Fußball-WM 2018 - Liveblog der Main-Post Live

  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/11/2018 4:18:06 PM

    Fußball-WM: Nur die Sanderstraße wird zur Fanmeile

    mainpost.deWann und wo darf während der WM öffentlich gefeiert werden? Diese Frage beschäftigte jetzt den Würzburger Stadtrat. Die Verwaltung will bei Verstößen Härte zeigen.
  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/11/2018 4:17:56 PM

    Kupfer und Kitzinger: Zwei unterfränkische Fußball-Legenden

    mainpost.deKein Unterfranke hat es in Jogis WM-Auswahl geschafft. Vor 80 Jahren war das noch ganz anders: Wie zwei Schweinfurter Fußball-Geschichte schrieben.
  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/7/2018 6:51:20 AM

    Noch sind die Stühle leer: Hier wird heute gegen 12.30 Uhr die letzte Pressekonferenz des WM-Trainingslagers in Südtirol stattfinden. Auf dem Podium werden Manager Oliver Bierhoff, Sturm-Trainer Miroslav Klose und Nationalspieler Jonas Hector vom 1. FC Köln Platz nehmen. Am Nachmittag reist die Nationalmannschaft ab. Am Freitagabend kommt es dann in Leverkusen mit der Partie gegen Saudi-Arabien (19.30 Uhr) zum letzten Härtetest vor dem Turnier. Anschließend erhalten die Spieler noch ein paar Tage frei, ehe dann am Dienstag der Flieger Richtung Moskau abhebt. Im Vorort Watutinki wird die Mannschaft ihre Zelt aufschlagen.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/7/2018 6:49:39 AM

    Best Never Rest: Auch nach seiner Aussortierung ziert Leroy Sané noch das Werbebanner im Medienzentrum in Eppan.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/7/2018 6:46:17 AM

    Mario Gomez war schon 2010 bei der Vorbereitung in Eppan dabei. Damals wurde er anschließend bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in vier Spielen gesetzt. Acht Jahre später ist er gereift - und gab im Garten des Teamhotels einen tiefen Einblick in seine aktuelle Gefühlswelt. Mehr dazu im untenstehenden Artikel . . .

  • von Fabienne Hobner / MAIN-POST | 6/6/2018 2:56:50 PM

    Interview: Der gelassene Gomez

    Vor seiner zweiten Weltmeisterschaft ruht der deutsche Stürmer in sich. Ungewohnt offen kritisiert er den überhitzen Fußballbetrieb und gibt tiefe Einblicke in das Seelenleben eines jungen Vaters.
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/6/2018 7:43:58 AM
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/6/2018 7:06:51 AM
    Hier nun das Interview mit Toni Kroos:
     
    „Es ist nur Fußball“
     
    Toni Kroos über seine Motivation, die Härte von Sergio Ramos, Tattoos auf dem Arm und die Konkurrenz und bei der WM:
    „Brasilien ist zwei Klassen besser als 2014“
     
    Von Achim Muth
     
    Toni Kroos gilt als Rhythmusgeber im deutschen Nationalteam, der 28-Jährige bestimmt das Tempo ist einer der besten Passgeber der Welt. Mit vier Champions-League-Titeln (einmal mit Bayern München, dreimal mit Real Madrid) ist Kroos deutscher Rekordhalter. In der Nationalmannschaft debütierte der gebürtige Greifswalder im Frühjahr 2010 und gehört seit dem mit 82 Länderspielen zum Stamm des Teams. 2014 wurde er in Brasilien Weltmeister. Während des WM-Trainingslagers in Südtirol stellte sich Toni Kroos im Garten des Teamhotels einer kleinen Gruppe von Journalisten zur Fragerunde. Mit dabei war unser Reporter.
     
    Frage: Herr Kroos, Sie stehen vor Ihrer dritten Fußball-Weltmeisterschaft als Spieler. Wie bewerten Sie die Chancen der deutschen Mannschaft in Russland?
     
    Kroos: Ich sehe bei uns eine gute Mischung. Ob wir dieses Gefühl entwickeln können wie 2014, dieses Gefühl, ganz, ganz schwer zu schlagen zu sein. Dieses Gefühl, immer die Möglichkeit zu haben, ein Tor zu machen, das wird man während des Turniers sehen. Das muss sich entwickeln.
     
