Bürgerentscheid zum Kardinal-Faulhaber-Platz in Würzburg

Finale im siebten Bürgerentscheid! Am Sonntag kommt raus, was die Würzburger aus dem Kardinal-Faulhaber-Platz machen wollen. Ab 18 Uhr werden die Stimmen ausgezählt. Wir fangen schon eine Stunde früher an, mit unserem Liveticker aus dem Wahlstudio im Rathaus. Sie erfahren die aktuellen Stände der Auszählung, sehen und hören traurige und freudige Leute, kriegen die Stimmung mit und den ganzen Rest. Für Euch am Start: Manuela Göbel und Wolfgang Jung

  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:21:24 PM
    Naja, Pro Würzburg ... Es hängt immer auch davon ab, wie viele Leute sich als ehrenamtliche Wahlhelfer melden. Jeder, dem das Auszählen zu lange dauert, kann nächstes Mal was dran ändern.
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 8:27:17 PM
    Sorry, fast 22.30 Uhr .... so langsam wird aber peinlich!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:28:40 PM
    ChrStoeckel - das verstehe ich nicht.

    Wenn ich was zu kritisieren hätte, dann nicht, dass die Leute, die zählen, so lange brauchen. Das dauert halt so lange.

    Wenn ich was zu kritisieren hätte, dann würde ich kritisieren, dass sich so wenige fürs Auszählen melden. Würden sich mehr melden, ginge es schneller.
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  • von würzburger | 7/2/2017 8:28:43 PM
    @franz
    Bin bei weitem kein "grüner freund", aber das ist ja wahnsinn.
    Sie werden ja immer abenteuerlicher.
    Jetzt kommen auch noch verschwörungstheorien..
    Krass
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  • von Pro Würzburg | 7/2/2017 8:32:01 PM
    Hoffentlich ists bald fertig. Damit die streiterei aufhört ????
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  • von Grüner Freund | 7/2/2017 8:32:05 PM
    @Franz
    Wir drehen uns jetzt aber ganz schön in der spirale abwärts
    Unsere Diskussion fing mit der Sorge um die Parkplatzsituation der Anwohner an und nun erklären Sie mir wie die Welt von einigen wenigen systematisch manipuliert wird ????
    Ich glaube wir freuen uns jetzt einfach über den Gewinn an Natur, wie wärs?
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 8:32:15 PM
    Da passt allerdings etwas nicht zusammen ...

    Gemäß "Ca": Viele die sich für die Wahl als Wahlhelfer gemeldet haben wurden abgelehnt. Begründet wurde dies dass man nicht so viele helfer braucht

    Oder ging es da nicht um diesen Bürgerentscheid ??
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:35:43 PM
    ChrStoeckel!

    Sie haben recht! Kommunalreferent bestätigt das!

    Er sagt, die Wahlbeteiligung sei so nicht abzusehen gewesen. Der Knackpunkt sei, dass die Wahlbeteiligung in den einzelnen Lokalen sehr unterschiedlich ist. Manche mit 3000 und mehr Stimmen bräuchten eben so lange.

    ich für meinen Teil halte die Demokratie und ihre Notwendigkeiten für keinen Selbstbedienungsladen. ich freue mich über die Leute, die auszählen. Ich beschimpfe sie nicht.
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  • von KHS | 7/2/2017 8:35:58 PM
    Die Länge der Dauer der Auszählung zum jetzigen Bürgerentscheid hängt wohl mit der neuen Einteilung der Gebietgliederung dazu und dem neuen "Briefwahlmodus" zusammen. OFfensichtlich hat man die Anzahl der Briefwahlvorstände und die damit verbundenen Tätigkeiten wie z.B. dem dreimaligen zählen pro Stimmzettel unterschätzt. Bei anderen Wahlen - Ausnahme Kommunalwahl, da sinds ja auch 50 Stimmen zu zählen pro Stimmzettel - geht es wesentlich schneller.
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  • von Franz | 7/2/2017 8:36:00 PM
    @Grüner Freund,
    jeder redet heute gerne über "global"! Das muss aber auch weltweit geschehen, sonst wird sich die "Mutti" Erde wieder mal rächen, wie bei den DINOS!
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  • von ca | 7/2/2017 8:36:04 PM
    Doch es ging um diesen brgerentscheid. Es wäre vielleicht sinnvoll für das Auszählen mehr Personen winzuplanen.
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  • von würzburger | 7/2/2017 8:41:41 PM
    @franz
    ????????haha

