese von einem tollen Abend gestern im Wanderverein Eichelsdorf mit BoXs und Sinners&Saints. Auch den in Eichelsdorf untergebrachten Flüchtlingen hat es sehr gut gefallen.
    Photos from Eichelsdorf Aktiv's post
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 12:06:53 PM

    BoXs (Jürgen Bergmann)
    BoXs (Jürgen Bergmann)B
    BoXs an Friends
    BoXs and Friends
    BoXs (Jürgen Bergmann)
     
     

    1 von 5


    Eichelsdorf: Voller Musik

    Spielen, bis die Finger glühen - das kommt bei Jürgen Bergmann schon mal vor, wenn er zur Gitarre greift.
    Wenn er spielt, dann öffnet sich die Musik-Box im wahrsten Sinne des Wortes, denn Bergmann ist "BoXs". Im "wirklichen" Leben arbeitet er als selbstständiger Architekt.

    Doch in seiner Freizeit ist er meist in einem
    Kellerraum seines Hauses in Eichelsdorf zu finden.
    Acht Gitarren, ein Schlagzeug, diverse Verstärker, ein Mischpult und einige Mikros: Wie in einem  kleinen Musikstudio sieht es hier aus.

    Aus dieser "Box", wie Bergmann sein Reich 
    nennt, kommt seine Musik.
    Hier entstehen die Stücke - eigene oder gecoverte -,  bei denen der leidenschaftliche Musiker nicht nur selbst singt, sondern auch jedes Instrument eigenhändig spielt.

    Mit einem digitalen Aufnahmegerät nimmt der Hobbymusiker nach und nach die  einzelnen Instrumente und den teils mehrstimmigen Gesang auf. 24 Spuren stehen ihm zur Verfügung. Bei der Endabmischung fügt er die einzelnen Spuren zusammen, verfeinert das Ganze hier und da mit etwas Hall oder anderen Effekten und wandelt die Komposition am Computer in sogenannte "MP3-Files" um. Ist der Song fertig und die Hörarbeit erledigt, macht sich der Allroundkünstler daran, ihn ansprechend für die Augen zu verpacken.

    Eine Digitalkamera wird auf ein Stativ
    montiert, ein großes Stück schwarzer Stoff dient als Hintergrund, ein Scheinwerfer beleuchtet die Szenerie: Nach und nach filmt sich Bergmann an
    verschiedenen Instrumenten.


    Auch am See, im Wald oder vor einer Burgruine dreht 
    er auf diese Weise einzelne Videosequenzen.
    Die Aufnahmen schneidet Bergmann mit Hilfe eines Videoprogramms am Computer, fügt passende Bilder ein und verbindet zum Schluss Bild und Musik zu einem professionell wirkenden Clip.
    Die kleinen Kunstwerke sind unter dem Namen "BoXs" auf
    der Internet-Plattform "Youtube" zu bewundern.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 12:07:00 PM
    Eichelsdorf: Voller Musik/

    Musik verbindet.
    Und wie sie das tut. Auch über große Entfernungen hinweg. So geschehen zwischen Mitgliedern aus den Firmenführungen der Hofheimer Firma Haga und ihren Partnern englischer Firmen.

    Es begann mit einem Großprojekt der Hofheimer Firma in Birmingham.
    "The Cube" heißt das Bauwerk. Und so nennt sich auch die Gruppe, mit dem Zusatz "Men at work".
    Aus den geschäftlichen Beziehungen wurden auch musikalische Treffen und die Idee der Band war geboren. Mit dabei, die drei Eichelsdorfer Christian, Andreas und Mario Häpp. Die Musiker-Familie, die auch bei den "Four Roses" vertreten ist.

    Und die Gruppe hat bei etlchen Auftritten gezeigt, dass Arbeit und Spaß sich nicht ausschließen.
    Unter anderem zeigten die Musiker in den vergangenen Jahren bei den (K)Night des Unternehmens in Hofheim, wie fetzig musikalische Freundschaft klingt. The Cubes - Men at work sind Christian Häpp, Andreas Häpp, Michael Karlein, Mario Häpp, Christoph Schill, Walter Hemmerich, Alan Cathan und Neil Edginton.

    The Cubes - men at work
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 12:07:05 PM

    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
    Four Roses
     
     

    1 von 10


    Eichelsdorf: Voller Musik
     
    Four Roses wurde 1992 gegründet. Die Bandmitglieder sind Mario Häpp, Andreas Häpp,

    Christian Häpp und Franziska Martin, also beinahe ein Familienbetrieb.

