Bundestagswahl 2017

  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 5:16:30 PM

    Anja Weisgerber, CSU-Kandidatin in Schweinfurt-Kitzingen, zur Wahl:

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:17:45 PM

    Das reichen wir Ihnen noch nach - eine Hochrechnung von ZDF/Forschungsgruppe:

  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 5:20:11 PM
     
     

    Reaktion von Bernd Rützel

    Der unterfränkische SPD-Bezirksvorsitzende Bernd Rützel (rechts, hier bei einem Wahlkampfauftritt mit Minister Sigmar Gabriel in Gemünden) spricht gegenüber der Redaktion von der „dritten bitteren Niederlage in Folge“. Schon nach den Bundestagswahlen 2009 und 2013 haben die Sozialdemokraten ihr Ziel, den Kanzler zu stellen, versäumt. Doch anders als 2013 sieht der Abgeordnete aus Main-Spessart nach dem heutigen Wahlergebnis „keinen Regierungsauftrag“ mehr. „Wir müssen uns nun auf unsere Stärken in der Opposition konzentrieren und so wieder deutlicher die Unterschiede zwischen SPD und Union zeigen“, so Rützel. Wie das schlechte Ergebnis der SPD zustande kam, kann Rützel am Wahlabend noch nicht sagen. An der Arbeit in der Großen Koalition könne es aber nicht gelegen haben. „Wir haben mehr durchgesetzt als die Union, das hat sich für uns aber nicht ausgezahlt“, so Rützel. „Wir haben dennoch einen guten Job gemacht.“ (Foto: Michael Fillies)
  • von Ernst Lauterbach / MAIN-POST | 9/24/2017 5:22:26 PM

    Der Schock sitzt tief. SPD-Direktkandidatin Eva-Maria Linsenbreder zum Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl.

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:23:14 PM
    Wir haben verstanden, dass wir die rechte Flanke schließen müssen.

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit Blick auf die Politik der CSU nach der Bundestagswahl.
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:25:16 PM

    Die neueste Hochrechnung von ARD/infratest dimap liegt vor: 

  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 5:26:20 PM

    Reaktion der Unterfranken-FDP

    Euphorie bei der unterfränkischen FDP: Bezirkschef Karsten Klein spricht von einem „hervorragenden Abend“ und einem „phänomenalem Ergebnis“. „Noch vor zwei Jahren hätte das niemand gedacht“, so Klein gegenüber unserer Redaktion. Wenn es um eine Regierungsbeteiligung der FDP geht, bremst Klein. „Wir müssen die Entwicklungen erst einmal abwarten.“ In jedem Fall erwartet er „schwierige Verhandlungen“ mit Union und Grünen. „Das wird mit beiden Seiten ähnlich schwer“, glaubt Klein. „Da wird uns nichts geschenkt, auch von der Union nicht.“ Aber besonders mit den Grünen habe man „große schwierige Themenfelder“.
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:28:54 PM
    Die Absage ist absolut ernst gemeint.(...) Es wird da auch keine Hintertür geben. (...) Man kann immer sprechen, aber wir werden keine Koalitionsverhandlungen mit der Union führen.

    Der bisherige SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann im ZDF zur Entscheidung der SPD, nicht noch einmal in eine große Koalition zu gehen.
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:32:57 PM

    FDP-Chef Christian Lindner soll Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag werden. FDP-Vize Wolfgang Kubicki will ihn bei der konstituierenden Sitzung der Fraktion an diesem Montag vorschlagen, wie in FDP-Kreisen zu erfahren ist. 


    Foto: Maurizio Gambarini, dpa
  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 9/24/2017 5:35:25 PM

    Grüne: Rottmann in den Bundestag

    Groß war der Jubel bei den Grünen. Nicht nur, dass die Partei bundesweit entgegen allen Prognosen ihr Ergebnis von 2013 steigern konnte, mit Manuela Rottmann zieht mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Unterfränkin in den Bundestag ein. Das lassen die ersten Zahlen vermuten. Die 45-Jährige aus Hammelburg, die bereits als Umweltdezernentin in Frankfurt schwarz-grüne Erfahrung gesammelt hat, feierte in Langendorf (Lkr. Bad Kissingen) mit ihren Anhängern. "Ich freue mich total", so Rottmann in einer ersten Stellungnahme. Der Wahlkampf bis zum Schluss habe sich gelohnt. Eine Jamaika-Koalition um jeden Preis werde es nicht geben, sagt sie. "Es darf kein Weiter-so geben, die Politik muss sich ändern." Ohne substanzielle Änderungen beim Klimaschutz und bei der sozialen Gerechtigkeit, würden die Grünen nicht mitmachen. "Das lohnt sich nicht."
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:36:26 PM

    Vor allem Nichtwähler und ehemalige CDU-Anhänger haben die AfD stark gemacht.


    Grafik: A. Brühl
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:36:27 PM

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht Deutschland vor der größten demokratischen Herausforderung seit 1949 - dem Jahr ihrer Gründung. "Erstmals ist eine rechtspopulistische Partei, mit starken Überschneidungen zur rechtsextremen Szene, in dieser Größenordnung in den Bundestag gewählt worden", teilt der Zentralrat mit.

    Die anderen Parteien im Bundestag dürften sich von der AfD weder gegeneinander ausspielen noch provozieren lassen. "Ich erwarte von unseren demokratischen Kräften, dass sie das wahre Gesicht der AfD enthüllen und die leeren, populistischen Versprechen der Partei entlarven", so Zentralratspräsident Josef Schuster.


    Foto: Boris Roessler, dpa/Archiv
  • von Oliver Schikora / MAIN-POST | 9/24/2017 5:37:08 PM

    Lob und Applaus für den Schweinfurter SPD-Direktkandidat Markus Hümpfer und sein Engagement im Wahlkampf.

  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 5:42:46 PM

    Kommentar: Tritt vors Schienbein

    CSU-Ergebnis miserabel, AfD mit enormem Schwung: Unser Politik-Redakteur Folker Quack ordnet das Ergebnis der Bundestagswahl in seinem Kommentar ein (Foto: dpa).
     
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:43:41 PM

    Neue Hochrechnungen von ARD/infratest dimap und ZDF/Forschungsgruppe Wahlen:

  • von Achim Muth / MAIN-POST via null | 9/24/2017 5:45:27 PM

    Der Moment der ersten Prognose: Grünen-Kandidatin Manuela Rottmann (Hammelburg) freut sich über das Ergebnis ihrer Partei. Die Politikerin darf mit einem Einzug in den Bundestag rechnen. Neben ihr freut sich Hans-Josef Fell, der von 1998 bis 2013 dem Deutschen Bundestag angehört hatte.

  • von Thomas Fritz / MAIN-POST via null | 9/24/2017 5:47:03 PM

    Das Wahlergebnis ist eine herbe Enttäuschung", sagt der Würzburger CSU- Kandidat Paul Lehrieder.

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:48:18 PM

    Wie geht es weiter mit AfD-Chefin Frauke Petry? Sie lässt ihre Zukunft als Parteivorsitzende offen. "Das ist eine Frage, die stellt sich heute Abend auch nicht", erklärt Petry in der ARD. Auf die Frage, welche Rolle sie in der künftigen AfD-Fraktion spielen wolle, sagt Petry: "Wie die Fraktion arbeiten wird, darüber reden wir ab morgen." 

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 5:56:09 PM

    Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC) gratuliert Kanzlerin Angela Merkel zum Erfolg. "Merkel ist ein wahrer Freund Israels und des Jüdischen Volkes", so WJC-Präsident Ronald S. Lauder in einer in New York verbreiteten Erklärung. Er lobte zugleich ihren Einsatz im Kampf gegen den Antisemitismus.

    Den Einzug der AfD in den Bundestag stuft Lauder als "verabscheuungswürdig" ein. Eine "schändliche Bewegung", die an das Schlimmste aus Deutschlands Geschichte erinnere und verboten werden sollte, habe nun die Möglichkeit, im deutschen Parlament ihr gemeines Programm darzustellen.

  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 9/24/2017 5:58:08 PM

    Reaktionen von den unterfränkischen Linken

    Jubel auch bei den Linken, die ihr Ergebnis in Bayern mehr als verdoppelt haben. Neben Klaus Ernst (Schweinfurt), dem bayerischen Spitzenkandidaten, hat es vermutlich auch Simone Barrientos (Ochsenfurt) aus Unterfranken in den Bundestag geschafft. "Das zeigt, dass sich konsequente Oppositionspolitik lohnt", sagte Ernst. Betrüblich stimme ihn der Rechtsruck in Deutschland. "Dafür sind die Regierungsparteien verantwortlich." Immer nur zu sagen, Deutschland gehe es gut, entspreche eben nicht der Realität von Millionen Menschen. 10,55 Euro Mindestlohn in der Pflege seien ebenso ein Skandal wie Mini-Renten. Wenn sich diese Politik nicht ändere, werde die AfD noch stärker, fürchtet Ernst. Er zeigte sich optimistisch, dass es die Linke mit diesem Resultat im Rücken im kommenden Jahr auch erstmals in den bayerischen Landtag schaffen werde.
  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:02:03 PM
    Schweinfurt-Kitzingen: AfD-Kandidat Christian Klingen hatte sich ins Kitzinger Rathaus begeben, um das Auszählen der Briefwahl zu beobachten. Als der 52-Jährige erfährt, dass seine Partei drittstärkste Kraft geworden ist, macht ihn das trotzdem nicht zufrieden: „Ich hätte mir noch ein bisschen mehr erwartet!“ Eine entsprechende Stimmung habe er zuletzt „an den Infoständen gemerkt: Bei uns war am meisten los.“
     
  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:02:48 PM
    Schweinfurt-Kitzingen: Anja Weisgerber, die CSU-Kandidatin, findet einen positiven Aspekt am Wahlergebnis: „Ohne uns kann es keine Regierung geben.“ Klar, das Wahlergebnis ist ein Schlag, mit dem Erfolg der AFD hat sie gerechnet. Beim Wahlkampf, an dem sie in vielen Orten von Haustür zu Haustür gegangen ist, hat sie erlebt, dass viele Menschen auf AFD-Linie  sind.  Sicherheit und Asyl seien die bestimmeenden Themen im Wahlkampf gewesen, die CSU habe da viel durchgesetzt, dass sei bei vielen allerdings nicht angekommen. „Wir haben jetzt vier Jahre Zeit, um die Wähler zurückzuholen“, sagt Weisgerber. Sie dankt ihren Helfern, sagt für sich „Wir haben alles  gegeben"
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:03:52 PM

    Die jüngste Hochrechnung von ARD/infratest dimap: 

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:05:50 PM

    Norwegens Regierungschefin Erna Solberg gratuliert Kanzlerin Angela Merkel zu ihrem erneuten Wahlerfolg. "Herzlichen Glückwunsch Angela! Gut für Europa. Freue mich auf vier weitere Jahre ausgezeichneter Zusammenarbeit!", twittert die konservative Politikerin auf Deutsch und auf Englisch. 



  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 6:08:26 PM
     

     

    Kommentar: Diese Wahl wird Deutschland verändern

    Von einer epochalen Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geht unser Chefredakteur Michael Reinhard in seinem Leitartikel zur Bundestagswahl aus. Der Wahlerfolg der AfD werde das Klima im Bundestag verändern - nicht zum Vorteil. (Foto: dpa)
     
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:08:40 PM

    Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck von den Grünen äußert sich zurückhaltend zu den Erfolgsaussichten für eine Jamaika-Koalition im Bund. "Es gibt keine Garantie, dass es am Ende funktionieren wird", sagt er in der ARD. Die Union habe eine schwere Niederlage erlitten, seine Partei gehe dagegen gestärkt aus der Wahl hervor. "Und das geht nicht so ohne Weiteres zusammen." Die Grünen müssten "ernsthaft und seriös versuchen, eine Regierung herzustellen bei dieser Ausgangslage". Seine Partei müsse aber nicht um jeden Preis mitregieren

  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:10:08 PM

    Pfeuffer (Grüne) kein Fan von Jamaika

     
    Grünen-Direktkandidatin Barbara Pfeuffer (Schweinfurt-Kitzingen) ist kein Fan von Jamaika: "Ich sehe keine Gemeinsamkeiten mit FDP und Union", sagt sie über eine schwarz-gelb-grüne Koalition. Das Ergebnis hat sie im Prinzip erwartet, nur das schlechte Abschneiden der Union überrascht sie.  Ihrer Meinung nach haben es die großen Parteien versäumt, sich mit sozialen Fragen auseinanderzusetzen.
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 6:10:11 PM
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:12:24 PM

    FDP-Chef Christian Lindner kann sich sowohl eine Regierungsbeteiligung als auch eine Oppositionsrolle für seine Partei vorstellen. Schwierigkeiten bei einer Jamaika-Koalition mit Union und Grünen ergäben sich schon aus den Wahlprogrammen, erklärt er.

    Die FDP wolle Priorität für Bildung, eine Beschleunigung bei der Digitalisierung, eine Entlastung der Mitte der Gesellschaft, eine vernünftige Energiepolitik und eine neue Einwanderungspolitik. "Da sind Gemeinsamkeiten, aber auch Entfernungen sowohl zu CDU/CSU als auch zu den Grünen", sagt er. "Deshalb empfehle ich, den Ball flach zu halten." 


    "Ball flach halten": Christian Lindner, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP (m.). Foto: Federico Gambarini, dpa
  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:14:16 PM
    Schweinfurt-Kitzingen: Anja Weisgerber  (CSU): Bei etwa einem Drittel der ausgewählen Bezirke liegt sie im Landkreis bei 52 Prozent (Zweitstimmen 45), in Kitzingen bei 53 (44), in Schweinfurt bei 36 (30).
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:14:43 PM

    Das ZDF und die Forschungsgruppe Wahlen mit einer neuen Hochrechnung:

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:17:32 PM

    Die AfD ist im Osten Deutschlands bei der Bundestagswahl zweistärkste Partei geworden - bei den ostdeutschen Männern schnitt die Partei sogar am besten ab. Laut infratest dimap machten insgesamt 26 Prozent der ostdeutschen Männer ihr Kreuzchen bei der AfD, bei den Frauen waren es 17 Prozent. Zum Vergleich: Im Westen votierten 13 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen für die AfD.

  • von Manuel Scholze / MAIN-POST via null | 9/24/2017 6:23:50 PM

    Main-Post-Chefredakteur Michael Reinhard im Interview: "Diese Wahl wird Deutschland verändern." (mainpost.de/9754730)

  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:25:59 PM

    ÖDP freundet sich mit Grüne-Ergebnis an

     

    Schweinfurt-Kitzingen: Die ÖDP kann sich nach den ersten Hochrechnungen insbesondere mit dem Ergebnis der Grünen anfreunden. „Ökologie und Umwelt sind unser beider Anliegen“, sagt Direktkandidatin Karolin Hildner, die ihren Mann und ihr Baby, das friedlich im Kinderwagen schlummert, mit ins Gasthaus Delphi in Kitzingen gebracht hat. Der Stellvertretende Kreisvorsitzende Martin Tröge findet, dass es Aufgabe des Bundestages ist, Hasstiraden der AfD zu unterbinden.

  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:26:50 PM

    FDP in Schweinfurt freut sich

     
    Hervorragend war die Stimmung bei der FDP-Wahlparty in der Bäckerei Galm in Bergrheinfeld bei Schweinfurt. „Der Wähler hat gemerkt, dass wir fehlen, dass anstelle der Gesetzeswut mehr Freiheit nötig ist“, sagte Direktkandidat Andreas Sulzbacher am Telefon. Laut den ersten Hochrechnungen sieben bis neun Prozent Erststimmen seien nach dem Desaster von 2013  „ein Topergebnis für mich“.
  • von klafie | 9/24/2017 6:30:17 PM
    Ein ganz schöner Ruck in Deutschland. Es wurde Zeit, dass sich in Deutschland mal was ändert. Mit Schulz wäre es nichts geworden. Merkel musste wohl Federn lassen mit ihrem "wir schaffen das!!" Gewinner sind diesmal die kleinen. Nur: aufgepasst: was wird wohl die AfD in Zukunft anstellen?.
  • von Susanne Wiedemann / MAIN-POST | 9/24/2017 6:31:17 PM

    Linke: AfD-Ergebnis ist Katastrophe

     
    Schweinfurt-Kitzingen: Das AfD-Ergebnis ist eine Katastrophe, sagt Sinan Öztürk für die Linke. Ziel der Linke sei es, die AfD politisch zu bekämpfen und zu entzaubern. Das Ende der Großen Koalition sieht er als Chance für die SPD, sich neu zu positionieren.
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:32:08 PM

    Proteste gegen den Einzug der AfD in den Bundestag. In Frankfurt am Main ziehen Demonstrationsteilnehmer mit einem Banner mit der Aufschrift "Ganz Frankfurt hasst die AfD!!!" durch das Bahnhofsviertel. Am Berliner Alexanderplatz haben sich AfD-Gegner vor dem Gebäude der Wahlparty der Partei versammelt, um gegen den Wahlerfolg zu protestieren. Hunderte Menschen demonstrieren auch in Köln gegen die Rechtspopulisten.


    Foto: Paul Zinken, dpa

    Foto: Julian Stratenschulte, dpa
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 6:41:12 PM

    Offenbar hohe Wahlbeteiligung in Unterfranken

    Wie eine stichprobenartige Durchsicht der Wahlergebnisse zeigt, war in Mainfranken das Interesse an der Bundestagswahl groß. So liegt die Wahlbeteiligung in vielen Orten bei 80 Prozent und mehr. So machten zum Beispiel in Iphofen (Lkr. Kitzingen) 83 Prozent der Wahlberechtigten mit, in Greußenheim 86 und in Riedenheim (beide Lkr. Würzburg) 88 Prozent.
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:44:07 PM

    Übrigens, bisher gab es nur in der Gründerzeit eine eindeutig rechtsextreme Partei im Parlament: die Deutsche Konservative Partei/Deutsche Rechtspartei (DKP-DRP) von 1949 bis 1953. 

    Nach Angaben des Bundestags gab es in ihren Reihen "Rechtsextremisten unterschiedlicher Prägung, bis hin zu Anhängern des Nationalsozialismus". Vor Einführung der bundesweiten Fünf-Prozent-Hürde zog die Partei bei nur 1,8 Prozent der Stimmen mit fünf Abgeordneten ins Parlament ein. Zusammen mit Abgeordneten der Nationaldemokratischen Partei (NDP) gründete sie die Bundestagsgruppe Nationale Rechte (NR).

  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 6:48:50 PM

    Die AfD will sich nach Worten von Parteichef Jörg Meuthen im neuen Bundestag als konstruktive und harte Oppositionskraft einbringen. "Krawall ist für uns keine Kategorie, wir wollen eine sehr harte, deutliche Opposition machen. Die hat dieses Land auch bitter nötig, denn die hat dieses Land bis jetzt nicht gehabt", so Meuthen in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF.

    Die AfD beklage massive Rechtsbrüche der Regierung in der Migrations- und Europapolitik. "Wer regiert, werde sich warm anziehen müssen", erklärt der AfD-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag. Im Gegensatz zur zweiten Parteivorsitzenden Frauke Petry kandidierte er selbst nicht für den Bundestag.


    Foto: Gero Breloer, AP/dpa
  • von Jürgen Haug-Peichl / MAIN-POST | 9/24/2017 6:54:08 PM
     

    Ein Prost auf die Wahl - dennoch

    Obwohl die CSU ein schlechtes Ergebnis hingelegt hat, stößt Direktkandidat Paul Lehrieder bei der Wahlparty im Würzburger Ratskeller mit seiner Frau Christiane an (Foto: Thomas Fritz). Immerhin hat Lehrieder in seinem Heimatort Gaukönigshofen fast 70 Prozent der Erststimmen geholt. In anderen Orten des Wahlkreises sah es für den Bundestagsabgeordneten freilich nicht ganz so glänzend aus: In Bergtheim zum Beispiel kam Lehrieder auf 49,9 Prozent der Erststimmen, in Geroldshausen auf 41 Prozent. Und in der Gemeinde seiner SPD-Konkurrentin Eva-Maria Linsenbreder - Kleinrinderfeld - kam Lehrieder gar nur auf 28,4 Prozent. Linsenbreder holte 46,6 Prozent.
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 7:00:12 PM

    SPD-Chef Martin Schulz gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Mitschuld am Erstarken der rechtspopulistischen AfD. "Ich glaube, dass Frau Merkel einen Wahlkampf geführt hat, der skandalös war", sagt der gescheiterte Kanzlerkandidat in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF. "Die systematische Verweigerung von Politik hat ein Vakuum entstehen lassen, das die AfD teilweise geschickt gefüllt hat. Ich glaube dass Frau Merkel eine große Verantwortung dafür trägt." 


    Foto: Gero Breloer, dpa
  • von dpa-live Desk via dpa | 9/24/2017 7:06:13 PM

    Das ZDF und die Forschungsgruppe Wahlen mit einer neuen Hochrechnung:

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