    Also was ists denn, da schließe ich mich an, freimaurer oder kath kirche??
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:42:13 PM
    Da hat einer nicht mitbekommen, wie das Fußballspiel ausgegangen ist. Deutschland hat 1:0 gewonnen.
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  • von Franz | 7/2/2017 8:44:46 PM
    @Würzburger,
    "machen Sie das"!
    Da sind "Sie" (soviel Anstand muss ja sein) "gut" aufgehoben!
    Wünsche "Ihnen" "Viel Erfog"!
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  • von @Oli | 7/2/2017 8:45:34 PM
    Global gedacht, würde ich sagen, Donald Trump wars. Frage mich eh, wo sein erstes Posting bleibt.
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 8:45:36 PM
    An Herrn Jung:

    Das Thema "Ballade" ist hoffentlich kein Fingerzeig auf die Länge der Auszählung, bis das Endergebnis fest steht, oder ?
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:46:02 PM
    Ach ChrStoeckel, wenn ich da nur sicher sein könnte ...
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  • von Peter | 7/2/2017 8:46:51 PM
    @manuelagoebel
    Hallo Manu,
    ich kann jetzt echt nicht nachvollziehen warum mein Kommentar nicht veröffentlicht wurde
    LG
    Peter Nembach
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 8:47:01 PM
    Werden die Überstunden bei der Main-Post auch gut bezahlt ???
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:48:11 PM
    Hallo Peter Sonntag,

    schade, wenn da was nicht angekommen ist. Bis auf einen - beleidigenden - Beitrag habe ich alle online gestellt. An uns liegt's nicht.
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  • von Schoasch | 7/2/2017 8:48:12 PM
    @Franz:
    Im Neuland wird geduzt, gewöhn dich lieber dran ;)
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:49:37 PM
    Okay, okay. Noch ein Leckerle!

    "Die Vergeltung" von Annette von Droste-Hülshoff.








    Die Vergeltung



    I
                         Der Kapitän steht an der Spiere,


    Das Fernrohr in gebräunter Hand,


    Dem schwarzgelockten Passagiere


    Hat er den Rücken zugewandt.


    Nach einem Wolkenstreif in Sinnen


    Die beiden wie zwei Pfeiler sehn,


    Der Fremde spricht: »Was braut da drinnen?«


    »Der Teufel«, brummt der Kapitän.

    Da hebt von morschen Balkens Trümmer

    Ein Kranker seine feuchte Stirn,


    Des Äthers Blau, der See Geflimmer,


    Ach, alles quält sein fiebernd Hirn!


    Er läßt die Blicke, schwer und düster,


    Entlängs dem harten Pfühle gehn,


    Die eingegrabnen Worte liest er:


    »Batavia. Fünfhundert Zehn.«

    Die Wolke steigt, zur Mittagsstunde

    Das Schiff ächzt auf der Wellen Höhn,


    Gezisch, Geheul aus wüstem Grunde,


    Die Bohlen weichen mit Gestöhn.


    »Jesus, Marie! wir sind verloren!«


    Vom Mast geschleudert der Matros,


    Ein dumpfer Krach in aller Ohren,


    Und langsam löst der Bau sich los.

    Noch liegt der Kranke am Verdecke,

    Um seinen Balken fest geklemmt,


    Da kömmt die Flut, und eine Strecke


    Wird er ins wüste Meer geschwemmt.


