Anschlag in Ansbach

Ein Toter, mehrere Verletzte - Bei einem Musikfestival in Ansbach kam es am Sonntagabend zu einer Explosion. Der mutmaßliche Täter ist ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien. Die Ermittler vermuten einen islamistischen Hintergrund. Verfolgen Sie hier live die neuesten Ermittlungen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:05:25 AM

    Nach dem Amoklauf von München schwebt keiner der Verletzten mehr in Lebensgefahr. Dies teilten die Ermittler am Montag mit. Am Sonntag waren noch drei Menschen in Lebensgefahr gewesen. Insgesamt gab es laut Landeskriminalamt 35 Verletzte.

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 10:14:44 AM
    Ein 32-jähriger Augenzeuge schilderte der Redaktion eben seine Erlebnisse. Demnach hätten Menschen schon Momente nach der Explosion davon gesprochen, dass "ein Rucksack explodiert" ist.
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:17:35 AM

    Die Bundesregierung hat davor gewarnt, Flüchtlinge generell unter Terrorverdacht zu stellen. "Die meisten Terroristen die in den letzten Monaten in Europa Anschläge begangen haben, waren keine Flüchtlinge", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:20:46 AM

    Nach der Bombenexplosion in Ansbach werden die Sicherheitsmaßnahmen am dortigen US-Militärstandort erhöht. «Mitglieder der Militärgemeinde sollten beim Betreten des Truppenstandorts und innerhalb des Geländes mit Verzögerungen rechnen», hieß es auf der Homepage der amerikanischen Militärgemeinde in Ansbach am Montag. Bestimmte Zugänge zu Kasernen sollten bis auf weiteres geschlossen bleiben.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:34:33 AM

    Blumen und Kerzen vor dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum: Eine halbe Stunde nach der normalen Öffnungszeit konnten Besucher um 10.00 Uhr das Einkaufszentrum betreten. Wie Center-Manager Christoph von Oelhafen sagte, fand vorher ein Gedenkgottesdienst mit allen Mitarbeitern statt. (Foto: Peter Kneffel, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:37:05 AM

    Eine Mitarbeiterin des Bayrischen Rundfunks war zur Tatzeit in Ansbach:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:55:04 AM

    Der Gesundheitszustand der vier Opfer der Axt-Attacke von Würzburg hat sich weiter stabilisiert. Es bestehe aber dennoch weiterhin die Gefahr von Komplikationen, teilte das Universitätsklinikum Würzburg am Montag mit. Eines der Opfer ist zudem noch nicht außer Lebensgefahr und liegt weiterhin im künstlichen Koma.

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 11:02:56 AM
    In den nächsten Stunden wird es in Nürnberg eine Pressekonferenz der Polizei mit Bayerns Innenminister Herrmann geben. Das kündigte Polizeisprecher Michael Petzold an.
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 11:04:31 AM

    Nach dem Amoklauf mit zehn Toten will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Sicherheitsmaßnahmen beim Oktoberfest verschärfen. «Ich bin der Meinung, man kann so etwas intensivieren wie Taschenkontrollen, Rucksackkontrollen. Vielleicht sollte man sogar über ein Verbot von Rucksäcken nachdenken. Ich glaube, die Menschen haben für so was Verständnis», sagte Reiter am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Sowohl der Amokläufer von München als auch der mutmaßliche Täter im mittelfränkischen Ansbach, der eine Bombe gezündet haben soll, waren mit einem Rucksack unterwegs.

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 11:04:51 AM
    Auf Nachfrage bestätigte Polizeisprecher Petzold lediglich, dass die Unterkunft des Attentäters am Vormittag durchsucht wurde.
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 11:10:57 AM

    Eine Blume erinnert im Münchner Einkaufszentrum OEZ an den Amoklauf vom Freitag (Foto: Peter Kneffel, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 11:21:01 AM

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich ins Kondolenzbuch für die Opfer des Amoklaufs vom Freitag eingetragen:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 11:32:57 AM

    Die Polizei in Nürnberg lädt nach der Bombenexplosion in Ansbach für 14.30 Uhr zu einer Pressekonferenz ein. Auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird anwesend sein.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 11:41:11 AM

    Um 14 Uhr lädt die Oberbürgermeisterin von Ansbach, Carda Seidel (parteilos), zu einer Pressekonferenz ein.