    Was anfangs als Hobby in einer Garage begann wurde immer weiter ausgefeilt.
    Schon nach wenigen Jahren waren die "Four Roses" nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland unterwegs.

    Was klein begann, sich über diverse Polterabende in den umliegenden Dörfern fortsetzte, hatte sich entwickelt.
    Die Four Roses gastierten in Westernclubs, spielten beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest vor tausenden begeisterten Amerikanern in Ansbach, waren bei Countryfesten in Bayern und Hessen aufgetreten und sogar auf Europas größtem Trucker-Festival in Geiselwind.

    Und natürlich stehen sie ganz besonders für eine Veranstaltung: das Countryfest in Eichelsdorf.
    Dort haben sie in den über 20 Jahren, seit es dieses Fest gibt, tausende Besucher begeistert.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 12:07:24 PM

    Die neueste Formation: Sinners & Saints
    Sinners & Saints
    Sinners & Saints
    Sinners & Saints
    Sinners & Saints
    Sinners & Saints
    Sinners & Saints
    Sinners & Saints
     
     

    1 von 8


    Eichelsdorf: Voller Musik

    Sinners & Saints ist eine Band, die sich anlässlich des Hofheimer Allianz Musikfestivals 2015 gegründet hat, um Eichelsdorf neben La Musica und BoXs als dritte Band zu vertreten. Die rein aus Eichelsdorfer Musiker bestehende Formation mit den Brüdern Mario Häpp (Gitarre und Gesang), Andreas Häpp (Schlagzeug), Andree Friedrich an der Gitarre und Jürgen Bergmann am Bass und Gesang waren, obwohl aus dem gleichen Ort, bisher noch nicht zusammen aufgetreten.

    Die Brüder Häpp spielen bei den Musikgruppen "Four Roses" und "The Cubes - men at work", Friedrich und Bergmann zusammen mit dem Schlagzeuger Frank Geiling unter dem Bandnamen "The Boots".


    Die Idee, auch mal zusammen zu spielen, kam eigentlich ganz nebenbei bei den Gesprächen über die Dorferneuerung von "Eichelsdorf Aktiv" - Kultur und Dorfleben - und bei Musikabenden im Wandervereinsheim, wo schon die eine oder andere Jamsession bis in die Morgenstunden zusammen absolviert wurde.


    Die neue Formation spielt gitarrenorientierten Classic Hard Rock und hatte trotzt des kurzen Bestehens der Band bereits schon Auftritte in Österreich auf der Internationalen "Bike Mania" - Harley Davidson Treffen in Saalbach Hinterglemm.



    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/2/2015 12:08:45 PM

    Ein Ort voller Musik

    Eichelsdorf: Voller Musik

    Liegt in Eichelsdorf besonders viel Musik in der Luft? Gefühlt auf jeden Fall. Denn: Gemessen an der Einwohnerzahl dürfte die
    Zahl der Sänger und Musiker durchaus weit über dem Durchschnitt liegen.

    Allein
    vier Gruppen haben den Namen der Gemeinde zum Teil weit über die Region hinaus getragen. Und irgendwelche Berührungsängste mit Stilrichtungen haben die Gruppen und der Chor La Musica gleich gar nicht. Eigentlich fehlt nur noch eines, aber da gibt es ja nun auch schon seit Jahren Ideen: Ein großes Sänger- und Musikertreffen hoch droben über Eichelsdorf, an der Schwedenschanze. Im Bild: Der Eichelsdorfer Chor La Musica formt eine Note.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/3/2015 6:34:13 AM

    Klaus Bergmann im Führerstand eines Forstknickschleppers

    Heimat im Wald: die Eichelsdorfer Holzrücker Klaus und Daniel Bergmann


    Klaus Bergmann ist mit dem Wald quasi verwurzelt. Als Zehnjähriger ging er mit seinem Vater das erste Mal zum Arbeiten in den Forst. Bergmanns Großvater hatte den Holzrückebetrieb in Eichelsdorf ab dem Jahr 1945 aufgebaut. 

    Sein Vater übernahm und leitete diesen bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1987. Seitdem hat Klaus Bergmann das Sagen im Familienbetrieb, der auch Baumpflege und den Forstservice im Angebot hat. 

