Ein neuer Platz für die Würzburger Kickers?

Der Hauptausschuss der Stadt Würzburg berät am Donnerstag, 30.3., wie das Zweitliga-Team der Würzburger Kickers unterstützt werden kann. Außerdem auf der Tagesordnung: Die Suche nach einem neuen Platz fürs Stadion. Wir berichten live von der Sitzung.

  • von Roland Schmitt-Raiser | 3/29/2017 3:20:01 PM

    Kickers: Stadion-Neubau billiger als Ausbau

    Würzburg will sich an der Standortsuche fürs neue Stadion des Zweitligisten beteiligen. Und das wird mit 36 Millionen Euro günstiger sein als eine Dallenberg-Lösung.
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 3/29/2017 3:30:39 PM
    Die Stadt wíll den Würzburger Kickers mit einer Finanzspritze von rund 2,5 Millionen Euro unter die Arme greifen. Mit dem Geld soll der aktuelle Spielbetrieb in der Flyeralarm-Arena am Dallenberg bis auf Weiteres gewährleistet werden. Außerdem soll nach möglichen Standorten für einen von den Kickers angestrebten Stadionneubau gesucht werden.
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  • von Roland Schmitt-Raiser | 3/30/2017 12:50:31 PM

    Hier könnte das neue Kickers-Stadion stehen

    Derzeit berät die Stadt über die Planungen für ein neues Kickers-Stadion. Wir haben da schon mal ein paar Vorschläge...
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:18:58 PM

    Ja hallo erst mal aus dem Wappensaal im Rathaus, wo seit 16 Uhr der Hauptausschuss des Stadtrates.

     
    Uns ging es gerade wie den Kickers in den vergangenen Wochen. Wir hatten technische Problem. Jetzt läuft aber der Ticker zur Debatte über die Zukunft der Kickers.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:19:55 PM

    Für den Fall, dass bei „Wer wird Millionär“ die Frage nach der Funktion des Hauptausschusses drankommt: So wird er in der Geschäftsordnung der Stadt Würzburg beschrieben.

     

    Im Hauptausschuss geht es um „Angelegenheiten, die nicht in die Zuständigkeit eines anderen Ausschusses fallen, insbesondere Angelegenheiten der Haushalts- und Wirtschaftsführung (vor allem Entgegennahme und Verwendung von Spenden und Schenkungen ab 200 Euro, Annahme und Verwendung von Vermächtnissen bis einschließlich 200.000 Euro, Sponsoring-Verträge über 20.000 Euro bis einschließlich 50.000 Euro,1) Schuldenmanagement, Einsatz von Zinsmanagementinstrumenten), Grundstücksangelegenheiten bis einschließlich 200.000 Euro, Durchführung städtischer Bauvorhaben, alle Angelegenheiten der städtischen Beteiligungen, der Stiftungen, grundsätzliche Angelegenheiten der Durchführung von Messen, Festen und Veranstaltungen, Angelegenheiten des hoheitlichen und gewerblichen Friedhofs- und Bestattungswesens, Vergabe von Aufträgen für Lieferungen und Leistungen sowie Auftragserweiterungen und -erhöhungen.“

     

    Der Hauptausschuss kann selbst Beschlüsse fassen, arbeitet aber in der Regel als vorbereitendes Gremium für den Stadtrat. So ist das auch gleich mit den Kickers. Wir werden Zeuge von etwas, was im Bundestag „Lesung“ heißt. Die Räte debattieren und stimmen am Ende über ein Gutachten, über eine Empfehlung für den Stadtrat ab. Es ist aber auch schon passiert, dass nicht schlüssig, fehlerhaft oder sonst wie faul war, was die Verwaltung ihnen an Unterlagen vorgelegt hat und der Hauptausschuss kein Gutachten beschlossen hat, sondern noch mal mit Unterlagen tagen will, mit denen er was anfangen kann.

     

    Wenn heute alles seinen normalen Gang geht, haben wir gegen Abend ein Gutachten, über das die Stadträte im Plenum abstimmen, am 6. April.

