Anschlag in Ansbach

Ein Toter, mehrere Verletzte - Bei einem Musikfestival in Ansbach kam es am Sonntagabend zu einer Explosion. Der mutmaßliche Täter ist ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien. Die Ermittler vermuten einen islamistischen Hintergrund. Verfolgen Sie hier live die neuesten Ermittlungen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:14:48 AM

    Liebe Leserinnen und Leser, drei unfassbare Bluttaten in einer Woche in Bayern: Erst die Axt-Attacke in Würzburg, dann der Amoklauf in München und jetzt ein Bombenanschlag in Ansbach. Der mutmaßliche Täter soll ein Flüchtling aus Syrien gewesen sein. Die Ermittler vermuten einen islamistischen Hintergrund. Wir begleiten die aktuellen Entwicklungen hier an dieser Stelle mit einem LiveTicker!

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:27:03 AM

    Der mutmaßliche Täter ist nach Angaben des Innenministers ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien. Er starb bei der Explosion nahe einem Open-Air-Konzert. 

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:27:44 AM

    Der Mann, der öfter in psychiatrischer Behandlung gewesen sei, habe die Bombe mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack bei dem Musikfestival mit etwa 2500 Besuchern zünden wollen, sagte Innenminister Herrmann bei einer Pressekonferenz in Ansbach. Ihm wurde aber der Einlass verwehrt.

  • von dpa-live Desk via null | 7/25/2016 6:28:54 AM
    Wenn er mit dem Rucksack in die Veranstaltung gelangt wäre, hätte es bestimmt mehr Opfer gegeben.

    - Der Nürnberger Polizeivizepräsident Roman Fertinger zu den Umständen der Tat.
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:34:47 AM

    Unklar ist bislang, ob der Täter im Zusammenhang mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) steht. Innenminister Joachim Herrmann sagte: «Es ist dies auf jeden Fall nicht auszuschließen.» Konkrete Hinweise auf den IS gebe es allerdings nicht. «Die offensichtliche Absicht, mehr Menschen zu töten, weist zumindest auf einen islamistischen Hintergrund hin.»


    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf der Pressekonferenz in Ansbach (Foto: Daniel Karmann, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:40:59 AM

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière warnt nach dem Münchner Amoklauf davor, Fehlinformationen über soziale Netzwerke zu verbreiten.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:44:12 AM

    Das Statement von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu dem Anschlag von Ansbach:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:44:12 AM

    Die Polizei weist auf Twitter auf ihre Pressemitteilung zu den Ereignissen in der Nacht hin:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:50:14 AM

    Ermittler untersuchen den Tatort in Ansbach am Morgen nach dem Anschlag (Foto: Daniel Karmann, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:54:16 AM

    Ein Leichenwagen verlässt am frühen Montagmorgen den abgesperrten Tatort in Ansbach (Foto: Daniel Karmann, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:54:57 AM
    Aber nachdem er einen Rucksack mit Sprengstoff hatte, in dem gleichzeitig auch viele scharfkantige Metallteile gepackt waren, die ja geeignet sind im Zusammenhang mit einer solchen Bombe dann möglichst viele Menschen im Umkreis zu verletzen, müssen wir davon ausgehen dass es keine reine Selbstmordtat war, sondern dass er möglichst viele Menschen mit ins Verderben stürzen wollte. Das ist die Situation eines typischen Selbstmordanschlags
    • Innenminister Joachim Herrmann zur Frage, ob der Täter in Ansbach im Zusammenhang mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehe
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:57:08 AM

    Die Polizei fordert die Augenzeugen in Ansbach auf, Videos und andere Hinweise zur Verfügung zu stellen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 6:58:19 AM

    Der Twitter-Account der Polizei in Ansbach ist echt, auch wenn  der blaue Haken fehlt. Es handelt sich um einen allgemein gehaltenen Account-Namen, da die Polizei dort bislang noch nicht regelmäßig twittert.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:02:41 AM

    Was wir über den Täter in Ansbach derzeit wissen:


    • Es handelt sich um einen 27 Jahre alten Flüchtling aus Syrien.

    • Er kam vor zwei Jahren nach Deutschland und hat einen Asylantrag gestellt.

    • Sein Antrag wurde vor einem Jahr abgelehnt, der Flüchtling sei seitdem geduldet gewesen, sagte Innenminister Herrmann.

    • Der Mann wohnte in einer Unterkunft in Ansbach und war wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getreten

    • Der Syrer hat sich nach Angaben des Ministers schon zwei Mal das Leben nehmen wollen. Er sei deshalb auch schon in einer Psychiatrie untergebracht gewesen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:09:43 AM

    Was wir zum Anschlag in Ansbach bislang nicht wissen:


    • Unklar ist bislang, in welchem Umfeld sich der 27-Jährige bewegte.