    Was nicht geläng der Kräfte Sporne,


    Das leistet ihm der starre Krampf,


    Und wie ein Narwall mit dem Horne


    Schießt fort er durch der Wellen Dampf.

    Wie lange so? er weiß es nimmer,

    Dann trifft ein Strahl des Auges Ball,


    Und langsam schwimmt er mit der Trümmer


    Auf ödem glitzerndem Kristall.


    Das Schiff! – die Mannschaft! – sie versanken.


    Doch nein, dort auf der Wasserbahn,


    Dort sieht den Passagier er schwanken


    In einer Kiste morschem Kahn.

    Armselge Lade! sie wird sinken,

    Er strengt die heisre Stimme an:


    »Nur grade! Freund, du drückst zur Linken!«


    Und immer näher schwankt's heran,


    Und immer näher treibt die Trümmer,


    Wie ein verwehtes Möwennest;


    »Courage!« ruft der kranke Schwimmer,


    »Mich dünkt ich sehe Land im West!«

    Nun rühren sich der Fähren Ende,

    Er sieht des fremden Auges Blitz,


    Da plötzlich fühlt er starke Hände,


    Fühlt wütend sich gezerrt vom Sitz.


    »Barmherzigkeit! ich kann nicht kämpfen.«


    Er klammert dort, er klemmt sich hier;


    Ein heisrer Schrei, den Wellen dämpfen,


    In Balken schwimmt der Passagier.

    Dann hat er kräftig sich geschwungen,

    Und schaukelt durch das öde Blau,


    Er sieht das Land wie Dämmerungen


    Enttauchen und zergehn in Grau.


    Noch lange ist er so geschwommen,


    Umflattert von der Möwe Schrei,


    Dann hat ein Schiff ihn aufgenommen,


    Viktoria! nun ist er frei!


    II


    Drei kurze Monde sind verronnen,


    Und die Fregatte liegt am Strand,


    Wo mittags sich die Robben sonnen,


    Und Bursche klettern übern Rand,


    Den Mädchen ist's ein Abenteuer


    Es zu erschaun vom fernen Riff,


    Denn noch zerstört ist nicht geheuer


    Das greuliche Korsarenschiff.

    Und vor der Stadt da ist ein Waten,

    Ein Wühlen durch das Kiesgeschrill,


    Da die verrufenen Piraten


    Ein jeder sterben sehen will.


    Aus Strandgebälken, morsch, zertrümmert,


    Hat man den Galgen, dicht am Meer,


    In wüster Eile aufgezimmert.


    Dort dräut er von der Düne her!

    Welch ein Getümmel an den Schranken! –

    »Da kömmt der Frei – der Hessel jetzt –


    Da bringen sie den schwarzen Franken,


    Der hat geleugnet bis zuletzt.«


    »Schiffbrüchig sei er hergeschwommen«,


    Höhnt eine Alte: »Ei, wie kühn!


    Doch keiner sprach zu seinem Frommen,


    Die ganze Bande gegen ihn.«

    Der Passagier, am Galgen stehend,

    Hohläugig, mit zerbrochnem Mut,


    Zu jedem Räuber flüstert flehend:


    »Was tat dir mein unschuldig Blut!


    Barmherzigkeit! – so muß ich sterben


    Durch des Gesindels Lügenwort,


    O mög die Seele euch verderben!«


    Da zieht ihn schon der Scherge fort.

    Er sieht die Menge wogend spalten –

    Er hört das Summen im Gewühl –


    Nun weiß er, daß des Himmels Walten


    Nur seiner Pfaffen Gaukelspiel!


    Und als er in des Hohnes Stolze


    Will starren nach den Ätherhöhn,


    Da liest er an des Galgens Holze:


    »Batavia. Fünfhundert Zehn.«


    Geil, oder?

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  • von Lucy | 7/2/2017 8:49:44 PM
    Das Glück ist eine leichte Dirne,
    Und weilt nicht gern am selben Ort;
    Sie streicht das Haar dir von der Stirne
    Und küßt dich rasch und flattert fort.