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:21:40 PM
    Christian Baumgart, der Stadtbaurat, ärgert sich über Aussagen der Kickers, dass der "Kampf gegen Behördenauflagen nicht zu gewinnen" sei.
     
    Es gibt keinen Kampf, sagt er, und findet inakzeptabel, was die Kickers da machen. Er berichtet, dass verschiedenste Interessen unter einen Hut zu bringen seien, von Verein, Liga, Anwohnern und so weiter. Er stellt die Stadt als Verbündeten der Kickers vor.
     
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:22:50 PM
    Das hier schlägt der OB den Stadträten vor:
     
    1. Der Eckpunktebeschluss zur Beteiligung an einer Stadiongesellschaft vom 29.09.2016 wird aufgehoben. (Das Protokoll der Sitzung findet Ihr als PDF zum Herunterladen rechts oben auf der Seite http://www.wuerzburg.sitzung-online.de/BI/to010.asp?SILFDNR=1315 unter Tagesordnungspunkt 8.)
     
    Die Begründung des OB
     
    „Die Aufhebung des Eckpunktebeschlusses erfolgt auf Wunsch und in enger Abstimmung mit den Würzburger Kickers. In einem Schreiben des FC Würzburger Kickers e.V. (im Folgenden kurz „Der Verein“) und der FC Würzburger Kickers AG (im Folgenden kurz „Die AG“) vom 27.02.2017 wurde mitgeteilt, dass „nach eingehender Prüfung steuerlicher und rechtlicher Gesichtspunkte sowie der aktuellen Entwicklung der Informationslage die Gründung einer Stadiongesellschaft nicht umgesetzt werden kann“. Das Schreiben liegt als Anlage 1 bei“ (Ihr findet es in Eurer Sitzungsmappe).
     
    „Nach Aussage von Beauftragten des Vereins und der AG wäre insbesondere die Übertragung des Stadions in eine Stadiongesellschaft mit Risiken einer Steuerbelastung in Millionenhöhe verknüpft.
     
    Nach einer von Albert Speer und Partner (im Folgenden kurz: „AS+P“) für die Würzburger Kickers erstellten Einschätzung der Kostenabschätzung für den Vollausbau des Stadions am Dallenberg  erscheint  „für eine Kapazität von 15.000 Zuschauern (…) nicht geeignet, um einen umfänglichen und wirtschaftlich tragfähigen Stadionbetrieb am Bestandsstandort umzusetzen“.  So lägen die Gesamtkosten für den Ausbau des Stadions am Standort Dallenberg in einer Kostenspanne von 40 bis 50 Mio. €. Laut AS+P sei „Diese Kostenspanne (…) für einen Stadionneubau in dieser Größe unverhältnismäßig hoch und liegt weit oberhalb den anfangs ermittelten Benchmarks“. Damit sei ein Vollausbau des Stadions am Standort Dallenberg wirtschaftlich nicht sinnvoll darstellbar.
     
    Ein Stadionneubau an einem anderen, noch zu findenden Standort stelle sich demgegenüber als wirtschaftlicher dar. Ein bestandsunabhängiger Stadionneubau würde nach AS+P bei „einem zeitgemäßen Kapazitätsansatz von 20.000 Zuschauern überschlägig bei ca. 36 Mio. € (20.0000 x 1.800,- € / Kennwert)“ liegen.
     
    Die Einschätzung von AS+P findet sich in Anlage 2.
     
    Das im Eckpunktebeschluss vom 29.09.2016 beschlossene Modell der Unterstützung des Ausbaus und der Sanierung des Stadions am Dallenberg über die Beteiligung und Finanzierung der Stadiongesellschaft ist daher nicht mehr umsetzbar und damit nicht weiterzuverfolgen.“
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:23:49 PM

    Teil 2 des Beschlussvorschlags:

     

    „Die Verwaltung wird beauftragt, gutachterlich mögliche alternative Standorte für ein Stadion, welches dauerhaft professionellen Spielbetrieb in den höchsten deutschen Fußball-Spielklassen ermöglicht, zu prüfen. Ein wesentliches Auswahlkriterium ist dabei die Möglichkeit der zusätzlichen Nutzung für Gewerbeflächen.