    • Daher kann über die Motive des Täters nur spekuliert werden. Unklar ist laut Innenminister Herrmann, ob er nur in suizidaler Absicht handelte oder auch andere Menschen mit in den Tod reißen wollte. "Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich es leider für sehr naheliegend halte, dass hier ein echter islamistischer Selbstmordanschlag stattgefunden hat", sagte Hermann der dpa.

    • Wir wissen nicht, woher er den Sprengstoff hatte.

    • Nicht bekannt ist, woher genau die Metallteile aus dem Rucksack stammten, die offenbar möglichst viele Menschen verletzen sollten.
    • Der Grund für die Ablehnung des Asylantrags ist bislang unbekannt.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:10:14 AM

    Polizisten sichern das Flüchlingsheim in Ansbach, in dem der mutmaßliche Täter gewohnt haben soll (Foto: Daniel Karmann, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:15:57 AM

    In München liegt seit heute früh ein Kondolenzbuch aus für die Opfer des Amoklaufs vom Freitag:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:35:14 AM

    Der belgische Premierminister Charles Michel verurteilt den Anschlag von Ansbach:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:46:18 AM

    Mitarbeiter der Spurensicherung tragen beschlagnahmte Gegenstände aus dem Flüchtlingsheim in Ansbach, in dem der mutmaßliche Täter gewohnt haben soll (Foto: Daniel Karmann, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:47:29 AM

    So schätzt der Experte  Georg Mascolo die Umstände des Anschlags von Ansbach ein:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 7:58:23 AM

    Die Staatsanwaltschaft wertet den Anschlag von Ansbach als "Mordversuch in zwölf Fällen"

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:01:28 AM

     Nach dem Bombenanschlag von Ansbach hat die Bundesanwaltschaft noch nicht entschieden, ob sie die Ermittlungen an sich zieht. «Wir sind natürlich in den Informationsfluss eingebunden», sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Montag auf Anfrage. «Jetzt gilt es aber erst einmal, sich eine zuverlässige Tatsachengrundlage zu verschaffen. Dann müssen wir sehen, ob das in unsere Zuständigkeit fällt oder nicht.» Der Generalbundesanwalt verfolgt Straftaten gegen die innere Sicherheit der Bundesrepublik wie Terrorismus.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:15:03 AM

    Die Tatsache, dass die Polizei in Mittelfranken mit einem E-Mail-Account von Web.de unterwegs ist, stößt im Netz auf wenig Verständnis:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:27:58 AM

    Trauer in München: Vor dem Haupteingang des Olympia-Einkaufszentrums (OEZ) in München liegen drei Tage nach der Schießerei Blumen und brennen Kerzen (Foto: Peteer Kneffel, dpa)
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:35:53 AM

    Bayerns Justizminister Winfried Bausback geht ebenfalls davon aus, dass der Bombenanschlag von Ansbach das Werk eines islamistischen Selbstmordattentäters ist. Nach der Axt-Attacke von Würzburg und nun «wohl auch Ansbach» teile er die Einschätzung seines Kollegen, Innenminister Joachim Hermann (beide CSU), «dass der islamistische Terror Deutschland erreicht hat», schrieb Bausback am Montag auf seiner Facebook-Seite. Darauf müsse sich «unser demokratischer und freiheitlicher Rechtsstaat einstellen».

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:37:03 AM

    Die Münchner Polizei lädt für 11.30 Uhr zu einer Pressekonferenz ein und will Details zu einem 16 Jahre alten mutmaßlichen Mitwisser des Münchner Amoklaufs bekanntgeben.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:43:26 AM

    Nach dem Amoklauf von München mit zehn Toten unterstützen Kriseninterventionsteams die betroffenen Schulen bei der Verarbeitung der Bluttat. Das bayerische Kultusministerium übermittele allen Schulen in Bayern Informationen, wie Lehrkräfte im Schulalltag in den kommenden Tagen den dramatischen Vorfall aufarbeiten könnten, teilte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) mit. Die Teams übernehmen die notfallpsychologische Versorgung betroffener Schüler, Lehrer und Eltern sowie die Beratung schulischer Krisenteams und die Einbindung der Schulpsychologen vor Ort.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 8:54:31 AM

    Der mutmaßliche Täter von Ansbach war dem städtischen Sozialamt als "freundlich, unauffällig und nett" bekannt. Das sagte Reinhold Eschenbacher vom städtischen Sozialamt am Montag. "Der junge Mann war öfters als Asylbewerber hier und bei uns bekannt. Da ging es um soziale Leistungen", sagte er.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:14:20 AM

    Für die Opfer des Amoklaufs in München können sich die Menschen nun in ein Kondolenzbuch der Stadt München eintragen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:18:32 AM

    "Bayern erlebt Tage des Schreckens", erklärte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Zum dritten Mal in einer Woche sei der Freistaat von einer schweren Gewalttat erschüttert worden. "Unser Mitgefühl gilt den Verletzten des heimtückischen und brutalen Bombenanschlags in Ansbach." Er wünschte den Verletzten schnelle und vollständige Genesung und ihren Angehörigen "viel Kraft in diesen schweren Stunden". 