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 11:51:26 AM

    Warten auf die Oberbürgermeisterin. Um 14 Uhr ist Pressekonferenz in Ansbach, eine halbe Stunde später spricht Herrmann in Nürnberg

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 11:52:07 AM

    Warten auf die Oberbürgermeisterin. Um 14 Uhr ist Pressekonferenz in Ansbach, eine halbe Stunde später spricht Herrmann in Nürnberg

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 11:54:47 AM

    Nach den jüngsten Gewalttaten in Deutschland hat die Bundesregierung davor gewarnt, Flüchtlinge generell unter Terrorverdacht zu stellen. "Die meisten Terroristen, die in den letzten Monaten in Europa Anschläge begangen haben, waren keine Flüchtlinge", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. "Diese Erkenntnis deckt sich mit aktuellen Untersuchungen, nach denen die Gefahr des Terrorismus nicht größer und nicht kleiner ist als in der übrigen Bevölkerung."

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 12:05:33 PM
    OB Seidel: 15 Verletzte, 4 davon schwer, niemand in Lebensgefahr
  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 12:12:19 PM
    OB Seidel: 2000 Gäste bei Ansbach Open konnten sehr geordnet nach der Explosion weggebracht werden, 35 Hotelgäste und Anwohner evakuiert. 150 Rettungskräfte und 260 Feuerwehrleute im Einsatz
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 12:28:53 PM

    Die Zwischenbilanz aus Ansbach: Bei der Bombenexplosion dort sind nach neuen Angaben der Polizei 15 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Keiner der Verletzten schwebt in Lebensgefahr. 

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 12:31:34 PM

    Die zeitliche Nähe dieser Gewalttaten in Würzburg, München und Ansbach ist nach Einschätzung des Psychologen Jens Hoffmann für einen psychologischen Experten kein Zufall. "Leute in einer psychischen Krise, die schon länger über eine solche Tat nachdenken, sehen den großen Effekt und sagen sich: jetzt mache ich das auch", sagte Jens Hoffmann vom Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt.

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 12:39:07 PM
    OB Seidel: Am 13.7. wurde der Täter vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aufgefordert, die Bundesrepublik zu verlassen
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 12:39:27 PM

    Die Stadt Ansbach kündigt ein Krisenteam für traumatisierte Menschen an.


    Die Oberbürgermeisterin von Ansbach, Carda Seidel (Parteilos), auf der Pressekonferenz (Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa)
  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 12:39:54 PM
    Damit ist die PK in Ansbach beendet. Mehr Informationen zu Tat und Täter sollen zur Stunde in Nürnberg durch die Polizei mitgeteilt werden
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 12:50:45 PM

    Auf Twitter bekunden viele Politiker und Prominente ihr Mitgefühl:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:00:09 PM

    Die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger plädiert für Besonnenheit und kritisiert den bayerischen Justizminister Bausback.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:01:50 PM

    Bei dem Festival in Ansbach wurden alle Taschen der Besucher kontrolliert. Der mutmaßliche Täter hatte keine Eintrittskarte und wurde deshalb abgewiesen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:11:46 PM

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bestätigt auf einer Pressekonferenz, der mutmaßliche Täter sollt nach Bulgarien abgeschoben werden.

  • von dpa-live Desk via null | 7/25/2016 1:12:58 PM

    Parallel zur Pressekonferenz von de Maizière spricht in München der bayerische Innenminister Joachim Hermann Nach seinen Angaben war die Bombe ganz offensichtlich so konstruiert, dass sie nicht nur zum Selbstmord des Täters selbst geeignet war.  