    Bergmanns Sohn Daniel - gelernter Forstwirt - arbeitet ebenfalls im Unternehmen, das mehrere Arbeiter beschäftigt, mit und wird den Betrieb als vierte Generation übernehmen. Drei Zangenschlepper und drei Rückezüge sind für die Bergmanns im Einsatz, in einem Umkreis von 30 bis 40 Kilometer, wie Bergmann erklärt. 

    Es kann aber auch weiter weg sein, wie Anfang 2000, als Bergmanns kompletter Fuhrpark für acht Monate in Baden-Württemberg im Einsatz war. Winterorkan "Lothar" hatte dort viel Arbeit in den Wäldern hinterlassen.

    Süchtig nach Wald: Die Sechs-Tage-Woche ist für die Bergmanns üblich. "Wenn mal ein verlängertes Wochenende mit Feiertagen ist", sagt er, "dann fahre ich manchmal schon am Sonntag in den Wald, um mich umzuschauen." Daheim halten ihn keine zehn Pferde. Arbeiten im Wald - das ist für Klaus Bergmann gelebte Freiheit, oder "eine Sucht", wie er es nennt. "Es ist dort jeden Tag anders", begründet er seine Liebe zu Holz, Vogelgezwitscher und dem Geruch von Laub und Moos.
    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/3/2015 9:20:50 AM


    Countryfeste: Der 
    Wilde Westen liegt in Eichelsdorf


    "Der wilde wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an", sang die Band "Truck Stop" vor etlichen Jahren. Alle Jahre am zweiten Juliwochenende stimmt dies nicht ganz. Denn dann fängt der Wilde Westen gleich hinter Hofheim an, wenn der "Gaudi-Express Eichelsdorf" zum Countryfest lädt. Sage und schreibe 23-mal hat das Fest schon stattgefunden. Und jedesmal kommen Tausende Besucher in das kleine Dorf.

    Wenn Menschen mit großen Hüten im Takt und Gleichschritt vor der Bühne beim "Line-Dance" das Tanzbein schwingen, wenn sie statt Rippli mit Kraut "Spareribs" essen und diese anstatt mit einem Schoppen Frankenwein mit Tequila hinunterspülen, wenn sie von ihren Blechkarossen mit zig PS auf nur eine Pferdestärke umsatteln - dann ist wieder Country-Zeit in Eichelsdorf. Im Apachen-Pub fließt der Tequila und anderes Hochprozentiges in die durstigen Kehlen. Ein großes Zelt bietet Schutz vor Regen und starker Sonneneinstrahlung. An Verkaufsständen können sich Country-Freunde Lederstiefel, Hüte oder andere Accessoires kaufen.

    Musikalisch immer mit dabei: die heimische Band "Four Roses" aus Eichelsdorf, die mit Balladen und eingängigen Country-Klassikern für Stimmung sorgt. In der Band spielen Christian Häpp mit seinen Söhnen Mario und Andreas, sowie Franziska Martin.
    Kommentar schreiben ()
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST via YouTube | 12/3/2015 9:21:16 AM

    Der Wilde Westen liegt in Eichelsdorf - hier der Beweis: das Countryfest 2015 mit der Band "Country Blend".

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/3/2015 9:34:05 AM

    Countryfeste: Der Wilde Westen liegt in Eichelsdorf

    Unser Bilderbogen zeigt, dass sich alle Jahre Hobby-Cowboys in Eichelsdorf  wohlfühlen.
     
     

    1 von 15





    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:30:04 AM

    Was für Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst Heimat bedeutet.

    Kommentar schreiben ()
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST via YouTube | 12/4/2015 6:00:31 AM

    Eichelsdorf und seine Narren

    Die "Ächelsdorfer Fosenocht" - hier 2014 - zeigt, dass die Eichelsdorfer gut drauf sind.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/4/2015 6:00:50 AM

    Eichelsdorf und seine Narren: Bilderbogen vom Faschingsumzug

     
     

    1 von 16


    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 6:01:17 AM

    Eichelsdorf und seine Narren

    Die närrische Zeit ist in Eichelsdorf eine ganz besondere Zeit, denn: Setzt man Aktive und Einwohner ins Verhältnis, dann ist da gefühlt die halbe Ortschaft auf den Beinen, um den Ruf als Faschings-Hochburg in den Haßbergen zu erhalten. Im Video (Birgit Wilk) ein Blick in eine der Vorstellungen.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:14:28 PM


    Eichelsdorf und seine Narren

    Es gibt Gerüchte im Ort: Im Jahr 2016 wird es keinen Faschingszug geben. Kann doch eigentlich nicht sein, wenn man sieht, mit wie viel Hingabe die Eichelsdorfer ihr Image als Faschingshochburg pflegen. Und außerdem: Eichelsdorf ist doch nicht Hofheim, oder?