    Das Gerüst der Mannschaft ist ähnlich wie beim Titelgewinn 2014.
     
    Kroos: Ähnlich, ja. Schweinsteiger, Lahm und Klose waren natürlich auch Eckpfeiler, ohne Frage. Ich denke, dass wir qualitativ auf Augenhöhe sind mit dem Team 2014, vielleicht sogar besser. Wir müssen nur außerhalb und innerhalb des Platzes zu einer Einheit werden. Wir müssen zusammen verteidigen, unangenehm sein für den Gegner. Er muss das Gefühl bekommen: ,Deutschland ist schwer zu bespielen.‘ Da haben wir noch Luft nach oben. Mit Ball sind wir fast sogar stärker als 2014, wenn wir das ohne Ball auch hinbekommen, dann werden wir gute Chancen haben in Russland.
     
    Was können Sie als Führungsspieler dazu beitragen, dass dieses Gefühl wieder aufkommt?
     
    Kroos: Ich werde alles dafür tun. Aber wir brauchen elf Spieler auf dem Platz mit einer klaren Idee und wir müssen mit Hingabe zu verteidigen. 2014 haben wir bei der WM kaum Gegentore bekommen, und das war kein Zufall. In letzter Zeit haben wir deutlich mehr Gegentore bekommen, und das war auch kein Zufall. Dieses Gefühl für den Gegner, auf dem Platz unangenehm zu sein, das müssen wir trainieren und jeder muss es für sich entwickeln. Wenn es bei dem einen oder anderen nicht so ist, dann muss man klar drauf hinweisen. Wir müssen alle alles dem Ziel unterordnen.
     
    Sie spielen auf Ihre Kritik nach dem verlorenen Spiel gegen Brasilien im Frühjahr an. Vor allem die aufstrebenden Kräfte traf Ihre Kritik. Hat sich etwas bewegt seitdem?
     
    Kroos: Ich finde, dass wir gut trainieren, aber ich bin auch erst seit, drei, vier Tagen hier. Es war damals mein Gefühl, was ich auf dem Platz hatte: Es kommt zu wenig von einigen. Das war nicht persönlich gemeint. Aber in einem Spiel gegen Brasilien vor 80000 Zuschauern sollte eigentlich jeder alles geben. Jeder kann die Kritik annehmen, wie er möchte. Wenn einer sagt, das sei nicht so gewesen, dann ist es ja gut. Es war nur mein Empfinden, dazu stehe ich – und wenn es wieder vorkommt, würde ich es wieder sagen. Mir wäre auch lieber, wenn ich sagen könnte: alles überragend!
     
    Vor einem Jahr gab es nach dem Gewinn des Confed-Cups fast einen Hype. Die große Breite an Talenten wurde gelobt. Aktuell sieht es so aus, als müssten es die Weltmeister wieder richten.
     
    Kroos: Klar brauchst du ein Gerüst mit Turniererfahrung. Im Vergleich zu den Mannschaften, die im vergangenen Jahr etwas gewonnen haben, bringt das  einen deutlichen Schuss an Qualität dazu. Denn eine Weltmeisterschaft zu gewinnen ist etwas anderes als eine U21-EM. Aber natürlich helfen uns die Spieler, die da auf sich aufmerksam gemacht haben. Jeder, der Qualität und Mentalität reinbringt, ist immer willkommen.
     
    Joachim Löw sagte unlängst über Sie, Sie würden immer in ihrer Mitte ruhen und würden ein Vorrundenspiel genauso angehen wie ein Finale. Besitzt man diese Fähigkeit oder muss man sie lernen?
     
    Kroos: Teils, teils. Es stimmt, von meinem Charakter her bin ich etwas ruhiger und entspannt. Die Erfolge, die ich errungen habe, haben mir auch ein bisschen Gelassenheit gegeben. Ich bin von meinen Qualitäten überzeugt und weiß, dass ich sie, egal in welchem Spiel, zeigen kann. Das gibt mir Ruhe – und zusätzlich sage ich mir auch: Es ist nur Fußball.
     
    Wie bewerten Sie die Titel-Konkurrenten bei der WM?
     
