Glücklich mit dem Leben im Denkmal Live


Die Altortfreunde (rechts Eva Brock)

Eva und Stefan Brock
kamen vor einigen Jahren aus beruflichen Gründen aus Potsdam nach
Randersacker.
Anfangs wohnten sie im so genannten Wengertshäuschen
zwischen Teufelskeller und Pfülben – und verliebten sich mehr und
mehr in den historischen Weinort am Main, erzählt Eva Brock.
Da war
es letztlich nur logische Konsequenz, dass sie 2009 das Haus am
Kirchplatz zwei kauften.
Das Haus neben der Kirche gehört zum
denkmalgeschützten Altortensemble und war früher wohl mal Teil der
Kirchenburg: „Wir sind beide sehr geschichtsinteressiert und
wollten schon immer gerne ein altes Haus haben – am liebsten aus
der Barockzeit.



Kunst im Martinshof bei MainWeinKunst 2014


Die ehemalige
Informatikerin und ihr Mann sind sehr glücklich mit dem Ensemble am
Kirchplatz, das sie mittlerweile ihr Eigen nennen – auch wenn das
Haus wohl nicht – wie anfangs gedacht aus dem 16.
Jahrhundert
stammt, sondern bereits im Mittelalter in Randersacker existierte.

„Tatsächlich stand das Haus wohl schon lange Zeit, bevor Columbus
Amerika entdeckte.






So ein Haus zu besitzen
ist Verpflichtung, finden die Brocks.
„Ich bin früher öfter
umgezogen und habe gelernt, dass es am besten ist, sich einzubringen,
egal, wo man hinzieht“, ergänzt die Hausbesitzerin.
Deshalb gehört
die Familie zum harten Kern der Altortfreunde, gemeinsam mit Maria
Sommer-Schneider und Bruno Schmitt.
„Wir setzen uns dafür ein,
weil wir es einfach unheimlich schade finden, wenn diese Häuser
nicht geschätzt und dem Verfall überlassen werden.
 

Weil sie zeigen wollen,
dass auch eine moderne, junge Familie in altem Gemäuer, in einem
Denkmal, gut und zufrieden leben kann, öffnen sie am Tag des offenen
Denkmals immer wieder ihre Türen für interessierte Besucher.
„Wir
wollen andere Menschen sensibilisieren und ihnen Mut machen, sich auf
ein solches Abenteuer einzulassen.




Vinothek an der Kirche


Eva Brock jedenfalls
hat sich voll und ganz darauf eingelassen.
Statt wie früher ihren
Arbeitstag mit Programmieren zu verbringen, verkauft sie heute in der
Vinothek „Fränkische Flaschenpost“ am Kirchplatz – im Raum der
ehemaligen Randersackerer Poststelle - Rebensaft aus Randersacker und
der französischen Partnergemeinde Vouvray (Loire).
Weil sie findet,
dass man Wein nur überzeugend verkaufen kann, wenn man alles weiß
über seine Herstellung, bewirtschaftet sie mittlerweile selber einen
kleinen Weinberg.
Gerade so wie die Menschen, die viele Jahrzehnte
und Jahrhunderte vor ihr in den Mauern des alten Hauses lebten.






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