Nach dem Attentat in Würzburg-Heidingsfeld

Die Main-Post berichtet live.

Das Wichtigste in Kürze

• • •  Eines der Opfer nicht mehr im künstlichen Koma

• • •  Widerstand gegen NPD-Propaganda zum Attentat

• • •  Generalbundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

• • • Muslimische Gemeinden Würzburgs verabscheuen in einer Stellungnahme die Tat

  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/19/2016 6:57:29 AM
     

    Innenminister: 'Eine handgemalte IS-Flagge gefunden '

    Wie der bayerische Innenminister Joachim Hermann sagt, ermittelt die Polizei jetzt die Hintergründe der Bluttat. Wie sicher ist Würzburg? Unterfrankens Polizei gibt Entwarnung.
  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/19/2016 6:59:12 AM

    Notfallseelsorger betreuen Fahrgäste

    Nach der schrecklichen Bluttat in einem Regionalzug auf der Fahrt nach Würzburg wurde in der s.Oliver-Arena das Rettungszentrum installiert.
  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/19/2016 7:01:04 AM
     
  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/19/2016 7:02:12 AM
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/19/2016 7:23:25 AM
    "Wir dürfen nicht in die Gefahr verfallen, dass wir jetzt alle ausländischen Asylsuchenden über einen Kamm scheren", sagte der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann. "Wir müssen sehr wohl unterscheiden, was eigentlich zu einer solchen Tat geführt hat ob die in einem größeren Zusammenhang steht. Er mahnte vor allem eine umfassende Betreuung der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge an.

    Das gesamte Statement

    www.facebook.com
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/19/2016 10:40:22 AM
    Grundsätzlich müssen wir dason ausgehen, dass im Prinzip am jeden Tag an jedem Ort solche Taten verübt werden können. Wir müssen uns darauf einstellen. Wir dürfen uns nicht damit abfinden. Klar ist, dass wir uns von solchen Leuten nicht unser Leben kaputt machen lassen.

    Joachim Herrmann (CSU), bayerischer Innenminister, bei der Pressekonferenz in München.

     
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/19/2016 10:51:29 AM
    Unsere europäischen Gesellschaften sind auf den unendlichen Hass, den der fundamentale Islam in Menschen wecken kann, nicht vorbereitet. Wir brauchen dringend ein funktionierendes Frühwarnsystem. Hier sehe ich vor allem die islamischen Verbände und Organisationen in der Pflicht, die bislang absolut unzureichend die Radikalität im Islam einräumen, die Anfälligkeit gerade junger Muslime konzedieren und die endlich glaubhafte Maßnahmen ergreifen müssen, um dieser Gefahr für uns alle zu begegnen. (... Wenn es keinen sicheren Ort mehr gibt, an dem der islamistische Hass nicht unschuldige Menschen treffen kann – das Kinderzimmer in Kirjat Arba, der Regionalzug durch Franken, die Strandpromenade von Nizza, ein Club in Orlando, eine Bar in Paris, ein Campus in Kenia, etc. – sind die liberalen Gesellschaften in ernster Gefahr. Denn der Terror richtet sich immer gegen die freie Welt als solche, unsere Art zu leben, unsere Art zu Denken. Das müssen auch alle Integrationsmaßnahmen im Blick haben. Freiheits- und demokratiefeindliche Tendenzen müssen ebenso im Keim erstickt werden wie Frauenfeindlichkeit, Christenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Homophobie.




    Charlotte Knobloch, Israelische Kultusgemeinde München und Oberbayern
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/19/2016 10:53:45 AM
    Der Axt-Angreifer von Würzburg machte nach Angaben des bayerischen Sozialministeriums ein Praktikum mit der Aussicht auf eine Lehrstelle. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur arbeitete der Jugendliche als Praktikant in einer Bäckerei.
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/19/2016 10:55:02 AM
    Der 17-jährige afghanische Flüchtling ist im Rahmen der Jugendhilfe intensiv betreut worden. Wir müssen jetzt sehr genau analysieren, wie es trotz dieser guten Voraussetzungen dennoch zu dieser Gewalttat kommen konnte. Daraus sollten Maßnahmen abgeleitet werden, um der Radikalisierung von jungen Leuten besser entgegenzuwirken.