    Kroos: Fast alle Topnationen sind deutlich besser als 2014. Frankreich ist besser. Brasilien ist zwei Klassen besser. Spanien ist besser. Aber das interessiert mich gar nicht. Die letzten Monate haben gezeigt, dass wir mit Demut an die WM-Aufgabe rangehen sollten. Es ist keine Frage, dass wir mit einer Topmannschaft hinfahren und qualitativ mit allen mithalten können. Aber in meinen Augen haben die letzten Monate eben auch gezeigt, dass wir uns erstmal den Aufgaben in der Gruppe widmen sollten. Wir haben ein schweres Auftaktspiel gegen Mexico. Wenn wir die Gruppe überstanden haben und irgendwann gegen eine der Top-Mannschaften spielen, dann können wir uns auch darüber unterhalten, wie gut sie sind.
     
    Ist Ihr Energiespeicher eigentlich nach der anstrengenden Saison mit Real Madrid noch voll?
     
    Kroos: Da braucht man schon ein paar Tage, das gebe ich zu. Du beendest eine Saison von Vereinsseite mit einem Riesenerfolg, da ist es doch normal, dass erstmal ein bisschen was abfällt. Und nach ein paar Tagen geht es dann schon wieder los. Aber das kriege ich schon hin.
     
    Sie sind ja Spezialist für Titelverteidigungen, haben mit Madrid jetzt dreimal in Folge die Champions League gewonnen. Ist die Titelverteidigung bei der WM für Sie ein persönlicher Antrieb?
     
    Kross: Eine Weltmeisterschaft ist eine hohe Motivation, sonst würde ich nicht mehr spielen. Das ist und bleibt etwas Besonderes, und natürlich weiß ich, dass noch nie eine deutsche Mannschaft die WM verteidigt hat.
     
    Wie motivieren Sie sich immer wieder aufs Neue?
     
    Kroos: Das ist tatsächlich nicht so einfach, wie es aussieht. Es stimmt, dass nach einer erfolgreichen Saison etwas abfällt und dass man nicht immer mit dem ganz großen Spaß irgendwo hinfährt. Man muss nur motiviert und bereit sein, wenn es losgeht. Der Hunger kommt ja auch manchmal beim Essen. Bei mir ist es auch manchmal so, dass die Freude beim Spiel kommt. Aber mittlerweile freue ich mich auf die WM und werde topmotiviert sein.
     
    Nochmal zurück zum Champions-League-Finale. Wie bewerten Sie den harten Einsatz Ihres Teamkollegen Sergio Ramos gegen Liverpools Mohammed Salah?
     
    Kroos: Ich bin komplett davon weg, dass da eine Verletzungsabsicht im Spiel war. Es wurde ja nicht mal Foul gepfiffen, was man wohl hätte tun können. Dass Ramos im Zweikampf nicht zimperlich ist, ist klar. Aber wir sind uns auch alle einige, dass man mit genau solch einem Auftritt große Titel gewinnt. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Ich bin froh, dass er unser Kapitän ist und ich habe nichts Unsportliches gesehen.
     
    Weg vom Fußball: Auf ihrem linken Arm sind sehr viele Tattoos zu sehen . . .
     
    Kroos (lacht): Das muss man ja so machen heutzutage als Fußballer.
     
    Wir hätten das bei Ihnen eher nicht vermutet. Kommt da noch der WM-Pokal drauf, wenn Sie den Titel in Russland gewinnen sollten?
     
    Kroos: Nein, da kommt nichts Sportliches drauf, sondern nur etwas Familiäres oder Tiefgründiges. Sportliche Erfolge sind kein Grund, um sie auf dem Körper zu tragen.
  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/6/2018 6:59:18 AM

    Hier noch ein kleiner Einblick ins Teamhotel in Girlan.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/6/2018 6:55:58 AM

    Heute ist das wird Medienzentrum leer. Fast. Es findet keine Pressekonferenz statt, auch das Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Zeit, die Gespräche von gestern aufzuarbeiten.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/5/2018 3:34:44 PM

    Waren interessante Treffen mit den Spielern, nur Mesut Özil und Ilkay Gündogan erschienen nicht zum Medientag. Es sei alles gesagt zu den bekannten Themen. Trotzdem bleiben Fragen. Ilkay gab den Nachrichtenagenturen dpa und sid sowie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine kurzes Statement. Ich konnte mit Julian Draxler, Jerome Boateng, Mario Gomez und Toni Kroos sprechen. Mehr dazu demnächst hier...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 11:42:33 AM