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:31:06 PM

    Der Obst- und Gartenbauverein Eichelsdorf
     
     

    1 von 5


    Eichelsdorf und seine Vereine

    Ein rühriger Verein, der vor allem auch auf die Jugend setzt: der Obst- und Gartenbauverein Eichelsdorf. Rund 80
    Mitglieder gehören ihm an. Und das bedeutet in dem kleinen Ort, dass mehr als ein Viertel der Einwohner beim OGV sind.

    Durch viele Aktionen macht der Verein während des Jahres auf sich aufmerksam und hat dabei besonders auch den Nachwuchs der Gemeinde im Blick.
    So wurde unter anderem schon eine Blumenwiese angelegt, zudem werden Pflanz-Aktionen organisiert, um die Jugend für die Natur zu sensibilisieren.

    Auch für die Allgemeinheit engagieren sich die Mitglieder.
    Großreinemachen in der Natur wird vom OGV genauso organisiert, wie etwa die Pflege von Grünanlagen. Und natürlich bietet der Verein auch seinen Mitgliedern immer wieder Fachvorträge rund um den Garten an.

    Die Führungsriege des Vereins:
    Vorsitzender ist Armin Manietta, zweiter Vorsitzender Michael Kurz, Schriftführerin ist Marion Manietta, Kassiererin Irene Burkard. Im Vereinsausschuss sind Thomas Aßmann, Angela Kriegsmann und Norbert Stühler.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:31:11 PM

    Hofheims Bürgermeister: Warum Heimat wichtig ist

    Hat Heimat überhaupt eine Zukunft? Gerade in einer globalisierten Welt ist Heimat wichtig und hat sehr wohl eine Zukunft, sagt Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst.

    Kommentar schreiben ()
  • von Klaus Vogt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:31:18 PM


    Schullandheim in Eichelsdorf: ein Juwel in den Haßbergen


    "Das
    Schullandheim in Eichelsdorf ist ein Juwel in den Haßbergen", sagte Schulleiter Christoph Zänglein vom Schweinfurter Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, als vor zwei Jahren das 50-jährige Bestehen des Schullandheims gefeiert wurde.  Eine Schule, die über ein eigenes Schullandheim verfüge, sei eine große Ausnahme in Bayern. "Eichelsdorf ist ein Luxus, ein Privileg, das wir unseren Schülern bieten können."

    Im Jahre 1963 hat der bereits im September 1959 gegründete "Schullandheimverein der Oberrealschule Schweinfurt" ein am Ortsrand von Eichelsdorf gelegenes Forsthaus erworben, um den Schülern Unterrichtserfahrungen außerhalb der Schule und in der Nähe zur Natur zu ermöglichen. Seit dem Frühjahr 1964 besuchen Klassen aller Altersstufen das Schullandheim.

    Bereits zu Beginn des
    Schuljahres 1965/66 wurde beschlossen, alle Eingangsklassen ab September des jeweiligen Schuljahres in das
    Schullandheim nach Eichelsdorf zu schicken, damit sich die Schüler schneller und besser kennenlernen, um so eine gute und enge Klassengemeinschaft zu bilden. Und so ganz nebenbei wird das Miteinander gefördert, so ganz nebenbei ermöglicht der Aufenthalt im Schullandheim soziales Lernen und damit die Stärkung der Sozialkompetenz.

    Der Schullandheimverein ist seit über 50 Jahren tätig und darum bemüht, das Haus als einen Ort der Begegnung nicht nur zu pflegen, sondern auch auszubauen. Das Schullandheim wurde seit dem Erwerb kontinuierlich baulich erneuert und damit verbessert.

    Neben üblich notwendigen Reparaturen im Haus, am
    Dach, am Kanal, an der Heizungsanlage wurden - ermöglicht auch durch großzügige Sponsoren - Neuinstallationen getätigt, bis hin zu einer den neuesten Sicherheitsstandards genügenden Feuertreppe.
    Dass bereits 1968/69 eine Sternwarte auf dem Gelände eingerichtet wurde, ist besonders bemerkenswert. Sie befindet sich heute auf dem neuesten technischen Stand. Das Haupthaus, die Nebengebäude, die Sportanlagen, der üppige Garten werden seit 50 Jahren betreut und gepflegt durch die jeweiligen Heimleiter.