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:19:12 AM
    Der Rechtsstaat wird nicht weichen.
    • Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zum Bombenanschlag in Ansbach
  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:21:34 AM

    Bei der tödlichen Attacke in Reutlingen hat der Täter den Ermittlern zufolge ein Dönermesser verwendet. Es habe sich nicht wie zunächst mitgeteilt um eine Machete gehandelt, erklärte die Polizei am Montag. Der 21 Jahre alte Angreifer hatte mit dem Messer am Sonntag eine 45 Jahre alte Frau getötet. Mit ihr arbeitete er in einer Gaststätte. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. 

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:23:44 AM

    Die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) sieht trotz des Anschlags vom Sonntag kein Versagen der Stadt in der Flüchtlingsbetreuung. Der bei der Bombenexplosion getötete mutmaßliche Täter, ein 27 Jahre alter syrischer Asylbewerber, war in einem Ansbacher Flüchtlingsheim untergebracht und längere Zeit von der Stadt betreut worden. 

  • von dpa-live Desk via null | 7/25/2016 9:33:28 AM

    Staatsanwalt zum Amoklauf in München: Gegen den 16-Jährigen werde wegen Nichtanzeigens einer Straftat ermittelt. Er hat mit dem 18 Jahre alten Täter bis kurz vor der Tat per WhatsApp gechattet und wollte den Chat vor der Polizei verbergen.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:41:12 AM

    Der 16-Jährige wusste nach Angaben der Polizei von der Waffe bei dem 18-Jährigen und wurde von dem Täter für 16 Uhr zu dem Olympia-Einkaufszentrum bestellt. Die beiden hatten sich in einer Klinik kennengelernt.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:45:24 AM

    Der 16-Jährige wird noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt, sagt die Staatsanwaltschaft. Der Haftgrund sei die Verdunklungsgefahr.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:47:55 AM

    LKA: Das OEZ ist als Tatort von den Sicherheitsbehörden wieder freigegeben. Wann dort der Betrieb wieder starte, sei Sache der Geschäftsleitung des Einkaufszentrums.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:50:57 AM

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußert sich um 15 Uhr:

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 9:51:09 AM

    Die Ansbacher Altstadt ist am Vormittag nach dem Anschlag voll von Kamerateams aus aller Welt. Britische, französische und russische TV-Stationen haben sich mit Übertragungswagen in der Nähe des Anschlagsorts postiert, der weiträumig abgesperrt ist.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:52:38 AM

    Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch: Wir haben klare Erkenntnisse, dass sich der 18-Jährige Amokläufer und sein 16-Jähriger Bekannter über das Thema Amok ausgetauscht haben. Es gibt keine Erkenntnisse darüber, dass auch Therapeuten in die Amok-Phantasien eingeweiht waren. 

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:54:19 AM

    Die Bundesregierung hat sich erschüttert über die Gewalttaten in Ansbach und Reutlingen gezeigt. «Wir trauern mit den Angehörigen der getöteten Frau in Reutlingen und sind in Gedanken bei den Angehörigen der Verletzten von Reutlingen und Ansbach», sagte die Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die derzeit zuhause in der Uckermark sei, werde laufend über die Ermittlungen informiert. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sei in Kontakt mit den Sicherheitsbehörden.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 9:56:00 AM

    Die Pressekonferenz zum Amoklauf in München ist beendet.

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:00:01 AM

    Eine weitere Erkenntnis aus der Pressekonferenz in München:

  • von dpa-live Desk via dpa | 7/25/2016 10:01:43 AM

    Der syrische Flüchtling, der für die Bombenexplosion in Ansbach verantwortlich sein soll, sollte nach Bulgarien abgeschoben werden. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. "Ich kann Ihnen zur Stunde nicht sagen, warum diese Abschiebung nicht vollzogen worden ist", fügte er hinzu. Abschiebungen lägen in der Zuständigkeit der Länder.

  • von Benjamin Stahl / MAIN-POST | 7/25/2016 10:02:54 AM
    Vor dem Ansbacher Rathaus geht das Gerücht, dass Oberbürgermeisterin Carda Seidel in Kürze vor die Presse treten will.
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