    Warten im Teamhotel auf die Spieler beim Medientag. Verzögert sich seit über einer Stunde...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 9:14:07 AM

    Das Team geht zur Aufstellung...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 9:12:08 AM

    Das deutsche Team für Russland...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 9:01:59 AM

    Löw bittet seine Spieler zur Besprechung...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 8:46:36 AM

    Liegt etwas lieblos wie weggeworfen am Rande des Trainingsplatzes, der WM-Pokal. Keine Angst, ist natürlich nur ein Duplikat... :-)

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 8:40:42 AM

    Die Fotografen sind bereit...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/5/2018 8:32:17 AM

    Ein Mitarbeiter hält einen Zettel mit der Aufstellung für das offizielle Mannschaftsfoto hoch - damit die Fotografen wissen, wer wo steht.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/5/2018 5:17:20 AM

    Neuer Morgen. Die Regenwolken über der Großgemeinde Eppan haben sich verzogen. Nachdem Bundestrainer Joachim Löw seinem Team am Montag frei gegeben hat, steht heute eine Mischung aus Training und Medienarbeit auf dem Programm. Um 10.45 Uhr wird auf dem Trainingsgelände Rungg das offizielle Mannschaftsfoto für die WM 2018 geschossen - das ist nun möglich, da Löw am Montag den endgültigen 23-Mann-Kader der FIFA übermittelt hat. Anschließend findet eine Trainingseinheit statt. Nach dem Mittagessen findet der sogenannte "Medientag" statt. Die akkreditierten Journalisten haben da die Möglichkeit, mit ausgewählten Spielern zu sprechen. Mal sehen, was der Tag bringt.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 2:33:02 PM
    Der Tag der Enttäuschungen oder die Beerdigung von vier WM-Träumen
     
    Wer ist dabei? Wer nicht? Bundestrainer Joachim Löw benennt sein endgültiges WM-Aufgebot – mit einer dicken Überraschung.
     
    Von Achim Muth
     
    Joachim Löw hörte sich an wie auf einer Beerdigung, er trug passendes Schwarz. Jetzt, sagte der Bundestrainer, käme es auch auf die Familie und die Angehörigen an, „denn sie müssen die Spieler auffangen. Die Enttäuschungen sind schon sehr, sehr groß“. Keine Angst. Dahingeschieden ist niemand, beerdigt wurden unter der Sonne Südtirols lediglich die WM-Träume von Bernd Leno, Jonathan Tah (beide Bayer Leverkusen), Nils Petersen (SC Freiburg) und Leroy Sané (Manchester City). Das Quartett ist am Montag bereits abgereist.
    Die Bekanntgabe der Streichliste im Medienzentrum in Girlan war eine ungewöhnliche Veranstaltung, denn Fragen der Journalisten waren nicht zugelassen. So gab der Bundestrainer gegen Ende seines Monologs und nach einem Espresso zwar die vier Namen bekannt, bei der Begründung verstieg er sich jedoch nur ins Ungefähre: Er müsse eben das große Ganze im Blick haben. Alle hätten herausragende Fähigkeiten, sehr knapp sei alles gewesen: „Wie bei einem 100-m-Lauf bei Olympia, wenn das Zielfoto entscheiden muss.“
     
    Sané überraschend nicht dabei
     
    Doch Löw wäre nicht Löw, wenn er nicht auch eine Überraschung mitgebracht hätte ins Medienzelt: Dass der 22-jährige Verheißungsstürmer Leroy Sané nicht zum Aufgebot für die WM in Russland gehören wird, war nicht zu erwarten gewesen. Der Ex-Schalker gehört beim englischen Meister Manchester City zum Stammaufgebot, Trainer Pep Guardiola schenkt ihm großes Vertrauen.  In der abgelaufenen Premier-League-Saison kam Sané auf 32 Einsätze, er erzielte zehn Tore und gab 15 Vorlagen. Doch der Bundestrainer betonte auch in der Vergangenheit, dass Leistungen im Verein nicht die einzige Währung ist, die er gelten lässt: Wie funktioniert der Spieler in der Nationalmannschaft? Das zählt bei Löw mehr als alles andere, und da sah er offenbar Defizite bei Sané.
     