    Die das Schullandheim besuchenden Schüler und Lehrer - nun alle Klassen der beiden Anfangsjahrgangsstufen, Klassensprecherseminare, P- und W-Seminare und andere Kurse, wie Theatergruppen, Chor- und Orchestergruppierungen und andere Neigungsgruppen - erleben eine Fülle von Anregungen außerhalb des Schulunterrichts.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:32:03 PM

     
     

    1 von 13


    Eichelsdorf und seine Vereine: die Wanderer

    Im Jahr 1968 schlug die Geburtsstunde des Vereins, wie es heißt, "aus einer Faschingslaune heraus". Und wandern, aber vor allem Geselligkeit und gute Laune begleitet den Verein seit seiner Gründung.

    So stand als Vereinszweck natürlich das Wandern im Mittelpunkt, aber man wollte darüber hinaus auch dafür sorgen, dass Bräuche gepfegt werden, oder wieder aufleben.
    Im Jahr 1977 wurde das ehemalige katholische Schulhaus vom Verein erworben und als Vereinsheim ausgebaut. Auch Organisationstalent bewiesen und beweisen Führungsriege und Mitglieder des Wandervereins.

    Zehn Volksläufe wurden in den Jahren 1973 bis 1982 durchgeführt, berichtet der heutige Vorsitzende Claus Haßfurter.
    1993 gab es einen großen Ehrenabend in der Gastwirtschaft "Zu den Haßbergen".

    Auch während des Jahres sorgen die Mitglieder des Wandervereins dafür, dass ihre Vereinsziele nicht aus den Augen verloren werden: Sie organisieren seit über 30 Jahren den Dreikönigs-Schafkopf, das Maibaum-Aufstellung, das Johannis-Feuer am Bolzplatz und das Gassenfest.
    Und jetzt auch Musik-Abende, unter anderem mit BoXs und Sinners & Saints.

    Zudem ist der Wanderverein bekannt für seine großen Jahresausflüge.
    Und zusammen mit dem Feuerwehrverein, dem OGV und den Schützen sorgt der Wanderverein in der Dorfgemeinschaft dafür, dass die "Ächelsdorfer Fasnacht" am Leben erhalten wird.

    Die Führungsriege: Claus Haßfurter (Vorsitzender), Werner Wiener (zweiter Vorsitzender
    ), Manuel Warmuth (dritter Vorsitzender), Ger Jäger (Kassier), Claus Haßfurther (Schriftführer), Dirk Bürkner (Vergnügungswart), Werner Wiener (Wanderwart), Stephan Renninger (Gerätewart), Beisitzer sind Annett Bürkner, Florian Baumeister, Marion Manietta und Franziska Schad; Kassenprüfer Franziska Schad und Wilfried Kneuer ihr Stellvertreter.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:34:13 PM

    Was Heimat in Eichelsdorf bedeutet

    Was er an Eichelsdorf schätzt, berichtet Norbert Stühler (42).

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:34:18 PM

     
     

    1 von 6


    Eichelsdorf und seine Vereine: die Schützen


    Sport und Gemeinschaft pflegen - das ist beim Eichelsdorfer Schützenverein Programm.
    Im Juni 1924 hatten 22 Männer den Verein ins Leben gerufen. Erster Schützenmeister war Wilhelm Bergmann.

    Detailliert haben Liselotte Sörgel-Füglein und ihr inzwischen verstorbener Mann Paul Sörgel die Geschichte des Vereins, wie auch die Geschichte ihrer Heimat Eichelsdorf in dem Buch "Eichelsdorf _ ein fränkischer Ort an den Haßbergen" beschrieben.


    Viele markante Ereignisse der Schützen sind darin nachzulesen.
    Etwa die Wiedergründung des Vereins nach dem Krieg - im Jahr 1956. Im selben Jahr wurde auch der Schießplatz eingeweiht, zwei Jahre später fand die Weihe der neuen Vereinsfahne statt.