     

    Die Flächenanalyse wird durch ein qualifiziertes externes Büro vorgenommen. Hierfür wird ein Betrag von 56.525,00 EUR zur Verfügung gestellt.

     

    Begründung:

     

    „Der Verein legt dar, dass die Ertüchtigung und der Ausbau des Stadions im Vergleich zu den Kosten eines Neubaus nicht darstellbar sind. Nach der zwischenzeitlich vorgelegten Bewertung von AS+P erscheint ein Vollausbau am Bestandsstandort nicht als wirtschaftlich tragfähige und zukunftsfähige Lösung.

     

    Infolgedessen muss die Frage eines möglichen alternativen Standorts als bessere Option abschließend geklärt werden. Die Potentialfeldanalyse konzentriert sich auf Flächen im Stadtgebiet, die sich für einen alternativen Standort eines Stadions eignen könnten. Die sog. „Kritische Standortbewertung“ berücksichtigt relevante fachplanerische Standortaspekte, bspw. Planungsrecht, Verkehr, Lärm und Naturschutz und gewichtet diese entsprechend. Insbesondere die Option, weiteres Gewerbe im Umfeld eines neuen Standorts ansiedeln zu können, wird als Kriterium mit aufgenommen. Sollte ein untersuchter Standort für einen Stadionstandort nicht in Frage kommen, kann sich eine vertiefte Prüfung als allein stehendes Gewerbegebiet anschließen.

     

    Die Untersuchungen der Flächen auf die Geeignetheit als Stadionstandort betreffen in hohem Maß die stadtplanerischen Belange. Mit der Beauftragung durch die Stadt Würzburg wird sichergestellt, dass diese entsprechend den Vorstellungen gewichtet werden und Berücksichtigung finden.

     

    Ein neues Stadion an einem anderen Standort ist alleine durch den FC Würzburger Kickers e.V. zu bauen und zu finanzieren. Die Stadt Würzburg wird sich, im Rahmen der rechtlichen und haushalterischen Möglichkeiten, allenfalls an den infrastrukturellen Erschließungs- und Umfeldmaßnahmen des Stadionumfeldes, in Zusammenhang mit der möglichen gleichzeitigen Erschließung eines Gewerbegebiets beteiligen.“

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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:25:46 PM
    Jetzt geht's doch recht schnell hier, mehr wie beim Basketball als beim Fußball.
     
    Robert Scheller, der Stadtkämmerer, berichtet, die Fragen, die das europäische Beihilferecht aufwirft, wenn die Stadt die Kickers unterstützen will, nicht zu unterschätzen sind.
     
    Aber die Unterstützung sei möglich, wenn die Bedingungen eingehalten werden.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:26:19 PM
    Teil 3 des OB-Vorschlags:
     
    „Für die Ermöglichung eines temporären Spielbetriebs in der bestehenden Sportinfrastruktur des FC Würzburger Kickers e.V. am Dallenberg wird eine Finanzierung von bis zu 2,4 Mio. € zugesagt. Die Finanzierung erfolgt über Investitions- und/oder Betriebsbeihilfen der Stadt Würzburg an den FC Würzburger Kickers e.V. entsprechend der Einplanung in der Haushalts- und Mittelfristplanung 2017 bis 2021. Für diese sind alle öffentlich-rechtlichen Vorgaben, insbesondere die des europäischen Beihilfenrechts, einzuhalten.“
     
    Ihr fragt mit Recht, was dieses europäische Beihilferecht ist. Und es wäre langweilig, wenn’s einfach wäre.
     