    Entscheidung für Julian Brandt
     
    Als sich ein kleiner Kreis an Journalisten beim kurzen Gang vom Medienzelt zum Bus von Joachim Löw nicht abschütteln ließ, ging der Coach doch noch etwas ins Detail: Sané sei bei seinen Einsätzen im Nationalteam „noch nicht richtig angekommen, das hat vielleicht ein bisschen den Ausschlag gegeben“. Den Ausschlag zugunsten von Julian Brandt (Bayer Leverkusen), dem Löw eine gute Entwicklung und gute Trainingsleistungen attestierte. Brandt habe durch das Turnier um den Confed Cup im vergangenen Jahr einen Sprung gemacht. Der Kader für die Titelverteidigung müsse ausgewogen sein, so der Bundestrainer weiter, „wir können nicht hinten in der Verteidigung einen wegnehmen und dafür noch einen offensiven Spieler mitnehmen. Man kann nicht alles umdrehen, man muss diese harten Entscheidungen treffen“.
    Mit Tränen, berichtete Petersens Vater dem SWR, habe sein Sohn Nils das Aus aufgenommen. Nicht wenige hatten damit gerechnet, dass der 29-Jährige Löws Turnier-Joker werden könnte. Der Freiburger, mit 15 Toren bester deutscher Stürmer der vergangenen Bundesliga-Saison, war aus dem Mallorca-Urlaub zurückgeholt worden. Löw pries die Vorzüge des Stürmers, der vor allem in Notsituationen eine Option gewesen wäre: Petersens Qualitäten als Einwechselspieler sind überragend. Der Neuling habe ein paar kleine Probleme gehabt mit der Akklimatisierung in der Nationalelf, verriet der Coach, „aber er ist von Tag zu Tag besser geworden“. Löw sagte, es lohne sich mit Petersen im Herbst weiterzuarbeiten, für das Turnier bevorzugte der Bundestrainer jedoch neben dem gesetzten Stürmer Timo Werner (RB Leipzig) den Stuttgarter Mario Gomez: „Er ist in einer sehr guten Form“, so Löw, „sehr abschlussstark und körperlich sehr präsent im Training“. Drei Spieler für diese Position mitzunehmen, „wäre nicht ideal“.
     
    Manuel Neuer fit
     
    Klar ist seit Montag auch, dass die deutsche Nationalelf die Mission fünfter WM-Titel mit ihrem Kapitän Manuel Neuer angehen wird. Der Torhüter, der nach einem Mittelfußbruch im Herbst erst auf der Zielgeraden fit geworden ist, war nach dem Österreich-Spiel direkt nach München zur ärztlichen Untersuchung gereist. Die Diagnose: Daumen hoch. Er sei mit seinem Fitnesszustand und der Form sehr zufrieden, sagte Neuer, „ich mache mir über die Verletzung keine Gedanken mehr. Das Risiko zu spielen ist nicht größer als bei jedem anderen Spieler“. Für Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona bleibt nur die Reservistenrolle. Das letzte Vorbereitungsspiel am Freitag in Leverkusen gegen Saudi-Arabien wird auch für die Nummer eins zum letzten Härtetest.
    Der Stamm der 2014er Weltmeister von Rio um eben Neuer, Mats Hummels, Sami Khedira, Mesut Özil, Thomas Müller und Jerome Boateng, der am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen wird, soll es also richten in Russland. Alles ist ausgerichtet auf das erste Gruppenspiel gegen Mexico am 17. Juni. Löws Blick geht nur noch nach vorne, nicht mehr zurück.
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 2:28:42 PM
    Mittlerweile sind in Eppan dicke Wolken aufgezogen, es regnet.
     
  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 11:37:18 AM

    Die Entscheidung ist also gefallen: Jonathan Tah (22), Torhüter Bernd Leno (26), beide Bayer Leverkusen sowie Nils Petersen (29) vom FC Freiburg und Leroy Sané vom englischen Meister Manchester City müssen die Nationalmannschaft verlassen und werden nicht dem WM-Kader angehören. Vor allem mit der Ausmusterung von Sané hat Löw viele Beobachter überrascht, denn der Linksaußen spielte ein gute Saison in der Premier League, erzielte in der Meistersaison 10 Tore und gab 15 Vorlagen. Bundestrainer Joachim Löw begründete es damit, dass Sané in den Spielen der Nationalelf "noch nicht richtig angekommen sei". Er will weiter auf ihn setzen - nach der WM. Ähnlich hörte sich das bei der Begründung für das Aus von Nils Petersen an: Der Stürmer sei zwar von Tag zu Tag besser geworden, aber schließlich habe der Stuttgarter Mario Gomez durch seine starke körperliche Präsenz das Nominierungs-Rennen gewonnen. Später folgt noch eine ausführliche Zusammenfassung des Tages . . .