    Mit einem großen Fest wurde das 75-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.
    Auch damals hieß es: Der Verein verzeichne nicht nur sportliche Erfolge, sondern habe auch große Bedeutung für das gesellschaftliche Leben im Ort.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/4/2015 5:34:20 PM

     
     

    1 von 2


    Eichelsdorf und seine Feuerwehr


    "Gott zur Ehr,
    dem nächsten zur Wehr" -  der Wahlspruch von Feuerwehren hat in Eichelsdorf eine lange Tradition, genauer gesagt, bis ins Jahr 1743, berichten in ihrer Chronik Liselotte Sörgel-Füglein und ihr verstorbener Mann Paul Sörgel.

    Wer damals das sogenannte "Nachbarschaftsrecht" erwerben wollte, musste einen Obulus für Löscheimer berappen.
    In der Chronik ist auch verzeichnet, dass im Jahr 1983 das neue Feuerwehrhaus gebaut wurde, neben dem Gemeindehaus.

    In der Reihe der Kommandanten vergangenener Jahre ist vielen noch der im Jahr 2010 verstorbene Manfred Geier in Erinnerung.
    Vier Jahrzehnte gehörte er der Eichelsdorfer Wehr an, davon rund 35
    Jahre in der Führung der Wehr.
    Rund zwanzig Jahre war er zweiter Kommandant, von
    1994 an dann bis zum Jahresende 2009 erster Kommandant.
    "Vereinsleben prägte sein Leben", sagt der heutige Kommandant Manuel Warmuth.

    Sein Stellvertreter ist Florian Baumeister.
    Und Baumeister ist zugleich auch der Vorsitzende des jüngsten Vereins der Gemeinde, des Feuerwehrvereins. Zur Führungsriege gehören:
    Peter Hauck, Michael Burkard, Markus Stühler, Florian Baumeister (Vorsitzender), Thomas Kaiser, Michael Kurz, Hannes Kaiser, Manuel Warmuth (zweiter  Vorsitzender) sowie Gerhard Schlund.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/5/2015 4:45:40 PM

    Tourismuschefin: Was Heimat bedeutet

    Gäste, die in die Region kommen, suchen Authentizität und Heimatgefühl, wie es vielerorts und vielfältig in der Region geboten wird, sagt die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Haßberge, Susanne Volkheimer.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/5/2015 4:45:55 PM

    Eicheldorfer Wirtin: Was Heimat bedeutet

    "Heimat ist da, wo die Wurzeln sind." Was für sie Heimat bedeutet, verrät Brigitte Kirchner, die Wirtin von Eichelsdorf.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/6/2015 8:31:43 PM

    Liselotte Sörgel Füglein mit Rupert und Marlies Martin.
    Liselotte Sörgel Füglein mit Robert Martin, im Hintergrund Paul Sörgel.
    Liselotte Sörgel Füglein mit Hans Hermann Dressel.
    Liselotte Sörgel Füglein mit Marion Manietta.
     
     

    1 von 4

    Die Geschichte(n)-Bewahrer:
    Sie haben Geschichte geschrieben, aber noch viel mehr: Sie haben auch die Geschichten hinter trockenen Daten und Fakten lebendig werden lassen: Liselotte Sörgel-Füglein und ihr bereits verstorbener Mann Paul Sörgel. Wieviele Bücher und Büchlein sie schon geschrieben hat, das weiß sie selbst nicht mehr, hat vor wenigen Jahren bei einer Buchvorstellung Liselotte Sörgel-Füglein in ihrer sich stets zurücknehmenden Art gesagt. Es gehe ihr doch um die Menschen, die sie in dem Buch beschreibt. Die Menschen, "die Leut'", hatten es ihr und ihrem Mann nicht nur angetan, sie haben ihnen auch Denkmale in ihrem Büchern gesetzt. Und das, wie es einmal bei einer Ehrung der beiden hieß: 
    Mit akribischer Beobachtungsgabe, hintergründigem Humor und Liebe zum Detail. Und so ist selbst ihr größtes Werk, die Chronik von Eichelsdorf, "Eichelsdorf _ ein fränkischer Ort an den Haßbergen", nicht nur ein Geschichtsbuch, sondern zugleich ein Lesebuch, das weit mehr als chronologisch Heimatgeschichte bietet, sondern wie immer das in den Mittelpunkt stellt, was ihnen besonders am Herzen lag: die Menschen.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/6/2015 8:32:58 PM



    Weit über die Region hinaus bekannt: Der Eichelsdorfer Gaudi-Express
     
     

    1 von 3


    Eichelsdorfer sind gut drauf: der "Gaudi-Express"

    Am Anfang war die Idee: Wenn schon gemeinsam Rad fahren, warum nicht
    gleich alle auf einem Rad? Das ist rund ein Vierteljahrhundert her.
    Aus der Idee wurde ein Gefährt, das weit über Eichelsdorf hinaus bekannt wurde: der Eichelsdorfer Achter.