    Worum es im europäischen Beihilferecht geht, erklärt uns der Bundesverband der öffentlichen Banken:
     
    „Zur Entfaltung des Binnenmarktes im Rahmen fairer Wettbewerbsbedingungen sind Subventionen beziehungsweise staatliche Beihilfen europarechtlich grundsätzlich untersagt. Gleichwohl wird anerkannt, dass in einer Reihe von Ausnahmeregelungen die Gewährung von staatlichen (= öffentlichen, WJ)  Beihilfen sinnvoll und nützlich sein kann, speziell dann, wenn eine Beeinträchtigung des grenzüberschreitenden Handels nicht zu befürchten ist.“
     
    Ihr ahnt, worauf das rausläuft: Sollte sich die Stadt finanziell für die Kickers engagieren, muss darauf achten, dass das im Rahmen des Beihilferechts tut, um nicht zu sündigen gegen den fairen Wettbewerb.
     
    Teil 4 des oberbürgermeisterlichen Beschlussvorschlags:
     
    „Mit der rechtlichen Beratung der Stadt Würzburg bei der Umsetzung dieses Beschlusses wird die KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH beauftragt.“
     
    Begründung zu 3 und 4:
     
    „Mit Schreiben vom 27.02.2017 teilten der FC Würzburger Kickers e.V. und die FC Würzburger Kickers AG mit, dass „wir aufgrund der auf uns zukommenden Auflagen seitens der DFL und Behörden einen Antrag auf Investitionskostenzuschuss in enger Abstimmung mit der Stadt Würzburg stellen werden“. Der Verein und die AG seien auch bereit, alle hiermit verbundenen Auflagen und Bedingungen umzusetzen. Ebenfalls wurde in diesem Schreiben angekündigt, dass der Verein beabsichtigt, ergänzend einen Antrag auf Betriebskostenbeihilfe zu stellen.
     
    Nach Aussage des Vereins sind für einen temporären Spielbetrieb am Dallenberg (bis zum Bezug eines Alternativstandorts) zur Erfüllung von öffentlich-rechtlichen Anforderungen und von Auflagen der DFL noch ca. 1,5 bis 2,2 Mio. € an Investitionen in das bestehende Stadion erforderlich.
     
    Nach der Haushalts- und Mittelfristplanung bis 2021 sind bislang insgesamt ca. 2,4 Mio. € für die Unterstützung des FC Würzburger Kickers e.V. zum Ausbau und die Sanierung des Stadions am Dallenberg eingeplant:
     
    • 1 Mio. € für Grundstück (300 TEUR in 2017 und 700 TEUR in 2018)
    • 1,37 Mio. € für Investitionskostenzuschüsse (450 TEUR in 2017/50 TEUR in 2018/290 TEUR in 2019 bis 2021)
     
    Bei einer Umsetzung der Haushaltsmittel für den Ankauf des Grundstücks, welcher ohne das Modell Stadiongesellschaft nicht mehr notwendig ist, stünden in 2017 und 2018 jeweils 750 TEUR für die Zahlung von Zuschüssen ohne zusätzliche Haushaltsbelastung zur Verfügung. Für die Jahre 2019 bis 2021 wären jeweils 300 TEUR für die Zahlung von Investitions- und/oder Betriebskostenzuschüssen einzuplanen.
     
    Nach Prüfung durch KPMG Law ist eine Unterstützung des Betriebs und des Ausbaus der sportlichen Infrastruktur des Stadions am Dallenberg grundsätzlich über die Zahlung von Investitions- und Betriebsbeihilfen an den FC Würzburger Kickers e.V. möglich. Hierzu wurde im November 2016 ein Leitfaden zur „Freistellung einer Beihilfe der Stadt Würzburg für das Stadion am Dallenberg“ erstellt, welcher auf die aktuelle Situation der Zahlung von Beihilfen an den Verein angepasst wurde. Danach sind für die Beihilfen insbesondere die Vorgaben und Bedingungen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO - VERORDNUNG (EU) Nr. 651/2014 DER KOMMISSION vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union), hier insbesondere Art. 55 AGVO, einzuhalten.
     