  • von Roland Schmitt-Raiser | 6/4/2018 10:58:58 AM
  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 10:14:48 AM

    Die Pressekonferenz ist zu Ende. Am Ende gab Torhüter und Kapitän Manuel Neuer noch einen Einblick in sein Gefühlsleben. Der Weltmeister von 2014 war nach dem Österreich-Spiel noch zu einer Untersuchung in München. Das Ergebnis: alles okay. Er sei sehr zufrieden mit seiner Fitness. Über seine Verletzung macht er sich "keine Gedanken mehr". Das Risiko bei der WM zu spielen sei nicht größer als bei jedem anderen Spieler auch.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 10:02:32 AM

    Das ist der offizielle WM-Kader...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 9:43:36 AM

    Es ist raus: Löw schickt Leno, Tah, Petersen und - Überraschung! - Sane nach Hause...

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 9:34:30 AM

    Die PK beginnt...

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 6/4/2018 9:29:48 AM
    DFB-Livestream der Pressekonferenz
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 9:23:07 AM

    Uli Köhler von Sky Sports ist bereits live

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 9:20:24 AM
    Offenbar ist Gomez doch dabei in Russland...
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 9:19:14 AM

    In wenigen Minuten beginnt hier die Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 9:05:55 AM
    Die Kollegen von Bild melden, dass Löw auch Nils Petersen und Torwart Bernd Leno gestrichen hat. Das würde bedeuten: Manuel Neuer wird bei der WM im deutschen Tor stehen.
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 8:47:24 AM
    Die ersten Kollegen melden, Mario Gomez sei aus dem Trainingslager abgereist. Noch ein Gerücht. Wenn es stimmt, könnte das die Chancen für den Freiburger Neuling Nils Petersen erhöhen, bei der WM in Russland dabei zu sein.
  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 8:36:05 AM

    Rund 600000 Euro haben die Gemeinde Eppan und die Provinz Südtirol hier rund um die Sportanlage Rungg investiert, um das Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft ausrichten zu können.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 8:17:20 AM

    In gut einer Stunde wissen wir, wer aus dem 27-Mann-Kader gestrichen wurde und wer heute nach Hause fahren muss. Tah? Petersen? Rudy? Plattenhardt? Brandt? Und wer von den Torhütern: Leno? Trapp? Oder vielleicht doch Neuer? Wir halten Euch auf dem Laufenden . . .

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 7:55:45 AM

    In dieser traumhaften Gegend bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft auf die WM in Russland vor. Die Montiggler Seen nur wenige Kilometer von Girlan entfernt gelten als die saubersten Seen Italiens.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 7:35:40 AM

    Warten auf Merkel: Gut beschützt . . .

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 6/4/2018 7:34:17 AM

    Gestern Abend war Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast in Girlan. Sie besuchte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und wünschte den Spielern und Trainer Joachim Löw viel Glück für die anstehende Weltmeisterschaft. Rund um das Teamhotel herrschte Ausnahmezustand, sämtliche Zufahrtswege waren von der italienischen Polizei gesichert und gesperrt worden. Nur Fans, die lange vor der Ankunft der Kanzlerin schon gewartet hatten, konnten einen kurzen Blick auf Merkel erhaschen. Da ich meine Akkreditierung erst heute bekam, musste ich gestern etwas kreativ werden bei der Anfahrt. Mit dem Mountainbike durch einen Wald und über einen Weinberg führte der Weg, und so konnte ich die Szene filmen, wie DFB-Präsident Reinhard Grindel, Manager Oliver Bierhoff und Spieler Sami Khedira die Regierungschefin am Tor begrüßten.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 6/4/2018 4:41:59 AM

    Showdown: Hier im Medienzentrum in Girlan wird Bundestrainer Joachim Löw heute seinen 23-Mann-Kader für die Fussball-WM in Russland bekanntgeben. Vier Spieler müssen also gestrichen werden. Was meint ihr: Wen trifft es?

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