    Frau Unglück hat im Gegenteile
    Dich liebefest ans Herz gedrückt;
    Sie sagt, sie habe keine Eile,
    Setzt sich zu dir ans Bett und strickt.

    Zwar keine Ballade, aber ein hübsches Gedichtchen von Heinrich Heine zum Abschied.
    Danke für die Mühe, Herr Jung!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:49:55 PM
    Danke, Lucy!
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  • von West | 7/2/2017 8:50:14 PM
    Reicht jetzt zwar nicht zur Balade, sollte trotzdem häufiger gelesen werden:

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille –
    und hört im Herzen auf zu sein.
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:50:58 PM
    Ah, West, danke! Rilke! Der Panther! Ja, das ist toll.
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  • von Franz | 7/2/2017 8:51:04 PM
    Sorry @Schoasch,
    ich bin 1899 geboren, für mich auch "neu"! "Schaumemal"!
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 8:52:31 PM
    Und noch so ein geiles Stück! Noch mal Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor.


    Der Knabe im Moor

    O schaurig ist's übers Moor zu gehn,

    Wenn es wimmelt vom Heiderauche,


    Sich wie Phantome die Dünste drehn


    Und die Ranke häkelt am Strauche,


    Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,


    Wenn aus der Spalte es zischt und singt,


    O schaurig ist's übers Moor zu gehn,


    Wenn das Röhricht knistert im Hauche!


    Fest hält die Fibel das zitternde Kind

    Und rennt als ob man es jage;


    Hohl über der Fläche sauset der Wind -


    Was raschelt da drüben im Hage?


    Das ist der gespentische Gräberknecht,


    Der dem Meister die besten Torfe verzecht;


    Hu, hu, es bricht wie ein irres Rind!


    Hinducket das Knäblein sich zage.


    Vom Ufer starret Gestumpf hervor,

    Unheimlich nicket die Föhre,


    Der Knabe rennt, gespannt das Ohr,


    Durch Riesenhalme wie Speere;


    Und wie es rieselt und knittert darin!


    Das ist die unselige Spinnerin,


    Das ist die gebannte Spinnlenor',


    Die den Haspel dreht im Geröhre!


    Voran, voran, nur immer im Lauf,

    Voran, als woll' es ihn holen;


    Vor seinem Fuße brodelt es auf,


    Es pfeift ihm unter den Sohlen


    Wie eine gespenstige Melodei;


    Das ist der Geigemann ungetreu,


    Das ist der diebische Fiedler Knauf,


    Der den Hochzeitheller gestohlen!


    Da birst das Moor, ein Seufzer geht

    Hervor aus der klaffenden Höhle;


    Weh, weh, da ruft die verdammte Margret:


    "Ho, ho, meine arme Seele!"


    Der Knabe springt wie ein wundes Reh,


    Wär nicht Schutzengel in seiner Näh',


    Seine bleichenden Knöchelchen fände spät


    Ein Gräber im Moorgeschwehle.


    Da mählich gründet der Boden sich,

    Und drüben, neben der Weide,


    Die Lampe flimmert so heimatlich,


    Der Knabe steht an der Scheide.


    Tief atmet er auf, zum Moor zurück


    Noch immer wirft er den scheuen Blick:


    Ja, im Geröhre war's fürchterlich,


    O schaurig war's in der Heide!