    Für eine Investitionsbeihilfe sind dabei insbesondere folgende Auflagen und Bedingungen einzuhalten:
     
    • Sicherstellung weiterer Nutzungsmöglichkeiten
    • Gleiche Bedingungen für alle Nutzer
    • Bekanntgabe von Nutzungspreisen und –bedingungen
    • Evtl. Ausschreibung von Ausbau und Betreibervertrag
    • Nachweis der Finanzierungslücke
    • Transparenz der Beihilfe
    • Beihilfeantrag durch Beihilfeempfänger
    • Veröffentlichung und Berichterstattungspflichten
     
    Für eine Betriebsbeihilfe sind dabei insbesondere folgende Auflagen und Bedingungen einzuhalten:
     
    • Sicherstellung weiterer Nutzungsmöglichkeiten
    • Gleiche Bedingungen für alle Nutzer
    • Bekanntgabe von Nutzungspreisen und –bedingungen
    • Ausschreibung von Betreibervertrag (abhängig von Betrieb durch Verein oder durch Dritte)
    • Nachweis der Finanzierungslücke für Betrieb
    • Transparenz der Beihilfe
    • Beihilfeantrag durch Beihilfeempfänger
    • Veröffentlichung und Berichterstattungspflichten“
     
    So. Jetzt kennt Ihr Euch aus und die Debatte kann beginnen: Auf geht’s Ihr Roten und Schwarzen und Grünen und Gelben und Blauen und Ihr Farblosen!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:28:19 PM
    Scheller, der Stadtkämmerer, erinnert an die städtische Unterstützung für die Kickers - knapp 400.000 Euro aktuell fürs Stadion, 500.000 Euro in früherer Zeit.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:28:46 PM
    2,4 Millionen sind im Haushalt für die kommenden Jahre für die Kickers vorgesehen.

    Damit gewinne die Stadt Zeit für die Standortsuche.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:30:02 PM
    Die Stadt beteiligt sich NICHT am Stadionneubau, beteiligt sich aber an den Umfeldmaßnahmen. Er glaubt, das kostet mehr als die 7 Millionen, die im Beschluss vom September des vergangenen Jahres vorgesehen waren.

    So will es die Verwaltung. Mal schauen, was die Stadträte wollen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:30:29 PM
    Die Debatte beginnt!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:31:09 PM
    Helga Hoepffner von der CSU sagt "an die Adresse der Kickers: Es ist nicht sehr hilfreich, wenn Rundumschläge verteilt werden und Watschen an den Oberbürgermeister."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:32:04 PM
    Hoepffner meint, "wir haben alles getan, was wir tun konnten". Die CSU werde den Beschluss mittragen, will aber auch, dass das respektiert wird. "Im Vergleich zu den anderen Vereinen tun wir für die Kickers wirklich viel."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:33:06 PM
    Joachim Spatz (FDP):