    Und aus den Radlern von einst entstand eine Bewegung, deren
    Name „Gaudi-Express“ Programm ist.
    Nicht zuletzt wurde von den Radlern von einst das Countryfest geboren, das Besucher weit über die Region hinaus anzieht.

    Christian Häpp hat das Vehikel Ende der 80er Jahre gebaut. Viele Jahre sorgte der Eichelsdorfer Achter bei Radtouren für verblüffte Gesichter bei Zuschauern, aber vor allem für Spaß bei den Radlern. Die Eichelsdorfer waren bei Radl-Touren des Bayerischen Rundfunks dabei. Etliche Radl-Tour-Aufkleber prangen auf der Stoßstange des Gefährts. Übrigens: Der Achter hat sogar den Segen des TÜV, wie die Radler berichten.

    Bemerkenswert sind die Teile, aus denen sich das "Fahrrad" zusammensetzt: Von einer „Ente“ stammen die Räder. Um die Laufeigenschaft zu verbessern, wurde das Profil auf Fahrradreifen-Breite abgefräst.

    Beste Voraussetzungen also,
    dass auch Geschwindigkeit zusammenkommen kann. Rekord waren „satte 80 Sachen, die Goßmannsdorfer Steige runter“, berichten Werner Wiener und Adolf Ullrich. Die Bremsanlage steuerte ein Mercedes bei, die Handbremse lieferte ein Peugeot. Die Schaltung und das Getriebe stammen von einem Opel – es gibt vier Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang.

    Dass der Achter
    straßenverkehrstauglich ist, dafür sorgt auch die Beleuchtungsanlage – batteriebetrieben. Das war wichtig für die Eichelsdorfer, denn sie waren in den Anfangsjahren ständig unterwegs. Dies zeigt ein kleines schwarzes Büchlein, das Dieter Pohley akribisch geführt hat. Genau ist da nachzulesen, wann und wo es hinging und wer daran teilgenommen hatte.

    Die weiteste Tour überhaupt war über 100 Kilometer, berichtet Siegfried Schneider. Das konnte allerdings nicht von einer einzigen Mannschaft bewältigt werden. So teilte man sich die Routen etwa bei der BR-Radl-Tour mit einer doppelt besetzten Mannschaft. „Ich träum' heute noch davon“, sagt schmunzelnd Irene Burkard.

    Begeisterten Applaus gab es für die Eichelsdorfer, wo immer sie einfuhren – ob in Regensburg, Jena oder Leipzig. Dann waren auch die Strapazen vergessen, die die Radler zwischendurch immer wieder zu bewältigen hatten.

    Dass sie sich den Namen „Gaudi-Express“ gegeben haben, kam nicht von ungefähr. Pohley erinnert  sich an viele Fahrten, als Christian Häpp am Abend am Zielort die  Gitarre auspackte. „Es war immer super Stimmung“ und begeistert waren die Menschen in der Fremde vom Eichelsdorfer Gaudi-Express immer, erinnern sich die Radler.

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/6/2015 8:34:39 PM

    Als eine Flut Eichelsdorf überrollte

    Wer es bewusst miterlebte, wird es nie vergessen: Die Flut, die am 6. Juni 1961 Teile von Eichelsdorf überrannte. "Es war eine riesige schwarze Wolke. Und ich denke, die blieb einfach an den Haßbergen hängen", sagt Eberhard Kirchner, der sich noch genau an diesen Tag erinnert.

    Neun Jahre alt war er damals, als sich der Wolkenbruch über die Haßberge ergoss. Und dann kamen die Wassermassen von der Straße "Türkei" aus herunter. Die Die Rottensteiner Straße war zeitweise beinahe kniehoch voller Wasser "und so breit wie die Straße", erinnert sich Kirchner.

    Das Wasser konnte unten im Dorf nicht schnell genug abfließen. Die Folge: Das Kloster wurde wieder zu dem, was es einmal war: ein Wasserschloss. Alles, was im Keller war, wurde durchs Wasser zerstört, so Kirchner. Und auch bei den Kirchners lief der Keller voll Wasser, "das Mostfass schwamm unter der Decke", kann Eberhard Kirchner heute darüber schmunzeln. Auch ein Unfall war in Folge des Unwetters zu verzeichnen: Ein Kastenwagen war angesichts der Fluten im Graben voller Wasser gelandet.
    (Historisches Bildmaterial von A. Först.)