    Sozialministerin Emilia Müller (CSU)
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/19/2016 10:59:16 AM
    Ich bin schockiert von der brutalen Gewaltattacke auf friedliche Zugpassagiere am gestrigen Abend, zumal ich regelmäßig auf dieser Strecke zwischen meinem Heimatort Ochsenfurt und Würzburg fahre. Mein Mitgefühl gilt den Opfern, die dabei verletzt wurden, mein Dank gilt der Polizei und den Hilfskräften für ihren Einsatz. Jetzt geht es darum, die Hintergründe der Tat zu ermitteln, um die richtigen Schlüsse aus dem Vorfall zu ziehen. Vieles spricht für eine psychische Erkrankung des jugendlichen Täters. Deswegen darf es auch keinen Generalverdacht gegen Flüchtlinge geben. Wir müssen aber alles daran setzen, solche Taten zu verhindern. Wir brauchen wirksame Konzepte, wie wir die politische Radikalisierung insbesondere junger Leute verhindern. Es muss auch geklärt werden, wie eine Verbesserung der öffentlichen Sicherheit erfolgen kann, um solche dramatischen Anschläge weitgehend zu verhindern.



    SPD-Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/19/2016 11:01:08 AM
    Über diese schreckliche Tat, die besonders meine unterfränkische Heimat ins Mark trifft und fassungslos zurücklässt, bin ich zutiefst erschüttert und unendlich traurig. Wie schlimm muss es sein, von einer Sekunde auf die andere Opfer eines solchen Gewaltakts zu werden? In Gedanken sind wir bei allen Opfern, deren Familien und den Menschen, die diese grausamen Taten mitansehen mussten. Unser Dank gilt den Einsatzkräften, die rasch und entschlossen zu Hilfe gekommen sind und die möglicherweise Schlimmeres verhindert haben. Auch angesichts dieser schlimmen Ereignisse gilt für uns: wer auch immer hinter solchen perfiden Angriffen steckt: Wir lassen uns unsere Freiheit und unsere Werte nicht nehmen.



    Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU)
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/19/2016 2:17:38 PM
    Polizei geht nach aktuellem Ermittlungsstand von einer "unbedingten Tötungsabsicht"  des 17-Jährigen aus. Der Amokläufer sei mit dem vorgefassten Entschluss in den Zug gestiegen, ihm unbekannte Personen umzubringen.
  • von Sara Sophie Schmitt /... via null | 7/19/2016 2:25:12 PM
    Es ist ein völlig üblicher Vorgang, dass die Staatsanwaltschaft nach einem tödlichen Schusswaffengebrauch prüft, ob der Schusswaffeneinsatz rechtmäßig war
     

    Bardo Backert, Leitender Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Würzburg
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/19/2016 2:29:58 PM
    Der 17-Jährige ging sehr schnell auf die Polizeibeamten zu, mit erhobener Axt. Wir haben eine Situation eines unmittelbar bevorstehendes Angriffs.


    Bardo Backert, Leitender Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Würzburg
  • von Fabienne Hobner / MAIN-POST | 7/19/2016 6:55:22 PM

    Brüssel, Paris, Heidingsfeld – ein Angriff vor der Haustür

    Ein netter Junge war er, sagt Flüchtlingshelferin Simone Barrientos über den Teenager, der zum Attentäter wurde. Eine Spurensuche zwischen Ochsenfurt und Würzburg.
  • von Angelika Kleinhenz / MAIN-POST | 7/20/2016 7:02:38 AM
    Von den drei Opfern, die lebensgefährlichverletzt wurden, ist eines mittlerweile außer Lebensgefahr. Bei den beiden anderen Verletzten ist der gesundheitliche Zustand weiter kritisch. Dies wurde uns von offizieller Seite vom Universitätsklinikum in Würzburg bestätigt. Gerüchte auf Facebook, wonach ein Opfer gestorben sein soll, sind falsch.
  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/20/2016 10:00:05 AM