    Glaubt, dass es gut ist, Liga- und Wohnbetrieb zu entflechten mit neuem Stadion. Findet auch die Idee gut, das Stadion mit Gewerbeflächen zu verbinden.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:33:33 PM
    Findet auch gut, wenn die Stadt an den Investitionskosten beim Stadion nicht beteiligt ist. Das reduziere das Risiko für die Kommune.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:34:49 PM
    Spatz findet den neuen Ansatz "risikoärmer" für die Stadt als die ursprüngliche angedachte Beteiligung am Stadion. Er glaubt auch, dass die Nachbarn am Dallenberg sich so wieder beruhigen könnten.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:36:05 PM
    Gerade spricht Spatz einen Satz, der über 2 Seiten gehen würde. Insgesamt sagt er, glaube ich, dass er den Vorschlag vom OB gut findet.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:36:21 PM
    Alexander Kolbow, der Faktionschef der SPD, spricht.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:37:39 PM
    Der Beteiligungsbeschluss vom September sei voreilig gewesen, sagt er, und watscht den Stadtbaurat ab, der gemeint habe, dass am Dallenberg auch der Ausbau zum Erstliga-Stadion möglich ist.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:38:06 PM
    "Selbstverständlich sollten wir uns als Stadt beteiligen", sagt Kolbow.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:38:30 PM
    Aber: "Wir müssen schauen, dass wir die Stadt mit dem Spielbetrieb der Kickers nicht überfordern."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:39:29 PM
    "Umfeldmaßnahmen" fürs neue Stadion hörten sich "nett" an, hätten fürs Regensburger Stadion aber 30 Millionen Euro gekostet. Kolbow erinnert daran, dass Geld auch für Schulen und weiteres nötig sei.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:40:36 PM
    Josef Hofmann (FWG) nimmt sich auch 7-Millionen-Beschluss vom September vor. Dass der nicht hingehauen hat, wundert ihn nicht.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:41:27 PM
    Glaubt, die Kernkompetenz fürs Stadion gehört den Kickers. Die Planungskompetenz für Umfeld und Infrastruktur gehört der Stadt "und niemandem sonst".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:42:39 PM
    Hofmann fände es gut, wenn das Stadion mit einem Gewerbegebiet verbunden ist. Dann wissen auch die Nachbarn am Dallenberg, dass wieder Ruhe einkehrt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:43:52 PM
    Die Kickers, sagt Hofmann, hätten Würzburg "bekannter gemacht, als wir das durch irgendeine Werbemaßnahme geschafft hätten". (Klopfen und Beifall.) Aber auch ihm ist Verstimmung anzuhören über das knackige Auftreten der Kickers gegen die Stadtverwaltung. Hofmann empfiehlt "ein bisschen Demut".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:45:09 PM
    Hans Werner Loew (SPD): Auch er legt Wert darauf, dass die Stadt schon einiges gemacht hat, um die "überraschende Situation", die sich aus den sportlichen Erfolgen der Kickers ergeben hat, zu meistern.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:46:13 PM
    Loew: Die Stadt muss die Ausgaben für die "Infrastruktur in ein bestimmtes Verhältnis zum Erfolg setzen".
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:47:51 PM
    Loew ist noch nicht willig, einen zweistelligen Millionenbetrag fürs Stadionumfeld auszugeben, wenn man mit 15 Millionen Euro auch ein neues Wohngebiet entwickeln kann. Das behalte er sich vor, sagt er.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:48:53 PM
    Loew versichert, die SPD-Fraktion werde den Spielbetrieb am Dallenberg unterstützen, bis das neue Stadion steht. Aber er verweist aufs Schreiben der Kickers, nach dem noch Auflagen im Wert von rund 2 Millionen Euro abzuarbeiten seien.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:49:46 PM
    Loew: Die Kickers haben der Stadt angekündigt, Betriebsbeihilfen zu beantragen. Loew hält nichts von kommunalen Betriebsbeihilfen für den Profisport.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:50:43 PM
    Loew zweifelt, ob kommunale Zuschüsse für den Profisport nach dem europäischen Beihilferecht möglich sind. Er will mehr Informationen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:51:05 PM
    Loew: Die Kickers haben nicht immer konstruktiv gehandelt. Er will "mehr Transparenz in dieser Partnerschaft."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:53:33 PM
    Was sich für Loew nicht reimt: Die 15 Millionen Euro für den Stadionumbau am Dallenberg hätten die Kickers nicht finanzieren können. Aber den Neubau für 36 Millionen Euro könnten sie finanzieren. Loew kritisiert, dass in den Gesprächen zwischen Stadt und Kickers "zu viel auf Zuruf" passiert. Er stellt den SV 05 als Beispiel dafür vor, wie man den Förderbedarf belegt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:55:09 PM
    Zwischenbilanz:

    Wenn die Stadträte die Kickers unterstützen, dann nicht, weil die Kickers auf die Pauke hauen. Die Kickers habe die Räte ernstlich verstimmt. Was die Räte bislang sagen ist, dass sie die Kickers unterstützen wollen, weil sie's für wichtig und richtig halten.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:56:21 PM
    Patrick Friedl meldet sich, der erste Grüne in der Debatte. Er hält den Stadionbau für ein bedeutsames Projekt für die Region. Der Umgang miteinander "dürfte anders sein", sagt er. "Ein Verein, der Unterstützung will, soll mit dem demokratischen Gremium der Stadt wertschätzend umzugehen", wie es der Stadtrat mit den Kickers auch tue.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:57:31 PM
    Friedl: Wichtig zu überlegen, den Verein weiter zu unterstützen und "dabei die Profis im Blick halten". Manche Grüne in der Fraktion hielten die Nähe der Stadt zum Profisport für problematisch. Sie seien allerdings in der Minderheit.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 2:59:36 PM
    Friedl findet wichtig, dass die Bauverwaltung "keine Abstriche macht, wenn es um die Sicherheit geht". Denn wenn bei einer Großveranstaltung etwas passiere, sei sie dran. - Damit stellt er sich vor den Stadtbaurat Baumgart, der ein Angriffsziel der Kickers ist.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:01:02 PM
    Viel Beachtung schenken die Kickers der Debatte im Hauptausschuss nicht. Kein Offizieller ist hier, um Argumente zu hören und sich ein Bild von der Stimmung zu machen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:02:15 PM
    Friedl orakelt, dass es nicht leicht werde, einen Standort fürs Stadion zu finden. - Da hat er recht, die Kessellage erweist sich immer wieder als Problem bei der Ansiedlung von Unternehmen oder beim Ausweisen von Wohngebieten.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:03:27 PM
    Raimund Binder (ÖDP): "Die Kickers tun sich keinen Gefallen damit, wenn sie sich im Mittelpunkt sehen und alles ignorieren, was Drumherum noch nötig ist." Ein "Blick auf die ganze Gesellschaft im Blick zu haben wäre nötig gewesen." Das Haudrauf der Kickers ist auch bei ihm nicht gut angekommen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:04:32 PM
    'tschullichung, bitte! Da spricht nicht Raimund Binder, sondern sein ÖDP-Kollege Heinz Braun. Das kommt davon, wenn man nur hört und nicht guckt.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:05:59 PM
    Braun fragt sich, was mit dem Dallenberg-Stadion passiert, wenn ein neues gebaut ist. Er hält für möglich, dass die Stadt dann wieder, zusätzlich zu den angepeilten 2,4 Millionen Euro, Geld reinstecken muss, für andere Vereine, die es dann nutzen.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:08:45 PM
    Robert Scheller, der Stadtkämmerer, spricht: Es geht um die juristische Einordnung von Zuschüssen. "Es geht natürlich nicht, dass wir die Profi-Mannschaft unterstützt." Die beantragten Betriebsbeihilfen gälten dem Unterhalt des Stadions. Das Geld ginge an den Kickers e. V. und nicht an die Kickers AG.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:11:23 PM
    Oooookaaaay ... Jetzt hält ein städtischer Justiziar ein Seminar über juristische Voraussetzungen und Hindernisse bei der Unterstützung der Kickers. Zusammengefasst: "
    Spielergehälter sind keine Betriebsbeihilfe."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:12:56 PM
    In aller Regel gehörten Stadien den Kommunen, nicht den Vereinen. Deswegen geschehe es selten, dass eine Stadt für Betriebsbeihilfen angefragt wird. Vorbilder, denen Würzburg einfach folgen könnte, gibt es offenbar eher weniger.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:14:44 PM
    An Juristen zu bewundern ist die Fähigkeit, eine Legion Kommata in einen Satz zu stopfen, ohne dass der Satz im Nirgendwo endet. Aber mittippen? Eher steigen die Bayern ab.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:17:52 PM