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:13:41 PM

    In der Unterkunft des Täters seien zwei Handys gefunden worden mit mehreren weiteren Sim-Karten sowie ein Laptop, so Herrmann. Eine erste Auswertung habe Hinweise darauf gegeben, dass Gewaltvideos mit islamistischer Ausrichtung und salafistischem Inhalt dabei seien. Das Allermeiste sei auf Arabisch.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:14:02 PM

    Die Umstände der Tat deuten in der Summe «schon sehr» darauf hin, dass das Geschehen einen islamistischen Hintergrund haben könnte, erklärt Herrmann. Bislang gebe es aber noch keinen Beleg für einen unmittelbaren Bezug zu islamistischen Organisationen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:15:13 PM

    Bundesinnenminister de Maizière drückt den Angehörigen der Verletzten der Gewalttaten von Reutlingen und Ansbach sein Mitgefühl aus. Er sei erschüttert, sagte er.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:16:04 PM

    Bundesinnenminister de Maizière fordert die Bevölkerung zur Besonnenheit.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:18:01 PM

    Der Täter habe ab Februar 2015 eine Duldung erhalten, die danach mehrfach verlängert wurde, so Herrmann. Vor nicht einmal zwei Wochen habe das BAMF erneut den Betroffenen aufgefordert, Deutschland innerhalb von 30 Tagen zu verlassen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:18:01 PM

    Hermann weiter: Bei der Durchsuchung der Asylunterkunft sei eine Fülle weiterer Materialien gefunden worden, die zum Bau weiterer Bomben geeignet gewesen wären, darunter Lötkolben und Batterien.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:18:11 PM

    Nach Angaben Herrmanns reiste der Täter am 3. Juli 2014 erstmals nach Deutschland ein.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:18:52 PM

    Gegen den jüngsten BAMF-Bescheid hätte der Täter nochmal Klage erheben können, erklärt Herrmann. Das Verfahren liege allein beim BAMF. Dies erlasse die Ausreiseverordnung. Nur der unmittelbare Vollzug obliege der Polizei.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:19:32 PM

    Bundesinnenminister de Maizière sagt, beim Bombenanschlag von Ansbach sei weder ein Bezug zum internationalen IS-Terrorismus noch eine psychische Störung des Täters auszuschließen. Es könne auch eine Kombination aus beiden sein.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:22:24 PM

    Nach Angaben vom Vizepräsidenten des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger,  seien keine Verbindungen zu terroristischen Gruppierungen festgestellt worden. Auch sei bislang kein Bekennerschreiben gefunden worden.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:22:24 PM

    Der Bundesinnenminister versicherte, dass der Rechtsstaat stark sei und stark bleibe - sowohl im Bund als auch in den Ländern. Die Sicherheitsbehörden würden alles tun, damit solche schrecklichen Gewalttaten nicht wiederholen. "Eine absolute Sicherheit dafür gibt es aber nicht", sagte de Maizière: "Jeder Fall ist einer zu viel." Er verstehe die Sorgen der Bevölkerung.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:23:07 PM

    Der Täter habe sechs Facebook-Accounts betrieben, so Fertinger. Vier seien schon vom Netz genommen worden. Mindestens ein Account sei mit falschen Personalien betrieben worden. Auf Handys seien die WhatsApp-Verläufe gesichert worden. Diese würden ebenso ausgewertet wie die Funkzellen, in denen sich die Handys befunden hatten.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:23:07 PM

    De Maizière will mit den Innenministern der Länder über mögliche Schussfolgerungen beraten. Die Bundespolizei werde ihre Präsenz an Flughäfen und Bahnhöfen sichtbar verstärken. Zudem werde im Grenzbereich das Instrument der Schleierfahndung angewandt.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:24:08 PM

    Die Asylunterkunft des Täters wurde nach Polizeiangaben kurzzeitig evakuiert. Dort fanden die Ermittler einen Benzinkanister mit Diesel sowie Salzsäure, Alkoholreiniger, Lötkolben, Drähte, Batterien und Kieselsteine, außerdem einen Laptop mit gewaltverherrlichenden Bildern, die in Verbindung zum IS stehen, erklärt Fertinger.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:24:49 PM

    De Maizière warnte erneut davor, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. Die ganz große Mehrheit der Flüchtlinge komme nach Deutschland, um in Frieden zu leben. "Das muss sauber getrennt werden."

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 1:24:49 PM

    Der Täter sei an inneren Verletzungen gestorben, sagt Oberstaatsanwalt Michael Schrotberger. Die Explosion habe die Hauptschlagader, Lunge und Leber zerrissen. Dies habe zum sofortigen Tod geführt.

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