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  • von Villagianer | 7/2/2017 8:52:37 PM
    Kein Problem, man lernt ja nie aus!
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  • von Kessburger | 7/2/2017 8:52:43 PM
    Je länger ich beim Warten auf das Endergebnis das Foto oben vom Kardinal Faulhaber Platz anschaue, frage ich mich, warum man das ändern wollte. ????
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  • von Schoasch | 7/2/2017 8:52:45 PM
    @Franz: kein Ding, Alter :)
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  • von Villagianer | 7/2/2017 8:56:04 PM
    Oh ja bitte aber bitte mit schönen Dino Bildchen!
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  • von Villagianer | 7/2/2017 8:56:06 PM
    Und hat Anita eigentlich schon ihre Geschichte erzählt?
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 8:58:40 PM
    Nur noch knapp eine Stunde bis Mitternacht.... schaffen wir das Endergebnis noch vorher, oder schafft uns das Endergebnis ... ?
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  • von Pro Würzburg | 7/2/2017 9:01:15 PM
    Haben wir mal in der sechsten Klasse gelernt und ich habs mal wieder ausgegraben:

    Erich Kästner: Die Entwicklung der Menschheit


    Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
    behaart und mit böser Visage.
    Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
    und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
    bis zur dreißigsten Etage.

    Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
    in zentralgeheizten Räumen.
    Da sitzen sie nun am Telefon.
    Und es herrscht noch genau derselbe Ton
    wie seinerzeit auf den Bäumen.

    Sie hören weit. Sie sehen fern.
    Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
    Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
    Die Erde ist ein gebildeter Stern
    mit sehr viel Wasserspülung.

    Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
    Sie jagen und züchten Mikroben.
    Sie versehn die Natur mir allem Komfort.
    Sie fliegen steil in den Himmel empor
    und bleiben zwei Wochen oben.

    Was ihre Verdauung übrigläßt,
    das verarbeiten sie zu Watte.
    Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
    Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
    daß Cäsar Plattfüße hatte.

    So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
    den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
    Doch davon mal abgesehen und
    bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
    noch immer die alten Affen.



    Ich find's gut :)
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  • von vize | 7/2/2017 9:01:18 PM
    Habe ich das Endergebnis verpasst, oder wird alles nochmal nachgezählt?
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  • von Franz | 7/2/2017 9:01:21 PM
    Ich denke, vielleicht jetzt auch mal?
    Vielleicht sollte Würzburg generell umdenken, und zur "Vergnügunsmeile" zu werden! Da braucht es keine Einkaufswelten usw. Das stimmt ja auch im Grunde in Würzburg, durch die UNI, den Studenten und wir haben ja im Jahr 1 Mill. Besucher und mehr! Lassen wir doch das mit dem "Einkaufen" und besinnen uns auf mehr "Gemütlich- und Gesellichkeit", das hilft doch der Stadt und allen Bürgern! Ich glaube das ist eine Alternative"! Würzburg wird keine Konsumstadt! Das ist vorbei! "Neuaufbau"!
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  • von Pro Würzburg | 7/2/2017 9:04:19 PM
    Wolfgang Jung: ????
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 9:13:37 PM
    Ich fragte den Kommunalreferenten Kleiner, ob das noch was wird vor Mitternacht, und er sagte: "Ich sag einmal ja."
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 9:13:59 PM
    Wie vorhin schon geschrieben .... In Würzburg hat man Zeit zum Leben .....
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  • von ChrStoeckel | 7/2/2017 9:15:18 PM
    Allen Ernstes: Der Live-Blog hat wirklich etwas Unterhaltsames.
    Gute Arbeit, Herr Jung !
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 9:20:27 PM
    Zur guten Nacht Bert Brecht (danke Karan Troubadoura!)
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  • von Wolfgang Jung / MAIN-POST | 7/2/2017 9:22:09 PM
    Das war's!

    Unter den Bäumen wird die Freiheit wohl grenzenlos sein, da dürfen die Wurzeln wuchern, wohin sie wollen, und keine Tiefgarage engt sie ein.

    Gute Nacht wünschen

     manuela.goebel@mainpost.de und wolfgang.jung@mainpost.de
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  • von Villagianer | 7/2/2017 9:22:10 PM
    Danke @Jung für das Aushalten heute Abend.
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  • von Troubadoura | 7/2/2017 9:22:12 PM
    Danke für's Tickern! Ich wünsche gute Nachtruhe! :-)
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