    Hier geht's zu wie einer Backstube, in der über Krümel statt über Brote diskutiert wird. - Viele juristische Fragen für den Fall X und den Fall Y und den Fall Z. Ein mühsames Geschäft, das die Stadträte da betreiben, aber leider auch notwendig. Es ist immer gut, wenn der Stadtrat weiß, über was er entscheidet.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:20:20 PM
    Klar ist: Es gibt einige Unwägbaren, angefangen bei Liga-Auflagen und beim Ort fürs Stadion bis zu wettbewerbsrechtlichen Problemen, Folgen für ÖPNV und Verkehr, für Nachbarn, für den städtischen Haushalt und so weiter.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:23:50 PM
    Der OB fasst noch mal die Argumente zusammen, aus denen die Stadt im September ihren 7-Millionen-Euro-Beschluss für die Stadiongesellschaft führten. Voreilig, meint Schuchardt, sei das nicht gewesen. Der Stadionausbau sei möglich. Die Untersuchungen des Architekturbüros Speer hätten danach erst ergeben, dass der Ausbau unwirtschaftlich wäre.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:26:05 PM
    Der OB bilanziert immer noch den September-Beschluss, den der Stadtrat jetzt aufheben soll. Er erwartet von den Kickers "natürlich größtmögliche Transparenz", und erklärt ein "klares Bekenntnis der Stadt zu den Kickers". Sie hätten positive Effekte für das Image der Stadt und "Sekundäreffekte" brächten sie auch. Was die sind, sagt er nicht.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:26:59 PM
    Möglich, sagt der OB, dass die Stadt einen höheren Betrag fürs Stadionumfeld in Koppelung mit einem Gewerbebetrieb ausgeben muss, als das im September gedacht war.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:27:34 PM
    Der Hauptausschuss stimmt ab: Alle stimmen für den Vorschlag des OB.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:27:45 PM
    Am 6. April entscheidet der Stadtrat endgültig.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:29:51 PM
    Und schwupps ist die Presse raus aus dem Wappensaal. Ab jetzt tagt der Hauptausschuss nichtöffentlich. Vor der Tür steht Daniel Sauer von der Kickers AG und lässt sich erklären, was da gerade im Ausschuss passiert ist.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:32:52 PM
    KORREKTUR! Daniel Sauer war in der Sitzung! Er saß so verdeckt, dass wir ihn nicht sahen. Entschuldigung an die Kickers und Sauer!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:34:40 PM
    Alles in allem: Die Räte und die Verwaltung sind grantig wegen der Umgangsformen der Kickers, lassen sich aber trotzdem den Appetit auf Profi-Fußball nicht verdrießen. Auch am kommenden Donnerstag wird wohl eine große Mehrheit folgendes beschließen:
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:34:47 PM
    „Die Verwaltung wird beauftragt, gutachterlich mögliche alternative Standorte für ein Stadion, welches dauerhaft professionellen Spielbetrieb in den höchsten deutschen Fußball-Spielklassen ermöglicht, zu prüfen. Ein wesentliches Auswahlkriterium ist dabei die Möglichkeit der zusätzlichen Nutzung für Gewerbeflächen.

    Die Flächenanalyse wird durch ein qualifiziertes externes Büro vorgenommen. Hierfür wird ein Betrag von 56.525,00 EUR zur Verfügung gestellt."
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:35:14 PM
    „Für die Ermöglichung eines temporären Spielbetriebs in der bestehenden Sportinfrastruktur des FC Würzburger Kickers e.V. am Dallenberg wird eine Finanzierung von bis zu 2,4 Mio. € zugesagt. Die Finanzierung erfolgt über Investitions- und/oder Betriebsbeihilfen der Stadt Würzburg an den FC Würzburger Kickers e.V. entsprechend der Einplanung in der Haushalts- und Mittelfristplanung 2017 bis 2021. Für diese sind alle öffentlich-rechtlichen Vorgaben, insbesondere die des europäischen Beihilfenrechts, einzuhalten.“
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 3/30/2017 3:36:14 PM
    Das war's aus dem Rathaus. Einen guten Abend allerseits wünscht wolfgang.jung@mainpost.de!
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