Außerordentlicher SPD-Bundesparteitag

Showdown in Bonn: Setzen sich die GroKo-Befürworter oder die Gegner durch? Am Sonntag, 21. Januar, wird es ernst - beim SPD-Sonderparteitag stimmen die Delegierten darüber ab, ob ihre Partei in Koalitionsverhandlungen mit der Union einsteigen soll oder nicht. Wie entscheiden die Genossen? Wir begleiten den mit Spannung erwarteten Parteitag ab 10.00 Uhr mit einem Liveblog!

  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:04:26 AM

    Ausführlich begründet Martin Schulz, warum er mittlerweile von seiner Haltung abgerückt sei, in die Opposition gehen zu wollen. "Das Mandat zur Regierungsbildung haben andere bekommen", sagt Schulz auf dem SPD-Parteitag in Bonn. Deshalb sei seine Entscheidung, in die Opposition zu gehen, am Wahlabend richtig gewesen. Das Scheitern der Jamaika-Gespräche sei ein "Wendepunkt" gewesen. Für ihn habe nie Zweifel daran bestanden, dass die SPD nach Auswegen aus dieser schwierigen politischen Lage suchen werde.

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 11:05:37 AM
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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 11:05:38 AM
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:08:18 AM

    SPD-Chef Martin Schulz: "Manche sagen, die SPD mache sich mal wieder das Leben schwer. Ich sage: Das ist Demokratie! Demokratie ist kein Schlafwagen! Sie lebt von der Debatte und der Beteiligung. Demokratie ist Mut und Bewegung und Energie!

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:08:59 AM
    Du hast gekämpft wie eine Löwin.

    Schulz lobt Andrea Nahles und deren Rolle bei den Sondierungen.
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:11:54 AM

    60 Seiten umfasst das Skript der Rede von Martin Schulz. Er zeigt sich kämpferisch. Hin und wieder weicht er vom Skript ab, wird etwas direkter
    und klarer.


    Oliver Berg, dpa
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:14:05 AM

    Schulz demonstriert in seiner Rede immer wieder, wie nah er an den Sorgen der Bürger sei. So berichtet er von einer Mutter, die er in Berlin getroffen habe und die ihre bisherige Wohnung nicht mehr bezahlen könne, eine neue aber noch weniger. "Das sind unsere Leute. Das sind die Menschen, die sich auf uns verlassen."

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:17:46 AM

    Ginge es nach SPD-Mitglied Stefan Lux, bräuchte Schulz gar nicht mehr weiter sprechen. Der Hesse Lux hat sich bereits entschieden und will am Nachmittag für  Koalitionsverhandlungen mit der Union stimmen.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:19:47 AM

    Martin Schulz greift in seiner Rede nochmals die Ergebnisse der Sondierungsgespräche mit der Union auf: "Ich werde oft nach unseren 'Leuchttürmen' in den Sondierungen gefragt.
    Ich sage: Alle Maßnahmen sind wichtig. Aber wenn ich eines herausstellen
    müsste: Deutschland braucht nicht weniger als einen völlig neuen
    Aufbruch in der Bildungspolitik." 

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:23:38 AM

    Der SPD-Vorsitzende hat nach wie vor treue Anhänger, die fest an seiner Seite stehen: "Das ist unser Martin", sagt Claudi Moll aus Nordrhein-Westfalen. "Ich kann mir keinen besseren Parteivorsitzenden vorstellen."

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:27:20 AM
    Die Zeit drängt. Wenn wir etwas in und für Europa bewegen wollen, können wir damit nicht noch Jahre warten. Europa braucht uns Sozialdemokraten!

    SPD-Chef Martin Schulz in seiner Rede.
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:29:32 AM

    Wir fragen weiterhin Delegierte, was sie von der Rede von Martin Schulz halten. Der SPD-Chef müsse sich in seiner noch laufenden Rede auch damit auseinandersetzen, warum die Union wichtige Forderungen in den Bereichen Arbeit und soziale Gerechtigkeit blockiere, sagt Klaus Barthel aus Bayern.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:34:05 AM

    Weitere Stimme eines Delegierten: "Mir fehlt die Bekämpfung der prekären Beschäftigung", so Oliver Ruß. Zudem vermisse er die Bürgerversicherung sowie den Spitzensteuersatz, weshalb er gegen die GroKo stimmen werde, erklärt der Delegierte aus Nordrhein-Westfalen.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:35:07 AM

    "Rechte Regierungen in Polen, Ungarn, Österreich - wir können die rechte Welle in Europa brechen, indem wir eine stabile Regierung mit einem klar sozialdemokratischen Profil bilden", sagt Martin Schulz. Das "wirksamste Mittel gegen Demokratieverächter und rechte Hetzer" sei und bleibe

    "lebensnahe Politik". "Wir müssen die konkreten Alltagssorgen der Menschen in den Mittelpunkt stellen", so der SPD-Chef. 

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:36:08 AM
    Es gibt keine Obergrenze bei Flüchtlingen mit der Sozialdemokratischen Partei.

    Martin Schulz über das seiner Meinung nach falsche Bild in der Öffentlichkeit, seine Partei habe sich mit der Union auf eine Obergrenze verständigt.
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:42:00 AM

    Als "Versuch", ein wenig überzeugendes Sondierungsergebnis "schönzureden", empfindet der bayerische Delegierte Michael Kick die Rede seines Parteivorsitzenden. 

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 11:42:18 AM

    Schulz hält eine nachdenkliche, durchaus pointierte Rede. Mitreißen tut er nicht.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:45:11 AM
    Ich will nie wieder auf der Straße den Spruch hören: "Ich weiß nicht, wofür die SPD steht" - damit muss Schluss sein.

    Martin Schulz wirbt in seiner Parteitagsrede für ein unmissverständliches Profil der SPD
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:45:52 AM

    Martin Schulz lehnt den erneuten Gang die Wahlurne ab. "Ich glaube nicht, dass Neuwahlen für uns der richtige Weg sind", sagt er. Er warnt seine Parteigenossen, dass die Erneuerung der SPD nicht nur in der Opposition gelingen kann. "Sie kann in der Opposition auch scheitern." Dabei verweist er auf das schlechte Abschneiden anderer sozialdemokratischer Parteien in Europa.

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 11:47:36 AM
    Die Begeisterung im Plenum hält sich in Grenzen. Bleibt spannend, Ob es am Ende reicht.
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:50:43 AM

    Skeptikern in seiner Partei sagt Martin Schulz zu, im Fall einer erneuten großen Koalition auf Augenhöhe mit der Union zu regieren. "Sollten wir uns am Ende dafür entscheiden, dass wir in eine Koalition mit der Union eintreten, dann (...) haben wir in dieser Koalition nicht den Anspruch, der Juniorpartner zu sein oder so eine Art Umsetzungsgehilfe", erklärt er.

    "Die SPD muss und wird sichtbar, hörbar und erkennbar sein", fordert der SPD-Chef. "Jeder Regierung, an der die SPD beteiligt ist, egal in welcher Koalition, muss eine SPD-Regierung sein."

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:51:44 AM

    Schulz betont seinen Anspruch, auch international für eine Verbesserung der Lage zu sorgen. Der Applaus fällt - wie bereits zuvor - eher verhalten aus.

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 11:53:30 AM

    Es wäre fahrlässig für die Entwicklung in Europa, jetzt nicht in Verhandlungen zu gehen, sagt Schulz.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:56:28 AM

    Kurzer Blick vor das World Conference Center. Mittlerweile regnet es. Von den Groko-Gegnern ist nichts mehr zu sehen.  Geblieben sind nur noch die Flüchtlinge von heute Morgen.

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 11:56:41 AM

    Eine Stunde hat Martin Schulz geredet. Am Ende fairer Applaus. Aber kein Jubel. Das trifft die Stimmung im Saal.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 11:59:19 AM

    Mittlerweile ist die Rede des Parteivorsitzenden zu Ende. Martin Schulz hat sich kämpferisch gegeben, aber waren seine Worte auch überzeugend genug, um Skeptiker und Zweifler zu überzeugen?

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:00:10 PM

    Auch bei der Alternative für Deutschland ist das Interesse für den SPD-Sonderparteitag groß. Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende und Mitglied des AfD-Bundesvorstands, auf Twitter mit einer eher eigenwilligen Einschätzung der Lage. 

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:04:03 PM

    Bis zur Abstimmung ist es noch eine Weile hin. Derweil hat die Aussprache der Delegierten begonnen. Wir halten Sie hier weiter auf dem Laufenden. 

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 12:04:25 PM
    Jetzt geht die Debatte los. Über 100 Delegierte haben einen Redebeitrag angekündigt. Die erste Juso-Rednerin bekommt für ihren Aufruf gegen die GroKo mehr Applaus als Schulz für seine Rede. Ein Fingerzeig?
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:05:03 PM
    Die Sondierungsergebnisse zeigen, die Union hat die  Blockadehaltung nicht aufgegeben. Kernanliegen der Sozialdemokratie sind nicht enthalten. Das Papier ist keine Grundlage für einen Politikwechsel, sondern für ein 'weiter so'.

    "Mut zum Nein" verlangt Annika Klose, Juso-Landesvorsitzende von Berlin.
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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 12:12:37 PM

    Kevin Künert, der Juso-Chef, ist Wortführer der GroKo-Gegner.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:12:45 PM

    Nun am Rednerpult Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos. "Was immer heute passiert: Es ist nicht das Ende der Geschichte und auch nicht das Ende der SPD", sagt er.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:14:16 PM

    Unmissverständlich benennt Kevin Kühnert den "Vertrauensverlust" als Problem, unter dem die SPD bis heute leidet.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:15:17 PM

    "Nach zwölf Jahren Angela Merkel sind die Gemeinsamkeiten aufgebraucht", so der Juso-Chef.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:16:18 PM

    Kevin Kühnert warnt die Delegierten davor, sich weiterhin selbst "klein" zu machen. 


    Foto: Rolf Vennenbernd, dpa
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:17:50 PM
    Wie immer wir uns heute entscheiden, es wird wehtun.

    Juso-Chef Kevin Kühnert in seiner Parteitagsrede.
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:22:51 PM

    In aller Kürze, was von der Rede von Kevin Kühnert festzuhalten bleibt. Er hält eine differenzierte und engagierte Rede. Nennt auch Erfolge in den Sondierungen. Spricht sich aber gegen ein Bündnis mit der Union aus. Er bleibt dabei: "SPD-Projekte wurden und werden nicht im Bündnis mit der Union umgesetzt", erklärt er zum Abschluss.

    Was immer heute passiert, es ist nicht das Ende der Geschichte und erst recht nicht das Ende der SPD. Aber es kann der Beginn einer neuen Geschichte sein. Heute ein Zwerg sein, um zukünftig wieder ein Riese sein zu können. 

    Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos.
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:27:35 PM

    Wie kam die Rede vom Kevin Kühnert bei den Delegierten an? Für Gabi Mayer aus Bonn verkörpert der Juso-Chef "die Zukunft der SPD". Sie schätze dessen "fairen und fundierten" Stil, sagt die Delegierte.

     

     

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  • von Desk via dpa | 1/21/2018 12:33:34 PM
    Der Delegierte Martin Rabanus schätzt die Rede von Juso-Chef Kevin Kühnert, der seiner Meinung nach viele richtige Dinge gesagt habe. Gleichwohl plädiert Rabanus dennoch dafür, Verhandlungen mit der Union aufzunehmen, sagt der Hesse. 
     

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 12:35:23 PM

    Kevin Künert erreicht die Herzen der Genossen. Der Jubel ist größer als bei Schulz.

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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 12:36:38 PM
    So, es etwas gedauert, bis das Video mit Kevin Künert hochgeladen war... Reinschauen lohnt sich.
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  • von Michael Czygan / MAIN-POST | 1/21/2018 12:40:05 PM

    So hat Bernd Rützel, der Chef der Unterfranken-SPD, Schulz und Künert erlebt. Der Juso-Chef ist für ihn schon der neue SPD-Vorsitzende.

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:41:40 PM

    Eines ist auffällig bei den bisherigen Reden: vor allem die jüngeren Delegierten benennen relativ deutlich einen Vertrauensverlust bei den Wählern, den die SPD mit einem erneuten Eintritt in eine große Koalition in ihren Augen weiter verschlimmern würde. 


    Foto: Federico Gambarini, dpa
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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:49:22 PM

    Der Juso-Chef habe genau die richtige Tonlage getroffen, lobt David Wade aus Hessen. Er stimmt Kevin Kühnert zu und hofft auf eine starke SPD - in der Opposition. 

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  • von dpa-live Desk via dpa | 1/21/2018 12:51:13 PM

    Gesprochen hat mittlerweile auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Er warb mit seiner Rede für eine Zustimmung. "Ich kämpfe aus Überzeugung für eine Große Koalition. Ich mache nicht Politik, damit es der SPD gut geht. Sondern damit es den Leuten, die auf uns angewiesen sind, besser geht." 

    Zudem warnte Weil seine Partei davor, mit einem Nein zu einer Neuauflage der großen Koalition die Rechtspopulisten in Deutschland und Europa zu stärken. Die SPD habe Verantwortung dafür, dass sich die Bürger gut regiert fühlten, erklärte er.


    Foto: Oliver Berg, dpa
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