    Großes internationales Medienaufgebot vor dem Universitätsklinikum. Die chinesische Delegation erkundigt sich hier gerade nach dem Gesundheitszustand der Zuginsassen. Anschließend wollen sie ein Statement abgeben.

  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 10:17:37 AM
    Bei dem Attentäter von Würzburg handelt es sich nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) um einen Einzeltäter, der sich durch die Propaganda der Terrormiliz Islamischer Staat "angestachelt gefühlt hat". Das Bekennervideo enthalte keine Hinweise auf eine Anordnung des IS, sagte de Maizière am Mittwoch in Berlin.
  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/20/2016 10:23:50 AM

    Catherine Y.T. Chan ist Fersehjournalistin in Hongkong und mit ihrem Team gestern nach Würzburg gekommen. Während Verwandte der Verletzten und Politiker im ZOM sind, spricht sie über die Wahrnehmung der Tat in Hongkong.
    "Die Menschen sind beunruhigt, aber noch wissen wir nicht, ob und warum das Attentat genau dieser Familie gegolten hat. Zufall? Absicht? Die Leute sprechen überall darüber. Man hat keine Angst, aber wenn einer sagt, dass er nach Europa reist, sagen die Freunde 'Pass auf dich auf'".

  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 10:26:00 AM

    Die chinesische Delegation macht sich vom Polizeipräsidium auf dem Weg zur Würzburger Uniklinik, wo die Schwerverletzten behandelt werden.

  • von Andreas Jungbauer / MAIN-POST | 7/20/2016 5:59:31 PM

    Ökumenischer Friedensgottesdienst unter dem Titel "Gebet für Stadt und Region" im Neumünster: Gut 150 Menschen sind gekommen. Domkapitular Jürgen Vorndran und die evangelische Dekanin Edda Weise halten eine gemeinsame Dialogpredigt. Vorndran spricht von einem „Schock“ und der Erkenntnis, dass es im Leben keine 100-prozentige Sicherheit gebe. Die Gewalttat dürfe nicht zu einer Angst führen, die eine offene, vertrauensvolle Begegnung unter Menschen verhindert. Allen, die in der Betreuung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen tätig sind, ruft der Dompfarrer zu: „Lassen Sie sich nicht entmutigen! Ihr Engagement ist wichtig und wertvoll für die Integration junger Menschen in unsere Gesellschaft.“

  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/20/2016 9:12:14 PM
    Die Würzburgerin Judith Assländer hat minderjährige Flüchtlinge bei sich aufgenommen. Aktuell berichtet sie in der ARD-Sendung "Maischberger" über ihre Erfahrungen mit den Flüchtlingen und über den Amoklauf vom Montag.
  • von Simon Metzger / MAIN-POST | 7/21/2016 4:17:34 PM

    Attentat: Wie Journalismus in Echtzeit gelingen kann

    Die Berichterstattung über den Amoklauf in Würzburg folgte Ansprüchen, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Einblicke in veränderte Arbeitsweisen der Redaktion.
  • von Sara Sophie Schmitt /... | 7/21/2016 4:41:34 PM

    Wie werden Flüchtlinge in Deutschland registriert? Diese Grafik erklärt es. (Quelle: dpa)

  • von Roland Schmitt-Raiser | 7/22/2016 9:29:14 AM

    Stegner: Nach Attentaten nicht auf Populisten einlassen

    mainpost.deDer stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner fürchtet negative Folgen des Würzburger Axt-Anschlags für die politische Stimmung in Deutschland.
  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/22/2016 1:35:51 PM
    Der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) wendet sich mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit. Darin beschreibt er, wie schockiert er noch immer von dem Attentat ist - und wie zukünftig mit Asylbewerbern umgegangen werden soll.
     