    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/6/2015 9:06:26 PM

    Lukas Bergmann
    Lukas Bergmann
     
     

    1 von 2




    Einer, dem das Turnen im Blut liegt: Lukas Bergmann

    Es ist das Jahr 2007:
    Lukas Bergmann, neun Jahre alt, verfolgt vor dem Fernseher die Turn-Weltmeisterschaften und sagt: „Das will ich auch können“. Vier Jahre später ist er auf dem besten Weg dahin: Einbeck in Niedersachsen, deutsche  Mehrkampfmeisterschaften der Turner: Lukas ist deutscher Vizemeister im „Deutschen Sechskampf“ mit drei Leichtathletikdisziplinen und drei
    Turnübungen, in seiner Altersklasse der 12/13-Jährigen, nachdem er im Juni bereits den bayerischen Meistertitel geholt hat.

    Das Turnen liegt dem jungen Eichelsdorfer im Blut.
    Schon sein  Großvater war ein begeisterter Turner, ebenso wie seine Mutter Corinna. Dass er innerhalb von vier Jahren von Null auf Platz zwei in Deutschland emporschoss, hat freilich nicht nur mit dem angeborenen Talent zu tun.

    Rund neun Stunden an fünf Tagen in der Woche trainiert das  Nachwuchstalent in drei Vereinen. Im Heimatverein, dem TV Hofheim,  arbeitet er an den Grundlagen des Geräteturnens und der Leichtathletik.
    Beim TSV Stadtlauringen und beim TV Hösbach im Leistungszentrum Aschaffenburg trainiert er unter professionellen Bedingungen Geräteturnen.
    Um an Mannschaftswettkämpfen teilnehmen zu können, startet er für den TV Hösbach.

    Seit diesem Jahr turnt Lukas Bergmann in der 3. Bundesliga für den TSV Hösbach. Er ist inzwischen mehrfacher Unterfränkischer Meister, hat Top 3 Platzierungen bei den Bayerischen Meisterschaften errungen hat und wurde bereits zweifacher Deutscher Vizemeister im Sechskampf. Und wie immer heißt es: Von nix, kommt nix. Drei- bis viermal trainiert er in der Woche, davon oft in Frankfurt im Olympiastützpunkt.
    Kommentar schreiben ()
  • von Alois Wohlfahrt / MAIN-POST | 12/6/2015 9:08:18 PM

    Michael Ballhaus: Statt Kamera-Fahrt auf dem Rasentraktor
     Vorbereitung zum Film "Unser Franken"
     Vorbereitung zum Film "Unser Franken"
    Vorbereitung zum Film "Unser Franken"
     
     

    1 von 4


    Ein bisschen Heimat in Eichelsdorf: Star-Kameramann Michael Ballhaus

    Es ist einfach eine ungewöhnliche Ortschaft, dieses Eichelsdorf.
    Und zu diesem Ungewöhnlichen gehört auch, dass sich Besucher bis vor einiger Zeit immer einmal verwundert die Augen gerieben und gesagt haben: Ist das nicht der berühmte Ballhaus? Es hat gestimmt. In der ganzen Welt zuhause, hatte Michael Ballhaus auch ein solches Zuhause in Eichelsdorf. 

    Immer wieder war er hier zu Besuch, wohnte in seinem Haus in der Nähe der Kirche, wo auch seine Schwester Ulla Ballhaus wohnt. Und mit ihr zusammen "verewigte" er auch filmisch Eichelsdorf in dem Film "Unser Franken". 

    Michael Ballhaus, geboren 1935 in Berlin, verbrachte  seine Jugend in Wetzhausen (Lkr. Schweinfurt). Nach einer abgeschlossenen Fotografenlehre begann Ballhaus beim Süddeutschen  Rundfunk eine Kamerassistenz. Durch die Mitarbeit an einigen Low-Budget-Produktionen Ende der 1960er Jahre traf er auf Rainer Werner Fassbinder und kam so nach Hollywood.

    Immer noch gibt es das Gerücht, dass Ballhaus gar einmal mit Oscar-Regisseur Martin Scorsese in Eichelsdorf war. Verraten hat er's nicht.
    Kommentar schreiben ()
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform