Nach dem Attentat in Würzburg-Heidingsfeld

Die Main-Post berichtet live.

Das Wichtigste in Kürze

• • •  Eines der Opfer nicht mehr im künstlichen Koma

• • •  Widerstand gegen NPD-Propaganda zum Attentat

• • •  Generalbundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

• • • Muslimische Gemeinden Würzburgs verabscheuen in einer Stellungnahme die Tat

  • von Andreas Jungbauer / MAIN-POST | 7/20/2016 6:20:48 PM

    Auch junge Geflüchtete sprechen Fürbitten im Friedensgottesdienst.

  • von Achim Muth / MAIN-POST | 7/20/2016 6:26:07 PM
    Nach Attentat in Würzburg:
    Merkel: Staat tut alles gegen gewaltbereiten Extremismus


    Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Axt-Angriff
    in einem Zug in Würzburg ein entschiedenes Vorgehen gegen Gewalttäter
    zugesichert. „Wir werden alles tun, was von Seiten des Staates und
    seiner Sicherheitsbehörden getan werden kann, um jede Form von
    gewaltbereitem Extremismus zu entdecken und zu unterbinden“, sagte
    Merkel am Mittwoch in Berlin nach einem Gespräch mit der britischen
    Premierministerin Theresa May. „Es gibt noch vieles aufzuklären rund
    um die Person des Täters und um die Hintergründe seiner Tat.“ Sie
    habe „alles Vertrauen“ in den Generalbundesanwalt und die übrigen
    beteiligten Behörden, „dass alles getan wird, um Klarheit zu schaffen
    und gegebenenfalls aus diesem tragischen Fall Schlüsse zu ziehen.“

    Merkel sagte: „Der Angriff mit Messer und Axt auf wehrlose Menschen
    in einem Zug bei Würzburg ist eine unfassbar grausame Tat.“ Sie
    wünschte den Verletzten Genesung und würdigte den Einsatz von Ärzten
    und Helfern. „Ich danke der Polizei, die tat was sie konnte, um noch
    mehr Opfer zu verhindern und die Gefahr für die Bevölkerung zu
    bannen“, fügte die Kanzlerin hinzu.
  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/20/2016 6:36:38 PM

    Axt-Attacke: Zwei Opfer noch in Lebensgefahr

    mainpost.deDas brutale Attentat von Heidingsfeld bewegt die Region Mainfranken: Zur Stunde treffen sich 150 Menschen zu einem Friedensgottesdienst im Würzburger Neumünster.
  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/20/2016 8:10:22 PM

    Axt-Attentäter: Gaukönigshofen unter Schock

    mainpost.deIn Gaukönigshofen, wo der Attentäter seit zwei Wochen in einer Pflegefamilie gelebt hatte, ist nichts mehr, wie es war. Die Bewohner fragen: Wer war dieser Riaz Khan Ahmadzai?
     
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 9:12:14 PM
    Die Würzburgerin Judith Assländer hat minderjährige Flüchtlinge bei sich aufgenommen. Aktuell berichtet sie in der ARD-Sendung "Maischberger" über ihre Erfahrungen mit den Flüchtlingen und über den Amoklauf vom Montag.
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 9:32:37 PM
    "Ich werde misstrauisch unseren Behörden gegenüber, wenn sie von Turbo-Radikalisierung sprechen,"
    sagt Terrorismusexperte Guido Steinberg in der ARD-Sendung "Maischberger" zur Entwicklung des 17-jährigen Täters.
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 9:52:55 PM
    "Der IS möchte die Bruchlinien in unserer Gesellschaft vertiefen. Die AFD und Pegida sind das, was der IS inDeutschland haben will", sagt Terrorismusexperte Guido Steinberg in der ARD-Sendung "Maischberger"
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 10:11:10 PM
    "Jetzt #IS und #Flüchtlingspolitik in einen Topf zu werfen, schürt extreme Ängste", sagt die Würzburgerin Judith Assländer in der ARD-Sendung "Maischberger". Sie selbst betreut minderjährige Flüchtlinge - auch nach den aktuellen Ereignissen hat die Pfegemutter dabei kein mulmiges Gefühl.
  • von Andreas Jungbauer / MAIN-POST | 7/21/2016 4:01:00 AM
    Am Mittwochabend in der Talksendung "Maischberger" diskutierten u.a. (von links) Ahmad Mansour, Judith Assländer, Wolfgang Bosbach und Sandra Maischberger (Screenshot A. Jungbauer)
     
    Die Axt-Attacke von Würzburg-Heidingsfeld war am Mittwochabend auch Thema der ARD-Talksendung "Maischberger". Eingeladen in die Runde war unter anderem die Würzburgerin Judith Assländer, die seit 2014 bereits 25 jugendliche Flüchtlinge in ihrer Familie aufgenommen hat. Sie warnte davor, nach der brutalen Tat vom Montagabend Flüchtlinge zu stigmatisieren und Angst vor zugereisten Menschen zu schüren.

    "Am wichtigsten ist, dass wir an der Integration arbeiten. Wenn sich die jungen Menschen angenommen fühlen und Perspektiven für ihr Leben entwickeln, dann ist das der beste Schutz", sagte Assländer. Der Anschlag von Heidingsfeld treffe die Flüchtlinge. Die Pflegemutter berichtete davon, dass ein Jugendlicher bereits in einem Laden angepöbelt wurde. "Wir dürfen keine Ängste schüren, sonst hat der IS schon gewonnen", bat die Würzburgerin in der einstündigen Sendung, an der auch die frühere Bundesministerin und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast teilnahm. Sie hatte heftige öffentliche Kritik geerntet auf ihre Nachricht, mit der sie noch in der Tatnacht über Twitter das Verhalten der Polizei angezweifelt hatte.
     
    Die Sendung in der Zusammenfassung:
     
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/21/2016 5:33:10 AM
    Herrmann fordert außerdem strengere Grenzkontrollen: Wer ohne Papiere einreise und seine Identität nicht belegen könne, müsse zunächst an der Grenze festgehalten und überprüft werden, sagte Herrmann am Mittwochabend. „Das können wir nicht mehr so laufen lassen.”
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/21/2016 5:42:55 AM
    Die Rufe nach schärferen Sicherheitsmaßnahmen reißen unterdessen nicht ab. Bayerns Innenminister Herrmann verlangte schnellere Verfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Der 17-Jährige sei bereits im Juni 2015 nach Deutschland eingereist, sagte er im BR Fernsehen. Sein Asylverfahren sei seitdem aber nicht vorangekommen: „Er ist nicht angehört worden. Es sind auch keine Fingerabdrücke genommen worden”, kritisierte Herrmann. „Das ist eines der Defizite, die wir ja seit Monaten beklagen, dass wir hier immer noch nicht in wirklich regelmäßigen und geordneten Verfahren sind, dass es Tausende nach wie vor in unserem Land gibt, wo das Verfahren immer noch nicht richtig durchgeführt wird. (dpa)
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/21/2016 6:29:38 AM
    Das Würzburger Uni-Klinikum will von diesem Donnerstag an in einer täglichen Pressekonferenz am Nachmittag (15 Uhr) über den Gesundheitszustand der Verletzten informieren. Unsere Reporter werden Sie vor Ort auf dem Laufenden halten.
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/21/2016 6:54:39 AM
    Der Gesundheitszustand der Patienten - auch der lebensgefährlich Verletzten - sei im Wesentlichen stabil. Wie das Universitätsklinikum weiter mitteilt, werden drei der Opfer weiterhin in Würzburg behandelt. Geplant sei, eine Patientin, die aktuell in einer Klinik in Nürnberg liegt, ebenfalls nach Würzburg zu verlegen.
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/21/2016 6:55:34 AM
    Nach dem Attentat eines 17-jährigen Afghanen aus Gaukönigshofen in einem Regionalzug haben die schwerverletzten Chinesen aus Hongkong die Nacht auf Donnerstag offenbar gut überstanden. "Der Gesundheitszustand der Patienten hat sich heute Nacht glücklicherweise nicht verschlechtert", sagt Susanne Just, Pressesprecherin des Universitätsklinikums Würzburg auf Anfrage dieser Redaktion.
  • von Achim Muth / MAIN-POST | 7/21/2016 7:40:38 AM
    Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, hat sich im zum Attentat in seiner Heimatstadt Würzburg geäußert:

    www.juedische-allgemeine.de
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/21/2016 9:24:56 AM

    Wo werden minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge in Deutschland untergebacht? Diese Grafik erklärt das Vorgehen. (Quelle: dpa)

  • von Andreas Jungbauer / MAIN-POST | 7/21/2016 11:39:57 AM
    Die muslimischen Gemeinden in Würzburg haben sich mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet:
     
    "Mit tiefer Bestürzung haben wir von dem brutalen sowie unmenschlichen Angriff auf unschuldige Menschen in unserer friedlichen Stadt Würzburg erfahren.  Als muslimische Gemeinden der Stadt Würzburg (DITIB Würzburg e.V., Islamische Gemeinschaft Würzburg e. V., Islamische Gemeinschaft für Bosnien-Herzegowina Würzburg e. V., Integrations-, Kultur- und Bildungsverein Würzburg e. V., Islamische Gemeinschaft Milli Görüs) verurteilen wir diese Tat auf das Schärfste!
     
    Wir bedauern es wirklich sehr, dass diese Anschläge mit dem Glauben des Islams in Verbindung gebracht werden, zumal diese terroristischen Angriffe rein gar nichts mit dem Islam zu tun haben. Denn wenn man nämlich aus dem heiligen Koran zitiert, heißt es hier deutlich: ..."Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat"... (Al-Israa, Vers. 33, Koran)
    Den Verletzten sowie Angehörigen möchten wir unser tiefstes Mitgefühl aussprechen!
     
    Für unsere friedliche Stadt Würzburg, die für ihre Willkommenskultur bekannt ist, wünschen und hoffen wir sehr, dass dieser Vorfall ein Einzelfall bleibt."
     
    Muslimische Gemeinden
     
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/21/2016 12:10:04 PM
    Als er von dem Attentat erfuhr, konnte es Hayson Li kaum glauben. „ Das ist schrecklich“, war sein erster Gedanke, erzählt der 20-jährige Student aus Hongkong im Gespräch mit dieser Redaktion. Freunde aus Würzburg schrieben ihm nach Bekanntwerden des Attentats Nachrichten, fragten ihn, ob er Wohlauf sei. Auch Li selbst rief sofort bei seiner Familie an. „Ich habe Ihnen gesagt, dass ich in Sicherheit bin.“
    Seit rund einem halben Jahr lebt und studiert der junge Mann in Würzburg. Bislang fühlte er sich immer sicher. Auch jetzt habe er keine Angst , wenn er durch Würzburg laufe - aber ein mulmiges Gefühl bleibe. „Ich war geschockt, als klar wurde, dass eine Familie aus Hongkong Opfer des Attentäters wurde. Hongkong hat den IS nicht angegriffen. Warum hat der Täter diese Familie aus Hongkong angegriffen?“ Diese Frage beschäftige derzeit auch die Medien in Hong-Kong, so Li.
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/21/2016 12:24:04 PM
    In der Politik mehren sich Forderungen nach einer schnelleren Identitätsklärung von Flüchtlingen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verlangte, wer ohne Papiere einreise und seine Identität nicht belegen könne, müsse zunächst an der Grenze festgehalten und überprüft werden. "Das können wir nicht mehr so laufen lassen", sagte der CSU-Politiker im BR. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte eine entschiedeneren Kampf gegen Terror-Propaganda im Netz an: Internet-Dienstleister sollten dafür haftbar gemacht werden. (Quelle: dpa)
  • von Andreas Jungbauer / MAIN-POST | 7/21/2016 12:26:09 PM
    In den sozialen Netzwerken kursiert ein Aufruf, am Samstag in Heidingsfeld „Nazis den Tag (zu) versauen“. Anlass ist eine Versammlung der NPD am Rathausplatz unter dem Motto „Einbürgerung ist tödlich – Der Islam gehört nicht zu Deutschland“.
    Neben Privatleuten rufen die Jugendorganisationen von SPD und Grünen auf, am Samstag zwischen 14 und 15 Uhr zum Heidingsfelder Rathausplatz zu kommen. Die Grüne Jugend erklärt, Hunderttausende Menschen, geflüchtet vor der Terrororganisation „Islamischer Staat“, würden für den „furchtbaren Angriff“ des Amokläufers Riaz Khan Ahmadzai in Haftung genommen. Die Instrumentalisierung der Tat „für die rassistischen Zwecke der Nazis“ sei „einfach nur widerlich“, sie spiele dem IS „in die Karten“. Die Grüne Jugend ruft auf, „die Verbreitung der Nazi-Hasspropaganda möglichst zu verhindern“.
    Die Jusos kündigen auf Facebook an, dass sie sich der "abscheulichen Hetze entgegenstellen“ wollen.
    Für Sonntagabend hat die AfD eine Kundgebung mit Reden auf dem unteren Markt angemeldet, von 18 bis 20 Uhr zum Thema „Aslyproblematik“. Vieles deutet darauf hin, dass auch diese Veranstaltung von Gegendemonstrationen begleitet wird. (wolf)
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/21/2016 12:45:35 PM
    Weit über 100 Vollzeitstellen zusätzlich müssten in Bayern für die Migrationsberatung geschaffen werden. Darauf hat am Donnerstag in Nürnberg das Diakonische Werk aufmerksam gemacht. Diesen Bedarf hätten die Wohlfahrtsverbände gemeinsam beim bayerischen Sozialministerium angemeldet, heißt es in einer Mitteilung. Bisher habe das Ministerium 27 neue Stellen in Aussicht gestellt, sagte ein Diakoniesprecher.

    In den bayerischen Unterkünften lebe eine stetig wachsende Zahl anerkannter Flüchtlinge. Damit steige der Bedarf an Migrationsberatung enorm, erklärte der bayerische Diakoniepräsident, Michael Bammessel. "Denn dann ist klar, dass es für die Geflüchteten auch eine langfristige Perspektive gibt", sagte er. Es müssten daher deutlich mehr Mittel in die Migrationsberatung investiert werden. Für die Integration der bleiberechtigten Flüchtlinge seien viele Unterstützungsmaßnahmen erforderlich, darunter Sprachförderung und individuelle Beratungshilfen.

    Die staatlichen Pauschalen würden die tatsächlichen Kosten ohnehin nicht decken, erklärte Bammessel. Die Diakonie werde weiter einen finanziellen Eigenbeitrag leisten, allerdings müsse die Finanzierungslücke deutlich kleiner werden als bisher. Derzeit gebe es bei der bayerischen Diakonie 31 Vollzeitstellen für die Migrationsberatung Erwachsener und 18 Vollzeitstellen bei den Jugendmigrationsdiensten, hieß es.
    (Quelle: epd).
  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/21/2016 12:55:44 PM

    Auch heute gibt es wieder eine kurze Pressekonferenz vor der Uniklinik. Der Senior Immigration Officer Kenneth Tong von der Einwanderungsbehörde aus Hongkong sagt, dass der Gesundheitszustand der Patienten weitgehend unverändert ist. Die Delegation, die am Mittwoch nach Würzburg gekommen war, stehe in engem Kontakt mit der Familie.

  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/21/2016 1:23:59 PM

    Georg Ertl, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Würzburg, teilt mit, dass der chinesische Familienvater nicht mehr im künstlichen Koma liegt. Er ist wach und atmet selbstständig.

  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/21/2016 1:31:41 PM

    Der ärztliche Direktor Georg Ertl spricht über den aktuellen gesundheitlichen Zustand der Zuginsassen und die folgenden Behandlungen.

  • von Thomas Fritz / MAIN-POST | 7/21/2016 1:33:58 PM
    Nach dem Amoklauf werden die freiwilligen Mitarbeiter im Ochsenfurter Helferkreis in vielen E-Mails beschimpft und mit Hass überschüttet. "Wir lassen uns darauf nicht ein und werden diesen E-Mails weder Raum geben, noch sie kommentieren", heißt es in einer Stellungnahme. Die Leitung des Helferkreises betont, dass ihre Gedanken bei den Opfern und der Pflegefamilie sind. Und sie betont: "Wir bleiben an der Seite der vielen Geflüchteten, die Angst vor Verallgemeinerungen und Konsequenzen haben, die manche in unserer Gesellschaft nun aus dem Geschehenen ziehen."
  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/21/2016 3:24:16 PM

    Wie der Ärztliche Direktor Georg Ertl mitteilt, sei vor allem der Zustand des 30-jährigen Freundes der Tochter, den die Axtschläge und Messerstiche besonders schlimm getroffen haben, „noch immer sehr ernst.“ Er liege weiterhin im künstlichen Koma, die Ärzte hoffen auf eine Besserung in den kommenden acht bis zehn Tagen. Eine Prognose will Ertl nicht geben. „Das ist unkalkulierbar.“

  • von Simon Metzger / MAIN-POST | 7/21/2016 4:17:34 PM

    Attentat: Wie Journalismus in Echtzeit gelingen kann

    Die Berichterstattung über den Amoklauf in Würzburg folgte Ansprüchen, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Einblicke in veränderte Arbeitsweisen der Redaktion.
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/21/2016 4:41:34 PM

    Wie werden Flüchtlinge in Deutschland registriert? Diese Grafik erklärt es. (Quelle: dpa)

  • von Fabienne Hobner / MAIN-POST | 7/21/2016 5:25:23 PM

    „Beim Attentat ist die Ideologie das Ventil“

    Radikalisierungsprozesse verlaufen individuell, sagt Florian Endres. Der Leiter der Beratungsstelle für Radikalisierung über das Vorgehen des IS - und was man tun kann.
  • von Fabienne Hobner / MAIN-POST | 7/21/2016 6:12:41 PM

    Anschlag: Vater aus Koma erwacht

    Zwei Opfer der Heidingsfelder Bluttat schweben noch in Lebensgefahr - der chinesische Familienvater ist aus dem künstlichen Koma erwacht. Derweil verurteilen Würzburger Muslime das Axt-Attentat.
  • von Fabienne Hobner / MAIN-POST | 7/21/2016 6:42:07 PM

    Wie Schüler die Bluttat verkraften

    Wie reagieren Würzburgs Schüler und Lehrkräfte auf das Attentat vom Montagabend in Heidingsfeld? Es gibt verschiedene Strategien.
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/22/2016 7:03:14 AM
    Bei allen vier Opfern, die schwer verletzt nach dem Axt-Attentat in einem Würzburger Regionalzug in der Universitätsklinik in Würzburg behandelt werden, hat sich der Gesundheitszustand weiter verbessert und stabilisiert.

    Die ausführliche Pressemitteilung des Klinikums
  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/22/2016 9:29:14 AM

    Stegner: Nach Attentaten nicht auf Populisten einlassen

    mainpost.deDer stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner fürchtet negative Folgen des Würzburger Axt-Anschlags für die politische Stimmung in Deutschland.
  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/22/2016 1:35:51 PM
    Der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) wendet sich mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit. Darin beschreibt er, wie schockiert er noch immer von dem Attentat ist - und wie zukünftig mit Asylbewerbern umgegangen werden soll.
     
     
    Seite 1 des offenen Briefs von Christian Schuchardt
     
  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/22/2016 1:38:24 PM

    Der Ärztliche Direktor Georg Ertl gibt bei der heutigen Presskonferenz wieder Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten.

  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/22/2016 2:08:08 PM

    Wie Ertl weiter mitteilt, könne man bleibende Schäden bei allen Patienten nicht ausschließen. "Wenn man mit der Axt ins Gesicht geschlagen wird, bleibt da sicher etwas übrig", sagt der Ärztliche Direktor.

  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/22/2016 2:43:57 PM

    Dass die Familie mit den Patienten sprechen kann, sei laut Ertl „sehr, sehr wichtig, weil alle Patienten in einem seelisch sehr, sehr schwierigen, aufgewühlten und therapiebedürftigen Zustand“ seien. Die enge psychologische Betreuung, die bislang auf Englisch ablaufe, sei nach wie vor notwendig. „Der Erholungsprozess wird davon abhängig sein, wie unsere Patienten seelisch mit dem furchtbaren Trauma zurechtkommen.“

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/22/2016 3:35:17 PM
    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die Video-Plattform YouTube aufgefordert, das Bekennervideo des Würzburger Attentäters zu löschen. Das Video solle wegen seines strafbaren Inhalts aus dem Netz genommen werden, so das BKA. Ursprünglich hatte die Terrormiliz Islamischer Statt (IS) den Film verbreitet. Die Redaktion der Main-Post folgt der Argumentation des BKA und hat das Video nun aus dem Online-Bereich entfernt.
     
    Screenshot aus dem Bekennervideo
     
  • von Sara Sophie Schmitt /... via null | 7/22/2016 4:03:39 PM
    Die Verwandten der vier verletzten Chinesen werden ab Montag in einer Wohnung in Würzburg untergebracht. Das bestätigte Rathaussprecher Christian Weiß auf Anfrage der Redaktion.
     
    Das Sozialreferat habe sich um eine Unterbringung bemüht und stelle den Angehörigen jetzt eine Bleibe in der Stadt zu Verfügung.

    Die Verwandten der vier Verletzten waren am Mittwoch gemeinsam mit Beamten der Einwanderungsbehörde aus Hongkong nach Würzburg gekommen. Sie wollen vor Ort bleiben, bis sich der Zustand der Patienten bessert.
     
  • von Brigitte Theil / MAIN-POST | 7/23/2016 8:43:34 AM

    Würzburger Opfern geht es etwas besser

    Stand Samstag: Der Zustand der Attentatsopfer der Würzburger Axt–Attacke hat sich laut Uniklinik gebessert. Lebensgefahr besteht noch bei dem Freund der Tochter.
  • von Brigitte Theil / MAIN-POST | 7/23/2016 9:20:39 AM

    „Bei uns kann Integration wunderbar gelingen“

    Der Offene Brief von Würzburgs OB Christian Schuchardt wenige Tage nach der Axt-Attacke im Regionalzug ist ein Plädoyer für die Integration von Flüchtlingen.
  • von Brigitte Theil / MAIN-POST | 7/23/2016 10:14:13 AM
    Der Axt-Attentäter Riaz Khan Ahmadzai wollte offenbar die nähere Aufklärung seiner Taten vereiteln. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat der 17-jährige Attentäter offenbar versucht, sein Handy zu zerstören – mit der Axt, die er auch für seinen Anschlag verwendete. Sowohl die Sim-Karte als auch der Speicher seines Mobiltelefons seien beschädigt. Der „Spiegel“ beruft sich bei dieser Information auf „Sicherheitskreise“. Die Beschädigung des Gerätes dürfte die Auswertung der Daten deutlich erschweren.
  • von Thomas Fritz / MAIN-POST | 7/23/2016 11:08:33 AM

    Noch ist es ruhig in Heidingsfeld. In etwa einer Stunde trifft sich hier die NPD zu einer "Mahnwache". Das Städle ist vorbereitet.

  • von Thomas Fritz / MAIN-POST | 7/23/2016 11:15:04 AM

    Die Polizei ist präsent in Heidingsfeld. Noch ist es ruhig. Weder von der NPD noch von den Gegendemonstranten ist etwas zu sehen.

  • von Thomas Fritz / MAIN-POST | 7/23/2016 11:39:20 AM
    Ein Polizist schickt zwei dunkelhäutige Frauen aus dem abgesperrten Feld vor dem Heidingsfelder Rathaus. "Ich glaube nicht, dass Ihr auf NPD-Seite stehen wollt."
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