     
    Seite 1 des offenen Briefs von Christian Schuchardt
     
  • von Meike Rost / MAIN-POST | 7/22/2016 2:08:08 PM

    Wie Ertl weiter mitteilt, könne man bleibende Schäden bei allen Patienten nicht ausschließen. "Wenn man mit der Axt ins Gesicht geschlagen wird, bleibt da sicher etwas übrig", sagt der Ärztliche Direktor.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/22/2016 3:35:17 PM
    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die Video-Plattform YouTube aufgefordert, das Bekennervideo des Würzburger Attentäters zu löschen. Das Video solle wegen seines strafbaren Inhalts aus dem Netz genommen werden, so das BKA. Ursprünglich hatte die Terrormiliz Islamischer Statt (IS) den Film verbreitet. Die Redaktion der Main-Post folgt der Argumentation des BKA und hat das Video nun aus dem Online-Bereich entfernt.
     
    Screenshot aus dem Bekennervideo
     
  • von Brigitte Theil / MAIN-POST | 7/23/2016 8:43:34 AM

    Würzburger Opfern geht es etwas besser

    Stand Samstag: Der Zustand der Attentatsopfer der Würzburger Axt–Attacke hat sich laut Uniklinik gebessert. Lebensgefahr besteht noch bei dem Freund der Tochter.
  • von Brigitte Theil / MAIN-POST | 7/23/2016 10:14:13 AM
    Der Axt-Attentäter Riaz Khan Ahmadzai wollte offenbar die nähere Aufklärung seiner Taten vereiteln. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat der 17-jährige Attentäter offenbar versucht, sein Handy zu zerstören – mit der Axt, die er auch für seinen Anschlag verwendete. Sowohl die Sim-Karte als auch der Speicher seines Mobiltelefons seien beschädigt. Der „Spiegel“ beruft sich bei dieser Information auf „Sicherheitskreise“. Die Beschädigung des Gerätes dürfte die Auswertung der Daten deutlich erschweren.
  • von Lukas Will / MAIN-POST via null | 7/24/2016 5:11:05 PM

    Ordner der AfD haben gerade Dan Eising (Die Rechte) und Monique Schober, die eine NPD-nahe Facebook-Seite betreibt, aus dem Versammlungsbereich gebeten. Das überrascht, denn zuvor waren die beiden auf Demos immer geduldet.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/24/2016 5:14:01 PM

    Da die Neonazis nun bei den Gegendemonstranten stehen müssen, kommen Polizisten hinzu.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/24/2016 5:17:09 PM

    Die Gegendemonstranten haben Eising und Schober vertrieben. Wohl hat auch die Polizei die beiden mit Anhang gebeten zu gehen um eine Eskalation zu vermeiden.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/24/2016 5:31:55 PM

    Nach eineinhalb Stunden Reden wird die Veranstaltung nun beendet.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/24/2016 5:37:53 PM

    Angeblich wurde eine farbige Gegendemonstrantin geschlagen. Kleiner Tumult nach Demo-Ende.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/24/2016 6:05:02 PM

    Die jetzt noch anwesenden linken Demonstranten sind wütend auf die Polizei, nachdem ein Gegendemonstrant unsanft abgeführt würde.

  • von Lukas Will / MAIN-POST | 7/24/2016 6:16:51 PM
    Die Polizei sagt abschließend: 80 Versammlungsteilnehmer, 250 Gegendemonstranten. Weiterhin gab es eine Fahrzeugbeschädigung an einem Polizeiauto, eine Beleidigung einer Gegendemonstrantin die daraufhin von einem AfD-Anhänger geschlagen wurde und zwei vorläufig festgenommene Gegendemonstranten.
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